201257 · Mitteilungsvorlage
Bonner Netzwerk Internationaler Katastrophenschutz und Risikomanagement – aktuelle Entwicklungen
Kerndaten
- Nummer
- 201257
- Art
- Mitteilungsvorlage
- Veröffentlicht
- 22.07.2020
- Letzte Änderung
- 18.09.2026
Beratungsfolge
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Mitteilungsvorlage öffentlich 201257 Der Oberbürgermeister Federführung: 02 Amt für Internationals und globale Nachhaltigkeit Dezernat: Dez. OB Bonner Netzwerk Internationaler Katastrophenschutz und Risikomanagement – aktuelle Entwicklungen Beratungsfolge Ausschuss für Internationales und Wissenschaft 13.08.2020 Kenntnisnahme Mitteilung: Zur Förderung der Vernetzung und zur Stärkung Bonns als internationaler Standort für Katastrophenschutzfragen wurde 2017 auf Initiative der Stadt Bonn das „Bonner Netzwerk internationaler Katastrophenschutz und Risikomanagement“ ins Leben gerufen (161314NV3, 1912472). Diese Initiative geht zurück auf einen entsprechenden Antrag des Ausschusses für Internationales und Wissenschaft (1613149). Dem Netzwerk gehören rund zwei Dutzend im internationalen Katastrophenmanagement tätige Organisationen, Institutionen, Nichtregierungseinrichtungen und Unternehmen mit Sitz in Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis an. Ergebnisse der bisherigen Netzwerkarbeit waren u.a. die Durchführung einer öffentlichen Veranstaltungsreihe „Internationaler Katastrophenschutz“ in Zusammenarbeit mit dem geographischen Institut der Universität Bonn und zahlreichen weiteren Partnern, die Präsentation des Netzwerks auf internationalen Konferenzen (u.a. Resilient Cities 2019) sowie die Durchführung von „Runden Tischen“ zum Austausch und der Information der Netzwerkpartner untereinander. Zur Weiterentwicklung des Netzwerks fand auf Einladung der Stadt Bonn im Januar 2020 ein Perspektivworkshop im Alten Rathaus statt. Als Ergebnis des Workshops wurde die Erarbeitung eines Strategiepapiers beschlossen, das Ziele, Alleinstellungsmerkmale, Aufgaben und Strukturen des Netzwerks festlegt. Dieses Strategiepapier wurde zwischenzeitlich verfasst und liegt dieser Mitteilungsvorlage als Anlage bei. Zur Unterstützung und Intensivierung der Netzwerkarbeit wurde darüber hinaus zum 1. Juli ein Sekretariat beim Deutschen Komitee für Katastrophenvorsorge e. V. (DKKV) eingerichtet, das zunächst bis Ende 2020 aus Haushaltsmitteln des Amtes für Internationales und Globale Nachhaltigkeit finanziert wird. Das Sekretariat hat die Aufgabe, die Sitzungen des Netzwerks vorzubereiten, über aktuelle Entwicklungen und Veranstaltungen zu informieren und den Kontakt zu den Mitgliedern des Bonner Netzwerks zu intensivieren.Seite 1 von 6 Seite 2 Zur besseren Information der Netzwerkpartner und zur Stärkung der Sichtbarkeit ist außerdem die Einrichtung einer eigenen Webseite inkl. Terminkalender vorgesehen, die das DKKV e. V. im Auftrag der Stadt Bonn einrichten wird. Darüber hinaus ist das Bonner Netzwerk vom BMBF eingeladen, sich beim „Innovationsforum Zivile Sicherheit“ zu präsentieren, das gemeinsam mit dem Security Research Event am 25. und 26. November im WCCB im Rahmen der Deutschen EU-Ratspräsidentschaft stattfinden wird. Hierzu wird derzeit ein Veranstaltungskonzept entwickelt. Anlage/n 1 Strategiepapier Bonner Netzwerk Internationaler Katastrophenschutz und Risikomanagement (öffentlich)Seite 2 von 6 B onner Netzwerk Internationaler Katastrophenschutz und Risik om anagem ent Stra tegiepa pier (Juli 2020) 1. Leitmotiv 2. Ziele / Zielgruppe 3. Alleinstellungsmerkmale 4. Mitgliedschaft 5. Maßnahmen/Aktionen 6. Struktur / Organisation (Sekretariat) 1.) Leitm otiv Global wirksame Prozesse wie der Klimawandel oder die steigende Abhängigkeit von kritischen Infrastrukturen sind in vielfältiger Weise miteinander verknüpft. In unseren modernen Lebens- und Wirtschaftswelten bergen Gefahren wie Hochwasser, Dürre, Hitze, Epidemien/Pandemien oder technische Havarien Risiken mit höchsten Schadenspotenzialen – meist mit steigender Tendenz. Ihr zerstörerisches Ausmaß wird durch die gesellschaftlichen Strukturen, den Entwicklungsstand der Katastrophenvorsorge und die Qualität des Katastrophenmanagements bestimmt. Vor diesem Hintergrund wurde im Jahr 2017 auf Initiative der Stadt Bonn und mit Unterstützung des Geographischen Instituts der Universität Bonn und zahlreichen weiteren Organisationen das „B onner Netzwerk Internationaler Katastrophenschutz und Risik om anagem ent“ ins Leben gerufen. Das Bonner Netzwerk Internationaler Katastrophenschutz und Risikomanagement verbindet die gemeinsame Vision der nachhaltigen Stärkung des Standorts Bonn für deutsche Expertise im internationalen Katastrophenrisikomanagement mit diesen Leitgedanken • Kompetenzen bündeln • Wissen und Erfahrungen aufbauen und austauschen • Integrativ denken und gemeinsame Angebote entwickeln • Resiliente Strukturen aufbauen • Erkenntnisse aus dem internationalen Katastrophenschutz in die Entwicklungs- zusammenarbeit einfließen lassen.Seite 3 von 6 - 2 - - 2 - 2.) Ziele / Zielgruppe Das Bonner Netzwerk Internationaler Katastrophenschutz und Risikomanagement soll eine Zusammenarbeit Bonner Expert*innen zum internationalen Risikomanagement fördern und fordern und die interessierte Öffentlichkeit über aktuelle Entwicklungen in diesem Themenfeld informieren. Der Leitgedanke der Nachhaltigkeit (Sustainability) soll weiter vorangebracht werden. Damit leistet das Netzwerk auch einen Beitrag zur Stärkung Bonns als Dialogort für globale Zukunftsfragen und „Sustainability Hub“. 3.) A lleinstellungsm erk m ale Das Netzwerk zeichnet sich aus durch die große Diversität und Expertise der im Themenfeld internationaler Katastrophenschutz und Risikomanagement tätigen Akteur*innen am Standort Bonn und der Region Bonn, u.a. repräsentiert durch • Internationale und international tätige Organisationen mit fachlichem Bezug zu internationalem Katastrophenschutz und Katastrophenhilfe (u.a. UNDRR, UN- SPIDER, UNU; GIZ) • Bundesministerien mit fachlichem Bezug zu internationalem Katastrophenschutz und Risikomanagement (u.a. AA, BMBF, BMZ). • Mandatierte Bundesbehörden wie z.B. BBK und THW • Starkes Wissenschaftscluster im Bereich des internationalen Katastrophenmanagements (u.a. Universität Bonn, UNU, Hochschule Bonn-Rhein- Sieg) • Hohe Dichte an nationalen und internationalen Nichtregierungsorganisationen • Europäische Initiativen wie z.B. die European Forest Risk Facility (BML) • Zahlreiche internationale Organisationen im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit mit fachlichem Bezug zu Katastrophenhilfe und Katastrophenprävention • Aktion Deutschland Hilft (Bündnis deutscher Hilfsorganisationen in der internationalen Katastrophenhilfe) • Deutsches Komitee Katastrophenvorsorge e.V. (Sekretariat des Bonner Netzwerkes ist dort angesiedelt). 