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201156 · Antrag

Hinweistafel auf General Lothar von Trotha

Nummer
201156
Art
Antrag
Veröffentlicht
25.06.2020
Letzte Änderung
18.09.2026
  1. Einreichung erledigt · 25.06.2020
  2. Terminierung erledigt
  3. Sitzung erledigt · zuletzt 25.08.2020

Soweit erfasst. Das Ergebnis der Beratung ist in den Daten nicht enthalten. Das vollständige Verfahren →

  1. Sitzung der Bezirksvertretung Bonn 25.08.2020 Entscheidung federführend
  1. Sammeldokument öffentlich pdf · 65 KB Öffnen ↗

Untergeordnet

  1. 201156-1 ST Hinweistafel auf General Lothar von Trotha

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Antrag
öffentlich
201156
Antragsteller/in:
Herbert Spoelgen
Jochen Reeh-Schall
SPD Bezirksfraktion Bonn
Dörthe Ewald
SPD-Fraktion im Rat der Stadt Bonn
18.06.2020 gez. Poppe-Reiners
Hinweistafel auf General Lothar von Trotha
Beratungsfolge
Bezirksvertretung Bonn 25.08.2020 Entscheidung
Inhalt des Antrags
Die Bezirksvertretung möge beschließen:
Auf dem Gelände des Poppelsdorfer Friedhofes wird an geeigneter Stelle eine
Informationstafel errichtet, auf der über die Verbrechen des preußischen
Generals Lothar von Trotha, dessen unter Denkmalschutz stehendes Grab sich
hier befindet, aufgeklärt wird.
Entsprechende Mittel sollen aus dem Feuerwehrtopf der BV Bonn aufgebracht
werden.
Begründung
Lothar von Trotha war von Mai 1904 bis November 1905 Oberbefehlshaber und
Gouverneur in der deutschen Kolonie in Deutsch-Südwest-Afrika (heutiges
Namibia). Von Trotha wurde berufen um den Aufstand der Herero
niederzuschlagen. Sein Vernichtungsbefehl führte zum ersten Völkermord des
20. Jahrhunderts. Trotha schrieb im Oktober 1904 in einem Aufruf: “Innerhalb
der Deutschen Grenze wird jeder Herero mit oder ohne Gewehr, mit oder ohne
Vieh erschossen, ich nehme keine Weiber und Kinder mehr auf, treibe sie zu
ihrem Volke zurück oder lasse auf sie schießen. Dies sind meine Worte an das
Volk der Hereros.”
Daraufhin wurden 40.000 bis 60.000 Hereros und ca. 10.000 Nama getötet.
Bis vor einigen Jahren stand der Name Lothar von Trotha noch auf der Tafel,
die u.a. am Eingang zum Poppelsdorfer Friedhof steht, wo berühmte
Persönlichkeiten, die dort begraben sind, aufgelistet werden. Mittlerweile ist der
Name dort gestrichen worden. Unter der Nummer 56, wo eigentlich die
Nummer 57 stehen müsste, ist ein weiß-schwarz verschmierter Fleck, danach
geht es weiter mit der Nummer 58.Seite 1 von 2

Seite 2
So arbeitet man Vergangenheit allerdings nicht auf. Die Verbrechen deutscher
Kolonialherrschaft dürfen nicht unsichtbar gemacht werden, sondern es gilt
aufzuklären, zu mahnen und der Opfer zu gedenken.
Anlage/n
KeineSeite 2 von 2

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Datenstand: 02.11.2026, 17:24 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de