201026 · Beschlussvorlage
Fortsetzung betriebliches Mobilitätsmanagement „Jobwärts“
Kerndaten
- Nummer
- 201026
- Art
- Beschlussvorlage
- Veröffentlicht
- 22.07.2020
- Letzte Änderung
- 18.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Hauptausschusses Empfehlung
- Sitzung des Rates Entscheidung federführend
- Sitzung des Unterausschusses für Digitalisierung und Organisation Anhörung
- Sitzung des Ausschusses für Planung, Verkehr und Denkmalschutz Empfehlung
- Sitzung noch nicht verknüpft Unterausschuss Organisation und Personal Anhörung
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Beschlussvorlage öffentlich 201026 Der Oberbürgermeister Federführung: 61 Stadtplanungsamt Dezernat: Dez. III Fortsetzung betriebliches Mobilitätsmanagement „Jobwärts“ Beratungsfolge Ausschuss für Planung, Verkehr und Denkmalschutz 26.08.2020 Empfehlung Hauptausschuss 27.08.2020 Empfehlung Rat 01.09.2020 Entscheidung Beschlussvorschlag 1. Die Verwaltung wird beauftragt, das Ende 2020 auslaufende Lead-City Förderprojekt Betriebliches Mobilitätsmanagement „Jobwärts“ für die Jahre 2021/ 2022 gemeinsam mit dem Rhein-Sieg-Kreis fortzuführen. 2. Die für dieses Programm eingerichteten und bis zum 31.12.2020 befristeten 3 Vollzeitstellen werden bis zum 31.12.2022 verlängert. 3. Die stellenplanmäßigen Voraussetzungen werden jetzt nachlaufend in der Stellenplanfortschreibung 2021/2022 geschaffen. Aufgrund der Befristung des Projektes werden sie mit einem k.w.-Vermerk versehen. 4. Die Personal- und Sachkosten werden bis 30.6.2021 größtenteils durch Fördermittel des BMU gedeckt. Die darüber hinaus erforderlichen Eigenanteile der Personal- und Sachkosten für die Jahre 2021 und 2022 werden im Haushalt 2021/2022 bereitgestellt. 5. Die Verwaltung wird beauftragt, sich zur Teil-Finanzierung des Programms um weitere Fördermittel intensiv zu bemühen. 6. Die Verwaltung wird ermächtigt, die abgeschlossene Kooperationsvereinbarung zur Programmdurchführung und zur Deckung der Personal- und Sachkosten zu verlängern und dahingehend abzuändern, dass die nach Auslaufen der Förderung durch das BMU und abzüglich der Beiträge teilnehmender Arbeitgeber sowie ggf. weiterer Förderung verbleibenden Kosten zu gleichen Teilen durch die Stadt Bonn und den Rhein Sieg-Kreis gedeckt werden. Die entsprechende Erklärung des Rhein-Sieg-Kreises ist Voraussetzung dieses Beschlusses.Seite 1 von 16 Seite 2 7. Unabhängig von Zif. 2 wird die Verwaltung ermächtigt, die derzeit zur Programmdurchführung bestehenden Anstellungsverträge und die Kooperationsvereinbarung mit den aktuellen Projektpartnern entsprechend der aufgrund der Pandemielage gewährten Verlängerung der bisherigen Förderung durch das BMU bis 30.06.2021 zeitlich zu verlängern. Begründung Gemäß Ratsbeschluss vom 28.03.2019 (DS 1910691) wurde die Verwaltung beauftragt, das Projekt „Betriebliches Mobilitätsmanagement“ als Teil-Projekt der Bundesförderung „Lead City“ gemeinsam mit den Kooperationspartnern Rhein-Sieg-Kreis und Zukunftsnetz Mobilität NRW beim VRS durchzuführen. Es wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) bis zum 31. Dezember 2020 gefördert. Ziel des JOBWÄRTS-Mobilitätsmanagement-Programms ist es, in der Region Bonn/Rhein-Sieg eine nachhaltige und funktionierende Mobilitätsentwicklung zu fördern. Kernziel ist es dabei, den Modal Split in der Region Bonn/Rhein-Sieg in den Verkehrsspitzenzeiten zugunsten des Umweltverbundes zu verändern und Fahrten mit dem MIV zu vermeiden. Dies wird z.B. durch den Umstieg auf alternative Verkehrsmittel, die Bündelung von Kfz-Fahrten sowie die zeitliche Verschiebung von Fahrten auf Nebenverkehrszeiten erreicht. Positive Wirkungen auf die Schadstoffbelastung im Innenstadtbereich sowie den Klimaschutz, sind damit verbunden. Das JOBWÄRTS-Programm ergänzt somit den ingenieurtechnischen Ansatz der Infrastruktur- und Verkehrsplanung. Die Mobilität und Wege der Berufspendler stehen im Fokus. Um die genannten Ziele zur erreichen, wirkt das JOBWÄRTS-Programm gemeinsam mit den (großen) Arbeitgebern der Region Bonn/Rhein-Sieg mittels attraktiver Angebote und Anreize sowie einer zielgruppenspezifischen Kommunikation auf die Veränderung des Mobilitätsverhaltens der Beschäftigten ein. Hierfür werden die Arbeitgebenden besonders eingebunden, da gerade diese ein erhebliches Interesse daran haben, dass ihre Beschäftigten den Arbeitsplatz gut und mit akzeptablem Zeitaufwand erreichen. Die konzeptionellen Grundlagen des JOBWÄRTS-Programms