201244 · Antrag
Zusätzliche Aufnahme von Flüchtlingen durch die Stadt Bonn
Kerndaten
- Nummer
- 201244
- Art
- Antrag
- Veröffentlicht
- 07.07.2020
- Letzte Änderung
- 18.09.2026
Stand im Verfahren i
- Einreichung
- Terminierung
- Sitzung
Soweit erfasst. Das Ergebnis der Beratung ist in den Daten nicht enthalten. Das vollständige Verfahren →
Beratungsfolge
- Sitzung des Rates Entscheidung federführend
Dateien
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Antrag öffentlich 201244 Antragsteller/in: Dr. Michael Faber Dipl.-Ing. Angelika Esch DIE LINKE. SPD Gesamtfraktion 07.07.2020 Zusätzliche Aufnahme von Flüchtlingen durch die Stadt Bonn Beratungsfolge Rat 01.09.2020 Entscheidung Inhalt des Antrags 1. Die Stadt Bonn bekräftigt die mit dem Ratsbeschluss über den Beitritt zum Bündnis der „Städte Sicherer Häfen“ erklärte Bereitschaft, Flüchtlinge zusätzlich zum geregelten Verfahren aufzunehmen. 2. Der Oberbürgermeister wird dazu beauftragt, Kontakt mit dem Bundesinnenminister aufzunehmen, um eine entsprechende Bereitschaft der Stadt Bonn für aktuell zunächst 200 Flüchtlinge zu erklären. Dies soll im Hinblick auf die humanitäre Krise an der griechisch-türkischen Grenze unverzüglich erfolgen. 3. Die Schutzsuchenden werden nicht in Massenunterkünften untergebracht, sondern in regulären Wohngebäuden. Sollten keine Räumlichkeiten zur Verfügung stehen, werden die Menschen in angemieteten Hotels untergebracht. Begründung Angesichts der menschenunwürdigen Bedingungen in den Auffanglagern an den EU-Außengrenzen, insbesondere auf den griechischen Inseln, sind die bisherigen deutschen Aufnahmezusagen beschämend. Corona-Krise und in Bonn teilweise entfallende Unterbringungsstandorte (Container) können keine Rechtfertigung dafür sein, dass die menschenrechtliche Notwendigkeit zur Aufnahme und zur Solidarität mit den Staaten an den EU-Außengrenzen ignoriert bzw. verweigert wird. Gerade jetzt ist es wichtig, Menschen aufzunehmen, um diese vor der drohenden Gefahr des Corona-Virus zu schützen. Soweit eine Unterbringung in Bonner Wohngebäuden nicht möglich ist, müssen auch Alternativen ins Auge gefasst werden, wie z.B. in einem angemieteten Hotel, um die Bildung von „Corona-Hotspots“ auszuschließen.Seite 1 von 2 Seite 2 Der Bonner Oberbürgermeister hatte im Juli 2018 in einer gemeinsamen Erklärung für eine humanitäre Aufnahme von Geflüchteten geworben. Der Rat der Stadt Bonn hatte dann im September 2019 (Drs. 1912328) mit dem Beitritt zum Bündnis Städte Sicherer Häfen bereits seine Bereitschaft erklärt, „zusätzlich zu den bestehenden Verteilerschlüsseln aus Seenot gerettete Menschen aufzunehmen.“ Nach Ansicht des Oberbürgermeisters (in der Bonner Rundschau vom 07.03.20) besteht kein Ratsbeschluss, der eine zusätzliche Aufnahme von Flüchtlingen zulässt. Dies soll mit dem vorliegenden Antrag nun geschehen. Anlage/n KeineSeite 2 von 2
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 18:18 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de