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200963-1 ST · Stellungnahme der Verwaltung

Sachstandsinformation Durchforstung Burgberg

Nummer
200963-1 ST
Art
Stellungnahme der Verwaltung
Veröffentlicht
16.06.2020
Letzte Änderung
18.09.2026
  1. Sitzung der Bezirksvertretung Bad Godesberg 17.06.2020 Kenntnisnahme
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  1. 200963 Sachstandsinformation Durchforstung Burgberg

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Stellungnahme der Verwaltung
öffentlich
200963-1 ST
Der Oberbürgermeister
Federführung:
68 Amt für Stadtgrün
Dezernat:
Dez. III
Sachstandsinformation Durchforstung Burgberg
Beratungsfolge
Bezirksvertretung Bad Godesberg 17.06.2020 Kenntnisnahme
Inhalt der Stellungnahme:
Zu 1:
Mit den in DS-Nr. 1610511NV4 unter dem Punkt Empfehlungen,
Spiegelstrich 2, beschriebenen Maßnahmen* wurde im Jahr 2017
begonnen. Im Jahr 2018 wurden weitere Bäume im Bereich der
Sichtachse gefällt. Die Gehölze im Bereich der Kapelle hinter der Hecke
wurden auch zwei Mal bearbeitet. Der Bereich zwischen Auffahrt und
Parkplatz wurde auf ca. 25 Meter gerodet. Es stehen nur noch zwei
Eiben dort, die erhalten bleiben sollen.
Im Winterhalbjahr 2020/21 ist die nächste Maßnahme geplant.
Zu den v.g. Maßnahmen sind der Stellungnahme die Bilder 4 -
7 beigefügt (Bild 4: Blick vom oberen Parkplatz der Godesburg auf die
Kapelle, Bilder 5 - 7: Bereiche, die regelmäßig freigeschnitten werden).
Zu 2:
Die in DS-Nr. 1713397ST2 unter 1. beschriebenen Maßnahmen**
werden regelmäßig umgesetzt, sobald der Aufwuchs zu hoch wird.
Aktuell kann man aus den Fenstern problemlos das Siebengebirge
sehen. Für das Winterhalbjahr 2020/21 ist die nächste Maßnahme
geplant.
Zu den v.g. Maßnahmen sind der Stellungnahme die Bilder 1 - 3
beigefügt.
Des Weiteren wird auf Folgendes hingewiesen:Seite 1 von 10

Seite 2
Es wurden im Bereich der Godesburg unabhängig von der
Sichtachsenthematik ca. 100 Bäume in den letzten drei Jahren gefällt
und beschnitten, die nicht mehr verkehrssicher waren.
Aufgrund der anhaltenden Trockenheit und der Ausbreitung der
Rußrindenkrankheit und dem Eschentriebsterben werden weitere
Schäden im Bereich der Godesburg erwartet.
Für die Sichtachsen müssen stabile und vitale Bäume entnommen
werden, die aktuell den Hang sichern und Erosionsschäden vorbeugen.
Bereits bei den beiden ersten Maßnahmen mussten auch vitale Bäume
entnommen werden, die von der Höhe her in die Sichtachse reinragten.
Dies führt nicht unmittelbar zu einer Destabilisierung des gesamten
Bereichs, wenn die Maßnahme sorgfältig und mit einigem Zeitabstand
(ca. 2 – 3 Jahre Abstand zwischen den Maßnahmen) weiter
vorangetrieben wird. Dabei muss aber zwingend die aktuelle Situation
und Entwicklung des gesamten Waldbestandes regelmäßig
berücksichtigt werden. Der restliche Baumbestand muss sich nach jeder
Maßnahme erst auf die neue Situation einstellen, d.h. die Bäume passen
ihre Krone sowie das Wurzelwerk der neuen Situation an.
* Maßnahmen, die in der DS-Nr. 1610511NV4 unter dem Punkt
Empfehlungen, Spiegelstrich 2, beschrieben sind:
„Vom Parkplatz und vom Burgplateau ist die Sicht nach Süden Richtung
Drachenfels und Siebengebirge durch den starken Aufwuchs erheblich
beeinträchtigt. Die Sicht vom Parkplatz wird vor allem von einer dichten
Hecke verstellt. Vom Plateau aus sind es die Wipfel der Bäume, die im
Laufe der Jahre die heutige Höhe erreicht haben. Neben dem fachlichen
Rückschnitt der Hecke besteht hier die Möglichkeit, den die Blicke
beeinträchtigenden alten und hohen Baumbestand in Blickrichtung
Süden stufenweise umzubauen zu jüngeren, niedrigen aber ebenso
standortgerechten Bäumen. Dieser Zustand wäre dann mit regelmäßigen
Durchforstungsarbeiten über das übliche Maß hinaus zu bewahren, um
mittel- und langfristig die Blickbeziehungen aufrecht zu erhalten. Ein
solcher Umbau bei der momentanen Bestockung ist fachlich unter
Berücksichtigung größter Stabilität des Restbestandes bei diesem sehr
sensiblen Standort mit Steilhängen und wenig Bodenanteil in drei
Durchforstungsdurchgängen zu erzielen. Zwischen den Durchgängen
sollten Minimum fünf Jahre liegen. Somit ist ein Umbau ab Herbst 2016
im Herbst 2031 abgeschlossen. Hier werden sich Eschen, Bergahorn
und ggf. noch andere Laubhölzer der I. Gattung verjüngen, somit sind,
wie bereits geschrieben, regelmäßige Durchforstungen erforderlich. Die
Blickbeziehung könnte somit auch langfristig sichergestellt werden und
damit zur Attraktivität des Burgerbergs beitragen.“Seite 2 von 10

Seite 3
** Maßnahmen, die in der DS-Nr. 1713397ST2 unter 1. beschrieben
sind:
Die Aussichtsbereiche werden regelmäßig „auf den Stock gesetzt“, d.h.
großzügig geschnitten. Dies geschieht naturschutz- und forstfachlich alle
zwei bis drei Jahre, je nach Wuchsdynamik des Stockausschlages. Ein
jährlicher Rückschnitt ist nur in extrem wüchsigen Jahren notwendig.
Das geschnittene Material bleibt vor Ort liegen (vgl. DS-Nr. 1710514ST2)
und dient speziell Vögeln und Insekten als strukturreicher und
hochwertiger Lebensraum im Wald.
Der letzte Rückschnitt ist im Frühjahr 2017 erfolgt. Der erneute
Rückschnitt ist für den Übergang 2018/2019 vorgesehen.
Anlage/n
1 Godesburg Aussichten Bild 1 (öffentlich)
2 Godesburg Aussichten Bild 2 (öffentlich)
3 Godesburg Aussichten Bild 3 (öffentlich)
4 Godesburg Aussichten Bild 4 (öffentlich)
5 Godesburg Aussichten Bild 5 (öffentlich)
6 Godesburg Aussichten Bild 6 (öffentlich)
7 Godesburg Aussichten Bild 7 (öffentlich)Seite 3 von 10

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Datenstand: 03.11.2026, 08:17 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de