wurden bereits Mitte 2017 von der Bundesstadt Bonn, dem Rhein-Sieg-Kreis und dem Zukunftsnetz NRW/VRS erstellt. Die konkrete Umsetzung des Konzepts folgt dem Beispiel des bereits langjährig etablierten betrieblichen Mobilitätsmanagements in der niederländischen Region Süd-Limburg mit Maastricht (Zuid-Limburg Bereikbaar, früher „Maastricht Bereikbaar“) als Zentrum. Allgemeiner Sachstand Seit Oktober 2019 sind die drei Vollzeitstellen des JOBWÄRTS- Programmbüros besetzt. Das Programmbüro ist organisatorisch in das Stadtplanungsamt der Bundesstadt Bonn, Abteilung Mobilität und Verkehr, Sachgebiet Mobilitätsmanagement/Nahmobilität/Radverkehr, eingebunden.Seite 2 von 16 Seite 3 Hierfür konnte in der Mobilität und in Nachhaltigkeitsthemen erfahrenes Personal gewonnen werden, welches seine Kenntnisse auch bei anderen Mobilitätsthemen gewinnbringend einbringen kann und die Abteilung duch die bei diesem Programm gemachten Erfahrungen im betrieblichen Mobilitätsmanagement zukünftig in verschiedenen Bereichen beratend unterstützen wird. Für die externe, fachliche Beratung des Programms für die gesamte Laufzeit wurde das Büro Moovis (Rob Schaap) beauftragt. An der JOBWÄRTS-Auftaktveranstaltung im Post-Tower (Zentrale der Deutsche Post DHL Group) am 09. Oktober 2019 nahmen über 130 Personen teil. Sie repräsentieren über 50 Unternehmen, die fast 70.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Region Bonn/Rhein-Sieg beschäftigen. Eingeladen zu dieser Veranstaltung waren über 250 Unternehmen. Eine herausgehobene Rolle spielten dabei die Initialpartner Bundesstadt Bonn Rhein-Sieg-Kreis Verkehrsverbund Rhein-Sieg/Zukunftsnetz Mobilität NRW, die Stakeholder Stadtwerke Bonn Rhein-Sieg-Verkehrsgesellschaft Regionalverkehr Köln GmbH Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg Einzelhandelsverband Bonn Rhein-Sieg Euskirchen e. V. Allgemeiner Deutscher Fahrrad Club (ADFC) und die sogenannten „Vorreiter“ (Arbeitgebende, die von Beginn an teilnehmen) Deutsche Post DHL Group Deutsche Telekom AG Universitätsklinikum Bonn Universität Bonn Bisher wurden u.a. folgende Schritte erfolgreich abgeschlossen: Ein Lenkungskreis, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern der Arbeitgebenden, der Stakeholder und der drei Initialpartner, wurde ins Leben gerufen. Aktuell nehmen 16 große Arbeitgebende am JOBWÄRTS-Programm teil. Diese vertreten bereits insgesamt mehr als 50.000 Beschäftigte. Bei weiteren Arbeitgebern fanden und finden Kennenlerngespräche statt. Das Datenschutzkonzept für die Mobilitätsanalysen wurde durch eine Anwaltskanzlei erarbeitet. Bis März 2020 stimmten alle Arbeitgebenden dem vorgelegten Datenschutzkonzept zu.Seite 3 von 16 Seite 4 Dem durch eine Kanzlei erstellten Memorandum zur beihilferechtlichen Prüfung des JOBWÄRTS-Maßnahmenportfolios wurde durch das BMU zugestimmt und die entsprechenden Fördermittel freigegeben. Daraufhin konnten folgende Maßnahmen und Anreizangebote vergeben werden: - Agentur für Markenarbeit (Marketingkonzept-Erstellung und Roll-Out). - BikeCitizens (Fahrradroutenplaner und In-App Motivations- kampagne). - Made4it (Mobilitätsanalysetool und Buchungstool für die Mobilitäts-Testwochen). - Swapfiets (Fahrräder für die Mobilitäts-Testwochen). - Cycle Center (Pedelecs und Falträder für die für die Mobilitäts- Testwochen),. e-Mobil Center (E-Roller für die für die Mobilitäts-Testwochen). Weitere Anreizangebote im Bereich Ridepooling und ÖPNV Nutzung werden derzeit noch erarbeitet. Nach dem Inkrafttreten der drastischen Einschränkungen zur Bekämpfung der Verbreitung des Sars-CoV-2-Virus am 16. März 2020 haben die Initialpartner, der Lenkungskreis, die teilnehmenden Arbeitgebenden und die Auftragnehmer entschieden, den Roll-Out der Mobilitäts-Testwochen und der Mobilitätsanalysen zu verschieben. Die Partner des JOBWÄRTS-Programms beabsichtigen die Programminhalte dynamisch an die durch die COVID-19-Pandemie veränderten Bedingungen anzupassen. Am 29.06.2020 wurden bei den ersten vier Arbeitgebern, dem Rhein-Sieg-Kreis, der Bundesstadt Bonn, der Stadt Troisdorf und den SWB die Mobilitätstestwochen gestartet. Die Mitarbeitenden erhalten kostenfrei Pedelecs, Fahrräder und teilweise Tickets für Bus und Bahn, um persönliche Erfahrungen mit umweltfreundlichen Verkehrsmitteln auf ihrem täglichen Weg zur Arbeit zu machen. Im Vier-Wochen Rhythmus werden diese Angebote bei den weiteren teilnehmenden Arbeitgebenden angeboten. Die Corona bedingten Änderungen und