200447 · Antrag
Resolution gegen Rassismus, Antisemitismus und Islamfeindlichkeit
Kerndaten
- Nummer
- 200447
- Art
- Antrag
- Veröffentlicht
- 08.05.2020
- Letzte Änderung
- 18.09.2026
Stand im Verfahren i
- Einreichung
- Terminierung
- Sitzung
Soweit erfasst. Das Ergebnis der Beratung ist in den Daten nicht enthalten. Das vollständige Verfahren →
Beratungsfolge
- Sitzung des Integrationsrates Anregung
Dateien
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Antrag öffentlich 200447 Antragsteller/in: Rahim Öztürker, Valbona Myteveli, Paschalina Mohr-Daroussi, Mehmet Kalkan 02.03.2020 Resolution gegen Rassismus, Antisemitismus und Islamfeindlichkeit Beratungsfolge Integrationsrat 24.03.2020 Anregung Inhalt des Antrags Der Integrationsrat bittet den Rat der Bundesstadt Bonn, folgende Resolution gegen Rassismus, Antisemitismus und Islamfeindlichkeit zu beschließen: Die Bundesstadt Bonn ist eine weltoffene, vielfältige, tolerante und internationale Stadt, die mehrere internationalen Einrichtungen beherbergt. Hier leben jahrzehntelang mehr als 182 Nationen in Frieden zusammen. Für den Rat der Stadt Bonn ist es vordergründig, mit aller Deutlichkeit zum Ausdruck zu bringen, dass weder Rassismus, Antisemitismus noch Islamfeindlichkeit und Diskriminierung hier einen Platz haben. Wir, alle Bonnerinnen und Bonner, sind fest entschlossen, auch in Zukunft gemeinsam friedlich zusammenzuleben und niemals zuzulassen, dass unsere Freiheit durch rechten Terror in Gefahr gebracht wird. Wir sind aller Bonnerinnen und Bonner, egal wo wir herkommen und welche Hautfarbe sowie Religion wir haben. Wir lassen uns nicht gegeneinander ausspielen, weil in Bonn Demokratie und die damit verbundene Freiheit geboren wurde. Das Grundgesetz wurde im Mai 1949 in Bonn verabschiedet. Daher sagt man, dass Bonn die Wiege der Demokratie ist. Daher sind wir sehr wachsam, wenn Faschisten wieder für die Demokratie und das Menschenleben aus rassistischen Gründen eine Gefahr darstellen. Die Ermordung des Regierungspräsidenten von Kassel, Walther Lübcke, im Juni und der im Oktober 2019 verübte Anschlag auf die jüdische Synagoge in Halle sowie der Anschlag im Februar 2020 hat uns vor Augen geführt, wie brutal und gefährlich der Rechtsextremismus ist. Der Rat der Stadt Bonn sieht diese Ereignisse mit großer Besorgnis. Vor diesem Hintergrund lehnt der Rat der Stadt Bonn jedwede Form von Rassismus, Rechtsextremismus, Antisemitismus und Islamfeindlichkeit ab. Wir setzen uns für Solidarität, Freiheit, gegenseitigen Respekt und friedliches Miteinander ein. BegründungSeite 1 von 2 Seite 2 Seit den 1990er Jahren sind ca. 200 Menschen Opfer des rechten Terrors geworden. Bei dem Brandanschlag im Jahr 1992 in Mölln und im Mai 1993 in Solingen haben 7 Personen ihr Leben verloren. Danach wurden 10 Menschen durch die NSU systematisch ermordet. Die Ereignisse im Jahre 2016 in München, bei denen 9 Menschen von einem 18jährigen ermordet wurden, die Ermordung des Kasseler Regierungspräsidenten Walther Lübcke im Juni und der Anschlag auf jüdische Synagoge in Halle 2019 am Jom Kippur, dem höchsten jüdischen Feiertag, haben die ganze Republik erschüttert. Der Attentäter wollte Massenmord an Juden begehen. Die Holztür hat zum Glück standgehalten. Zuletzt hat der Attentäter von Hanau 10 Menschen ermordet, was uns alle noch einmal erschrocken hat. All diese Morde und Anschläge gehen auf das Konto der Rechtsextremisten, deren Opfer alle Migrantinnen und Migranten waren. Deren Hass und rassistischen Handeln muss gestoppt werden, indem sich die schweigende Mehrheit zu Wort meldet und Haltung zeigt. Daher appellieren wir an alle Bonnerinnen und Bonner, dem Rassismus die Rote Karte zu zeigen und ihn zu stoppen! Anlage/n KeineSeite 2 von 2
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 23:31 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de