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201192 · Antrag

Umbenennung einer Teilstraße und Neubenennung eines Platzes innere Nordstadt

Nummer
201192
Art
Antrag
Veröffentlicht
25.06.2020
Letzte Änderung
18.09.2026
  1. Einreichung erledigt · 25.06.2020
  2. Terminierung erledigt
  3. Sitzung erledigt · zuletzt 25.08.2020

Soweit erfasst. Das Ergebnis der Beratung ist in den Daten nicht enthalten. Das vollständige Verfahren →

  1. Sitzung der Bezirksvertretung Bonn 25.08.2020 Entscheidung federführend
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Untergeordnet

  1. 201192-1 ST Umbenennung einer Teilstraße und Neubenennung eines Platzes innere Nordstadt

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Antrag
öffentlich
201192
Antragsteller/in:
Grüne Bezirksfraktion Bonn
Tim Achtermeyer
CDU Bezirksfraktion Bonn
Nicole Bonnie
SPD Bezirksfraktion Bonn
Herbert Spoelgen
Die Piraten
Christoph Grenz
25.06.2020 gez. Poppe-Reiners
Umbenennung einer Teilstraße und
Neubenennung eines Platzes innere Nordstadt
Beratungsfolge
Bezirksvertretung Bonn 25.08.2020 Entscheidung
Inhalt des Antrags
1. Die Bereich Breitestraße 1-12 wird in „Elisabeth-Selbert-Platz“ umbenannt.
2. Der Platz hinter dem Stadthaus (Weiherstraße/Ecke Maxstraße) bekommt den Namen
„Jan-Loh-Platz“
Begründung
Zu 1)
„Männer und Frauen sind gleichberechtigt“.
Die 1896 geborene Juristin Dr. Elisabeth Selbert wurde bekannt als eine der vier ‚Mütter‘ des
Grundgesetzes. Nominiert für die SPD, setzte sie sich erfolgreich für die Gleichberechtigung im
auszuarbeitenden Grundgesetz ein. Auch ihr ist es zu verdanken, dass die Gleichberechtigung
zwischen Mann und Frau im Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschlands in Artikel 3 Abs. 2
festgeschrieben wurde.
Selbert studierte an der Universität Marburg als einzige Frau Rechts- und Staatswissenschaften.
Kurz darauf wechselte Selbert an die Universität Göttingen. Hier war sie unter den etwa 300
Studierenden eine von fünf Frauen. Nach nur sechs Semestern schloss sie ihr Studium mit
Auszeichnung ab.
Nach dem Zusammenbruch der NS-Herrschaft wurde Elisabeth Selbert 1948 in den
Parlamentarischen Rat gewählt, der die Aufgabe hatte, das Grundgesetz für die Bundesrepublik
Deutschland auszuarbeiten und 1948 und 1949 in Bonn tagte.Seite 1 von 2

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Unter den 65 Mitgliedern war sie eine der nur vier Frauen.
Mit Helene Weber und Helene Wessel sind bereits zwei „Mütter des Grundgesetzes“ im Bonner
Straßennetz verewigt. Mit der Straßenbenennung an herausragender Stelle wollen wir ihren
Einsatz für die Gleichberechtigung von Frauen ehren.
Anwohner_innen sind an dieser Stelle nicht betroffen.
Zu 2)
Jan Loh, mit bürgerlichen Namen Ferdinand Johannes Gödde, war ein Bonner Orginal. Er wurde
bekannt als der „Alle-mal-malen-Mann“. Loh tourte durch die Bonner Gastronomie und malte
gegen Entgelt Gäste. Loh hat viele Generationen Studierende durch ihre Kneipenzeit in Bonn
begleitet. Jan Loh starb am 8. März 2018.
Anwohner_innen sind an dieser Stelle nicht betroffen.
Die Sozialliberalen haben beantragt, den Namen auf die Straßenbennungsliste zu platzieren. Der
Hauptausschuss ist diesem Wunsch gefolgt. Der vorgeschlagene Platz ist bisher nicht bennant,
passt jedoch durch die Altstadtnähe und die umliegenden Kneipen gut zu Jan Loh.
Anlage/n
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Datenstand: 02.11.2026, 19:06 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de