Verzögerungen wirken unmittelbar auf die Bewertung der Vorhaben des JOBWÄRTS-Programms in 2020. Aus diesem Grund wurde der Fördergeber BMU um die Möglichkeit gebeten, dass bisher bis Ende 2020 befristete Förderprojekt nach 2021 verlängern zu können. Daraufhin hat das BMU mit Schreiben vom 13.05.2020 zugesagt, die Förderung bis zum 30.06.2021 zu verlängern. Die entsprechenden Unterlagen, wie z.B. der geänderte Finanzierungsplan, sind bis zum 30.10.2020 einzureichen. Fortführung des JOBWÄRTS-Programms Innerhalb Deutschlands sind keine Erfahrungen oder Evaluierungsberichte bekannt, die ein betriebliches Mobilitätsmanagement-Programm in der Größenordnung wie JOBWÄRTS einfach.besser.pendeln. bewertet haben. Die Erfahrungen in der niederländischen Region Süd-Limburg und dem belgischen Antwerpen zeigen, dass sich die positiven Wirkungen erst mittelfristig nach ca. 3 Jahren einstellen.Seite 4 von 16 Seite 5 Während der Corona-Einschränkungen ist eine massive Veränderung der Mobilität insbesondere der Beschäftigten zu beobachten. Die Verkehrsanteile im MIV und ÖPNV sind drastisch zurückgegangen. Im Gegensatz ist der Anteil des Radverkehrs deutlich gestiegen. Viele Arbeitgebenden stellen ihr Kommunikationsverhalten um und nutzen die Möglichkeiten von Video- /Telefonkonferenzen für ihren Geschäftsbetrieb sowie Home-Office für ihre Beschäftigten. Daher ist eine verlässliche Datengrundlage kaum zu erkennen und eine belastbare Wirkungsmessung wird in diesem Jahr voraussichtlich nicht durchführbar sein. Jedoch liegt in diesen Veränderungen für Jobwärts die große Chance die o.g. Mobilitäts-/Arbeitsveränderungen auszuwerten und den Austausch über positive Erfahrungen mit den genutzten Angeboten unter den Programmteilnehmern einzuleiten. Gemeinsam mit den Stakeholdern können dabei durch das Aufzeigen von z.B. Best Practice Beispielen weitere positive Veränderungen bei den Arbeitgebenden initiiert werden. Somit besteht gerade im betrieblichen Mobilitätsmanagement zum jetzigen Zeitpunkt die Möglichkeit, das Mobilitätsverhalten für die nächsten Jahre nachhaltig zu verändern. Der äußerst erfolgreiche Start und die große Bereitschaft der Arbeitgebenden mit über 50.000 Beschäftigten zeigt das große Interesse und Potenzial eine Verhaltensänderung in der Mobilität herbeizuführen. Es besteht jetzt die große Chance, durch die Fortsetzung der oben geschilderten Maßnahmen das Verkehrsverhalten in der Region Bonn/Rhein-Sieg in den nächsten Jahren nachhaltig zu verändern. Klimaschutz, Luftverbesserung, Verkehrsvermeidung oder gar Verhinderung von Verkehrstaus sind möglich. Hinsichtlich der bevorstehenden Großbaustellen in der Region besitzt man einen Hebel, um sich darauf mit Weitblick vorzubereiten. Das Engagement und die Bereitschaft der o.g. Arbeitgeber sich im Sinne ihrer Mitarbeiter zu beteiligen sind das sichere Indiz, dass Handlungsbedarf besteht. Die Verwaltung der Bundesstadt Bonn empfiehlt daher dringend diese Anfangserfolge zu einer nachhaltigen Erfolgsgeschichte weiterzuentwickeln. Der Kreistag des Rhein-Sieg-Kreises hat bereits am 23.06.2020 die Fortsetzung des Programm Jobwärts bis zum 31.12.2022 beschlossen. Die entsprechende Beschlussvorlage ist als Anlage beigefügt. Auf Grund der angespannten Haushaltslage der Bundesstadt Bonn ist es gelungen, die Haushaltsansätze noch einmal zu reduzieren. Diese Reduzierung konnte nicht mehr rechtzeitig in die Beschlussvorlagen des Rhein-Sieg-Kreises eingearbeitet werden. Daher weichen die Kostenansätze von dieser Beschlussvorlage ab. Der bisherige Partner Zukunftsnetz Mobilität NRW beim VRS steht für die Fortsetzung in finanzieller Hinsicht nicht mehr als Partner zur Verfügung. Das Zukunftsnetz Mobilität NRW beim VRS hat sich intensiv bei der Erarbeitung der Projektskizze eingebracht und alle weiteren Schritte begleitet. Die weitere Unterstützung bei der Suche nach Fördermöglichkeiten, insbesondere beim Land NRW, wurde zugesagt. Hierdurch konnten bereits erste Gespräche mit dem Verkehrsministerium NRW geführt werden.Seite 5 von 16 Seite 6 Kosten bei 3 Stellen ohne Förderung Bund/Land Für die nächsten Jahre werden folgende Kosten für Personal, Beratung und Durchführung der Mobilitätskampagnen veranschlagt: 2021 2022 1.234.000 € 1.197.000 € Personal (3 VZÄ) 245.000 € 250.000 € Mögl. Einnahmen durch Zuschüsse Arbeitgeber 200.000 € 300.000 € (ca. 5.000€/Teilnehmer) Fördermittelübertragung Lead City ca. 500.000 € Anteil Rhein-Sieg-Kreis 267.000 € 448.500 € Verbleibender