200455-2 ST · Stellungnahme der Verwaltung
Denkmalgerechte Instandsetzung und Modernisierung der Beethovenhalle Bonn - Aktueller Projektstand und weiteres Vorgehen (Stand: Mai 2020)
Kerndaten
- Nummer
- 200455-2 ST
- Art
- Stellungnahme der Verwaltung
- Veröffentlicht
- 15.05.2020
- Letzte Änderung
- 18.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Projektbeirates Sanierung Beethovenhalle Kenntnisnahme
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Stellungnahme der Verwaltung öffentlich 200455-2 ST Der Oberbürgermeister Federführung: 85 Städtisches Gebäudemanagement Bonn Dezernat: Denkmalgerechte Instandsetzung und Modernisierung der Beethovenhalle Bonn - Aktueller Projektstand und weiteres Vorgehen (Stand: Mai 2020) Beratungsfolge Projektbeirat Sanierung Beethovenhalle 28.05.2020 Kenntnisnahme Inhalt der Stellungnahme: Denkmalgerechte Instandsetzung und Modernisierung der Beethovenhalle Bonn - Aktueller Projektstand und weiteres Vorgehen (Stand: Mai 2020) Mit dem nachfolgenden Bericht informiert die Verwaltung vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen im Zusammenhang mit der denkmalgerechten Instandsetzung und Modernisierung der Beethovenhalle über die aktuelle Projektsituation sowie das geplante weitere Vorgehen bei der Projektumsetzung. Der Bericht ist nach den für das Großprojekt wesentlichen Parametern „Kosten“, „Termine“ und „Qualitäten“ aufgegliedert. Die jeweiligen Sachstände werden zur besseren Übersicht und auch zur Arbeitserleichterung in den jeweiligen Kapiteln teilweise stichwortartig aufgeführt („Bulletpoints“). 1. Qualitäten: Bautenstand, Planung Sondierungsbericht von KHSP/RKWSeite 1 von 8 Seite 2 Der aufgrund eines Beschluss des Rates beauftragte Sondierungsbericht der Büros Karl Heinz Schütz und Partner (KHSP) sowie RKW Architektur ist inzwischen fertiggestellt worden und wird dem Projektbeirat im Rahmen der Sitzung von den Erstellern persönlich vorgestellt. In diesem Bericht nimmt KHSP zu den Ursachen, die zu den erheblichen Problemen in der Abwicklung des Projektes geführt haben, Stellung, stellt dar, wie das Projekt aktuell aufgestellt ist und welche Maßnahmen das Büro empfiehlt, um einen termin- und kostengerechten Projektabschluss zu erreichen. Die Verwaltung verweist diesbezüglich auf ihre separate Mitteilung in gleicher Sitzung. Bautenstand Zum jetzigen Zeitpunkt lässt sich Folgendes berichten: Stahlbauarbeiten: Lastsituation des Stahldachtragwerks des Großen Saals Die abschließende Überprüfung der neuen Lastsituationen für das Bestandstragwerk konnte durch eine komplette Neuberechnung des Stahltragwerks und einigen Zusatzmaßnahmen, wie den Austausch zahlreicher bauzeitlicher Nietverbindungen gegen hochfeste Schraubverbindungen und den Einbau weniger zusätzlicher Lastverteilträger erfolgreichgelöst werden. Die Arbeiten hierfür sind bereits abgeschlossen und werden derzeit planmäßig ergänzt um die Tragkonstruktionen für die zu installierenden Lüftungsgeräte. Lastsituation des Stahldachtragwerks des Studios Auch hier wurde das geplante Tragwerk nach Klärung und Vorlage aller künftigen Lasten durch Technikeinbauten überrechnet und Lastprobleme durch Erhöhung der Profilwandstärken gelöst. Das Tragwerk wird derzeit vom Stahlbauer vorproduziert und im Juli 2020 eingebaut werden. Bisher wurden die nachfolgend aufgeführten Maßnahmen umgesetzt: - Ertüchtigung der Tragkonstruktion der Kuppel - Einbau des Fortlufthofs in der Kuppel - Abfangträger für die Decke über den Seminarräumen in Bauteil D - Montageträger für Aufzugskabinen in den Aufzugsschächten - Vorfertigung der Fachwerktragprofile für das Dach des Studios Kuppeldach:Seite 2 von 8 Seite 3 Nach umfangreichen Untersuchungen unter Einschaltung eines Sachverständigen wurde die berechtigten Zweifel hinsichtlich der vorgefundenen Ausführungsmängel der Wärmedämmarbeiten vollständig ausgeräumt; die endgültige gutachterliche Stellungnahme liegt vor und beinhaltet zusätzliche Verankerungsmaßnahmen der Wärmedämmung in der Kuppeloberfläche. Die Umsetzung dieser Maßnahmen ist mit der vertraglich eingebundenen Fachfirma einvernehmlich abgestimmt; zusätzlich