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200443 · Beschlussvorlage

Feststellung des Jahresabschlusses des Theater der Bundesstadt Bonn 2018/19 (01.08.2018 – 31.07.2019) Behandlung des Jahresverlustes und Entlastung der Betriebsleitung

Nummer
200443
Art
Beschlussvorlage
Veröffentlicht
13.03.2020
Letzte Änderung
18.09.2026
  1. Sitzung des Ausschusses Finanzen- und Beteiligungen 28.04.2020 Empfehlung
  2. Sitzung des Kulturausschusses 26.05.2020 Empfehlung
  3. Sitzung des Hauptausschusses anstelle des Rates nach § 60 Abs. 1 Satz 2 GO NRW 07.05.2020 Entscheidung federführend
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Beschlussvorlage
öffentlich
200443
Der Oberbürgermeister
Federführung:
41 Kulturamt
Dezernat:
Dez. IV
Feststellung des Jahresabschlusses des Theater
der Bundesstadt Bonn 2018/19 (01.08.2018 –
31.07.2019)
Behandlung des Jahresverlustes und Entlastung
der Betriebsleitung
Beratungsfolge
Kulturausschuss 31.03.2020 Empfehlung
Ausschuss für Finanzen und Beteiligungen 28.04.2020 Empfehlung
Rat 07.05.2020 Entscheidung
Beschlussvorschlag
1. Im Wirtschaftsjahr 2018/19 wird ein Betrag in Höhe von 420.551,15 €
aus der satzungsmäßigen Rücklage des Theater Bonn
entnommen.
Der Jahresfehlbetrag, der sich zum großen Teil aus „nicht zu
erstattenden Gebäudeabschreibungen“ erklärt, wird aus der hierfür
vorgesehenen allgemeinen Rücklage gedeckt (Jahresfehlbetrag
1.437.640,15 €, vorhandene Deckung aus der allgemeinen Rücklage
1.017.089,00 € und der satzungsmäßigen Rücklage 420.551,15 €).
2. Der Rat der Bundesstadt Bonn nimmt von dem Ergebnis der Prüfung
des Jahresabschlusses der bestellten Wirtschaftsprüfungs- und
Steuerberatungsgesellschaft Mittelrheinische Treuhand GmbH, Köln,
Kenntnis und stellt den Jahresabschluss 2018/19 (01.08.2018 –
31.07.2019) - mit einer Bilanzsumme in Höhe von 39.477.533,96 € und
einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 1.437.640,15 € - und den
Lagebericht in der vorliegenden Fassung fest.
3. Ein Teilbetrag in Höhe von 87.300 €, der der satzungsmäßigen
Rücklage entnommen wird, ist allein der Spielbetriebssicherung
zuzuordnen. Sollte das Theater in künftigen Jahren die Mittel der
satzungsmäßigen Rücklage aufgebraucht haben und gem. § 13 (2) b
der Theatersatzung ein Verlustvortrag erforderlich sein, muss dieser im
Umfang des o. g. Teilbetrages nicht gem. § 13 (3) der Theatersatzung
ausgeglichen werden (siehe Anlage Spielbetriebssicherung
Jahresabschluss 2018-19).Seite 1 von 75

Seite 2
4. Den Betriebsleitern des Theaters der Bundesstadt Bonn, dem
Generalintendanten Dr. Bernhard Helmich und dem Kaufmännischen
Direktor Rüdiger Frings, wird gem. § 5 Abs. 5 Satz 2 EigVO NRW
Entlastung erteilt.
Begründung
Der Jahresabschluss für das Wirtschaftsjahr 2018/19 (01.08.2018 –
31.07.2019) der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung „Theater der Bundesstadt
Bonn“ ist vom Rat der Bundesstadt Bonn gemäß §§ 4c (Zuständigkeit des
Rates) und 26 Abs. 2 (Rechenschaft) der EigVO NRW vom 16.11.2004 und §§
5 (Zuständigkeit des Rates) und 15 Nr. 3 (Jahresabschluss) der Satzung für
das Theater der Bundesstadt Bonn vom 11. Mai 1998 festzustellen.
Der Wirtschaftsplan 2018/19 wurde vom Rat der Bundesstadt Bonn am 10. Juli
2018 (DS-Nr.: 1811428) beschlossen. Gegenüber dem geplanten Verlust in
Höhe von 1.399.100 € (nicht zu erstattende Gebäudeabschreibungen
1.017.100 € und einer Entnahme aus der satzungsmäßigen Rücklage in Höhe
von 382.000 €) beträgt der tatsächliche Verlust 1.437.640,15 € (Vorjahr: -
229.895,46 €).
Dieser Jahresfehlbetrag wird zum Teil durch die Entnahme aus der allgemeinen
Rücklage gedeckt (diese steht in Höhe von 1.017.089 € für „nicht zu
erstattende Gebäudeabschreibungen“ zur Verfügung). Der darüber hinaus
benötigte Betrag von 420.551,15 € (Vorjahr: 787.193,54 € Zuführung zur
satzungsmäßigen Rücklage) wird aus der satzungsmäßigen Rücklage
entnommen. Ausweislich des beigefügten Jahresabschlusses zum 31.07.2019
beträgt die „Allgemeine Rücklage“ 16.031.860,92 €. Der Stand der satzungs-
mäßigen Rücklage zum 31.07.2019 beträgt 1.966.712,51 €.
Der Jahresfehlbetrag erklärt sich u.a. durch den folgenden Faktor:
- Korrektur bei den Einnahmen
Alle Einnahmen für den Verkauf von Theaterkarten, ob Barzahlung,
Kreditkartenzahlung oder Überweisung werden auf einem Verrech-
nungskonto gebucht. Auf diesem Verrechnungskonto werden auch die
Abozahlungen, die Ende der Spielzeit eingehen und für die kommende
Spielzeit sind, gebucht. Diese Abozahlungen müssen beim
Jahresabschluss abgegrenzt werden, da sie nicht in die laufende
Spielzeit gehören.
Der Abgrenzungsposten für die Abozahlungen der vorangegangen
Spielzeit wurde falsch angesetzt, so dass es in dieser Spielzeit zu einer
Berichtigung kam, die zur Folge hatte, dass sich die Umsatzerlöse um
266.640,17 € verringerten.
Die Einnahmen hätten ohne die Berichtigung den Schätzungen
entsprochen.Seite 2 von 75

Seite 3
Hinsichtlich der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung, der Buchführung
und des Jahresabschlusses 2018/19 sowie des Lageberichts haben sich keine
Beanstandungen ergeben, so dass die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Mittelrheinische Treuhand GmbH, Köln, unter dem 30.01.2020 für den
Jahresabschluss und den Lagebericht des Eigenbetriebes „Theater der
Bundesstadt Bonn“ folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt
hat:
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers:
An das Theater der Bundesstadt Bonn, Bonn:
Prüfungsurteile
„Wir haben den Jahresabschluss des Theater der Bundesstadt Bonn, Bonn,
bestehend aus der Bilanz zum 31. Juli 2019 und der Gewinn- und –
Verlustrechnung für das Wirtschaftsjahr vom 01. August 2018 bis zum 31. Juli
2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, geprüft. Darüber hinaus haben wir
den Lagebericht des Theaters der Bundesstadt Bonn, Bonn, für das
Wirtschaftsjahr vom 01. August 2018 bis zum 31. Juli 2019 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen
Erkenntnisse
- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen
Belangen den Vorschriften der Eigenbetriebsverordnung des
Bundeslandes Nordrhein-Westfalen i. V. m. den einschlägigen
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Theaters zum
31. Juli 2019 sowie seiner Ertragslage für das Wirtschaftsjahr 01.
August 2018 bis zum 31. Juli2019 und
- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild
von der Lage des Theaters. In allen wesentlichen Belangen steht dieser
Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den
Vorschriften der Eigenbetriebsverordnung des Bundeslandes Nordrhein-
Westfalen und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen
Entwicklung zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des
Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in
Übereinstimmung mit § 317 HGB und § 106 GO NRW sowie unter Beachtung
der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt.
Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im
Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung desSeite 3 von 75

Seite 4
Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks
weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Theater der Bundesstadt
Bonn unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrecht-lichen
und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen
Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind
der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend
und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der Theaterleitung und des Betriebsausschusses für den
Jahresabschluss und den Lagebericht
Die Theaterleitung ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses,
der den Vorschriften der Eigenbetriebsverordnung des Bundeslandes
Nordrhein-Westfalen in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass
der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Theaters
vermittelt. Ferner ist die
Theaterleitung verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in
Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines
Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten
oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist die Theaterleitung dafür
verantwortlich, die Fähigkeit des Theaters zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat sie die Verantwortung,
Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist sie
dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegen-stehen.
Außerdem ist die Theaterleitung verantwortlich für die Aufstellung des
Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Theaters
vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in
Einklang steht, den Vorschriften der Eigenbetriebsverordnung des
Bundeslandes Nordrhein-Westfalen entspricht und die Chancen und Risiken
der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist die Theaterleitung
verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als
notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in
Übereinstimmung mit den anzuwendenden Vorschriften der
Eigenbetriebsverordnung des
Bundeslandes Nordrhein-Westfalen zu ermöglichen, und um ausreichende
geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Betriebsausschuss, dessen Aufgaben der Kulturausschuss wahrnimmt, ist
verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des
Theaters zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses
und des LageberichtsSeite 4 von 75

Seite 5
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der
Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder
unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist,
und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des
Theaters vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem
Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in
Einklang steht, den Vorschriften der Eigenbetriebsverordnung des
Bundeslandes Nordrhein-Westfalen entspricht und die Chancen und Risiken
der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen
Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile
zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie
dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und § 106 GO NRW unter
Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt.
Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren
und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet
werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen
Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren
eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher -
beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im
Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungs-
handlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen
Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als
Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass
wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei
Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches
Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten,
irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner
Kontrollen beinhalten können;
- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des
Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die
Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen,
um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen
Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein
Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme des Theaters
abzugeben;
- beurteilen wir die Angemessenheit der von der Theaterleitung
angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der
von der Theaterleitung dargestellten geschätzten Werte und damit
zusammenhängenden Angaben;
- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von der
Theaterleitung angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der
erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im
Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, dieSeite 5 von 75

Seite 6
bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Theaters zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss
kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir
verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im
Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls
diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu
modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage
der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten
Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können
jedoch dazu führen, dass das Theater seine Unternehmenstätigkeit
nicht mehr fortführen kann;
- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des
Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der
Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und
Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Theaters vermittelt;
- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss,
seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der
Lage des Theaters;
- führen wir Prüfungshandlungen zu den von der Theaterleitung
dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf
Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir
dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von der
Theaterleitung zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und
beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben
aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den
zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden
Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches
unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den
zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den
geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame
Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen
Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Haushaltswirkung
Das Theater der Bundesstadt Bonn ist gemäß § 56 Abs. 6 der KomHVO NRW
mit der Eigenkapitalspiegelmethode zu bewerten. Zu beachten ist in diesem
Zusammenhang, dass das Theater ein abweichendes Geschäftsjahr hat und
insofern eine Fortschreibung bzw. Rückrechnung des Eigenkapitals zum 31.12.
eines Jahres erfolgen muss. Zu diesem Zweck stellt das Theater jährlich einen
Zwischenabschluss zum 31.12. eines Jahres auf.
Der Zwischenabschluss zum 31.12.2018 weist ein Eigenkapital von
31.473.734,52 EUR aus. Gemäß § 9 KomHVO NRW ergibt sich in Höhe der
Differenz zum Buchwert des Theaters in der städtischen Bilanz (32.101.451,75
EUR) ein Abschreibungsbedarf des städtischen Buchwertes (627.717,23 EUR).Seite 6 von 75