Anteil Stadt Bonn 267.000 € 448.500€ Die teilnehmenden Arbeitgeber zahlen gemäß den Teilnahmebedingungen einen Zuschuss von 10 €/je Mitarbeitenden jedoch maximal einen Höchstbetrag von 5.000 € pro Jahr. Die vom BMU, wie oben dargestellt, zugestimmte, pandemiebedingte Verlängerung des Förderprojektes nach 2021 wird ebenfalls zu einer Entlastung der Haushaltsansätze führen. Die exakte Höhe kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht beziffert werden und wurde erst einmal mit 500.000 € veranschlagt. Davon werden in der ersten Hälfte des Jahres 2021 Personalkosten in Höhe von voraussichtlich 85.000 € durch das BMU gefördert. Zur teilweisen Refinanzierung sucht die Verwaltung neben der pandemiebedingten Verlängerung von „Lead City“ bereits nach neuen Fördermöglichkeiten auf europäischer Ebene, beim Bund und dem Land Nordrhein-Westfalen. Insgesamt bestehen Fördermöglichkeiten, zumindest für Teile des Projektes. Andererseits sind Förderprogramme oftmals kurzfristig und dann mit beschränkter Dauer angelegt, so dass sich immer wieder die Frage nach dem Aufbau, den verfügbaren Haushaltsmitteln und dem notwendigen Personal zur Programmumsetzung stellt. Daher ist es angesichts der grundsätzlichen positiven Ansätze des Programms sinnvoll, eine Verlängerung um 2 Jahre zu beschließen und dann, wo möglich, Förderungen zu akquirieren. Finanzielle Auswirkungen: Produktgruppe Produktgruppenbezeich nung Produkt Produktbezeichnung 1.12.07 Verkehrsplanung 1.12.07.01/6102001 Lead CitySeite 6 von 16 Seite 7 Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten 2021 Betrag Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen / Aufwendungen 1.234.000 € 1.234.000 € davon Sachaufwand 989.000 € 161001207 / 73.1000 989.000 €Von 61 auszufüllen davon Personalauf- wand bei 3 Stellen 245.000 € 161001207 / 70.1000 245.000 €85.000 € aus Fördermittelübertragung 80.000 € Erstattung RSK 80.000 € Gesamthaushalt Einzahlungen / Erträge Beiträge teilnehmende Arbeitgeber 200.000 € Fördermittelübertragung Lead City 500.000 € Erstattung Projektpartner RSK 267.000 € Haushaltsbelastung jährlich 267.000 € Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten 2022 Betrag Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen / Aufwendungen 1.197.000 € 1.197.000 € davon Sachaufwand 947.000 € 161001207 / 73.1000 947.000 €Von 61 auszufüllen davon Personalauf- wand bei 3 Stellen 250.000 € 161001207 / 70.1000 250.000 €125.000 € Erstattung RSK 125.000 € Gesamthaushalt Einzahlungen / Erträge Beiträge teilnehmende Arbeitgeber 300.000 € Erstattung Projektpartner RSK 448.500 € Haushaltsbelastung jährlich 448.500 €Seite 7 von 16 Seite 8 Anlage/n 1 Beschlussvorlage des Rhein-Sieg-Kreises zur Verlängerung Jobwärts (öffentlich)Seite 8 von 16 RHEIN-SIEG-KREIS A N L A G E DER LANDRAT zu TO.-Pkt. 01.4 Fachbereich Verkehr und Mobilität 04.06.2020 B e s c h l u s s v o r l a g e für den öffentlichen Sitzungsteil Gremium Datum Zuständigkeit Ausschuss für Planung und Verkehr 16.06.2020 Vorberatung Finanzausschuss 17.06.2020 Vorberatung Kreisausschuss 22.06.2020 Vorberatung Kreistag 23.06.2020 Entscheidung Tagesordnungs- Punkt Lead City Bonn / Betriebliches Mobilitätsmanagement in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis JOBWÄRTS - einfach.besser.pendeln Beschlussvorschlag: Der Kreistag fasst folgenden Beschluss: 1. Die Verwaltung wird beauftragt, das Projekt „JOBWÄRTS einfach.besser.pendeln. (Betriebliches Mobilitätsmanagement) zunächst für die Jahre 2021 und 2022 gemeinsam mit der Bundesstadt Bonn fortzuführen. 2. Die Verwaltung wird beauftragt, die abgeschlossene Kooperationsvereinbarung zur Programmdurchführung und zur Deckung der Personal- und Sachkosten dahingehend abzuändern, dass die nach Auslaufen der Förderung durch das BMU verbleibenden Kosten zu gleichen Teilen durch die Bundesstadt Bonn und den Rhein Sieg-Kreis gedeckt werden. 3. Die Verwaltung wird weiterhin beauftragt, zusammen mit der Bundesstadt Bonn und dem Zukunftsnetz Mobilität NRW über eine Anschlussförderung mit dem Bund, dem Land Nordrhein-Westfalen oder auch anderen Fördergeber zu verhandeln. 4. Die Verwaltung wird beauftragt, in den Haushaltsplanentwurf 2021 / 2022 den absehbaren Mittelbedarf von 417.000, - € in 2021 und 583.050, - € in 2022 aufzunehmen. 