200935-2 ST · Stellungnahme der Verwaltung
Leihtablets für Schülerinnen und Schüler
Kerndaten
- Nummer
- 200935-2 ST
- Art
- Stellungnahme der Verwaltung
- Veröffentlicht
- 16.06.2020
- Letzte Änderung
- 18.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Rates Entscheidung federführend
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Stellungnahme der Verwaltung öffentlich 200935-2 ST Der Oberbürgermeister Federführung: 40 Schulamt Dezernat: Dez. V Leihtablets für Schülerinnen und Schüler Beratungsfolge Rat 18.06.2020 Entscheidung Inhalt der Stellungnahme: Unter Inanspruchnahme unterschiedlicher Fördermöglichkeiten (u.a. Gute Schule 2020, KommunalinvestitionsförderungsG, Digitalpakt) setzt die Verwaltung seit rd. 2 Jahren im Rahmen des Schwerpunktprojekts „Bildung in der Digitalen Welt/BONNEUM“ (vgl. u.a. Ds. 1613584ED5, 1910453, 1812203, 1911457, 1912180) systematisch Maßnahmen zur Realisierung und Verbesserung einer nachhaltigen digitalen Infrastruktur an Bonner Schulen um. Die Bereitstellung der technischen Infrastruktur umfasst den Anschluss an das Glasfaser-/Breitbandnetz, die strukturierte Verkabelung sowie ein flächendeckendes WLAN. Das Projektvolumen beläuft sich insgesamt auf rd. 35 bis 40 Mio. EUR. Ein aktualisiertes Monitoring erfolgt zur nächsten Sitzung des Schulausschusses. Die aktuelle Corona-Pandemie unterstreicht in besonderer Weise die Notwendigkeit der Umsetzung dieser Digitalisierungsmaßnahmen an Schulen und zeigt zugleich vielerorts Grenzen auf, die erst mit vollständiger Umsetzung des Schwerpunktprojektes BIDW behoben werden können. Ungeachtet dessen stellt Corona darüber hinaus alle Beteiligten in Schule und alle Verantwortlichen für Schule ganz aktuell vor besondere Herausforderungen, die einer zeitnahen Lösung bedürfen. Dazu gehören Fragen zur pädagogischen Ausgestaltung eines Lernens auf Distanz ebenso wie zur chancengerechten Teilhabe an Bildung. Das Land NRW hatte angekündigt, sowohl zur Frage des künftigen Einsatzes einer Lernplattform/eines Lernmanagementsystems als auch zur Frage eines Corona bedingten Sofortausstattungsprogramms für benachteiligte Kinder und Jugendliche zeitnah ein Umsetzungskonzept vorzulegen. Mit Presseerklärung vom 10.06.2020 (sh. Anlage) hat das Ministerium für Schule und Bildung (MSB) mitgeteilt, dass ab sofort allen öffentlichen Schulen und Ersatzschulen in privater Trägerschaft mit dem Lernmanagementsystem LOGINEO NRW LMS eine Lernplattform kostenlos zur Verfügung steht, um Lehrer/innen und Schüler/innen mit Angeboten für den digitalen Unterricht rechtssicher und datenschutzkonform zu unterstützen. Die Anwendung basiert auf der Open-Source-Plattform „moodle“. Bonner Schulen wird „moodle“ seit 2011 zur Nutzung angeboten. Aktuell machen 14 weiterführende städtische Schulen und 2 Grundschulen davon bereits Gebrauch. Mit Ankündigung des MSB dürfte die Nachfrage steigen, zumal das Land angekündigt hat, LOGINEOSeite 1 von 4 Seite 2 zeitnah um einen Messenger-Dienst sowie ein Videokonferenztool zu ergänzen. Das MSB weist ferner darauf hin, dass zur Umsetzung des Sofortprogramms für digitale Lernmittel, das der Bund am 22.04.2020 beschlossen hat und aus dem für NRW rund 105 Mio. Euro entfallen, das Land alle erforderlichen Schritte unternehmen wird, damit die zusätzlichen Mittel rasch bei den Schulen ankommen. Bei der Verteilung der Mittel sollen auch soziale Faktoren in den Ländern berücksichtigt werden. Die zu beschaffenden Geräte sollen den Schülerinnen und Schülern als Leihgabe von den Schulen zur Verfügung gestellt werden. Ein entsprechender Erlass und Verteilmechanismus in NRW wird derzeit vom MSB vorbereitet. Sobald seitens des Landes diese Konkretisierungen und Ausführungsbestimmungen vorliegen, wird die Verwaltung ein entsprechendes Umsetzungskonzept erarbeiten. Unabhängig davon liegen derzeit dem Job-Center/Arbeitsagentur rd. 900 individuelle Anträge von SGB II Empfängern auf Digitale Endgeräte vor. Es soll auf dem Rechtsweg geklärt werden, ob Sozialgerichte die Corona-Pandemie als Sondersituation anerkennen, die die Sonderleistung der Bereitstellung eines individuellen digitalen Endgerätes/Tablets rechtfertigen. Anlage/n 1 Pressemitteilung vom 10-06-2020 - MSB zu Logineo (öffentlich)Seite 2 von 4 10. Juni 2020 Ministerin Gebauer: Wir unterstützen die Lehrerinnen und Lehrer mit Angeboten für den digitalen Unterricht LOGINEO NRW LMS – Lernmanagementsystem für Schulen in Nordrhein-Westfalen Mit LOGINEO NRW stellt das Land Nordrhein-Westfalen den Schulen seit dem vergangenen Jahr eine rechtssichere und kostenfreie Arbeitsplattform zur Verfügung, die schulische Abläufe für Lehrerinnen und Lehrer vereinfacht und erleichtert. Das Ministerium für Schule und Bildung teilt mit: Mit LOGINEO NRW stellt das Land Nordrhein-Westfalen den Schulen seit dem vergangenen Jahr eine rechtssichere und kostenfreie Arbeitsplattform zur Verfügung, die schulische Abläufe für Lehrerinnen und Lehrer vereinfacht und erleichtert. Mit LOGINEO NRW war die Grundlage für die LOGINEO-Familie geschaffen. Die Bereitstellung des Lernmanagementsystems ist jetzt der erste Schritt zum Ausbau der LOGINEO-Familie. Das Land Nordrhein-Westfalen stellt ab sofort den öffentlichen Schulen und Ersatzschulen in privater Trägerschaft mit dem Lernmanagementsystems eine Lernplattform kostenlos zur Verfügung. Das Lernmanagementsystem LOGINEO NRW LMS soll das Lernen auf Distanz erleichtern und zugleich dazu beitragen, Lehr- und Lernprozesse auch im Präsenzunterricht digital zu unterstützen. Schul- und Bildungsministerin Yvonne Gebauer erklärte: „Die Landesregierung treibt die Digitalisierung an unseren Schulen weiter voran. Dabei haben wir nicht nur die aktuellen und coronabedingten Anforderungen im Blick. Unser Anspruch ist, alle Schulen in Nordrhein-Westfalen zügig und grundsätzlich fit für das Lernen mit digitalen Medien zu machen. Mit der Erweiterung von LOGINEO NRW geben wir unseren Lehrerinnen und Lehrern ein Angebot, um digitalen Unterricht rechtssicher und datenschutzkonform zu gestalten.“ Schulen können ihren kostenfreien Zugang zu LOGINEO NRW LMS unabhängig von dem im November 2019 veröffentlichten Hauptsystem LOGINEO NRW beantragen. Zur Nutzung des Lernmanagementsystems LOGINEO NRW LMS genügt ein internetfähiges Endgerät. LOGINEO NRW LMS ist eine browser-, wahlweise auch App-basierte Anwendung. Es ist weder ein Download noch eine Installation spezieller Software nötig. Die Anwendung basiert auf dem in Bildung und Wissenschaft etablierten und weit verbreiteten Open-Source-System „moodle“, das bereits in vielen Schulen und Hochschulen zum Einsatz kommt. Über LOGINEO NRW LMS können zum Beispiel Aufgaben zum Selbstlernen erstellt und um entsprechende Lernmaterialien wie Texte, Bilder, Videos und Links ergänzt werden. Die Schülerinnen und Schüler können sich individuell und vertiefend damit auseinandersetzen und erhalten von ihren Lehrerinnen und Lehrern Feedback. Zugleich sind die Lehrkräfte über das Lernmanagementsystem bei Fragen für ihre Schülerinnen und Schüler erreichbar. Zudem ermöglicht das System die Kommunikation und Kooperation im Kollegium und mit Schülerinnen und Schülern: im Plenum, in der Gruppe oder im Dialog. Mit LOGINEO NRW LMS können Lehrkräfte gezielt Unterstützung leisten; individuell, in der Kleingruppe oder inSeite 3 von 4 der Klasse beziehungsweise im Kurs. Um Schulen bei der Einführung und Nutzung des Systems zu helfen, stehen Anleitungen und Video-Tutorials zur Verfügung, die Administratorinnen und Administratoren, Lehrkräften, und Schülerinnen und Schülern bei der Einrichtung und Nutzung der Lernplattform helfen. Darüber hinaus ist auch eine persönliche Unterstützung durch geschulte Medienberaterinnen und Medienberater möglich. Schulen können das System online unter www.logineo.nrw beantragen. Durch das automatisierte Verfahren kann LOGINEO NRW LMS sehr schnell einer Vielzahl von Schulen zur Verfügung gestellt werden. Ministerin Gebauer: „Die Digitalisierung steht weiter ganz oben auf unserer Agenda. Digitale Medien sind Werkzeuge, die – sinnvoll eingesetzt – das Lehren und Lernen besser machen können. Dieses Lehren und Lernen mit digitalen Medien ist ein zentraler Baustein der besten Bildung für Nordrhein-Westfalen.“ Schon jetzt ist geplant, LOGINEO NRW sehr zeitnah um weitere Angebote zu ergänzen. In Arbeit sind ein Messenger-Dienst sowie ein Videokonferenztool.Seite 4 von 4
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