Seite 7
Anlage/n
1 Prüfbericht Mittelrheinische Treuhand -Kurzfassung- (öffentlich)
2 Zwischenbilanz zum 31.12.2018 (öffentlich)
3 Gesamtjahresstatistik Theater 18-19 (öffentlich)
4 Übersicht über die Vergaben des 2. Halbjahres 2018-19 (öffentlich)
5 Anlage Spielbetriebssicherung Jahresabschluss 2018-19 (öffentlich)Seite 7 von 75

MITTELRHEINISCHE TREUHAND GMBH
WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT - STEUERBERATUNGSGESELLSCHAFT
GEGRÜNDET 1913
____________________________
4900011/219019956/30012020
Theater der Bundesstadt Bonn
Bonn
Jahresabschluss zum 31. Juli 2019Seite 8 von 75

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Theater der Bundesstadt Bonn
Bonn
Bilanz zum 31. Juli 2019
Gewinn- und Verlustrechnung für das Wirtschaftsjahr vom 01. August 2018 bis zum 31. Juli 2019
Anhang für das Wirtschaftsjahr 2019
Lagebericht für das Wirtschaftsjahr 2018/19
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
Allgemeine Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften
vom 01. Januar 2017Seite 10 von 75

Theater der Bundesstadt Bonn
Bonn
A k t i v s e i t e
31.07.2018
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz-
rechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen
an solchen Rechten und Werten 7.835,00 7.094,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 29.372.329,17 30.463.534,17
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.132.694,00 1.334.738,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.481.687,45 1.119.573,71
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 470.061,38 259.901,06
32.456.772,00 32.456.772,00 33.177.746,94
Summe Anlagevermögen 32.464.607,00 32.464.607,00 33.184.840,94
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 279.536,65 250.752,09
2. Theaterfundus 55.795,90 53.361,74
335.332,55 304.113,83
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen die Bundesstadt Bonn und andere
Eigenbetriebe 4.669.952,71 6.095.163,80
2. Sonstige Vermögensgegenstände 1.694.703,70 1.493.299,74
6.364.656,41 7.588.463,54
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 114.723,41 60.584,53
Summe Umlaufvermögen 6.814.712,37 6.814.712,37 7.953.161,90
C. Rechnungsabgrenzungsposten 198.214,59 147.890,06
39.477.533,96 41.285.892,90
Bilanz zum 31. Juli 2019
Anlage 1 Seite 1Seite 11 von 75

Theater der Bundesstadt Bonn
Bonn
P a s s i v s e i t e
31.07.2018
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Stammkapital 12.800.000,00 12.800.000,00
II. Rücklagen
1. Allgemeine Rücklage 16.031.860,92 17.048.949,92
2. Satzungsmäßige Rücklage 1.966.712,51 2.387.263,66
3. Investitionsrücklage 40.007,98 40.007,98
III. Bilanzgewinn / -verlust 18.038.581,41 19.476.221,56
1. Jahresfehlbetrag 1.437.640,15 229.895,46
2. Entnahme aus der Allgemeinen Rücklage 1.017.089,00 1.017.089,00
3. Entnahme aus der Satzungsmäßigen Rücklage 420.551,15 -787.193,54
0,00 0,00
Summe Eigenkapital 30.838.581,41 32.276.221,56
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse 4.249.563,25 4.111.483,28
C. Rückstellungen
1. Sonstige Rückstellungen 2.925.600,00 2.828.100,00
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 264.622,14 704.235,25
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 61.104,12 115.532,88
3. Verbindlichkeiten gegenüber der Bundesstadt Bonn 429.017,98 336.086,41
4. Sonstige Verbindlichkeiten 428.714,80 770.369,12
Summe Verbindlichkeiten 1.183.459,04 1.183.459,04 1.926.223,66
E. Rechnungsabgrenzungsposten 280.330,26 143.864,40
39.477.533,96 41.285.892,90
Anlage 1 Seite 2Seite 12 von 75

Seite 13 von 75

Theater der Bundesstadt Bonn
Bonn
2017 / 2018
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 4.462.310,23 5.457.184,07
2. Sonstige betriebliche Erträge 32.359.442,13 31.663.947,22
36.821.752,36 37.121.131,29
3. Materialaufwand (Produktionsaufwand)
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und
Betriebsstoffe und für bezogene Waren 1.561.767,61 1.534.421,00
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 6.215.655,17 6.628.701,39
c) Beschäftigungsentgelte 2.157.854,11 2.105.845,68
9.935.276,89 10.268.968,07
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 17.703.034,60 17.207.802,00
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung 4.755.095,95 4.499.827,39
- davon für Altersversorgung: (1.278.146,97) (1.209.229,07)
22.458.130,55 21.707.629,39
5. Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens
zur Finanzierung des Anlagevermögens 701.821,52 708.306,46
6. Aufwendungen aus der Zuführung zum Sonderposten
zur Finanzierung des Anlagevermögens 840.062,49 693.028,33
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.718.910,52 1.725.573,46
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.988.242,62 3.650.840,02
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 67,22 307,60
10. Ergebnis nach Steuern -1.417.116,41 -216.909,12
11. Sonstige Steuern 20.523,74 12.986,34
12. Jahresfehlbetrag -1.437.640,15 -229.895,46
13. Entnahme aus der Allgemeinen Rücklage 1.017.089,00 1.017.089,00
14. Entnahme (+) aus der / Zuführung (-) zur Satzungsmäßigen Rücklage +420.551,15 -787.193,54
15. Bilanzgewinn / -verlust 0,00 0,00
Gewinn- und Verlustrechnung für das Wirtschaftsjahr vom 01. August 2018 bis zum 31. Juli 2019
Anlage 2Seite 14 von 75

Seite 15 von 75

1
Anhang / Anlagenachweis
I. Allgemeines 2
II. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung 3
1. Erläuterungen zur Bilanz 3
2. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 7
III. Sonstige Angaben 9
IV. Anlagennachweis 13Seite 16 von 75

2
I. Allgemeines
Das Theater ist eine eigenbetriebsähnliche Einrichtung der Bundesstadt Bonn mit Sitz in Bonn und
den Spielstätten in der Oper Bonn und dem Schauspielhaus Bad Godesberg sowie den Werkstätten
in Beuel.
Nach dem Beschluss des Rates der Bundesstadt Bonn vom 01. Juni 1995 wurden die zuvor
getrennten Sparten „Musiktheater und Ballett“ einerseits sowie „Schauspiel“ andererseits zum 01.
August 1997 unter einer Generalintendanz zusammengeführt. Danach war das Theater entsprechend
den Vorschriften über die Eigenbetriebe im Sinne von § 107 Abs. 2 der Gemeindeordnung für das
Land Nordrhein - Westfalen, der Eigenbetriebsverordnung und nach den Vorschriften der für das
bisher selbstständige Schauspiel geltenden Satzung vom 19. September 1985 in der Fassung vom
30. September 1994, zu führen. Die derzeit gültige Fassung der Satzung für das THEATER DER
BUNDESSTADT BONN wurde vom Rat der Bundesstadt Bonn in seiner Sitzung am 07. Mai 1998
beschlossen. Sie trat am 11. Mai 1998 in Kraft.
Ab 01. August 2016 gilt eine neue Entgeltordnung (DS-Nr. 1610986). Gleichzeitig trat die vom Rat der
Bundesstadt Bonn am 18. April 2013 beschlossene Entgeltordnung für das Theater der Bundesstadt
Bonn außer Kraft.
Für die Aufstellung des Anhanges für das Berichtsjahr 2018/19 (01. August 2018 bis 31. Juli 2019)
wurde die EigVO für das Land Nordrhein - Westfalen in der Fassung der Bekanntmachung vom 16.
November 2004 - zuletzt geändert durch Artikel 26 des Gesetzes vom 08. Juli 2016 (GV. NRW
S. 559) - zugrunde gelegt.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurden die allgemeinen Vorschriften, die
Ansatzvorschriften, die Vorschriften über die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung, die
Bewertungsvorschriften und die Vorschriften über den Anhang für den Jahresabschluss der großen
Kapitalgesellschaften im Dritten Buch des Handelsgesetzbuchs in der Fassung des Bilanzrichtlinien-
Umsetzungsgesetzes (BilRUG) gemäß § 21 EigVO NRW beachtet.
Die Gliederungen der §§ 22 Abs. 1 (Bilanz) und 23 Abs. 1 (Gewinn- und Verlustrechnung) EigVO
wurden angewandt.
Dabei wurde gemäß § 265 Abs. 5 HGB auf der Aktivseite der Bilanz unter Position B.I.2 der
"Theaterfundus" und auf der Passivseite unter der Position B der „Sonderposten zur Finanzierung des
Anlagevermögens“ ausgewiesen.
Innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung wurde die Position "Materialaufwand" in
"Produktionsaufwand" umbenannt und um die Position 3c "Beschäftigungsentgelte"
(Personalaufwand und soziale Abgaben für produktionsbezogen beschäftigtes künstlerisches
Personal) erweitert. Die Positionen „5. Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens zur
Finanzierung des Anlagevermögens“ und „6. Aufwendungen aus der Zuführung zum Sonderposten
zur Finanzierung des Anlagevermögens“ wurden im Zuge der Einführung des Neuen Kommunalen
Finanzmanagements (NKF) für die Gemeinden im Land NRW ab dem Wirtschaftsjahr 2008/09
aufgenommen. Die Kämmerei der Bundesstadt Bonn hat das Theater angewiesen, ab dem
Berichtsjahr 2008/09 einen Sonderposten auszuweisen.
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert zum Vorjahr übernommen.Seite 17 von 75