5. Die Verwaltung wird beauftragt, über den Projektfortschritt zu berichten. Vorbemerkungen: Der Ausschuss für Planung und Verkehr wurde in seiner Sitzung am 18.09.2018 über die Chancen und Möglichkeiten des „Betrieblichen Mobilitätsmanagement“ (BMM) innerhalb des Gesamtprojektes „Modellstadt zur Verbesserung der Luftqualität“ (Lead-City Bonn) informiert. Maßnahmendetails und die die beabsichtigte Vorgehensweise wurde dem Ausschuss für Planung und Verkehr in der Sondersitzung am 06.02.2019 vorgestellt. Der Kreistag fasste am 28.03.2019 folgenden Beschluss:Seite 9 von 16 „1. Die Verwaltung wird beauftragt, das Projekt „Betriebliches Mobilitätsmanagement“ zusammen mit der Stadt Bonn, dem VRS und dem Zukunftsnetz Mobilität NRW schnellstmöglich für die Dauer des Förderzeitraumes umzusetzen. 2. Die Verwaltung wird beauftragt, über den Projektfortschritt zu berichten. 3. Die Verwaltung wird beauftragt, zusammen mit dem VRS, dem Zukunftsnetz Mobilität NRW und der Stadt Bonn über die Fortführung des Projektes mit dem Bund in Verhandlungen zu treten.“ Darüber hinaus beschloss der Kreistag in seiner Sitzung am 08.10.2019: „Der Rhein-Sieg-Kreis nimmt in der Rolle als Arbeitgeber an dem Programm „Betriebliches Mobilitätsmanagement“ teil, insbesondere auch, um durch eine systematische Analyse zu ermitteln, welche Maßnahmen für den Rhein-Sieg-Kreis als Arbeitgeber geeignet wären, die Mitarbeiter zur Radnutzung für die Fahrten von und zur Arbeitsstätte zu motivieren.“ Ebenfalls wurde am 08.10.2019 im Rahmen des „Maßnahmenprogramm 2025 des Rhein-Sieg- Kreises für den Klimaschutz“ u.a. als Maßnahme aufgeführt: „Der Kreis soll Unternehmen gezielt beraten und unterstützen, damit deren Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ihre Wege innerhalb des Umweltverbundes zurücklegen und weniger auf das eigene Auto angewiesen sind.“ Bereits im Oktober 2017 wurden die Arbeiten für die Institutionalisierung eines BMM für den Raum Bonn / Rhein-Sieg aufgenommen. Auslöser hierfür waren zum einen die bereits bestehenden Überlastungserscheinungen vor allem auf den Hauptverkehrsachsen des Individualverkehrs morgens nach Bonn und nachmittags entgegengesetzt sowie die bevorstehenden, absehbaren Einschränkungen der Verkehrsinfrastruktur. In den kommenden Jahren stehen massive Baumaßnahmen an, die mit einer Verringerung der Kapazität der Straßen- und Schieneninfrastruktur in der Region Bonn/Rhein-Sieg einhergehen und die Verkehrsprobleme der Region nochmal verstärken werden. Die Erstellung einer Projektskizze zum BMM wurde von der Grundidee geleitet, dass den zu befürchtenden Überlastungserscheinungen im Straßenverkehr oder im Extremfall einem Verkehrskollaps nicht mit einer Großmaßnahme, sondern mit einem Maßnahmenpaket begegnet werden kann, um den Anteil des motorisierten Individualverkehrs (MIV) am Modal Split zu verringern. Auf der Grundlage dieser Projektskizze wurde dann das sog. Projekt 3 „Betriebliches Mobilitätsmanagement in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis“ innerhalb des Bundesprojektes zur „Modellstadt zur Verbesserung der Luftqualität (Lead-City Bonn)“ im Frühjahr 2019 vom Ministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) als Förderprojekt anerkannt. Denn eine Reduzierung des MIV bedeutet auch eine Verringerung der Stickoxid-Belastung insbesondere in Bonn. Am 12.07.2019 wurde die Projektvereinbarung (vgl. Anhang 1) zwischen der Bundesstadt Bonn, dem Zukunftsnetz Mobilität NRW und dem Rhein-Sieg-Kreis auf der Grundlage der 95%igen Förderung von 2.036 Mio. € durch das BMU mit der Mindestlaufzeit bis zum 31.12.2020 unterzeichnet. Die verbleibenden 5% teilen sich die drei Initialpartner. Anschließend trat der Rhein-Sieg-Kreis auch als Arbeitgeber dem Projekt bei (vgl. Anhang 2 Teilnahmevereinbarung, Anhang 3 Kooperationserklärung). Um das BMM in der Region und die Ziele des Programms zu etablieren wurde hierfür der griffige Slogan „JOBWÄRTS einfach.besser.pendeln.“ entwickelt. Der medienwirksame Startschuss fand am 09.10.2019 mit über 130 Teilnehmern im Post-Tower in Bonn statt. Erläuterungen: JOBWÄRTS einfach.besser.pendeln. bedarf einer intensiven Kooperation, Koordination und Kommunikation zwischen den kommunalen Akteuren auf der einen und den Arbeitgebern und wichtigen städtischen sowie regionalen Stakeholdern auf der anderen Seite. Zur professionellen Wahrnehmung dieser Aufgaben wurde ein Programmbüro eingerichtet. Seit Oktober 2019 sind die drei Vollzeitstellen des JOBWÄRTS-Teams besetzt. Die Arbeitsgruppe ist organisatorisch inSeite 10 von 16 das Stadtplanungsamt der Bundesstadt Bonn, Abteilung Mobilität und Verkehr, Sachgebiet