201251-1 ST · Stellungnahme der Verwaltung
Denkmaleigenschaft von Teilen des früheren „Zum Gequetschten“
Kerndaten
- Nummer
- 201251-1 ST
- Art
- Stellungnahme der Verwaltung
- Veröffentlicht
- 23.07.2020
- Letzte Änderung
- 18.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Unterausschusses für Denkmalschutz Kenntnisnahme
- Sitzung der Bezirksvertretung Bonn Kenntnisnahme
Dateien
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Stellungnahme der Verwaltung öffentlich 201251-1 ST Der Oberbürgermeister Federführung: 61 Stadtplanungsamt Dezernat: Dez. III Denkmaleigenschaft von Teilen des früheren „Zum Gequetschten“ Beratungsfolge Unterausschuss für Denkmalschutz 14.08.2020 Kenntnisnahme Bezirksvertretung Bonn 25.08.2020 Kenntnisnahme Inhalt der Stellungnahme: Zu 1. Liegt inzwischen ein Gutachten des LVR-Amtes für Denkmalpflege im Rheinland, Abteilung Inventarisation, zur Frage der Denkmalwürdigkeit des Inneren des Objektes vor? Mit welchem Ergebnis? Der Verwaltung liegt noch kein Gutachten des LVR-Amtes für Denkmalpflege im Rheinland, Abteilung Inventarisation, vor. Zu 2. Hält die Fachverwaltung zumindest die Fassaden des erst nach dem 2. Weltkrieg errichteten Gebäudes für denkmalwürdig? Die Fachverwaltung wartet den fachlichen Austausch mit dem LVR-Amtes für Denkmalpflege im Rheinland ab und greift diesem nicht vor. Die Umgestaltung zum heutigen „Elefanten“ wurde aufgrund des Umgebungsschutzes in der Nähe befindlicher Denkmäler mit der Unteren Denkmalbehörde abgestimmt. Zu 3. Welche Möglichkeiten werden gesehen, mit einer Gedenk- und Hinweistafel auf die Historie des Objektes hinzuweisen, z.B. die Geschichte der eingequetschten Madonna? Aufgrund der weit zurückzuverfolgenden Geschichte dieses Ortes erscheint eine Hinweistafel durchaus sinnvoll. Im Folgenden ein Vorschlag, dessen Textmenge allerdings noch reduziert werden müsste. Vom „Elefanten“ über den „Gequetschten“ zum „Elefanten“ Bereits im 16. Jahrhundert befand sich an der Ecke Sternstraße/ Kasernenstraße, unmittelbar vor bzw. hinter dem Sterntor ein Gasthaus mit dem Namen „Zum Elefanten“. Es gehörte zu den wenigen Gebäuden, die das verheerende Bombardement der Stadt im Jahre 1689Seite 1 von 2 Seite 2 überstanden. 1726 wurde das Haus „von Grund auf neu“ errichtet und stand bis 1944. Im 19. Jahrhundert etablierte sich der Name „Zum Gequetschten“ für das Lokal. Zur Entstehungsgeschichte dieses Namens sind unterschiedliche Geschichten überliefert; die wahrscheinlichste ist diese: Alljährlich ging eine Prozession von (Erftstadt-)Gymnich nach Pützchen zur hl. Adelheid. Traditionell wurde in der Gastwirtschaft am Sterntor Rast gemacht. Einmal wurde das in der Prozession mitgeführte Kruzifix gleich hinter der Eingangstür abgestellt. Als eine Gruppe Studenten voller Schwung die Tür zum Lokal öffnete, „zerquetschte“ sie dabei die Jesusfigur, ein Arm hing herab. Bis 1951 wurde das kriegszerstörte Gebäude neu errichtet und wiederum als Gastwirtschaft „Zum Gequetschten“ eröffnet, ehe es nunmehr wieder den früheren Namen „Elefant“ trägt. Je nach verwendetem Material, Drucktechnik und Textlänge entstehen für eine Hinweistafel Kosten zwischen einer kleinen drei- bis mittleren vierstelligen Summe. Im Kulturetat sind für Herstellung und Anbringung der Plakette keine finanziellen Mittel vorhanden. Eine Deckung müsste anderweitig hergestellt werden. Anlage/n KeineSeite 2 von 2
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