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II. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung
1. Erläuterungen zur Bilanz
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Das von der Bundesstadt Bonn eingebrachte Kapital wurde dem Theater der Bundesstadt Bonn als
Sondervermögen übertragen.
Das Sachanlagevermögen sowie die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu
Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 2 HGB,
angesetzt.
Soweit Gegenstände bereits vor der Einlage genutzt wurden (Betriebsvorrichtungen und Ausstattung
Schauspielhalle Beuel) entspricht der Einlagewert dem Buchwert zum Zeitpunkt der Einlage
(01.08.1996). Die planmäßigen Abschreibungen ergaben sich durch die Verteilung der Einlagewerte
auf die unterschiedliche Restnutzungsdauer. Im Übrigen ist die Zusammensetzung des
Anlagevermögens dem beigefügten Anlagespiegel zu entnehmen (Anlage).
Die Zugänge bei den "geringwertigen Wirtschaftsgütern" wurden in Anlehnung an die Vorschriften
des § 6 Abs. 2 und Abs. 2a EStG (Sammelposten) abgeschrieben.
Die Vorräte sind am Bilanzstichtag durch Inventur körperlich aufgenommen und unter Beachtung des
Niederstwertprinzips bewertet worden. Die Bilanzansätze im Bereich der Werkstätten Beuel bzw. in
den verschiedenen Abteilungen des Schauspiels und der Oper wurden anhand der Zugänge der
letzten drei Jahre als Durchschnittswerte ermittelt.
Der Vorratswert der Theaterfundi wurde unter Berücksichtigung der Zugänge des Berichtsjahres und
altersbedingter Gängigkeitsabschläge angesetzt. Dem strengen Niederstwertprinzip wurde Rechnung
getragen.
Die Forderungen werden zu Nennwerten bilanziert.
Bei den Forderungen gegen Bundesstadt Bonn und andere Eigenbetriebe handelt es sich im
Wesentlichen um den Rest-Zuschuss der Bundesstadt Bonn zum 31. Juli 2019 in Höhe von
4.206.388,52 € (Vorjahr: 5.771.965,71 €). Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit unter
1 Jahr.
Das Theater der Bundesstadt Bonn erhält gemäß der Satzung von der Bundesstadt Bonn einen zur
Wirtschaftsführung des Theaters erforderlichen Zuschuss. Dieser wird jeweils für die Zeit der
Verpflichtung eines Generalintendanten festgelegt und in Teilbeträgen ausgezahlt. Im Wirtschaftsjahr
2018/19 hat das Theater aufgrund der Regelungen im Intendantenvertrag einen Anspruch auf einen
Gesamt-Betriebskostenzuschuss in Höhe von 29.458.700,00 €, davon 29.018.700,00 €
Betriebskostenzuschuss und 440.000,00 € Investitionskostenzuschuss.
Die tatsächliche Tariferhöhung im Berichtsjahr beträgt 2.909.002,25 € und übersteigt den im
Wirtschaftsplan berücksichtigten Betrag von 2.878.000,00 € um 31.002,25 €. Um diesen Betrag
erhöht sich der Gesamtbetriebskostenzuschuss auf 29.489.702,25 €.
Bei dem Aktiven Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich um Zahlungen, die den Aufwand
des Wirtschaftsjahres 2019/20 betreffen.Seite 18 von 75

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Das Eigenkapital des THEATERS DER BUNDESSTADT BONN beläuft sich nach Abschluss des
Wirtschaftsjahres 2018/19 unter Berücksichtigung des Zuschusses der Bundesstadt Bonn auf
30.838.581,41 € (Vorjahr: 32.276.221,56 €).
Die Zusammensetzung des Eigenkapitals:
Stammkapital des Bereiches Schauspiel 6.650.000,00 €
Stammkapital des Bereiches Oper 6.150.000,00 €
Rücklagen 18.038.581,41 €
Bilanzgewinn/-verlust 0,00 €
Stand: 31. Juli 2019 30.838.581,41 €
Der Bilanzgewinn/-verlust entwickelt sich wie
folgt:
Jahresfehlbetrag 1.437.640,15 €
Entnahme aus der allgemeinen Rücklage
1.017.089,00 €
Entnahme aus der satzungsmäßigen Rücklage 420.551,15 €
Stand: 31. Juli 2019 0,00 €
Die Entwicklung der Rücklagen:
1. Allgemeine Rücklage
Stand: 01. August 2018 17.048.949,92 €
Entnahme -1.017.089,00 €
Stand 31. Juli 2019 16.031.860,92 €
Bei der Entnahme handelt es sich um die nicht erstattungsfähigen Gebäudeabschreibungen.
Mit Schreiben vom 23. Januar 2002 hat die Kämmerei der Regelung zugestimmt, dass die
nicht erstattungsfähigen Gebäudeabschreibungen im Jahr des Anfalls aus der allgemeinen
Rücklage entnommen werden sollen. Durch die Entnahme aus der allgemeinen Rücklage
steht der Ausweis der allgemeinen Rücklage im Einklang mit der durch die Abschreibung
bedingten Reduzierung der Buchwerte des durch die Bundesstadt eingebrachten
Anlagevermögens.
Einlagen der Bundesstadt Bonn 41.419.575,02 €
Nicht erstattungsfähige Gebäude-
Abschreibungen bis zum 31.07.2019 -21.684.571,68 €
Umgliederung zur Bildung des Sonderpostens
zur Finanzierung des Anlagevermögens
zum 31. Juli 2008 -3.435.739,45 €
Umgliederung zur Bildung einer
Investitionsrücklage zum 31. Juli 2009 -249.700,00 €
Entnahmen zur Kapitalerhöhung gemäß
Ratsbeschluss vom 13. Dezember 2001 -17.702,97 €
16.031.860,92 €Seite 19 von 75

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2. Satzungsmäßige Rücklage
Stand: 01. August 2018 2.387.263,66 €
Entnahme 2018/19 420.551,15 €
Stand: 31. Juli 2019 1.966.712,51 €
3. Investitionsrücklage
Stand: 01. August 2018 40.007,98 €
Stand: 31. Juli 2019 40.007,98 €
Rücklagen Gesamt 18.038.581,41 €
Zum 31. Juli 2009 hat das Theater eine zweckgebundene Investitionsrücklage für die im
Wirtschaftsjahr 2008/09 nicht durchgeführten Investitionen ins Anlagevermögen durch Umgliederung
aus der allgemeinen Rücklage gebildet. Diese Investitionen waren im Vermögensplan des
Wirtschaftsjahres 2008/09 enthalten und wurden mit Zustimmung der Kämmerei der Bundesstadt
Bonn vom 28. Januar 2010 als Planausgaben in die Vermögenspläne der nachfolgenden
Wirtschaftsjahre übertragen.
Sonderposten zur Finanzierung des Anlagevermögens
Der „Sonderposten zur Finanzierung des Anlagevermögens“ wurde erstmals im Berichtsjahr 2008/09
gebildet.
In Anlehnung an die Anforderungen des NKF-Gesamtabschlusses der Bundesstadt Bonn hat das
Theater ab dem Berichtsjahr 2008/09 einen „Sonderposten zur Finanzierung des Anlagevermögens“
gebildet. Die Bildung des Sonderpostens erfolgte im Zuge einer Umgliederung aus der „Allgemeinen
Rücklage“.
Zum 31.12.2010 musste die Stadt Bonn einen Gesamtabschluss vorlegen.
Auf Wunsch der Kämmerei der Bundesstadt Bonn hat das Theater bereits ab dem Berichtsjahr
2008/09 den Sonderposten errechnet und ausgewiesen. Die Auflösung des Sonderpostens erfolgte
entsprechend der Abschreibung der entsprechenden Anlagegüter.
Sonderposten zur Finanzierung des Anlagevermögens
Stand: 01. August 2018 4.111.483,28 €
Zuführung des verwendeten investiven Zuschusses 2018/19 535.648,93 €
Zuführung des nicht verwendeten investiven Zuschusses 2018/19 304.413,56 €
Abgänge Investitionen 31.07.2019 -161,00 €
Auflösung 2018/19 -701.821,52 €
Stand: 31. Juli 2019 4.249.563,25 €Seite 20 von 75

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Es bestehen folgende Rückstellungen
Rückstellungen
Stand
01.08.2018
Inanspruch-
nahme Auflösung Zuführung
Stand
31.07.2019
Nicht genommener Urlaub 1.512.300,00 € 1.512.300,00 € 1.202.900,00 € 1.202.900,00 €
Jahressonderzahlung nach TVÖD 353.800,00 € 353.800,00 € 0,00 € 381.600,00 € 381.600,00 €
Überstunden/ Mehrarbeit/
Zuschläge 201.100,00 € 201.100,00 € 0,00 € 186.400,00 € 186.400,00 €
Jubiläumsgratifikationen 24.400,00 € 800,00 € 0,00 € 600,00 € 24.200,00 €
Altersteilzeit 9.500,00 € 9.500,00 € 0,00 € 0,00 € 0,00 €
Sonstige Teilzeitmodelle (Sabbatjahr) 104.800,00 € 21.600,00 € 0,00 € 55.800,00 € 142.000,00 €
Ausstehende Jahresprämie (LOB) 135.600,00 € 135.600,00 € 0,00 € 137.300,00 € 137.300,00 €
Summe personalbezogene
Rückstellungen 2.074.400,00€
Ausstehende Rechnungen
19.000,00€ 14.000,00 € 0.00 € 37.400,00 € 42.400,00 €
Prozesskostenrückstellungen 100.000,00 € 0,00 € 0,00 € 100.000,00 € 200.000,00 €
Aufstellung und Prüfung
Jahresabschluss 59.500,00 € 59.500,00 € 0,00 € 59.500,00 € 59.500,00 €
Nicht eingelöste Wahl-Abonnenten-
Gutscheine 122.000,00 € 122.000,00 € 0,00 € 139.900,00 € 139.900,00 €
Aktive Geschenk- und Wertgutscheine 121.400,00 € 0,00 € 0,00 € 19.900,00 € 141.300,00 €
Unterlassene Instandhaltung 64.700,00 € 64.700,00 € 0,00 € 268.100,00 € 268.100,00 €
2.828.100,00 € 2.494.900,00 € 0,00 € 2.592.400,00 € 2.925.600,00 €
Die „Rückstellungen“ wurden nach vernünftiger, kaufmännischer Beurteilung in Höhe der
voraussichtlichen Inanspruchnahme gebildet.
Die Verbindlichkeiten sind mit den Rückzahlungsbeträgen erfasst. Es handelt sich hier um
Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von unter 1 Jahr.
Bei dem Passiven Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich um im Voraus gezahlte
Abonnenten-Gelder und Einzelkartenkäufe für die Spielzeit 2019/20.Seite 21 von 75

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2. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
a) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
b) Umsatzerlöse
Die Tourismus- & Congress GmbH, Bonn, hat im Frühjahr 2010 das Kartenverkaufssystem „CTS-
Eventim“ eingeführt. Die Sparte Ticketing (BonnTicket) wurde später verkauft. Das Theater hat nach
erfolgter Ausschreibung der Bietergemeinschaft BONNTICKET/DERTICKETSERVICE ab der
Spielzeit 2011/12 (ab 01.08.2011) einen Auftrag über die Bereitstellung des Ticket-Verkaufssystems
„CTS“ erteilt.
Einnahmen aus dem Verkauf von Eintrittskarten
Oper/Tanz Schauspiel Theater gesamt
Opernhaus 2.718.574,57 € 0,00 € 2.718.574,57 €
Kammerspiele 0,00 € 652.884,16 € 652.884,16 €
Portal 34.167,34 € 0,00 € 34.167,34 €
Werkstattbühne 0,00 € 65.613,80 € 65.613,80 €
Einnahmen aus dem Verkauf von
Eintrittskarten 2.752.741,91 € 718.497,96 € 3.471.239,87
Sonstige Einnahmen
Oper/Tanz Schauspiel Theater Gesamt
Erlöse aus Vermietung 338.363,16 € 244.959,54 € 583.322,70 €
Einnahmen aus
Programmheftverkauf 29.422,50 € 6.602,50 € 36.025,00 €
Umtauschgebühren 0,00 € 4.899,40 € 4.899,40 €
Vorverkaufsgebühren 188.576,95 € 106.272,34 € 294.849,29 €
Sonstige Erlöse 63.639,70 € 8.334,27 € 71.973,97 €
Summe der sonstigen
Einnahmen 620.002,31 € 371.068,05 € 991.070,36 €
Summe der Umsatzerlöse 3.372.744,22 € 1.089.566,01 € 4.462.310,23 €
Die Darstellung entspricht internen Abrechnungsgrundlagen, nicht der handelsrechtlichen Gliederung.Seite 22 von 75