Mobilitätsmanagement/Nahmobilität/Radverkehr, eingebunden. Für die externe, fachliche Beratung des Programms und die Projektsteuerung für die gesamte Laufzeit wurde das Büro Moovis beauftragt. Ziele / Nutzen / angestrebte Ergebnisse / Arbeitsschritte Ziel von JOBWÄRTS einfach.besser.pendeln. für den Raum Bonn/Rhein-Sieg ist es, eine nachhaltige und funktionierende Mobilitätsentwicklung zu fördern und den Modal Split in der Region in den Verkehrsspitzenzeiten um mindestens 5 bis 10 Prozent zugunsten des Umweltverbundes zu verändern oder im Idealfall 10 Prozent der Fahrten mit dem MIV zu vermeiden. Dies soll z.B. durch den Umstieg auf alternative Verkehrsmittel, die Bündelung von Kfz-Fahrten sowie die zeitliche Verschiebung von Fahrten auf Nebenverkehrszeiten erreicht werden. Positive Wirkungen auf die Schadstoffbelastung im Innenstadtbereich, gerade im Hinblick auf ein drohendes Diesel-Fahrverbot, sowie den Klimaschutz und die Reduzierung von Verkehrsstaus, wären damit verbunden. Gerade die COVID-19-Pandemie zeigt eindrucksvoll, dass auch Verkehrsvermeidung möglich ist, wenngleich die sonstigen Auswirkungen der Krise auf das öffentliche Leben insgesamt fatal sind. Im Rahmen des BMM-Programms JOBWÄRTS einfach.besser.pendeln. soll gemeinsam zunächst mit den größeren Arbeitgebern in Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis das Mobilitätsverhalten der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen durch attraktive Angebote und eine zielgruppenspezifische Kommunikation beeinflusst werden. Hierfür werden die Arbeitgeber besonders eingebunden, da gerade diese ein erhebliches Interesse daran haben, dass ihre Arbeitnehmer ihren Arbeitsplatz gut und mit akzeptablem Zeitaufwand erreichen. Im BMM- Programm JOBWÄRTS einfach.besser.pendeln. wird die Verkehrsnachfrage bei den teilnehmenden Unternehmen erhoben, zusammengeführt und analysiert. Anschließend erhalten die Betriebe eine Beratung zu Potenzialen und Handlungsmöglichkeiten. Die Mobilität und die Wege der Berufspendler stehen im Fokus. Konkrete Maßnahmen sind jeweils arbeitgeberspezifisch z.B. - Mobilitätsanalysen - Mobilitäts-Testwochen, u.a. mit kostenlosen Testangeboten z.B. Pedelec-Leihe, ÖPNV- Ticket oder Zugang zu Car- oder Bike-Sharing. - Kaufprämien und Rabatte für Mitarbeiter, wenn sie sich ein Pedelec anschaffen. - Kaufrabatte für Mitarbeiter, wenn sie zum ersten Mal ein ÖPNV-Jahresticket kaufen - Rabatte für Mitarbeiter, wenn sie sich an Car- oder Bike-Sharing beteiligen - Beratung mit den Arbeitgebern und Konzeption von Initiativen über die Möglichkeiten von Mobile Working - Beratung mit den Arbeitgebern und Konzeption von Initiativen über die Möglichkeiten eines Parkraummanagements Erfolge und Teilnehmer Im Rahmen des Förderprojektes wurden umfangreiche und detaillierte Arbeiten bewältigt, für die es keine Vorbilder in Deutschland gab. Im Rahmen von JOBWÄRTS einfach.besser.pendeln. wurden erstmals alle rechtlichen, datenschutzrechtlichen, haftungsrechtlichen sowie steuerliche Fragestellungen mit Fachanwälten geklärt und durch Gutachten abgesichert: Datenschutzkonzept mit klaren Ausführungen für die Mobilitätsanalysen im Vor- und Nachlauf Abstimmung mit allen Datenschutzbeauftragten der (bisher) beteiligten Arbeitgebern Memorandum zur beihilferechtlichen Prüfung des gesamten JOBWÄRTS-Seite 11 von 16 Maßnahmenportfolios Abstimmung aller Ergebnisse mit dem Fördergeber BMU Parallel zu den rechtlichen Prüfungen und Gutachten wurden die organisatorischen Rahmenbedingungen geschaffen: Besetzung des Programmbüros Etablierung des Lenkungskreises Anschließend erfolgte dann die erfolgreiche Ausschreibung und Vergabe von Maßnahmen und Anreizangebote: Agentur für Markenarbeit (Marketingkonzept-Erstellung und Roll-Out) BikeCitizens (Fahrradroutenplaner und In-App Motivations-kampagne) Made4it (Mobilitätsanalysetool und Buchungstool für die Mobilitäts-Testwochen) Swapfiets (Fahrräder für die Mobilitäts-Testwochen) Cycle Center (Pedelecs und Falträder für die Mobilitäts-Testwochen) e-Mobil Center (E-Roller für die Mobilitäts-Testwochen) Die rechtliche und steuerrechtliche Begutachtung für mögliche Anreizangebote im Bereich Ridepooling und ÖPNV Nutzung befindet sich immer noch in der Prüfung. Teilnehmer Mit dem Startschuss des Förderprojektes wurde sofort mit der Akquise von Arbeitgebern als Teilnehmer begonnen. Die Programmteilnehmer bei JOBWÄRTS einfach.besser.pendeln. setzen sich mit Stand Juni 2020 wie folgt zusammen: die Initialpartner