200817 · Mitteilungsvorlage
Schnellbuslinie Mehlem – Mitteilungsvorlage zu DS 1811307
Kerndaten
- Nummer
- 200817
- Art
- Mitteilungsvorlage
- Veröffentlicht
- 12.05.2020
- Letzte Änderung
- 18.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung der Bezirksvertretung Bad Godesberg Kenntnisnahme
- Sitzung des Rates Kenntnisnahme
- Sitzung des Ausschusses für Planung, Verkehr und Denkmalschutz Kenntnisnahme
Dateien
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Volltext
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Mitteilungsvorlage öffentlich 200817 Der Oberbürgermeister Federführung: 61 Stadtplanungsamt Dezernat: Dez. III Schnellbuslinie Mehlem – Mitteilungsvorlage zu DS 1811307 Beratungsfolge Ausschuss für Planung, Verkehr und Denkmalschutz 27.05.2020 Kenntnisnahme Bezirksvertretung Bad Godesberg 17.06.2020 Kenntnisnahme Rat 18.06.2020 Kenntnisnahme Mitteilung: Mit Beschluss des Hauptausschusses vom 20.09.2018 (DS 1811307NV3) wurde die Verwaltung beauftragt, die Einrichtung einer Schnellbuslinie zwischen den Wendepunkten Giselherstraße in Mehlem und Rheinallee in Bad Godesberg zu prüfen. Dem lag der Vorschlag zugrunde, den Schnellbus mit sechs Haltestellen im 20-Minuten-Takt über die B9 zu führen. Dieser Prüfauftrag wurde zunächst wegen des Förderprogramms Lead City zurückgestellt. In der Zwischenzeit gab es zum Fahrplanwechsel August 2019 mehrere Änderungen im Busangebot, die den Stadtteil Bad Godesberg betreffen. Durch die Verdichtung des Takts auf allen Linien und die Ausweitung des Angebots in den Randstunden wurde das Angebot bereits deutlich verbessert. Schnellbuslinien sollten ausschließlich dort eingerichtet werden, wo kein Schienenverkehr besteht. Außerdem sind sie vorrangig als Zusatzangebot zu sehen, beispielsweise um in Spitzenverkehrszeiten die Hauptbuslinien zu entlasten und eine schnelle Verbindung für Pendler*innen ins Stadtzentrum anzubieten. Zwischen den Bahnhöfen Mehlem und Bad Godesberg verkehren derzeit dreimal stündlich Regionalbahnen. Die Buslinien 610 sowie 613 verkehren in einem überlagerten 9-11-Minuten-Takt ab der Haltestelle Giselherstraße. Auf der Linie 610 wird für die 14 Haltestellen von Giselherstraße bis Rheinallee 15- 16 Minuten Fahrzeit, am Wochenende und in Randzeiten 13-14 Minuten Fahrzeit benötigt. Auf der Linie 613 wird für die 15 Haltestellen von Giselherstraße bis Rheinallee 16-17 Minuten Fahrzeit, am Wochenende und in Randzeiten 14-15 Minuten Fahrzeit benötigt. Die vorgeschlagene Schnellbuslinie würde für die 6 vorgeschlagenen Haltestellen 12-13 Minuten Fahrzeit benötigen, am Wochenende und in Randzeiten 11-12 Minuten. Somit wäre die neue Schnellbuslinie nur 3-4 Minuten schneller als die bereits bestehenden Linien 610 und 613.Seite 1 von 2 Seite 2 Diesem nach Bewertung der Verwaltung relativ geringem Fahrzeitgewinn stehen folgende Nachteile gegenüber: Für die jetzt vorgeschlagene Schnellbuslinie müssten vier neue Haltestellen eingerichtet werden, zwei in jede Richtung, wodurch hohe Infrastrukturkosten von ca. 30.000 € je Haltestelle verursacht werden. Zusätzlich entstehen betriebliche Kosten von ca. 480.000 € jährlich für Fahrer*innen, Busse sowie Treibstoff. Bei der vorgeschlagenen Haltestelle KfW/Am Erdbeerfeld besteht die Frage, ob diese genutzt werden würde. Auf der Westseite der B9 verlaufen die Schienen, welche nur durch Inkaufnahme eines großen Umwegs gequert werden können. Auf der Ostseite befinden sich Wohngebiete sowie die KfW, jedoch sind diese bereits durch die näher gelegene Haltestelle Tannenallee/KfW Bankengruppe angebunden. Somit schätzt die Verwaltung die Nachfrage an diesem Knotenpunkt gering ein. Eine neu eingerichtete Haltestelle am Knotenpunkt B9/Albertus-Magnus-Straße/Kapellenweg würde zwar von mehr Fahrgästen genutzt werden, weil an dieser Stelle Schulen und Wohngebiete in fußläufiger Entfernung liegen. Jedoch ist dieser Stadtteil bereits durch die in der Nähe gelegenen Haltestellen Johanneskirche (Linie 612, 614) und Galileistr. (Linie 856, 857) gut angebunden. Durch das vor allem seit dem Fahrplanwechsel im August 2019 ausgeweitete gute Angebot sieht die Stadtverwaltung derzeit keinen Bedarf für eine Schnellbuslinie zwischen den Wendepunkten Giselherstraße und Rheinallee. Die Fahrzeiten wären nur geringfügig weniger, sowohl die Investitions- als auch die Betriebskosten für eine neue Buslinie jedoch bedeutend höher. Zudem würde ein Schnellbus möglicherweise mit dem Individualverkehr auf der B9 im Stau stehen und so weiter an Attraktivität verlieren. Daher empfiehlt die Verwaltung, weiterhin das grundliegende Busangebot attraktiv, pünktlich und zuverlässig zu gestalten bzw. hinsichtlich dieser Ziele zu optimieren. Anlage/n KeineSeite 2 von 2
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 17:26 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de