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c) Sonstige betriebliche Erträge
Das Theater der Bundesstadt Bonn erhält satzungsgemäß von der Bundesstadt Bonn einen zur
Wirtschaftsführung des Theaters erforderlichen Zuschuss. Dieser wird jeweils für die Zeit der Verpflichtung
eines Generalintendanten festgelegt und in Teilbeträgen ausgezahlt. Für die Spielzeit 2018/19 teilt sich der
Zuschuss der Bundesstadt Bonn wie folgt auf:
Gesamt-Betriebskostenzuschuss lt. Wirtschaftsplan 29.458.700,00 €
Übernahme der Stadt Bonn aus endgültiger Berechnung der
tatsächlichen Tarifsteigerung 2018/19 (über Ansatz) 31.002,25 €
Korrigierter Gesamtzuschuss nach Intendantenvertrag 29.489.702,25 €
**********
Bei den Zuwendungen des Landes NRW handelt es sich um einen Zuschuss zu den Gesamt-Personalkosten
(Festangestellte + Gäste) des Theaters der Bundesstadt Bonn, die für das Haushaltsjahr 2018 auf einem
Zuwendungsbescheid des Regierungspräsidenten der Bezirksregierung, Köln, vom 01. September 2018 und
einem Änderungsbescheid vom 04.12.2018 gewährt werden.
Für das Haushaltsjahr 2019 liegt ein Zuwendungsbescheid des Landes NRW vom 01. September 2019.
Die ausgewiesenen Zuwendungen des Landes NRW entsprechen den anteilig auf das Wirtschaftsjahr 2018/19
entfallenden Anteilen des Zuschusses für die Haushaltjahre 2018 und 2019.
**********
Bei den sonstigen Zuschüssen handelt es sich um Zuschüsse verschiedener Fördermittelgeber, die unmittelbar
für einzelne Produktionen gewährt werden.
d) Personalaufwand
Die „Stellenübersicht für das Theater der Bundesstadt Bonn Wirtschaftsjahr 2018/19“ (DS-Nr.:
1811410) wurde am 10. Juli 2018 vom Rat der Bundesstadt Bonn beschlossen.
Angaben zur Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer
Die zahlenmäßige
Entwicklung der Belegschaft 31.07.2019 31.07.2018
Durchschnittliche
Zahl der
Arbeitnehmer
(2018/19)
NV-Solo / NV-Chor / BTT 206 190 205
Beschäftigte 176 201 181
Beamte 9 9 9
Summe 391 400 395
Auszubildende und Volontäre 13 10 11
Kassenaushilfen 10 10 10
Abendhilfen (festbeschäftigte) 59 51 54
Summe 82 71 75
Personal gesamt 473 471 470
Im Wirtschaftsjahr (01.08.2018 – 31.07.2019) wurden insgesamt 13 technische Aushilfen eingesetzt. In der Spielzeit
2018/19 waren insgesamt 217 weibliche Mitarbeiterinnen beschäftigt.Seite 23 von 75

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Löhne, Gehälter und Vergütungen
Löhne und Gehälter Theater
Vergütung TVöD 16.967.475,29 €
Beamtenbezüge 485.377,70 €
Aushilfslöhne 250.181,61 €
Summe Löhne und
Gehälter 17.703.034,60 €
Soziale Abgaben
Gesetzlicher
Sozialaufwand 3.313.943,45 €
Berufsgenossenschaft 148.686,31 €
3.462.629,76 €
Aufwendungen für
Altersversorgung und
Unterstützung
Versorgungskassen AN 1.031.882,98 €
Beamtenversorgung 246.263,99 €
1.278.146,97 €
Sonstige Soziale
Aufwendungen
Beihilfen 14.319,22 €
Summe 14.319,22 €
Summe Personalaufwand
22.458.130,55 €
Die im Gesamtpersonalaufwand beinhalteten personalbezogenen Rückstellungen belaufen sich auf
insgesamt 2.074.400,00 € - siehe auch „Rückstellungen“.
III. Sonstige Angaben
a) Angaben zu den Gesamtbezügen von Theaterleitung und Betriebsausschuss
Der Generalintendant erhält Bezüge nach dem mit der Bundesstadt Bonn bestehenden
Intendantenvertrag. Der Kaufmännische Direktor wird als Beamter der Bundesstadt Bonn nach der
Landesbesoldungsverordnung Nordrhein – Westfalen besoldet. Nach dem geänderten § 24 Abs. 1
EigVO NRW müssen die gewährten Gesamtbezüge an die Mitglieder der Betriebsleitung und des
Betriebsausschusses als Summe und zusätzlich unter Namensnennung die Bezüge und Leistungen
für jedes einzelne Mitglied dieser Personengruppe angegeben werden.Seite 24 von 75

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Die Gesamtpersonalkosten der Theaterleitung betragen im Berichtsjahr 2018/19
320.919,56 €, davon
- Generalintendant Herr Dr. Helmich 224.966,70 €
- Kaufmännischer Direktor Herr Frings 95.952,86 €.
Bei Herrn Frings sind Zahlungen für Beihilfen in Höhe von 1.337,44 € enthalten; die Zuführung
zur Pensionsrückstellung (Versorgungslasten der Bundesstadt Bonn für Beamte) beträgt im
Berichtsjahr 44.388,89 €.
Die Mitglieder des Kulturausschusses (= Betriebsausschuss) erhalten vom Theater der
Bundesstadt Bonn keine finanziellen Zuwendungen.
b) Angaben zu Abschreibungen des Wirtschaftsjahres
Die Bundesstadt Bonn hat entschieden, dass die Abschreibungsbeträge für Gebäude- und
Gebäudebestandteile, soweit sie auf Einlagen der Bundesstadt Bonn entfallen, nicht erstattet werden.
Da somit die Abschreibungen für Gebäude und Gebäudebestandteile nicht über den Zuschuss
abgedeckt werden, müssen die erforderlichen Erneuerungen und Ersatzinvestitionen für Gebäude
und Gebäudebestandteile für das THEATER DER BUNDESSTADT BONN aus dem Vermögenshaushalt
der Bundesstadt Bonn finanziert werden.
c.) Angabe des Prüferhonorars gem. § 285 Nr. 17 HGB
Der Kulturausschuss (= Betriebsausschuss) hat in der Sitzung am 15. März 2018 (DS-Nr.: 1810461)
beschlossen, die Prüfung des Jahresabschlusses 2018/19 durch die „Mittelrheinische Treuhand
GmbH, Köln“ prüfen zu lassen.
Das Berichtsergebnis enthält Honorare für Abschlussprüferleistungen in Höhe von 34.500,00 € (ohne
Umsatzsteuer). Hiervon entfallen
- auf Abschlussprüfungsleistungen für das Berichtsjahr 2018/19 34.500,00 € (netto).
d.) Geschäfte mit nahe stehenden Personen (§ 285 Nr. 21 HGB)
Das Theater der Bundesstadt Bonn hat im Wirtschaftsjahr 2018/19 folgende Geschäfte mit nahe
stehenden Unternehmen und Personen getätigt:
Bezug von
Dienstleistungen Verkäufe in
Tsd.€ Tsd.€
Bundesstadt Bonn 5.169,0 -481,9
(u.A. Erstattungen an das Beethoven-Orchester-Bonn,
den diversen Ämter der Bundesstadt Bonn, etc.)
Tochterunternehmungen/ Eigenbetriebe/ eigen- 1.078,2 -,-
betriebsähnliche Einrichtungen der
Bundesstadt Bonn
(u.A. Gas-, Wasser-, Stromlieferungen der Stadtwerke Bonn;
Nutzung des Rechenzentrums der Stadtwerke Bonn, etc.)Seite 25 von 75

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e) Angabe der Mitglieder von Betriebsausschuss und Betriebsleitung im Sinne des § 5 EigVO
ab 04. September 2014 (10. Wahlperiode), Stand: 31.07.2019
Kulturausschuss (Ausschuss im Sinne des § 5 EigVO)
Vorsitzender Rechtsanwalt Dr. Helmut Redeker
1. Stellvertreter Rechtsanwalt Herbert Kaupert
2. Stellvertreter Diplom-Chemiker Prof. Dr. Wilfried Löbach
Ordentliche Mitglieder Vorsitzender DRK Kreisverband
Tagungsorganisatorin bei der
Tagungsagentur Dirk
Overmans
Georg Fenninger
Christiane Overmans MA
Hausfrau Monika Krämer-Breuer
Referent für Presse- und
Öffentlichkeitsarbeit der AKSB Markus Schuck
Lehrerin Maria-Theresia van Schewick
Psychotherapeut Heinz-Helmich van Schewick
Ohne Angabe
Dozentin und Projekt-
Koordinatorin
Martin Schulz
Fenja Wittneven-Welter
Mitarbeiter Bundesamt für
zentrale Aufgaben und offene
Vermögensfragen
Wolfgang Leyer
Dipl. Sozialpädagogin; ehem.
Gleichstellungsbeauftragte
Erika Coché
Hausfrau Monika Heinzel
Student
Buchhändlerin
Tim Achtermeyer
Monika Maylahn
Freiberufliche Kunsthistorikerin Dr. Roswitha Sachsse-Schadt
Rechtsanwalt Elmar Conrads-Hassel
Verlagskaufmann Jürgen Repschläger
Mitarbeiter in einem Verlag Johannes Schott
Jurist, Ltd. Verwaltungsdirektor Reinhard-Friedemann Schulz
Werbewirt Felix KopinskiSeite 26 von 75

Theaterleitung
Generalintendant
Kaufmärinischer Direktor
Dr. Bernhard Helmich
Rüdiger Frings
f) Nachtragsbericht
NäCh dem 31 . Juli 2019 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-,
Ertrags- und Finanzlage des Theater Bonn bekannt geworden.
Bonn, 20. Januar 2020
fl i-(J-[-Jj
(Dr. Bernhard Helmia
Generalintendant
(Rüdier Frjhgs)
Kaufmännischer Direktor
{
12Seite 27 von 75