Bundesstadt Bonn, Rhein-Sieg-Kreis, Verkehrsverbund Rhein-Sieg/Zukunftsnetz Mobilität NRW, die Stakeholder Stadtwerke Bonn, Rhein-Sieg-Verkehrsgesellschaft, Regionalverkehr Köln GmbH, Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg, Einzelhandelsverband Bonn Rhein-Sieg Euskirchen e. V., Allgemeiner Deutscher Fahrrad Club die sogenannten Vorreiter (Arbeitgeber, die von Beginn an teilnehmen) Deutsche Post DHL Group, Deutsche Telekom AG, Universitätsklinikum Bonn, Universität Bonn die inzwischen beigetretenen Arbeitgeber Bechtle IT Systemhaus Deutsche Welle DAAD Fraunhofer Institut Schloss Birlinghoven Friedrich-Ebert-Stiftung GFO-Kliniken BonnSeite 12 von 16 Stadt Troisdorf Stadtwerke Bonn Studierendenwerk Bonn Bundesstadt Bonn (als Arbeitgeber) Kreisverwaltung Siegburg (als Arbeitgeber) die in sogenannten Kennenlerngesprächen informierten und interessierten Arbeitgeber BMU Bonn (als Arbeitgeber) Bundesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Bundeswehr Hochschule Bonn-Rhein-Sieg Aktuelle Entwicklungen Nach dem Inkrafttreten der drastischen Einschränkungen zur Bekämpfung der Verbreitung des Sars-CoV-2-Virus am 16. März 2020 haben die Initialpartner, der Lenkungskreis, die teilnehmenden Arbeitgeber und die Auftragnehmer entschieden, den Roll-Out der Mobilitäts- Testwochen und der Mobilitätsanalysen auf zunächst Mitte Juni 2020 zu verschieben. Die Partner des JOBWÄRTS-Programms beabsichtigen die Programminhalte dynamisch an die durch die COVID-19-Pandemie veränderten Bedingungen anzupassen. Sobald das Gesundheitsrisiko gesunken ist, die Einschränkungen die Durchführung ermöglichen und die beteiligten Unternehmen zustimmen, wird das JOBWÄRTS-Programm fortgesetzt. Diese Änderungen wirken unmittelbar auf die Bewertung der Vorhaben des JOBWÄRTS- Programms in 2020. Aus diesem Grund erklärte der Fördergeber BMU das bisher bis Ende 2020 befristete Förderprojekt des BMU bis zum 30.06.2021 zu verlängern. Die ersten Mobilitätswochen starten am 29. und 30. Juni (Dauer jeweils 1 Monat) bei der Stadtverwaltung Bonn, der Kreisverwaltung des Rhein-Sieg-Kreises, der Stadtverwaltung Troisdorf und bei der Verwaltung der SWB. Erfolgsaussichten des JOBWÄRTS-Programms Innerhalb Deutschlands sind keine Erfahrungen oder Evaluierungsberichte bekannt, die ein betriebliches Mobilitätsmanagement-Programm in der Größenordnung wie JOBWÄRTS einfach.besser.pendeln. bewertet haben. Die Erfahrungen in der niederländischen Region Süd- Limburg und dem belgischen Antwerpen zeigen, dass sich die positiven Wirkungen erst mittelfristig nach ca. 3 Jahren einstellen. Ausgelöst durch die COVID-19-Pandemie war eine massive Veränderung im Verkehrsverhalten insbesondere der Beschäftigten zu beobachten. Die Verkehrsanteile im MIV und im ÖPNV gingen anfangs drastisch zurück, mittlerweile erhöht sich der MIV-Anteil wieder, wohingegen der ÖV immer noch Fahrgastverluste zu beklagen hat. Im Gegensatz dazu ist der Anteil des Radverkehrs deutlich gestiegen, wobei man nicht genau weiß, welchen Anteil das gute Wetter insbesondere im April ausgemacht hat. Viele Arbeitgeber stellen ihr Kommunikationsverhalten um und nutzen die Möglichkeiten von Video-/Telefonkonferenzen für ihren Geschäftsbetrieb sowie Home-Office und mobiles Arbeiten für ihre Beschäftigten. Eine verlässliche, aktuelle Datengrundlage liegt momentan nicht vor und auch die bevorstehenden Entwicklungen in 2020 und auch darüber hinaus sind kaum zu prognostizieren. Dies wiederum macht eine belastbare Wirkungsmessung in diesem Jahr voraussichtlich unmöglich.Seite 13 von 16 Zudem ist noch nicht abzusehen, welche Lockerungen der Beschränkungen im Rahmen der Bekämpfung des Sars-CoV-2 Virus kommen und wann diese Lockerungen eintreten werden. Jedoch liegt in diesen Veränderungen für JOBWÄRTS einfach.besser.pendeln. die Chance, die o.g. Mobilitäts-/Arbeitsveränderungen zu erfassen, zu bewerten und den Austausch über positive Erfahrungen mit den genutzten Angeboten unter den Programmteilnehmern einzuleiten. Gemeinsam mit den Stakeholdern können dabei durch das Aufzeigen von z.B. Best-Practice- Beispielen weitere positive Veränderungen bei den Arbeitgebern und ihren Beschäftigten initiiert werden. Es besteht jetzt die große Chance, durch die Fortsetzung der oben geschilderten Maßnahmen (vgl. hierzu auch: Anhang 5 Budgeteinschätzung für die Einzelmaßnahmen im JOBWÄRTS- Programm 2021 – 2025) das Verkehrsverhalten in der Region Bonn/Rhein-Sieg in den nächsten Jahren nachhaltig