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200759-2 ST · Stellungnahme der Verwaltung

Bürgerantrag: Zeitenwende für Bonn

Nummer
200759-2 ST
Art
Stellungnahme der Verwaltung
Veröffentlicht
19.06.2020
Letzte Änderung
18.09.2026
  1. Sitzung des Ausschusses für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger und Lokale Agenda 25.06.2020 Kenntnisnahme
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Stellungnahme der Verwaltung
öffentlich
200759-2 ST
Der Oberbürgermeister
Federführung:
03 Amt für Wirtschaftsförderung
Dezernat:
Dez. OB
Bürgerantrag: Zeitenwende für Bonn
Beratungsfolge
Ausschuss für Beteiligung der Bürgerinnen
und Bürger und Lokale Agenda
25.06.2020 Entscheidung
Inhalt der Stellungnahme:
Unbestritten hat die Corona-Pandemie viele Auswirkungen auf das gesamte
gesellschaftliche Leben mit seinen verschiedenen Facetten. Diese
Auswirkungen sind nicht auf die Region Bonn beschränkt, sondern betreffen
das Bundesland, die gesamte Bundesrepublik Deutschland und viele
internationale Bereiche.
In verschiedenen, bereits installierten Gremien arbeiten Expertinnen und
Experten aus der Region Bonn zusammen. Beispielsweise im interdisziplinär
zusammengesetzten Expertenrat Corona des Landes NRW und in
verschiedenen Gremien auf Bundesebene z.B. zu den Themen Digitalisierung,
Mobilität, Gesundheit und Bildung.
In der Region Bonn gibt es Gremien, die teilweise durch den Rat der Stadt
Bonn initiiert wurden, wie z.B. den Beirat Internationales Bonn. Der Bonner
Oberbürgermeister hat darüber hinaus eine „Expertengruppe Nachhaltigkeit“
ins Leben gerufen, die die Stadt Bonn bei der Umsetzung der
Nachhaltigkeitsstrategie beraten soll und im März zum ersten Mal getagt hat.
Der Weisenrat des Cyber Security Clusters, in dem sowohl Experten der
Region als auch aus ganz Deutschland vertreten sind, gibt Empfehlungen für
die Politik und die Wirtschaft im Bereich der Cybersicherheit. Im Bereich des
Gesundheitswesens arbeiten sowohl Forschungsinstitutionen als auch
Krankenhäuser und die Verwaltung eng zusammen.
Forscherinnen und Forscher der Wissenschaftsregion Bonn bearbeiten aktuelle
Fragestellungen, auf die die Corona-Pandemie teilweise starke Einflüsse hat, in
nationalen und internationalen Forschungsverbünden. Sie nutzen je nach
Fachgebiet auch die Region Bonn, um Pilotprojekte zu initiieren. In
verschiedenen Bereichen werden Bürgerinnen und Bürger über Citizen
Science-Projekte einbezogen.
Die Universität Bonn hat als Exzellenzuniversität mit ihren sechs
Exzellenzclustern und sechs Transdisziplinären Forschungsbereichen, die
wesentliche gesellschaftliche, wissenschaftliche und technologische
Herausforderungen der Zukunft adressieren, explizit Akteure in der Region aus
Wissenschaft, Gesellschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Kultur in einem
besonderen Fokus.Seite 1 von 2

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Dies gilt auch für die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, die als Hochschule für
angewandte Wissenschaft eng mit der Region verflochten ist und zahlreiche
Kooperationen im Sinne eines Wissenstransfers pflegt. Beispielhaft sei das
Projekt Campus to World genannt, eine Plattform für den interdisziplinären
Austausch in der Region.
Durch die Zusammenarbeit der Hochschulen, Wissenschafts- und
Forschungseinrichtungen und der Einrichtungen der Wissenschaftsverwaltung
und –förderung werden zukunftsweisende Projekte initiiert und durchgeführt.
Gemeinsame Plattformen für den Austausch mit der Zivilgesellschaft werden
genutzt.
Es ist aus Sicht der Verwaltung und der Hochschulen kein weiteres Gremium
erforderlich. Vielmehr können die im Bürgerantrag benannten Themen in den
bestehenden und ggf. zu erweiternden Strukturen gemeinsam bearbeitet
werden. Aktuelle Forschungsvorhaben stellen sich bereits jetzt auf neue
Fragestellungen durch die Corona-Pandemie ein, neue Studien beleuchten die
derzeitige Situation und deren Auswirkungen. Die Hochschulen und
Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen aktualisieren ihre Angebote und
passen ihre Angebote und Diskussionsformen mit der Zivilgesellschaft den
Gegebenheiten an.
Beschlussvorschlag für Bürgerausschuss:
Der Bürgerantrag wird abgelehnt, die Antragstellenden werden entsprechend
den Ausführungen in der Stellungnahme der Verwaltung über den aktuellen
Sachstand und die hierfür maßgeblichen Gründe informiert. Mit diesem Votum
ist das in § 24 GO NRW für die formelle Beratung von Bürgeranträgen
vorgesehene Verfahren zum Abschluss gelangt.
Anlage/n
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Datenstand: 02.11.2026, 20:56 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de