Theater der Bundesstadt Bonn
Entwicklung des Anlagevermögens ( Bruttowerte ) zum 31. Juli 2019
Buchwerte
Stand am Zugänge Abgänge Umbuchung Stand am Stand am Abschreibungen Minderung Stand am Stand am Stand am
01.08.18 31.07.19 01.08.18 lfd.Jahr durch Abgänge 31.07.19 31.07.19 31.07.18 Ø Afa Ø RBW
EURO EURO EURO EURO EURO EURO EURO EURO EURO EURO EURO % %
I Immaterielle Vermögensgegenstände 288.311,56 5.960,70 0,00 0,00 294.272,26 281.217,56 5.219,70 0,00 286.437,26 7.835,00 7.094,00 1,77 2,66
II Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte
und Bauten einschließlich der Bauten
auf fremden Grundstücken
Grundstücke 8.754.388,17 0,00 0,00 0,00 8.754.388,17 0,00 0,00 0,00 0,00 8.754.388,17 8.754.388,17 0,00 100,00
Gebäude 46.671.881,43 0,00 0,00 0,00 46.671.881,43 24.962.735,43 1.091.205,00 0,00 26.053.940,43 20.617.941,00 21.709.146,00 2,34 44,18
55.426.269,60 0,00 0,00 0,00 55.426.269,60 24.962.735,43 1.091.205,00 0,00 26.053.940,43 29.372.329,17 30.463.534,17 1,97 52,99
Technische Anlagen und Maschinen 6.112.760,18 0,00 0,00 0,00 6.112.760,18 4.778.022,18 202.044,00 0,00 4.980.066,18 1.132.694,00 1.334.738,00 3,31 18,53
Andere Anlagen, Betriebs-
und Geschäftsausstattung
Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.283.025,85 446.612,33 25.909,05 259.901,06 10.963.630,19 9.332.240,14 290.619,65 25.748,05 9.597.111,74 1.366.518,45 950.785,71 2,65 12,46
GWG bis 250 EUR 0,00 60.797,96 0,00 0,00 60.797,96 0,00 60.616,96 0,00 60.616,96 181,00 0,00 99,70 0,00
GWG 250 EUR bis 1.190 EUR 984.458,69 15.405,21 9.403,10 0,00 990.460,80 857.383,69 48.209,21 9.403,10 896.189,80 94.271,00 127.075,00 4,87 9,52
B+G Fahrzeuge 698.780,55 0,00 0,00 0,00 698.780,55 657.067,55 20.996,00 0,00 678.063,55 20.717,00 41.713,00 3,00 2,96
11.966.265,09 522.815,50 35.312,15 259.901,06 12.713.669,50 10.846.691,38 420.441,82 35.151,15 11.231.982,05 1.481.687,45 1.119.573,71 0,00 11,65
III Geleistete Anzahlungen und Anlagen im
Bau 259.901,06 470.061,38 0,00 -259.901,06 470.061,38 0,00 0,00 0,00 0,00 470.061,38 259.901,06 0,00 0,00
Anlagevermögen Gesamt 74.053.507,49 998.837,58 35.312,15 0,00 75.017.032,92 40.868.666,55 1.718.910,52 35.151,15 42.552.425,92 32.464.607,00 33.184.840,94 2,29 43,3
KennziffernAnschaffungs- und Herstellungskosten Abschreibungen
Anlage 3 Seite 13Seite 28 von 75

Seite 29 von 75

Lagebericht
für das
Wirtschaftsjahr 2018/19
(01.08.2018 – 31.07.2019)
Theater der Bundesstadt Bonn
Eigenbetriebsähnliche Einrichtung der Bundesstadt BonnSeite 30 von 75

2
Lagebericht
I. Geschäftsverlauf des Theater der Bundesstadt Bonn 3
Rechtliche Rahmenbedingungen und Grundlagen der Finanzierung 3
Die Spielzeit 2018/19 im Überblick 5
II. Wirtschaftsbericht 12
a) Die Vermögens- und Finanzlage einschließlich Investitionen 12
b) Die Ertragslage 14
Die Aktivitäten des Theater der Bundesstadt Bonn - Teilbereich Musiktheater 16
Die Aktivitäten des Theater der Bundesstadt Bonn - Teilbereich Schauspiel 20
III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht, Voraussichtliche Entwicklung 26
Prognosebericht 26
Chancen- und Risikobericht 26
Aktuelles und voraussichtliche Entwicklung 28Seite 31 von 75

3
Lagebericht
I. Geschäftsverlauf des Theater der Bundesstadt Bonn
Rechtliche Rahmenbedingungen und Grundlagen der Finanzierung
Rechtliche Rahmenbedingungen
Das THEATER DER BUNDESSTADT BONN (nachfolgend auch „Theater Bonn“ oder „Theater“ genannt)
wird nach den Vorschriften der Eigenbetriebsverordnung Nordrhein-Westfalen (EigVO NRW) als
selbstständige kommunale eigenbetriebsähnliche Einrichtung ohne eigene Rechtspersönlichkeit ge-
führt.
Weiterhin sind zu berücksichtigen:
- die Satzung für das Theater der Bundesstadt Bonn vom 11.05.1998 i.d.F. v. 01.01.2002, der
Dienstvertrag des Generalintendanten Dr. Bernhard Helmich für die Zeit vom 01.08.2013 bis
31.07.2018 sowie der Ergänzungsvertrag hierzu für die Zeit vom 01.08.2018 bis 31.07.2023,
- die Dienstanweisung der Oberbürgermeisterin/des Oberbürgermeisters über die Zusammen-
arbeit zwischen Generalintendant und Verwaltungsdirektor vom 13.05.1998,
- die Geschäftsanweisung des Theaters vom 20.11.1998 sowie weitere Dienstanweisungen zur
Regelung der Aufbau- und Ablauforganisation.
**********
Die Leitung des Theaters lag in der Spielzeit 2018/19 bei Herrn Generalintendant Dr. Bernhard Hel-
mich und Herrn Kaufmännischen Direktor Rüdiger Frings.
**********
Grundlagen der Finanzierung
Der Wirtschaftsplan für 2018/19 wurde unter der DS-Nr.: 1811428 in der Sitzung des Rates der Bun-
desstadt Bonn am 10. Juli 2018 beschlossen.
Der vorliegende Wirtschaftsplan für das Wirtschaftsjahr (= Spielzeit) 2018/19 berücksichtigt die Ent-
scheidung des Rates der Bundesstadt Bonn vom 01. März 2012 (DS-Nr.: 1210675), dem Theater
Bonn einen Gesamt-Betriebskostenzuschuss von 29.458.700,00 € zur Verfügung zu stellen. Die tat-
sächlichen Tariferhöhungen werden - zusätzlich - von der Stadt Bonn übernommen.
Entwicklung des städtischen Zuschusses zu den laufenden Ausgaben:
Gesamtbetriebskostenzuschuss 26.580.700,00 €
Tariferhöhung 2.878.000,00 €
= angemeldeter städtischer Gesamt-Zuschuss 29.458.700,00 €
davon Betriebskostenzuschuss (BKZ) : 29.018.700,00 €
und Investitionskostenzuschuss (IKZ) : 440.000,00 €.
**********Seite 32 von 75

4
Der „Wirtschaftsplan für das Theater der Bundesstadt Bonn 2018/19“ (DS-Nr. 1811428) wurde am
10. Juli 2018 durch den Rat der Bundesstadt Bonn, wie folgt, beschlossen.
Nachfolgend „Auszug aus der Niederschrift über die öffentliche Sitzung des Rates vom 10. Juli
2018“:
1.) Erfolgsplan
Gesamterträge 6.306.000,00 €
Betriebskostenzuschuss der Stadt 29.018.700,00 €
Gesamtaufwendungen -36.723.800,00 €
Jahresgewinn/-verlust -1.399.100,00 €
(Der Jahresverlust setzt sich zusammen aus den nicht zu erstattenden Gebäudeabschreibungen in
Höhe von 1.017.100,00 €, die der „Allgemeinen Rücklage“ entnommen werden und einer Entnahme
aus der satzungsmäßigen Rücklage in Höhe von 382.000,00 €.)
2.) Vermögensplan
Baumaßnahmen (Stadt Bonn) 0,00 €
Eigene Baumaßnahmen 0,00 €
Beschaffungsmaßnahmen 440.000,00 €
3.) Investitions-Rücklage/ Sonderposten für nicht verwendete Zuschüsse (IKZ)
Die Theaterleitung darf über die „Investitions-Rücklage“ und den „Sonderposten für nicht bis
zum 31. Juli verwendete Zuschüsse der Bundesstadt Bonn (IKZ)“ (der Vorjahre) für nicht ge-
plante, zusätzliche Investitionen im laufenden Wirtschaftsjahr „frei“ verfügen.
4.) Gesamtbetrag der Kredite
Das Theater wird ermächtigt, zur rechtzeitigen Leistung von Ausgaben des Wirtschaftsjahres
2018/19 Kassenkredite bis zu einem Höchstbetrag von 10.000.000,00 € aufzunehmen.
5.) Stellenübersicht
Eine Stellenübersicht für das Theater ist in der nach der Eigenbetriebsverordnung (EigVO
NRW) vorgeschriebenen Form beigefügt. Der Stellenplan erfolgt in einer separaten Be-
schlussvorlage.
6.) Finanzplan
Der Finanzplan wird, wie im Plan beigefügt, festgestellt (§ 14 Abs. 3 der Satzung für das Thea-
ter der Bundesstadt Bonn).
**********Seite 33 von 75