4.) Mitgliedschaft Die Mitgliedschaft im Bonner Netzwerk steht allen in Bonn oder der Umgebung ansässigen Organisationen und Institutionen offen, die sich im Bereich des internationalen Katastrophenschutzes und Risikomanagements engagieren. Ein Mitgliedsbeitrag wird nicht erhoben.Seite 4 von 6 - 3 - - 3 - 5.) Maßnahm en / A k tionen Folgende Maßnahmen/Aktionen sind vorgesehen: • Regelmäßige Meetings und Diskussionen zur visionären Weiterentwicklung übergeordneter Themen („innovatives Vordenken“) • Aktive Teilnahme an nationalen/internationalen Veranstaltungen, Konferenzen und Messen, wie z.B. dem Bonner Katastrophenschutztag, ICLEI und VN-Veranstaltungen • Vernetzung in internationalen Foren und Prozessen (z. B. UNDRR GRAF, Weltbank GFDRR) • Workshops, Vorlesungsreihen und Diskussionsveranstaltungen zu aktuellen Themen im Bereich des internationalen Katastrophenschutzmanagements für Expert*innen und die interessierte Öffentlichkeit (siehe hierzu auch 5.1 und 5.2). 5.1. Work shops Einmal im Quartal wird ein Workshop stattfinden mit dem Ziel, sich zu neuen Entwicklungen, Erfahrungen aus internationalen Projekten, und Forschungsergebnissen auszutauschen und voneinander zu lernen. Der Workshop soll den Austausch innerhalb des Netzwerkes fördern und wechselnde inhaltliche Schwerpunkte diskutieren. Details der Ausgestaltung werden pro Termin und Veranstalter gesetzt. 5.2 Öffentliche Veranstaltungen Das Netzwerk wird darüber hinaus auch öffentliche Veranstaltungen anbieten. Der Grundgedanke, Netzwerkinitiativen für alle interessierten Bürger*innen zugänglich zu machen, indem ein bis zweimal im Jahr in einer Kollaboration der Mitglieder eine öffentliche Veranstaltung angeboten wird, bleibt bestehen. Der inhaltliche Fokus wird durch den jeweiligen Veranstalter festgesetzt. Es wird besonders auf praktische Beiträge geachtet - im Sinne der Zielgruppe dieser Veranstaltungen. 6.) Struk tur / Organisation (Sek retariat) Die Koordinierung der Netzwerktätigkeit erfolgt durch eine Steuerungsgruppe. Diese umfasst Vertreter*innen der jeweiligen Akteursgruppen und Institutionen (u.a. Vereinte Nationen, Bundesbehörden, Wissenschaft, Zivilgesellschaft, Stadtverwaltung) und steht allen interessierten Mitgliedern offen. Zur Unterstützung der Netzwerkarbeit wird ein Sekretariat beim Deutschen Komitee Katastrophenvorsorge e.V. eingerichtet, das in der Startphase durch die Stadt Bonn finanziert wird. Das Sekretariat verwaltet die Vorbereitung der Netzwerksitzungen, informiert über aktuelle Entwicklungen und Veranstaltungen (Newsletter) und stellt den Kontakt zu den Mitgliedern sicher.Seite 5 von 6 - 4 - - 4 - Dem Netzwerk gehören an: • Aktion Deutschland Hilft e. V. – Bündnis deutscher Hilfsorganisationen • Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW) • Bundesstadt Bonn • Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) • Bonner Allianz für Nachhaltigkeitsforschung • Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) • Deutsches Komitee Katastrophenvorsorge e. V. (DKKV) • Deutsche Post DHL • Deutsche Telekom AG • Deutsches Rotes Kreuz – Kreisverband Bonn e. V. (DRK) • Deutsche Welthungerhilfe e. V. • Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) • Europäisches Forstinstitut (EFI) • Help – Hilfe zur Selbsthilfe e. V. • Hochschule Bonn Rhein-Sieg / Internationales Zentrum für Nachhaltige Entwicklung (IZNE) • ICLEI – Local Governments for Sustainability e. V. • Plattform der Vereinten Nationen für raumfahrtgestützte Informationen für Katastrophenmanagement und Notfallmaßnahmen (UNSPIDER) • Sekretariat Internationale Strategie zur Katastrophenvorsorge der Vereinten Nationen (UNDRR) • Universität Bonn / Fachbereich Geografie • Universität der Vereinten Nationen – Institut für Umwelt und menschliche Sicherheit (UNU-EHS)Seite 6 von 6
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 21:06 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de