wird die Mängelbeseitigung vom beauftragten Sachverständigen während der Ausführung überwacht werden. Die Mängelbeseitigung startet nun und nach Abschluss der Arbeiten wird im Sommer mit der Aufbringung der Kupferbahnen auf der Kuppel begonnen. Die zusätzlichen Maßnahmen zur Mängelbeseitigung haben keine negativen Auswirkungen auf den Fertigstellungstermin. Beton- und Stahlbetonarbeiten: Fertigstellung des kompletten Küchenbereiches (Bodenplatte Untergeschoss, Decke über Untergeschoss, Decke über Erdgeschoss, Dachaufbauten sowie sämtliche inneren Umfassungswände und - stützen. Saaldecke: Die konservatorische Überarbeitung der Saaldecke wurde begonnen; Reinigung, Ergänzung von Fehlstellen, Spachtelung, Grundierung und Endbeschichtung sind großflächig bemustert und werden nunmehr durchgängig umgesetzt. Zusätzlich sind die Rohrdurchführungen für die Bühnenmaschinerie geklärt und ab Juni in der Montage vorgesehen. Estricharbeiten: Die Estricharbeiten, inklusive Beschichtungen, wurden in sämtlichen Technikbereichen der Unter- und Zwischengeschosse ausgeführt und abgeschlossen; es folgen die Arbeiten in den Verkehrswegen. Putzarbeiten: Die Putzarbeiten wurden in sämtlichen Technikbereichen, Nebenräumen, Stimmzimmern und in den Unter- und Zwischengeschossen sowie im Küchenbereich ausgeführt und abgeschlossen. Malerarbeiten:Seite 3 von 8 Seite 4 Die Malerarbeiten wurden in sämtlichen Technikbereichen, Nebenräumen, Stimmzimmern und in den Unter- und Zwischengeschossen ausgeführt und abgeschlossen. Klinkerfassade: Mit Beginn der wärmeren Jahreszeit werden die Arbeiten abwechselnd im Innen- und Außenbereich ab Juni kontinuierlich fortgesetzt. Tuffsteinfassade: Nach erfolgter Klärung aller technischen und vertraglichen Rahmenbedingungen wurden die Arbeiten im März aufgenommen und verlaufen planmäßig. Technik-Gewerke Heizung/Kälte: Den abgeschlossenen baulichen Voraussetzungen folgend wurden die bereits angeschafften und zwischenzeitlich eingelagerten Großkomponenten ab Anfang März kontinuierlich abgerufen und im Gebäude eingebaut. Der sich anschließende Rohrleitungsbau wurde ebenfalls begonnen. Lüftung, Sanitär, Elektro: Der Montagebeginn der weiteren Gewerke (Lüftung, Sanitär und Elektro) steht unmittelbar bevor und wird noch im Mai erfolgen. Infrastruktur: Von den beiden geplanten unterirdischen Einleitbauwerken in den Sammelkanal in der Wachsbleiche konnte eines bereits komplett realisiert werden; die Arbeiten am zweiten Einlaufbauwerk wurden aufgenommen und bis Ende Juni 2020 fertig gestellt. Eine Darstellung des aktuellen Bautenstandes erfolgt auch als Präsentation im Rahmen der Projektbeiratssitzung. 1. Terminplanvorstellung Der Terminplan befindet sich in der finalen Abstimmung zwischen dem Objektplaner und den Fachplanern. Der aktuelle Bearbeitungsstand zum Terminplan wird in der Sitzung des Projektbeirates am 28.05.2020 durch das Objektüberwachungsbüro vorgestellt.Seite 4 von 8 Seite 5 Die notwendige Abstimmung des Terminplans mit den Firmen konnte erst beginnen, als der Terminplan -aufgrund der bis dahin erfolgten Abstimmungen der Fachplaner- einen hinreichenden Stand erreicht hat. Dies war erst Ende Februar 2020 der Fall. Der Abstimmungsprozess wird voraussichtlich im Sommer abgeschlossen sein. Erst danach ist der Terminplan final abgestimmt und entsprechend für alle Beteiligten verbindlich. Nach heutigem Stand steht die Beethovenhalle ab Mitte 2024 für eine Nutzung zur Verfügung.Seite 5 von 8 Seite 6 3. Kostensituation/Prognose, Risikomanagement, Fördermittel Kostensituation/Prognose Gewerke Budget (netto) Ratsbeschluss Ist Kosten netto Prognose Abweichung zum Beschluss 100 Grundstück 0 € 0 € 0 € 0 € 200 Herrichten und Erschließen 1.432.338 € 1.893.285 € 2.994.261 € 1.561.923 € 300 Bauwerk, Baukonstruktion 25.983.106 € 27.482.313 € 50.130.146 € 24.147.040 € 400 Bauwerk, Techn. Anlagen 18.480.978 € 6.691.082 € 33.085.236 € 14.604.258 € 500 Außenanlagen 2.078.208 € 91.167 € 3.174.531 € 1.096.323 € 600 Ausstattung, Kunstwerke 374.122 € 68.557 € 2.651.058 € 2.276.936 € 700 Baunebenkosten 12.087.188 € 19.088.735 € 38.122.772 € 26.035.584 € Baupreissteigerungen / Bauzeit 0 € 0 € 8.184.778 € 8.184.778 € Neuausschreibungen / Vergabe 0 € 0 € 1.528.093 € 1.528.093 € Planungsänderungen 0 € 0 € 5.850.597 € 5.850.597 € sonstige realistische Risiken 0 € 0 € 666.531 € 666.531 € Summe aktuelle Prognose 60.435.940 € 55.315.139 € 146.388.003 € 85.952.063 € Budget "Unvorhergesehenes" 18.267.222 € 18.267.222 € Summe Worst-Case- Szenario: 164.655.225 € 104.219.285 € Die aktuelle Worst-Case Betrachtung (WCB) mit Gesamtkosten in Höhe von 164,66 Mio. € netto bzw. ca. 166,2 Mio. € brutto (die Differenz in Höhe von ca. 1,6 Mio. € ergibt sich daraus, dass bei den vorgenannten Kosten von 164,66Seite 6 von 8 Seite 7 Mio. € ca. 5% der Umsatzsteuer nicht vorsteuerabzugsberechtigt sind) stellt eine Obergrenze dar, innerhalb derer das Projekt fertiggestellt werden soll. Die aktuelle Prognose im Projekt ist gegenüber den Angaben im letzten Bericht auf aktuell 146,39 Mio. € gestiegen. Die Steigerungen ergeben sich im Wesentlichen aus den Neubeauftragungen der gekündigten TGA-Gewerke (VE T01.2, T02.3, T03.2, T07.2) sowie aus der Berücksichtigung von Honoraranpassungen für die beauftragten Projektpartner (Planer und Projektsteuerer), welche noch unter dem Vorbehalt der Beschlussfassung stehen. . Fördermittel Die Gesamtsumme der an das Projekt gebundenen und angekündigten Fördermittel beträgt: 5.666.743,00 €. 4.435.743,00 € sind im Rahmen von Förderverträgen der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) an das Projekt gebunden. Die Mittel setzen sich zusammen aus Spenden der Sparkasse KölnBonn, des Vereins ProBeethovenhalle e.V., anonymen Privatspenden sowie weiteren der DSD zur Verfügung stehenden Mitteln. 231.000,00 € sind für die Wiederherstellung des Bereichs „Foyergarten“ der Außenanlage zugesagt. Diese Mittel setzen sich zusammen aus einer Spende des Vereins ProBeethovenhalle e.V. i.H. von 150.000 € und einer Förderzusage des Land NRW/Denkmalförderprogramm 2019 i.H. von 81.700 €. Es ist beabsichtigt, weitere Fördermittel für diese Maßnahme bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz zu beantragen. 1.000.000 € sind von Seiten der Sparkasse KölnBonn als Spende an die Deutsche Stiftung Denkmalschutz zur Bindung an das Projekt noch vorgesehen. Fördermittel des Bundes sollen im Rahmen der Richtlinie zur Förderung von Klimaschutzprojekten im kommunalen Umfeld (Kommunalrichtlinie) in den kommenden Monaten aus dem Programm „Hocheffiziente Innen- und Hallenbeleuchtung“ beantragt werden. Da zurzeit noch die Kosten für die Maßnahme entwickelt werden, ist noch keine Aussage zu der Antragssumme möglich. Die Förderquote beträgt bis zu 30 Prozent für finanzschwache Kommunen. Risikomanagement/Controlling des SGB Das bauherrenseitige Risikomanagement wird zurzeit optimiert. Dazu wird derzeit eine Neukonzeption erarbeitet. Erste gemeinsame Termine haben bereits stattgefunden. Zudem wird das Controlling des SGB derzeit auch personell verstärkt. VergabesituationSeite 7 von 8 Seite 8 Das Gewerk Elektrotechnik (VE T06.2) wurde nach erfolgtem Ratsbeschluss am 06.02.2020 vergeben. Das Gewerk Sanitär- und Feuerlöschanlagen (VE T02.3) ist nach erfolgter Dringlichkeitsentscheidung am 06.03.2020 neu vergeben worden. Das Gewerk Gebäudeautomation (VE T07.2) ist am 22.04.2020 neu vergeben worden. Budget war durch den gekündigten Auftrag in ausreichender Höhe vorhanden. Mit der Neuvergabe des Gewerks „Gebäudeautomation“ sind alle gekündigten Gewerke wieder neu vergeben. Das Gewerk BOS-Funkanlage (VE T12) wurde nach erfolgtem Ratsbeschluss am 07.05.2020 vergeben. Das Gewerk Putz- und Malerarbeiten –konservatorisch- (VE 15) wird am 23.06.2020 submittiert. Das Gewerk Tischlerarbeiten -öffentliche Bereiche- (VE 23.2) wird am 18.06.2020 submittiert. Eine Übersicht der Gewerke mit einer Darstellung des Budgets (Soll), der Hauptauftrags-, Nachauftrags- und Gesamtsumme (Ist), dem Stand der Ausführung sowie der Vertragstermine liegt dieser Vorlage als Anlage bei. Anlage/n 1 Übersicht Stand Bauleistung (öffentlich) -wird nachgereicht- Anlage/n KeineSeite 8 von 8
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