5
Die Spielzeit 2018/19 im Überblick
MUSIKTHEATER
In der Saison 2018/19 bot der Spielplan sechs Opern-Neuinszenierungen, ein Musical, drei Jugend-
projekte sowie zwei Wiederaufnahmen aus dem stehenden Repertoire. Unter den Neuinszenierungen
entstand eine davon im Rahmen einer Co-Produktion mit der britischen Welsh National Opera
(Leeds). Am 7. September 2018 kehrte die Oper im Rahmen des Beethoven Festes erstmals seit
Jahren wieder auf die eigene Werkstattbühne zurück. In der Inszenierung von Seollyeon Konwitschny
und in der Ausstattung von Bühnenbild-Urgestein Helmut Brade kam eine Verbindung von Viktor Ull-
manns DER KAISER VON ATLANTIS mit Karl Amadeus Hartmanns Sonate (27. April 1945) heraus
und erlebte einige sehr gut besuchte weitere Vorstellungen.
Eröffnet wurde die eigentliche Opernsaison dann am 7. Oktober 2018 mit Händels SERSE, der von
Leo Muscato im Bühnenbild von Andrea Belli phantasievoll und mit viel Humor inszeniert wurde. Die-
se erste Arbeit des Italieners an einem deutschen Opernhaus kam allenthalben extrem gut an und
erwies sich auch im weiteren Verlauf als ein veritabler Kassenschlager. Unter dem Dirigat von Rubén
Dubrowsky, der erstmals seit vielen Jahren wieder hier zu erleben war, lief insbesondere Luciana
Mancini zu besonderer Form auf.
Richard Wagners LOHENGRIN hatte am 4. November 2018 Premiere. Wagners 1850 uraufgeführte
Oper, in der sich sein Dauerthema, die Erlösung durch Liebe im Tod präsentiert, erzielte in der Insze-
nierung und im Bühnenbild von Marco Arturo Marelli, der erstmals nach über fünfundzwanzig Jahren
wieder in Bonn arbeitet, und unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Dirk Kaftan
einen vielbejubelten Erfolg, der auch seinen Niederschlag in der Auslastung fand. Die Besetzung mit
Mirko Roschkowski in der Titelpartie, Anna Princeva als Elsa und Dschamilja Kaiser als Ortrud fand
eine ausnahmslos positive Presseresonanz.
Die wesentliche Neuproduktion des Karl-Marx-Jahres an einem deutschen Musiktheater kam am
9. Dezember 2018 in Gestalt der Uraufführung der bei dem Komponisten Jonathan Dove in Auftrag
gegebenen Komödie MARX IN LONDON heraus. Regie führte der in Bonn mit DER TRAUM EIN
LEBEN, HOLOFERNES und FREMD BIN ICH EINGEZOGEN bestens eingeführte Jürgen R. Weber,
der auch für die Idee zum Stück verantwortlich zeichnete und am Libretto mitgewirkt hatte; die musi-
kalische Leitung lag in den Händen des Dove-Spezialisten David Parry. Drei Vorstellungen wurden
später von Deutschlandfunk Kultur mitgeschnitten und anschließend gesendet. Der WDR wird die
Aufnahme im März 2020 ausstrahlen. Die Produktion wurde gut angenommen und auch von der
Presse vorwiegend gelobt, wobei allerdings es auch kritische Töne gab, welche die zu große Unter-
haltsamkeit des Werkes bemängelten.
Mit Amilcare Ponchiellis LA GIOCONDA setzte die Oper Bonn am 1. Januar 2019 die erfolgreiche
Reihe mit konzertanten Opern zum Jahresbeginn fort. Das eher selten gespielte Stück wurde vom
Publikum durchaus freudig angenommen, woran nicht zuletzt die nahezu komplett aus dem eigenen
Ensemble rekrutierte Besetzung erheblichen Anteil gehabt haben dürfte. Der Zuspruch für die vom
Ersten Kapellmeister Hermes Helfricht dirigierten Vorstellungen spiegelte sich leider nicht im entspre-
chenden Kartenverkauf wider.
Von der Presse wie vom Publikum gleichermaßen gefeiert wurde die Produktion von Richard Strauss‘
ELEKTRA unter der musikalischen Leitung von Dirk Kaftan; in der Inszenierung des Leipziger Schau-
spielchefs Enrico Lübbe und im Bühnenbild des in November erst mit dem Faust preisgekrönten Eti-
enne Pluss geriet der Abend durch die Rollendebutantin Aile Asszonyi als Elektra und die für ihre
Umsetzung ihrer Partie international gefeierte Manuela Uhl als Chrysothemis zum umjubelten Sän-
gerinnenfest, das einmal mehr das auch überregionale Augenmerk auf die Qualität der Bonner Oper
richtete. Die Auslastung blieb nicht hinter den für dieses düstere Werk üblichen Erwartungen zurück.
Mit der Übernahme einer Inszenierung von der English National Opera, London, setzte sich die sehr
erfolgreiche Zusammenarbeit mit diesem zweitgrößten Haus Großbritanniens fort. Leoš Janáčeks DIE
SACHE MAKROPULOS nach der Komödie von Karel Čapek stieß in der Inszenierung von Chris-
topher Alden auf ein interessiertes und animiertes, zahlenmäßig jedoch überschaubares Publikum,
ein Umstand, dem das Haus von vornherein durch eine niedrigere Vorstellungszahl Rechnung trug.
Yannick Muriel Noah in der Titelpartie erlangte in der Welt-Sommer-Kritikerumfrage 2019 damit den
Rang einer Sängerin des Jahres für Nordrhein-Westfalen.Seite 34 von 75

6
Letzte Premiere der Spielzeit war Giuseppe Verdis LES VÊPRES SICILIENNES, die von Starregis-
seur Sir David Pountney im Rahmen einer drei Stücke des Italieners umfassenden Gemeinschaftsar-
beit mit der Welsh National Opera in Cardiff in Bonn Premiere hatte. UN BALLO IN MASCHERA und
LA FORZA DEL DESTINO werden im Rahmen dieser Coproduktion bis 2023 folgen. Der frischenga-
gierten Haussopranistin Anna Princeva brachte die Mitwirkung eine Nominierung für den Faust-Preis
des Deutschen Bühnenvereins als Beste Sängerin des Jahres ein. Will Humburg dirigierte mit ge-
wohnter Souveränität; einmal mehr konnte er sich als einer der kenntnisreichsten Verdi-Dirigenten der
Gegenwart ausweisen.
Aus dem stehenden Repertoire waren Engelbert Humperdincks HÄNSEL UND GRETEL und Wolf-
gang Amadé Mozarts DIE ZAUBERFLÖTE sowie DON GIOVANNI zu sehen; hinzu kam eine kleine
Aufführungsserie von Verdis JÉRUSALEM, bevor sich die Produktion nach Bilbao verabschiedete, wo
sie mittlerweile mit gleichfalls großem Erfolg zu erleben war.
HIGHLIGHTS DES INTERNATIONALEN TANZES
Man hat sich in Bonn an ein äußerst hohes Niveau der Tanzgastspielreihe im Bonner Opernhaus
HIGHLIGHTS DES INTERNATIONALEN TANZES über 10 Jahre gewöhnt. Gewohnheit ist Gift für die
Kunst und jede künstlerische Programmierung. Letztlich auch für die Freude der Zuschauer. Es gibt
kein „Ausruhen“, jeder einzelne Erfolg muss neu erkämpft werden. Das Publikum muss immer wieder
neu herausgefordert werden, neuesten Richtungen im modernen Tanz und neue Künstlerinnen und
Künstler zu folgen. Die Bonner Gastspieleinladungen boten auch in ihrem zehnten Jahr, der Theater-
saison 2018/19, eine unerreichte Vielfalt an Tanzstilen, großen und kleinen, weltbekannten und noch
nicht bekannten Compagnien, Meisterwerke und solche, die noch zu entdecken sind. Die Zuschauer
folgten dem Angebot ausnahmslos äußerst zahlreich und mit tosendem Applaus und meist sogar
Standing Ovations. Die Einführungen des Kurators der Tanzgastspiele, Burkhard Nemitz, vor jeder
Aufführung im Foyer, teils mit Gästen aus den Compagnien, informierten die Besucher über das Pro-
gramm, Besonderheiten der Programme und begründete seine Auswahl. Insgesamt boten die
HIGHLIGHTS DES INTERNATIONALEN TANZES in der Saison 2018/19 13 verschiedene Ensem-
bles aus 10 Nationen mit 15 Vorstellungen. Die Programme boten eine durchwegs kritische Ausei-
nandersetzung mit aktuellen politischen, gesellschaftlichen Themen, die Compagnien tanzten auf au-
ßergewöhnlich hohem Niveau.
Zum Saisonauftakt, gleich nach der Sommerpause, präsentierte der gefeierte Starchoreograf Thierry
Malandain und sein MALANDAIN BALLET BIARRITZ aus Frankreich in Deutschland-Premiere NOAH
(NOÈ) zur Messa die Gloria von G. Rossini. In seiner abendfüllenden Kreation beschäftigte sich Ma-
landain mit dem Mythos der Sintflut, der in unterschiedlichen Traditionen und Glaubensrichtungen zu
Hause ist. Die Figur Noah wird Sinnbild eines Bruchs in der Menschheitsgeschichte. Die erste Schöp-
fung, durch die Schwäche der Menschen entstellt, wird durch eine zweite ersetzt. Die Zukunft ist bes-
ser als das Muster.
Im Oktober 2018 folgte ebenfalls als Deutschland-Premiere ein Ensemble, das selten auf den großen
Theaterbühnen der Welt zu Gast ist. Das BALLETT NARODNI DIVADLO MORAVSKOSLEZSKE
(Mährisch-schlesisches Nationaltheater) aus Ostrava der Tschechischen Republik begeisterte mit
dem Programm TWO WORLD/ONE WORLD. In vier eindrucksvollen Choreografien u.a. von zeitge-
nössischen, tschechischen (Regina Hofmanová) und Meisterchoreografen (Jiří Kylián und Ohad Na-
harin) wurde die Welt aus weiblicher und männlicher Sicht beschrieben.
Mit dem BÉJART BALLET LAUSANNE aus der Schweiz folgten im November zwei Gastspiele, die
sicherlich nicht nur ein besonderer Höhepunkt dieser Saison waren. Das Béjart Ballet Lausanne zeig-
te mit einem zweiteiligen Programm (T´M VARIATIONS und BÉJART FETE MAURICE), warum es zu
den wenigen Compagnien weltweit gehört, die so große Veranstaltungsorte wie die NHK Hall in To-
kyo, den Staatlichen Kremlpalast in Moskau, das Odeon des Herodes Atticus in Athen, der Palais des
Congrès de Paris, das Forest National in Brüssel oder das Eisstadion Patinoire de Malley in Lausan-
ne füllen können. Das Programm bot eine Hommage und Ausschnitte des legendären 2007 verstor-
benen Meister Maurice Béjart.Seite 35 von 75

