201195 · Beschlussvorlage
Machbarkeitsstudie zur Errichtung einer Dreifachhalle für den Handballsport im Stadtbezirk Beuel
Kerndaten
- Nummer
- 201195
- Art
- Beschlussvorlage
- Veröffentlicht
- 11.08.2020
- Letzte Änderung
- 18.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung der Bezirksvertretung Beuel Anhörung
- Sitzung des Sportausschusses Empfehlung
- Sitzung des Betriebsausschusses SGB Entscheidung federführend
Dateien
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Volltext
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Beschlussvorlage öffentlich 201195 Der Oberbürgermeister Federführung: 52 Sport- und Bäderamt Dezernat: Dez. IV Machbarkeitsstudie zur Errichtung einer Dreifachhalle für den Handballsport im Stadtbezirk Beuel Beratungsfolge Bezirksvertretung Beuel 11.08.2020 Anhörung Sportausschuss 20.08.2020 Empfehlung Betriebsausschuss SGB 26.08.2020 Entscheidung Beschlussvorschlag 1. Zur Deckung der gegenwärtigen Bedarfe des Handballsports in Beuel und als Grundlage für die Entwicklung von weiteren sportlichen Perspektiven soll eine neue Sporthalle mit Tribüne für mindestens 500 Zuschauer errichtet werden. 2. Die Verwaltung wird beauftragt, die in Betracht kommenden Standorte am Franz-Elbern-Stadion und der Integrierten Gesamtschule (IGS) Bonn-Beuel zu prüfen, die Machbarkeit zu untersuchen und die Kosten zu ermitteln. Dabei sind die künftigen Nutzer der zu prüfenden Varianten zu beteiligen. 3. Die erforderlichen Mittel für die Machbarkeitsstudie werden über den Wirtschaftsplan des SGB bereitgestellt. 4. Die Verwaltung wird beauftragt, für die neu zu errichtende Halle ein Finanzierungs- und Betreiberkonzept zu entwickeln. Begründung Ausgangssituation Zur qualitativen und quantitativen Situation der Sporthallen in Beuel hatte die Verwaltung zuletzt in einer Stellungnahme mit der Drucksachen-Nr. 1812430ST2 berichtet und insbesondere ausgeführt, dass die Situation für den Handballsport in Beuel nicht zufriedenstellend ist. Die in Beuel beheimatete Turn- und Sportvereinigung Bonn rechtsrheinisch 1897/1907 e.V. benötigt für seine Handballabteilung die Kapazitäten einer Dreifachhalle mit Tribüne. Der Verein gehört seit Jahren zu den erfolgreichsten Handballvereinen in der Region. Er verfügt derzeit über 28 Mannschaften und hat rund 500 Aktive. Sowohl die Damen als auch die Herren spielen in der Regionalliga. Der Verein ist für die sehr gute Jugendarbeit im männlichen und weiblichen Bereich bekannt. In der bisherigen Heimstätte, der TurnhalleSeite 1 von 5 Seite 2 Ringstraße, kann nur aufgrund einer Sondergenehmigung des Deutschen Handballbundes gespielt werden. Das Spielfeld entspricht nicht den offiziellen Handballregeln und darf deshalb nicht in allen Ligen bespielt werden. Die 1. Damenmannschaft musste deshalb nach ihrem Aufstieg in die dritte Liga bereits in andere Hallen ausweichen. Zudem ist die Sporthalle nicht geeignet, bei einer Kapazität von 120 Personen ausreichend Zuschauer und Spieler aufzunehmen. Außerdem behindern die Säulen auf der Zuschauertribüne die Sicht auf das gesamte Spielfeld von nahezu jedem Platz. Aufgrund des hohen Zuschauerinteresse und der Leistungsperspektive der Handballerinnen und Handballer des TSV Bonn rrh. ist eine Tribüne für mindestens 500 Zuschauer anzustreben. Im Stadtbezirk Beuel sind derzeit zu geringe Hallenkapazitäten vorhanden, um die Bedarfe des Handballsports und insbesondere des leistungsorientierten Nachwuchses erfüllen zu können. Der Verein hat deshalb zuletzt kostenpflichtig Hallenzeiten in der Umgebung angemietet. Es besteht somit ein Kapazitäts- aber auch ein Qualitätsproblem im Hinblick auf die Sporthallenversorgung im Stadtbezirk Beuel. Empfehlungen aus dem Gutachten zur Sportentwicklung Im Gutachten zur Sportentwicklungsplanung ist als eine konkrete Maßnahme (7.1.2, Seite 143 des Gutachtens) der Neubau einer Dreifachhalle für den Handballsport im Stadtbezirk Beuel vorgeschlagen. Das Gutachten empfiehlt, ein Raum-, Nutzungs- und Finanzierungskonzept mit Beteiligung der zukünftigen Nutzer aufzustellen. Dazu soll im ersten Schritt eine Machbarkeitsstudie beauftragt werden. Auch wird eine Kooperation mit weiteren Nutzern empfohlen. Die Verwaltung ist ebenfalls der Auffassung, dass nur durch einen normgerechten Neubau einer Dreifachhalle Perspektiven für den Handballsport im Stadtbezirk Beuel geschaffen werden können. Außerdem könnten mit einer zusätzlichen Sporthalle gleichzeitig die Kapazitäten für den Schulsport erhöht werden. Die Verwaltung schlägt daher vor, im Stadtbezirk Beuel –zusätzlich zu der bereits in Planung befindlichen Schulturnhalle an der Wittestraße in