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201310 · Große Anfrage

Islamische Grabstätten / Islamischer Friedhof

Nummer
201310
Art
Große Anfrage
Veröffentlicht
15.07.2020
Letzte Änderung
18.09.2026
  1. Sitzung des Integrationsrates 12.08.2020 Kenntnisnahme
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Untergeordnet

  1. 201310-1 ST Islamische Grabstätten / Islamischer Friedhof

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Große Anfrage
öffentlich
201310
Fragesteller/in:
Acharki, Moussa; Ilunga, Kaisa; Üstündag, Özlem (BIG)
15.07.2020
Islamische Grabstätten / Islamischer Friedhof
Beratungsfolge
Integrationsrat 12.08.2020 Kenntnisnahme
Fragestellung
Die Stadtverwaltung wird um die Beantwortung der folgenden Fragen gebeten:
I. Islamische Grabstätten
1. Auf welchen Friedhöfen können Muslime nach islamischen
Vorgaben beerdigt werden?
2. Welche islamischen Vorgaben finden dabei jeweils Beachtung?
3. Wie viele islamische Grabstätten stehen derzeit frei zur
Verfügung und wie viele werden aktuell genutzt?
4. Wie hat sich die Nachfrage nach islamischen Grabstätten in den
letzten 10 Jahren entwickelt?
5. Wie viele islamische Grabstätten und welche Angebote stehen in
den kommenden Jahren zur Verfügung?
6. Von welcher Entwicklung der Nachfrage ist in den kommenden
Jahren auszugehen?
7. Wie hat sich die Zahl der Überführungen in den letzten 10
Jahren entwickelt?
II. Islamischer Friedhof
1. Welche Möglichkeiten bestehen aus Sicht der Verwaltung die
Einrichtung eines islamischen Friedhofs zu unterstützen?
Welche Chancen und welche Herausforderungen sind
vorhanden?
2. Liegen bereits Anfragen und Planungen vor?
3. Bestehen bereits institutionalisierte Austauschformate mit
Moscheegemeinden um bestehende Bedarfe ermitteln zu
können?Seite 1 von 2

Seite 2
4. Welche Bemühungen bestehen um den Austausch zu
intensivieren?
Begründung
Die erforderliche Berücksichtigung interkultureller Bedarfe endet nicht mit dem
Tod eines Menschen. Auch nach dem Tod ist es aus Sicht der Antragsteller
erforderlich wertschätzend und anerkennend auf spezifische Bedürfnisse
einzugehen und diese zu berücksichtigen.
Eine islamische Bestattungskultur ermöglicht es gläubigen Muslimen in Bonn
und somit in der Nähe ihrer Familienangehörigen beerdigt zu werden. Dieser
Wunsch wird insbesondere bei Familien, die bereits über mehrere
Generationen in Bonn leben, vermutlich zunehmen. Die Abhängigkeit von
kostenintensiven Überführungen kann durch ein ausreichendes Angebot zudem
vermieden werden.
In den vergangenen Monaten waren aufgrund der Corona-Pandemie keine
Überführungen in die Herkunftsländer möglich, die weitere Entwicklung ist
ungewiss. Vor diesem Hintergrund, der sich verschärfend auf den bereits
vorhandenen Bedarf auswirkt, ist es aus Sicht der Anfragesteller dringend
erforderlich, dass verstorbenen Muslimen in Bonn ihren Bedürfnissen
entsprechend würdevoll die letzte Ehre erwiesen werden kann.
Anlage/n
KeineSeite 2 von 2

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