7
Die lange im Voraus ausverkaufte Vorstellung des AUSTRALIAN DANCE THEATREs zeigte in sei-
nem Programm THE BEGINNING OF NATURE eine fesselnde Tanz- und Musikperformance, die auf
der Idee von Rhythmen in der Natur basiert. Menschen – und alle lebenden Formen - existieren in ei-
ner phänomenal komplexen Symphonie aus sich überlagernden Rhythmen, die das Gewebe von Na-
tur und Leben selbst ausmachen. Die Tänzerinnen und Tänzer machen sich in ihren Arbeiten auf die
Suche nach der Geschichte ihres Kontinents und erkennen Aborigines und Torres Strait Islander Völ-
ker als die traditionellen Besitzer des Landes und ihre Verbindung zu Land und Gemeinschaft an.
Am 23. Dezember zeigte das BALLETT DORTMUND – NRW JUNIORBALLETT außerhalb des
Abonnements die Tanzreise von Demis Volpi MORD IM ORIENTEXPRESS. Demis Volpi, internatio-
nal ausgezeichneter Hauschoreograf des Stuttgarter Ballett und heutiger Chef des Rheinballettes in
Düsseldorf Duisburg, und Christian Baier, Schriftsteller und Chefdramaturg des Ballett Dortmund, er-
zählen gemeinsam mit drei Kollegen - Xenia Wiest (Deutschland), Juanjo Arques (Spanien) und Craig
Davidson (Australien) die wechselvolle Geschichte des legendären Zuges als Kaleidoskop des
Traums von einem Europa ohne Grenzen.
Gleich zu Beginn des neuen Jahres begeisterte die französische Choreografenlegende Angelin Prel-
jocaj und sein BALLET PRELJOCAJ aus Aix-en-Provence, Frankreich, mit LA FRESQUE. Die Arbeit
basiert auf einem traditionellen Märchen aus China. Es erzählt von der übernatürlichen Kraft der Ma-
lerei und der Möglichkeit, durch sie in eine Dimension der Illusion eintreten zu können. Die Choreo-
grafie übersetzt das Märchen in unsere Zeit. Die Arbeit verweist zudem auf Platons Höhlengleichnis,
das die menschliche Existenz hinterfragt. Angelin Preljocaj nutzte für LA FRESQUE eine bildhafte,
fast naive Tanzsprache voller Schönheit und Grazie und versetzt seine Tänzerinnen und Tänzer in
ein ausgefeiltes Bühnen-Setting.
Ende Januar machte einer der ganz großen Choreografen unserer Zeit, der Brite Wayne McGregor
mit seiner Company aus London Station in Bonn. Seine Choreografie AUTOBIOGRAPHY referiert auf
das Zufallsmoment innerhalb der Entwicklung eines Individuums, indem sie einen Algorithmus nutzte:
Basierend auf Wayne McGregors genetischem Code bestimmt dieser Algorithmus vor jeder Auffüh-
rung, an welcher Stelle welcher Teil der 23 „Bände" Szenen aus seiner „Lebensbibliothek" zur Auffüh-
rung kommen. Wie die DNA, die kodiert durch ihre vier Proteinbasen A-T-C-G in jedweder beliebigen
Kombination unvorstellbare Komplexität aus schlichter Einfachheit entstehen lässt, erfindet sich
AUTOBIOGRAPHY endlos neu.
Die spanische Nationalcompagnie COMPANIA NACIONAL DE DANZA aus Madrid war schon des Öf-
teren Gast im Bonner Opernhaus. Das mehrteilige Programm SPANISH CHOREGRAPHERS, extra
für Bonn zusammengestellt, zeigte die Entwicklung der spanischen Bewegungskunst junger spani-
scher Choreografen und eines unbestrittenen Meisters Nacho Duato. In POR VOS MUERO (Ich ster-
be für Euch), uraufgeführt 1996 in Madrid, bedient sich Nacho Duato sowohl klassischem als auch
zeitgenössischem Tanz, um die Zeitlosigkeit menschlicher Beziehungen anzudeuten. In kühler Ele-
ganz lässt er hier kunstvoll die spanische Renaissance aufleben. Wie in einer Zeitkapsel durchfließen
den Tänzerkörper Rituale und Bewegungszeremonien des 15. und 16. Jahrhunderts. Vertonte Ge-
dichte von Garcilaso de la Vega und spanische Gitarrenklänge sind musikalische Impulsgeber. POR
VOS MUERO zeigte Nacho Duato auf seinem Höhepunkt.
Mit der Deutschland-Premiere der VIRPI PAHKINEN COMPANY aus Schweden gelang eine umjubel-
te Entdeckung. DEEP TIME bewegt sich in der Archäologie von Tanz und Musik. Von Hildegard von
Bingens einstimmigen AVE MARIA aus dem 12. Jahrhundert, live gesungen von der Sopranistin Tua
Dominique, über melancholische Klänge von Bronzehörner zu flirrenden Marimba-Klängen, in die So-
nar-Rufe von Fledermäusen eingebunden sind. Die in Stockholm beheimatete Compagnie bot Tanz
als Beschwörung und schufen mit ihren originellen Bewegungssprachen eine meditative Atmosphäre.
Mit zwei Vorstellungen war das BALLET DU GRAND THEATRE DE GENEVE zu Gast. CALLAS zählt
zu den Signaturwerken des deutschen Tanztheaters. Das Stück ist eines der herausragenden Werke,
das Reinhild Hoffmann 1983 in ihrer Zeit als Choreografin und künstlerische Leiterin des Bremer
Tanztheaters geschaffen hat. 1984 wurde CALLAS zum Berliner Theatertreffen eingeladen. In acht
Bildern von hoher theatralischer Intensität lässt die deutsche Choreografin den Kult um den Opernstar
und dessen Abgründe Revue passieren. Was Reinhild Hoffmann zu den von Maria Callas (1923-
1977) gesungenen Arien zeigt ist keine Biografie der Primadonna Assoluta, sondern eine SpiegelungSeite 36 von 75

8
des Glanzes und Elends des Opernbetriebes, eine Auseinandersetzung mit menschlichem Leben und
der Theaterscheinwelt. CALLAS, ein deutsches Stück der Tanzgeschichte, war das einzige Gastspiel
des schweizer Balletts bisher in Deutschland.
Menschliche Stimmen aus den entlegensten Ecken der Welt treffen sich auf der Tanzbühne, wenn
das ALONZO KING LINES BALLET aus San Francisco die Macht verlorener Sprachen in der Chore-
ografie FIGURES OF SPEECH erforscht. Mehr als die Hälfte der weltweit fast 7000 Sprachen sind bis
zum Ende des Jahrhunderts vom Verschwinden bedroht. Der Dichter und Aktivist Bob Holman ist ein
führender Befürworter der Erhaltung und Revitalisierung von Sprachen in indigenen
Gemeinschaften. Seine Sammlung von Lyrik und Liedern der Ureinwohner bildet die Soundcollage
von FIGURES OF SPEACH. In ART SONGS arbeitet Alonzo King, einer der anerkanntesten Choreo-
grafen der USA mit der Schönheit des menschlichen Gesangs. „Weil Menschen ein
Ausdruck des schöpferischen Wortes sind, hat Klang die stärkste und unmittelbarste Wirkung auf uns.
Die alten Rishis von Indien entdeckten die Gesetze der gesunden Allianz zwischen Natur und
Mensch. Klang und Schwingungen sind das Saatgut des Universums.“
Als erste österreichische Compagnie gastierte die TANZKOMPANIE TANZ.LIN.Z des Landestheaters
aus Linz bei den Highlights. Um die berühmte Geschichte von ROMEO UND JULIA neu zu bearbei-
ten, hat die Tanzchefin Mei Hong Lin die Handlung und Erzählstränge auf außergewöhnliche Weise
verdichtet. Wie mit einem Brennglas fokussiert sie auf die beiden Hauptfiguren und verwandelt alle
Tänzer und Tänzerinnen in Romeo und Julia. Deren Liebe wird als Anatomie der menschlichen Seele
erzählt. Große Emotionen wie Liebe, romantische Hoffnung, Angst, Verzweiflung, Wut und Hass rü-
cken in ihrer Modellhaftigkeit in den Mittelpunkt der Inszenierung. Unterstützt von der variationsrei-
chen Auftragskomposition des Schweizer Komponisten Serge Weber zeichnete Mei Hong Lin ein fes-
selndes Porträt der inneren Gefühlswelt.
Zum Saisonabschluss gastierte Das BALLETT DORTUND mit der in aller Welt gelobten Choreografie
ALICE nach Alice im Wunderland nach Lewis Carroll im Bonner Opernhaus. Zur Live-Musik des itali-
enischen Ensembles ASSURD interessierte sich der italienische Starchoreograf Mauro Bigonzetti ne-
ben dem Fantastischen vor allem für den Hintersinn der Story, das Beunruhigende und Gefährliche
einer Welt, in der die Gesetzmäßigkeiten der Realität keine Gültigkeit mehr haben.
Alice ist kein verniedlichtes Mädchen im Disney-Wunderland, sondern wandelt auf dem schmalen
Grat zwischen Realität und Traum.
QUATSCH KEINE OPER!
Auch die Veranstaltungsreihe QUATSCH KEINE OPER!, deren künstlerische Leitung bei der Rita
Baus Kulturproduktion GmbH lag, hatte in der Spielzeit 2018/19 wieder einen festen Platz im Spiel-
plan des Opernhauses.
Insgesamt 15 Vorstellungen mit Künstlern wie z.B. Hagen Rether, Eckart von Hirschhausen, Carolin
Kebekus und Max Mutzke, die von 14.488 Zuschauern besucht wurden, waren zu erleben. Dies ent-
spricht einer Auslastung von 94,89 %.
SCHAUSPIEL
Die erste Spielzeit des Schauspiels unter der Leitung von Jens Groß erreichte auf Anhieb annähernd
dasselbe gute Ergebnis wie die vorangegangene, letzte Spielzeit seiner Vorgängerin Nicola Bram-
kamp, was damals allerdings das bei weitem beste Ergebnis in fünf Leitungsjahren von Frau Bram-
kamp war.
In der Spielzeit 2018/19 kamen zu 273 Vorstellungen 54.000 Zuschauerinnen und Zuschauer in das
Schauspiel, was einer prozentualen Auslastung von 69% und Bruttoeinnahmen von 727.000.- € ent-
spricht.Seite 37 von 75

9
Einen enormen Sympathieschub erlebte das Schauspiel am Anfang der Saison durch die Umbenen-
nung des Haupthauses von den KAMMERSPIELEN in das SCHAUSPIELHAUS in Bad Godesberg
und das große Theater- und Familienfest zur Spielzeiteröffnung des Theater Bonn, das Jens Groß
erstmalig nach Bad Godesberg holte und das zwischen 12.000 und 15.000 Besucherinnen und Besu-
cher angelockt hatte. Durch die enge Zusammenarbeit mit dem traditionellen Kinderfest der katholi-
schen Kirche, der Flüchtlingshilfe, der Bürgerstiftung Rheinviertel und anderen örtlichen sozialen bür-
gerlichen Initiativen, ist es dem neuen Schauspielteam um Jens Groß auf Anhieb gelungen, deutlich
zu machen, dass er ein Theater für Bonn und Bad Godesberg, also für und gemeinsam mit den Bür-
gerinnen und Bürgern Bonns, machen will.
Das zeigte sich auch im Spielplan selbst. Es wurde darauf geachtet, dass für alle Altersgruppen, vor
allem aber auch für Kinder, Jugendliche und Familien („Die Zaubershow“ und Märchenlesungen im
Foyer, „33 Bogen und ein Teehaus“ in der Werkstatt sowie „Ein Sommernachtstraum“ für die ganze
Familie und „Jugend ohne Gott“ mit Schauspielern und Jugendlichen im Schauspielhaus), ein ganz-
jähriges Angebot zur Verfügung steht.
SCHAUSPIELHAUS
Die beim Publikum erfolgreichste Produktion war der Liederabend „Linie 16“, eine musikalische Ach-
terbahnfahrt von Köln nach Bonn unter der Regie des neuen Hausregisseurs Simon Solberg, der in
22 Vorstellungen 8.700 Zuschauerinnen und Zuschauer ins Schauspielhaus locken konnte. Dicht ge-
folgt allerdings von der großen Familienproduktion „Ein Sommernachtstraum“ nach William Shake-
speare für Kinder bearbeitet, in der Regie von Corinna von Rad. Diese Produktion überzeugte in
ebenfalls 22 Vorstellungen 7.800 Zuschauerinnen und Zuschauer.
Auch die Produktionen „Candide“ nach Voltaire wiederum in der Regie von Simon Solberg (19 Vor-
stellungen, 4.500 Zuschauerinnen und Zuschauer) und „Der Menschenfeind“ von Molière in der Regie
von Jan Neumann (18 Vorstellungen 5.800 Zuschauerinnen und Zuschauer) sowie „Frau Müller muss
weg“ von Lutz Hübner und Sarah Nemitz in der Regie von Jens Groß (11 Vorstellungen und 4.500
Zuschauerinnen und Zuschauer) kann man als gelungen und erfolgreich benennen.
Leider erfüllten nicht alle Neuproduktionen die hohen Erwartungen an den Neustart. „Die Orestie“ von
Aischylos unter der Regie von Marco Storman (9 Vorstellungen, mit lediglich 1.600 Zuschauerinnen
und Zuschauern) und die künstlerisch anspruchsvolle Inszenierung von „Liliom“ von Ferenc Molnár
unter der Regie von Sascha Hawemann (11 Vorstellungen, 1.900 Zuschauerinnen und Zuschauer)
muss man wohl eher als Misserfolg bezeichnen.
Auch das politisch sehr ambitionierte und gesellschaftsrelevante Rechercheprojekt von Volker Lösch
zur Me Too-Debatte, „House of Horror“ (6 Vorstellungen, 1.200 Zuschauerinnen und Zuschauer),
konnte nicht an die anderen Erfolge von Volker Lösch in Bonn anknüpfen.
Dagegen sind 2.300 Zuschauer bei 7 Vorstellungen auf der großen Bühne des Schauspielhauses für
das partizipative Jugendprojekt „Jugend ohne Gott“ nach Horvàth mit Schülerinnen und Schülern so-
wie Schauspielern des Ensembles unter der Regie von Dominik Friedel als großer Erfolg zu werten.
Die Wiederaufnahme von „Die Physiker“ (Regie Simon Solberg) erreichte stolze 93% Auslastung.
DIE WERKSTATT
Die Auslastung der zweiten Spielstätte des Schauspiels im Opernhaus war trotz einiger experimentel-
ler Ansätze erfreulich konstant mit einer Platzausnutzung von insgesamt 71%.
Der Spitzenreiter in der Beliebtheit bei den Zuschauerinnen und Zuschauern war „Warten auf Godot“
von Samuel Beckett in der Regie von Luise Voigt (92% Auslastung), dicht gefolgt von dem politischen
Rechercheprojekt über die Folgen von investigativem Journalismus und Steueroasen in Europa „Oh
wie schön ist Panama Malta“ von Simon Solberg (90% Auslastung) und dem Soloprogramm von Ste-
fan Viering, „Jakob der Lügner“ von Jurek Becker (88% Auslastung), aber auch die 77% Auslastung
für die Uraufführung von „Wer ist Walter“ der noch unbekannten Autorin Ariane Koch unter der Regie
von Simone Blattner ist hocherfreulich.Seite 38 von 75