Schwarzrheindorf – eine Dreifachsporthalle mit dem Schwerpunkt auf eine Nutzung für den Handballsport zu errichten. Mit einer solchen Infrastruktur legt die Bundesstadt Bonn die Grundlage für eine erfolgreiche Entwicklung des Handballsports. StandortalternativenSeite 2 von 5 Seite 3 Die Verwaltung hat geprüft, welche Flächen in Beuel grundsätzlich für ein solches Projekt in Betracht kommen. Danach ergeben sich folgende Alternativen: • Stadion Beuel (Franz-Elbern-Stadion) Das Franz-Elbern-Stadion, welches derzeit mit seinem Naturrasenspielfeld und einer 400 m-Rundlaufbahn nur unzureichend frequentiert wird, könnte zu einem multifunktional nutzbaren Sportpark Beuel entwickelt werden. Bei einer Weiterentwicklung dieses Standortes müssten im Rahmen der Machbarkeitsstudie die folgenden Anforderungen berücksichtigt werden: Erhaltung des Baumbestandes im Stadionovals und damit auch die Erhaltung des Stadioncharakters Neubau eines zweiten Fußballfeldes auf dem Rasenplatzgelände (Nutzbarkeit während der Bauphase der Halle) optional: Nutzung der Dachfläche der Halle für ein Kleinspielfeld Erhaltung von Flächen für die Leichtathletiknutzung, z.B. Kurzlaufbahn und Weitsprung Das Stadion sollte auch nach dem Umbau für die bisherigen traditionellen Veranstaltungen (z.B. Martinsumzug) zur Verfügung stehen. Ggfs. können noch weitere Sportarten in das Areal einbezogen werden. Die 400 m-Rundlaufbahn müsste bei einer Realisierung dieser Variante aufgegeben werden. Eine solche Laufbahn stünde allerdings an einigen Schulstandorten in Beuel zur Verfügung (z.B. IGS Beuel, Kardinal-Frings- Gymnasium). In dem rechtskräftigen Bebauungsplan 7922-16 vom 01.02.1980 ist die Zulässigkeit baulicher Hochbauten in der Sportanlage auf den Bereich der Erwin-Kranz-Halle beschränkt. Der Bebauungsplan müsste also geändert werden. Von hoher Bedeutung wird es an diesem Standort sein, im Rahmen der Machbarkeitsuntersuchung sowohl die Parkplatzsituation als auch die Auswirkungen auf den Verkehr zu klären. Für eine neue Dreifachhalle an diesem Standort inkl. Zuschauer ergibt sich ein zusätzlicher Stellplatzbedarf von rund 40 Parkplätzen, der auf dem Areal oder in der näheren Umgebung gedeckt werden müsste. Zu dieser Fläche hat bereits ein gemeinsamer Ideenaustausch mit den Vereinen TSV Bonn, SV Beuel 06 und JSG Beuel stattgefunden. • Tennenplatz an der IGS BeuelSeite 3 von 5 Seite 4 Ein zweiter möglicher Standort befindet sich auf dem Areal des Tennenplatzes an der IGS Beuel. Dieser Platz entspricht von seiner Länge her nicht den Anforderungen an ein normgerechtes Großspielfeld. Der Platz wird nach der Inbetriebnahme des angrenzenden Kunstrasenplatzes im Jahr 2018 nicht mehr ausreichend frequentiert. Das Gelände könnte deshalb für eine Dreifachhalle zur Verfügung gestellt werden. An dem Standort sind nach erster Prüfung ausreichend Parkplätze vorhanden. Der Tennenplatz befindet sich in einer überbaubaren Grundstücksfläche des Bebauungsplans 8124-2 aus dem Jahre 11.5.1973. Baurecht steht also zur Verfügung. Eine Genehmigung könnte deutlich früher erteilt werden, als für den Standort "Stadion Beuel". Von dem Verein TSV Bonn wird die Variante Franz Elbern-Stadion bevorzugt. Gegen den Standort an der IGS Beuel spricht aus Sicht des Vereins, dass die HSG Geislar-Oberkassel ihre Heimspiele in der Sporthalle der IGS Beuel austrägt und die Nähe der beiden handballspielenden Vereine in Beuel somit zu einer Verdrängung und ggfs. Schwächung der Handballszene in Beuel führen würde. Finanzierung der Machbarkeitsstudie Aufgrund der Handlungsempfehlungen des Gutachtens zur Sportentwicklung sind in den Wirtschaftsplan des SGB Planungsmittel eingestellt worden. Aus diesen Planungsmitteln soll die Machbarkeitsstudie finanziert werden. Für die Machbarkeitsstudie sind Kosten in Höhe von rund 30.000 EUR zu erwarten. Finanzierungs- und Betreiberkonzept Im Hinblick auf die Haushaltslage der Bundesstadt Bonn sind alternative Finanzierungs- und Betreibermodelle zu prüfen. Finanzielle Auswirkungen: Produktgruppe Produktgruppenbezeichnung Produkt Produktbezeichnung 0.00 Innere Verwaltung 0.00.00 Gebäudemanagement Bonn Investive Kosten der Maßnahme Betrag Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen Einzahlungen Investiver FinanzsaldoSeite 4 von 5 Seite 5 Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten Betrag Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen / Aufwendungen 30.000 EUR Wirtschaftsplan SGB Einzahlungen / Erträge Haushaltsbelastung jährlich Anlage/n KeineSeite 5 von 5
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 10:28 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de