zu verändern. Klimaschutz, Luftverbesserung, Verkehrsvermeidung oder gar Verhinderung von Verkehrstaus sind möglich. Hinsichtlich der bevorstehenden Großbaustellen in der Region besitzt man einen Hebel, um sich darauf mit Weitblick vorzubereiten. Das Engagement und die Bereitschaft der o.g. Arbeitgebern sich im Sinne Ihrer Mitarbeiter zu beteiligen sind das sichere Indiz, dass Handlungsbedarf besteht. Durch die unterzeichnete Teilnahmevereinbarung und der damit verbundenen Kooperationserklärung (vgl. Anhang 2 u. 3) bekennen sie sich zu den Zielen von JOBWÄRTS einfach.besser.pendeln. und verpflichten sich, im Programm mitzuarbeiten (vgl. hierzu Anhang 2: S. 3 Initialpartner, S. 4 teilnehmende Arbeitgeber, S. 5 Stakeholder). Vor allem aber müssen weitere Arbeitgeber diesem Programm beitreten, um JOBWÄRTS einfach.besser.pendeln zu einem Erfolgsmodell werden zu lassen. Denn wenn keine weiteren Arbeitgeber dem Programm beitreten ist es gescheitert und kann beendet werden, sobald die Mobilitätswochen bei den beigetretenen Arbeitgebern abgeschlossen sind. Kosten Für die kommenden zwei Jahre werden folgende Kosten für Personal, Beratung und Durchführung der Mobilitätskampagnen veranschlagt: 2021 2022 Gesamtkosten 1.532.800 € 1.466.100 € Mögl. Einnahmen durch Beiträge 200.000 € 300.000 € (ca. 5.000 €/Arbeitgeber) Übertrag BMU Fördergelder 500.000 € 0 € Anteil Rhein-Sieg-Kreis 417.000 € 583.050 € Anteil Stadt Bonn 417.000 € 583.050 € (vgl. Anhang 5 Budgeteinschätzung für die Einzelmaßnahmen im JOBWÄRTS-Programm 2021– 2022) Bei den (bisher) teilnehmenden Arbeitgebern ist eindeutig zu erkennen, dass diese fast alle ihren Standort im Stadtgebiet Bonn haben. Auf der anderen Seite stammt rd. die Hälfte der 140.000 täglich einpendelnden Berufstätigen aus dem Rhein-Sieg-Kreis. Vor diesem Hintergrund wäre eine Kostenteilung begründbar. Wie oben bereits ausgeführt, werden aktuell die Gespräche mit dem derzeitigen Fördergeber BMU über eine weitere Förderung geführt. Zur teilweisen Refinanzierung wird die Verwaltung in Abstimmung mit der Stadt Bonn aber auch nach neuen Förderungsmöglichkeiten auf europäischer Ebene, beim Bund und dem Land Nordrhein-Westfalen suchen.Seite 14 von 16 Der bisherige Partner Zukunftsnetz Mobilität NRW beim VRS steht für die Fortsetzung in finanzieller Hinsicht nicht mehr als Partner zur Verfügung. Das Zukunftsnetz Mobilität NRW beim VRS hat sich intensiv bei der Erarbeitung der Projektskizze eingebracht und alle weiteren Schritte begleitet. Ursprünglich war eine finanzielle Beteiligung im Förderprojekt nicht vorgesehen. Das Zukunftsnetz Mobilität NRW beim VRS wird sich weiter mit Know-how einbringen, sich aber auch bei der finanziellen Unterstützung von neuen Projekten in NRW engagieren. Die weitere Unterstützung bei der Suche nach Fördermöglichkeiten, insbesondere beim Land NRW, wurde zugesagt. Hierdurch konnten bereits erste Gespräche mit dem Verkehrsministerium NRW geführt werden. Zeitnah werden weitere Förderunterlagen eingereicht. Eine konkrete Aussage über Art und die mögliche Höhe einer Förderung kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht gegeben werden. Über das Beratungsergebnis in der Sitzung des Ausschusses für Planung und Verkehr am 16.06.2020, des Finanzausschusses am 17.06.2020 und des Kreisausschusses am 22.06.2020 wird mündlich berichtet. (Landrat) Anhang 1: Projektvereinbarung vom 12.07.2019 Anhang 2: Teilnahmevereinbarung für Arbeitgeber Anhang 3: Kooperationserklärung Anhang 4: Schreiben des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit Anhang 5: Budgeteinschätzung JOBWÄRTS-Programm 2021 – 2022 Haushalt:Seite 15 von 16 I. Haushaltsmittel sind veranschlagt bei: 0.90.30 (Produktnr. bzw.Projektnr.) II. Ressourcenverbrauch (nur soweit nicht in Haushaltsplanung berücksichtigt): Personal: Vollzeitäquivalente p.a. Personalbedarf Personaleinsparung Finanzen: konsumtiv in € pro Jahr(sofern dauerhaft) bzw. pro Projekt Aufwendungen Personalaufwand Transferaufwand sonstiger Aufwand Abschreibungen Erträge (negatives Vorzeichen) Saldo Zeitraum (ab… ) (von…bis…) Gesamt: investiv in € pro Maßnahme Auszahlungen Einzahlungen (negatives Vorzeichen) Saldo Umsetzungs- zeitraum (von…bis…) Baumaßnahmen/ Beschaffung Grunderwerb Gesamt Deckung ist innerhalb des Budgets gegeben Die Bereitstellung zusätzlicher Mittel ist erforderlichSeite 16 von 16
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 10:02 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de