200997 · Antrag
Förderprogramm zur klimafreundlichen Begrünung von Bauten in der klimatisch hochbelasteten Bundesstadt Bonn.
Kerndaten
- Nummer
- 200997
- Art
- Antrag
- Veröffentlicht
- 26.05.2020
- Letzte Änderung
- 18.09.2026
Stand im Verfahren i
- Einreichung
- Terminierung
- Sitzung
Soweit erfasst. Das Ergebnis der Beratung ist in den Daten nicht enthalten. Das vollständige Verfahren →
Beratungsfolge
- Sitzung des Rates Entscheidung federführend
- Sitzung des Rates Entscheidung federführend
- Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Verbraucherschutz Empfehlung
Dateien
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Antrag öffentlich 200997 Antragsteller/in: BBB Fraktion im Rat der Stadt Bonn Marcel Schmitt 26.05.2020 Förderprogramm zur klimafreundlichen Begrünung von Bauten in der klimatisch hochbelasteten Bundesstadt Bonn. Beratungsfolge Rat 18.06.2020 Entscheidung Inhalt des Antrags 1. Die Bundesstadt Bonn legt nach dem Vorbild von Köln, Hannover, Hamburg und Frankfurt am Main ein Förderprogramm zur Hof-, Dach- und Fassadenbegrünung auf, um so Anreize für eine freiwillige Umsetzung klimaschützender Maßnahmen zu setzen. Die Verwaltung wird beauftragt, die entsprechenden Vorgaben so rechtzeitig vorzulegen, dass Haushaltsansätze für dieses Förderprogramm im Haushalt 2021/2022 eingestellt werden können. 2. Bei allen Bebauungsplänen wird vor dem Hintergrund einer nachhaltigen Stadtentwicklung und einer doppelten Innenentwicklung nach Möglichkeit die Begrünung baulicher Anlagen verbindlich geregelt. Ist dies nach Ansicht der Verwaltung trotz der erwiesenen positiven klimatischen Wirkungen von Begrünungen nicht möglich, ist dies im Einzelfall zu begründen. 3. Wenn stattdessen ein städtebaulicher Vertrag Vorgaben dazu festlegen soll, sind die vorgesehenen Verpflichtungen des Bauherrn dem Stadtrat in der Beratungsunterlage detailliert darzustellen. 4. Die Verwaltung wird beauftragt, künftig sicherzustellen, dass die Umsetzung der beschlossenen und vereinbarten Maßnahmen ausreichend überprüft werden kann. Begründung Da Gebäudebegrünungen nach Mitteilung der Verwaltung (Drucksache 200165) generell positiven Einfluss auf das Mikro- / Stadtklima durch Verdunstungskühlung und Verschattung haben, Staub und Luftschadstoffe binden und filtern und einen natürlichen Hitzeschutz bilden, müssen sie stringenter als bislang in der klimatisch extrem vorbelasteten Stadt Bonn realisiert werden. Beispielhaft zur dringenden Notwendigkeit sei dazu auf dieSeite 1 von 2 Seite 2 Aussage von Professor Maximilian Weigend, Professor für Biodiversität der Pflanzen am Nees-Institut in Bonn-Poppelsdorf, der auch Leiter der Botanischen Gärten der Universität Bonn ist, im Bonner Generalanzeiger vom 9. März 2020 zitiert: "Das Bonner Becken zählt zu den wärmsten Stellen in Deutschland. Wir registrieren die mildesten Winter, die wenigsten Frostnächte und unterdurchschnittlich wenig Niederschläge. Die Bonner Innenstadt kann man getrost als Trocken-Insel bezeichnen". Dem gegen zu steuern ist dringend geboten. Da die Eignung der Fassadenbegrünung je nach Einzelfall sehr unterschiedlich sein kann, soll statt einer Satzung auf Festsetzungen in vorhabenbezogenen Bebauungsplänen sowie die Schaffung finanzieller Anreize für freiwillige nachträgliche Maßnahmen im Gebäudebestand zurückgegriffen werden. Notwendig wird aber sein, künftig seitens der Verwaltung die Einhaltung und Umsetzung der aufgegebenen oder vereinbarten Maßnahmen vor Ort durch ausreichende Kontrollen sicherzustellen. Anlage/n KeineSeite 2 von 2
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 07:27 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de