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200603 · Beschlussvorlage: Einleitung

Einleitung des Vergabeverfahrens, Verbrauchsmittel Kläranlage Bad Godesberg, Lieferung von Kreide

Nummer
200603
Art
Beschlussvorlage: Einleitung
Veröffentlicht
03.04.2020
Letzte Änderung
18.09.2026
  1. Sitzung des Bau- und Vergabeausschusses 14.05.2020 Entscheidung federführend
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Beschlussvorlage: Einleitung
öffentlich
200603
Der Oberbürgermeister
Federführung:
66 Tiefbauamt
Dezernat:
Dez. III
Einleitung des Vergabeverfahrens,
Verbrauchsmittel Kläranlage Bad Godesberg,
Lieferung von Kreide
Beratungsfolge
Bau- und Vergabeausschuss 14.05.2020 Entscheidung
Beschlussvorschlag
Der Einleitung des Vergabeverfahrens gemäß Ziffer 3.4 der
Vergabeordnung der Bundesstadt Bonn zur Lieferung von Kreide für die
Kläranlage Bad Godesberg wird zugestimmt.
Begründung
Die Ausschreibung umfasst die sukzessive Lieferung von 280 t Kreide
(mikrostrukturiertes Calcium-carbonat) innerhalb eines Zeitraums von ca.
1 Jahr als Versuch. Bisher wird auf der Kläranlage Bad Godesberg wie
auch auf den Kläranlagen Salierweg und Duisdorf das preislich
günstigere Weißkalkhydrat (Calciumhydroxid) eingesetzt. Die Produkte
werden hauptsächlich zur Erhaltung bzw. Anhebung der Säurekapazität
benötigt.
Durch den Prozess der Nitrifikation und Denitrifikation, durch die Zugabe
von Phosphatfällungsmittel und auch durch Regenwasser wird die
Säurekapazität verringert.
In den letzten Jahren hat sich der Einsatz von Kreide auf Kläranlagen im
Rahmen der biologischen Abwasseraufbereitung generell erhöht.Seite 1 von 3

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Ein auf der Kläranlage Godesberg durchgeführter Kleinversuch mit 25 t
hat bereits einige Vorteile aufgezeigt.
Kreide ist aufgrund ihrer Mikrostruktur hochreaktiv und verfügt außerdem
über sehr gute adsorptive Eigenschaften. Es handelt sich nicht um einen
Gefahrstoff, die Einsatzmenge ist aufgrund besserer Pufferwirkung und
längeren Erhalts geringer als bei Kalkmilch (Weißkalkhydrat mit Wasser
angemischt).
Es sind in geringerem Umfang Inkrustierungen in Rohrleitungen zu
erwarten, was zu geringerem Wartungsaufwand der Anlagentechnik
führt. Kreide kann auch positive Auswirkungen auf die
Belebtschlammflockenstruktur und die biologische Stabilität der
Kläranlage haben. Durch die im Vergleich zu Kalk geringere Löslichkeit
werden die Kreidepartikel in die Flocken eingelagert.
Nachteile konnten im Kleinversuch nicht ermittelt werden. Es ist jedoch
empfehlenswert, den Einsatz von Kreide über einen längeren Zeitraum
von einem Jahr zu testen, um die Wirkung der Kreide unter allen
Witterungsbedingungen überprüfen zu können. Der Einsatz auf der
Kläranlage Godesberg bietet sich an, da dort keine baulichen
Veränderungen erfolgen müssen.
Sollte sich der Einsatz von Kreide technisch bewähren und insgesamt
als wirtschaftlichere Lösung herausstellen, könnte das neue Material
dauerhaft eingesetzt werden.
Vergabeart
öffentlich offen (EU) 7 aufgeforderte Firmen
x beschränkt nichtoffen (EU) mit öffentlichem
Teilnahmewettbewerb
Freihändig bzw.
Verhandlungsvergabe Verhandlungsverfahren (EU) Abweichung von der
vorgeschriebenen Vergabeart
Vergabekennzahl Vergabe-/Vertragsordnung Ausführungszeitraum Schätzkosten brutto
BN-2020-453 VOB x UVgO VgV 06.2020 – 06.2021 56.000 €
Produktgruppennummer Produktgruppenbezeichnung Sachkonto
(konsumtiv) /
Finanzposition
(investiv)
CO-Kontierung
(konsumtiv) /
Finanzstelle
(investiv)
11.03 Entwässerung und
Abwasserbeseitigung
543160 663212
Verpflichtungsermächtigungen Verwendung von
Haushaltsresten
Mittel
ja x nein ja x nein x freigegeben vorgesehen
Anlage/nSeite 2 von 3

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KeineSeite 3 von 3

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Datenstand: 02.11.2026, 21:41 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de