200588 · Mitteilungsvorlage
Aktueller Sachstand Zukunftskonzept StadtMuseum Bonn
Kerndaten
- Nummer
- 200588
- Art
- Mitteilungsvorlage
- Veröffentlicht
- 03.04.2020
- Letzte Änderung
- 18.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Kulturausschusses Kenntnisnahme
- Sitzung der Bezirksvertretung Bonn Kenntnisnahme
Dateien
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Mitteilungsvorlage öffentlich 200588 Der Oberbürgermeister Federführung: Dezernat IV Dezernat: Aktueller Sachstand Zukunftskonzept StadtMuseum Bonn Beratungsfolge Bezirksvertretung Bonn 21.04.2020 Kenntnisnahme Kulturausschuss 26.05.2020 Kenntnisnahme Mitteilung: Das StadtMuseum Bonn wurde 1989 als historisches Museum gegründet und 1998 in den ehemaligen Trakten des Viktoriabades in der Franziskanerstraße eröffnet. Für das StadtMuseum Bonn steht sowohl konzeptionell als auch räumlich ein Neustart an. Diese Situation bietet Potenzial und Chancen, das Museum weiter zu denken und die soziokulturelle Erweiterung und Beteiligung des künftigen Publikums zum Bestandteil der Planung zu machen, wie dies in aktuellen Diskussionen über die Rolle und den Auftrag von Museen vielfach eingefordert wird. Konzeption In einem ersten Schritt soll die Stadtbevölkerung eingeladen werden, „ihr“ Stadtmuseum aktiv im Sinne eines inklusiven und partizipativen Museums im Prozess mitzugestalten. Ziel ist es, mit der Expertise der Bonner*innen zu arbeiten, d.h. mit ihrem Wissen über die Stadt, ihren Sichtweisen und Bedeutungszuschreibungen bis hin zu emotionalen Zugängen, das künftige Haus „von unten“ neu zu gestalten. Die Präsentation der kulturhistorischen Sammlung des StadtMuseums soll um „Gegenwarts- und Zukunftsräume“ erweitert werden, die Bonns Historie weitererzählen und relevante Fragen einer transformatorischen Gegenwart aufgreifen. Für die damit verbundene, inhaltliche Neukonzeption soll ein umfangreicher Beteiligungsprozess mit der Stadtgesellschaft initiiert werden.Seite 1 von 3 Seite 2 #makemuseum: Das partizipative Projekt basiert auf drei Säulen: Dialog, Storytelling, Stadtforschung. Dialog In Hearings, Workshops, Studios, Foren und Zukunftswerkstätten werden die Inhalte und Schwerpunkte des Museums erarbeitet – an unterschiedlichen Orten in Bonn und mit unterschiedlichen Zielgruppen, Menschen aus allen Generationen, Nationen und Milieus. Storytelling In einer künstlerisch-literarischen Spurensuche werden die persönlichen (Stadt-)Geschichten der Menschen, die heute in Bonn leben, eingefangen und aufgezeichnet. Stadtforschung In Kooperation mit der Abteilung Kulturanthropologie der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität und lokalen Künstler*innen wird in ethnografischer und alltagsgeschichtlicher Perspektive der städtischen Alltagswelten mit allen Sinnen nachgespürt und der urbane Raum in seinen sozialen, materiellen und kulturellen Dimensionen erforscht. Zu diesem Zweck wird an der Abteilung eine AG gegründet, an der interessierte Mitarbeiter*innen und auch Studierende mitwirken können. Die Prozesse in den drei Modulen greifen ineinander und befruchten sich gegenseitig. Die Ergebnisse des offenen Dialogprozesses dienen auch als Grundlage für die Erarbeitung der späteren Raumkonzeption. Am Ende dieses partizipativen Projektes steht eine innovative Gedächtnis- und Stadtcollage, die verschiedene Sichtweisen und Perspektiven spiegelt und die Sammlung bereichert. Ziel ist es, die Stadtgeschichte aus der Gegenwartsperspektive zu beleuchten und viele Bonner*innen für das Stadtmuseum zu begeistern, in dem sie von Anfang an zu Ko-Kreator*innen und Mitgestalter*innen gemacht werden und das Museum als Laboratorium und „Wohnzimmer der Stadt“ für sich entdecken und in Anspruch nehmen. Der Beteiligungsprozess soll mit dem Wintersemester 2020 starten und ist auf zwei Jahre angelegt. Zur Finanzierung hat die Verwaltung Fördermittel beim LVR beantragt. Die Stadt arbeitet in diesem Projekt u.a. mit dem Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland zusammen, das fürSeite 2 von 3 Seite 3 die Interview-Intervalle sein Zeitzeugenmobil zur Verfügung stellt. Künftiger Standort Über den künftigen Standort muss noch entschieden werden. Das gilt auch für ggf. erforderlich werdende Zwischenlösungen. Weiteres Vorgehen Die Verwaltung wird in der zweiten Jahreshälfte über weitere Entwicklungen informieren und ggf. erforderliche Beschlüsse vorbereiten. Anlage/n KeineSeite 3 von 3
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 23:07 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de