10
Allerdings gilt auch hier (ähnlich wie im Großen Haus), dass der sehr gute Zuschauerzuspruch für
Neuproduktionen prozentual und statistisch durch sehr schlechte Verkaufszahlen bei den Wiederauf-
nahmen (z. B. „Ansichten eines Clowns“ mit 45% oder „Schlafende Hunde“ mit 27% Auslastung) ge-
trübt wird. Es werden dennoch gerade am Anfang der Spielzeit Wiederaufnahmen so lange benötigt,
bis genügend neue Produktionen eine vernünftige Repertoirebespielung zulassen.
PORTAL
In der Spielzeit 2018/19 wurden in der Theaterpädagogik 312 FÜHRUNGEN und WORKSHOPS zu
den entsprechenden Positionen auf dem Spielplan angeboten und somit insgesamt weit über 8.000
Schüler, Studenten und Erwachsene auf persönlicher Ebene erreicht. (Nicht einberechnet ist hier die
Zahl der Schülerinnen und Schüler die im Klassenverband zahlreiche Inszenierungen des Theater
Bonn auch als Zuschauer*innen besucht haben.)
Mit 33 BOGEN UND EIN TEEHAUS entstand ein Stück für junges Publikum ab 11 Jahren im Bereich
Bildung für nachhaltige Entwicklung. In enger Zusammenarbeit mit der Fachdidaktik Deutsch an der
Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn fanden Workshops und Fortbildungen statt – unter
anderem ein Intensivtag mit rund 60 Pädagoginnen und Pädagogen zum Thema „Flucht- und Hei-
materfahrungen auf der Bühne – zur unterrichtlichen Vor- und Nachbereitung eines Theaterbesuchs“.
Als großes partizipatives Projekt dieser Spielzeit gilt JUGEND OHNE GOTT. 17 Schülerinnen und
Schüler erarbeiteten unter professionellen Bedingungen eine Bühnenfassung und Inszenierung, die
sieben Mal auf dem regulären Spielplan stand. Eingebettet war dieses Stück in ein weitergehendes
Rahmenprogramm mit Workshops, Probenbesuchen, Gesprächen und Fortbildungen in enger Zu-
sammenarbeit mit weiteren Schülerinnen und Schülern sowie Lehramtsanwärterinnen und
-anwärtern.
Das FESTIVAL BONNER SCHULKULTUR 2019 fand mit zwei Schulklassen unterschiedlicher Schul-
formen aus verschiedenen Stadtteilen und einer freien Gruppe von Aktivistinnen und Aktivisten von
Friday for Future zu dem Thema WEM GEHÖRT DIE WELT?! statt. Der gemeinsamen Abschlussper-
formance auf der großen Bühne des Schauspielhauses ging ein wochenlanger Findungs- und Schaf-
fungsprozess unter der Leitung von Künstlerinnen und Künstlern (Video, Fotografie, Schauspiel und
Poetry Slam) in den Schulen und auf den Probebühnen des Theaters voraus.
Das ebenfalls partizipative Projekt des Beethoven Orchesters JUGENDKONZERT b+ beschäftigte
sich mit der 6. Sinfonie von Ludwig van Beethoven und wurde in Teilen zusammen mit der Theater-
pädagogik auf der Ebene Schauspiel entwickelt und realisiert.
Die Wiederaufnahme von SOPHIE UND DAS GEHEIMNISVOLLE FLÜSTERN DIESER WELT im
mobilen Theatercontainer erhielt eine Auszeichnung der Fachjury und somit eine Einladung zum 35.
WESTWIND-Festival nach Oberhausen mit weiteren zehn Preisträgern aus NRW.
Das THEATERLABOR ist eine Fortbildungsreihe für Lehrerinnen und Lehrer in Kooperation mit dem
Theater Marabu und wurde auch in dieser Spielzeit mit einer Vielzahl interessierter Lehrerinnen und
Lehrer erfolgreich angeboten und durchgeführt.
In den OFFENEN PROBEN für Pädagoginnen und Pädagogen besuchten wir wieder gemeinsam,
eingebunden in Gespräche und fachlichen Austausch, aktuelle Inszenierungen und gaben somit den
Lehrkräften die Möglichkeit, die Stücke gezielt auszuwählen und vor ihren Schülerinnen und Schülern
zu sehen.
Das Theater Bonn konnte für junges Publikum ab einem Alter von vier Jahren vier Produktionen und
die Sitzkissenkonzerte anbieten.
Die drei Sitzkissenkonzerte und die Wiederaufnahme von DIE GESCHICHTE VOM KLEINEN ONKEL
richteten sich an Kinder ab einem Alter von vier Jahren. Während die Sitzkissenkonzerte in der Spiel-
zeit 2018/19 nur an den Wochenenden stattfanden und in erster Linie für Familien waren, konnten wir
von der Produktion DIE GESCHICHTE VOM KLEINEN ONKEL auch drei Vorstellungen für Schul-
klassen (1. und 2. Klasse) und Kindergärten disponieren. Dieser Besuch war in der Regel verbunden
mit einem vorbereitenden Workshop oder einer Führung durch die Oper. Einigen Schulen, wie der
KGS Mehlem, konnten wir dank unserer Kulturpatenkasse den Besuch ermöglichen.
Auf der großen Bühne konnten wir von der Produktion HÄNSEL UND GRETEL für Schulklassen eine
Vormittagsaufführung einrichten. Im Januar hatte dann DIE SCHNEEKÖNIGIN, unsere FamilienoperSeite 39 von 75

11
auf der großen Bühne Premiere. Sowohl die drei Schulvorstellungen am Vormittag als auch die Fami-
lienvorstellungen waren sehr gut besucht. Die drei Schulvorstellungen lagen bei einer Auslastung von
91% und allein an diesen Vorstellungen waren über 3000 Kinder in der Oper. Zwei Drittel von diesen
Kindern konnten wir mit Workshops vorbereiten. Hier hat sich besonders unser experimenteller
Klangkoffer, den die Musiktheaterpädagogik seit der letzten Spielzeit zur Verfügung hat, bewährt.
Denn mit Hilfe der darin enthaltenen 30 experimentellen Instrumente können die Schülerinnen und
Schüler selber mit Klängen improvisieren und komponieren. Das eigene Arbeiten mit Klängen und
Klangvorstellungen verhilft den Kindern zu einem viel bewussteren Hören während der Aufführung.
DIE SCHNEEKÖNIGIN war die vierte Familienoper, die das Theater Bonn im Rahmen der Kooperati-
on Junge Oper Rhein-Ruhr im Spielplan hatte. Diese Kooperation bewährt sich immer mehr. Insbe-
sondere auch deswegen, da wir durch die Regelmäßigkeit, mit der wir diese Opern für Kinder anbie-
ten können, Schulen langfristig an uns binden. Für viele Kinder war DIE SCHNEEKÖNIGIN daher
nicht die erste, sondern zum Teil schon die dritte oder sogar vierte Oper, die sie besucht haben.
Ebenfalls angebunden an DIE SCHNEEKÖNIGIN haben wir den diesjährigen Kulturrucksack gemein-
sam mit dem Jugendzentrum K7 in Pennenfeld und dem Kinder- und Jugendforum Bonn Auerberg.
Charles Matuschweski, Trompeter und Pianist, hat an jeweils zwei Wochenenden mit den zwei Grup-
pen eine kleine Komposition entwickelt, die die Kinder und Jugendlichen vor einer Aufführung in der
Oper präsentieren konnten. Verbunden war das Projekt mit einem Probenbesuch, einem Vorstel-
lungsbesuch und einer Führung durch die Oper.
Die letzte Premiere für junges Publikum war die Produktion BRUNDIBÁR mit dem Kinder- und Ju-
gendchor des Theater Bonn und einem Projektorchester. Der Regisseur Mark Daniel Hirsch hat die
Kinderoper, die in Theresienstadt 55 mal aufgeführt worden ist, in eine Rahmenhandlung mit einer fik-
tiven Zeitzeugin eingebettet, die diese Produktion zu einem zeitlos wichtigen Beitrag zur Erinnerung
an die deutsche Geschichte gemacht hat. BRUNDIBÁR wird daher ins Repertoire übernommen und
regelmäßig auf unserem Spielplan stehen.
In der Spielzeit 2018/19 wurden 3.580 Schulklassenabos verkauft. D.h. das 3.580 Schülerinnen und
Schüler mit ihrem Abo dreimal die Oper bzw. das Schauspiel besucht haben. Über 4.000 Schülerin-
nen und Schüler haben zudem einmal die Oper oder das Schauspiel besucht. Zudem ist es uns in
dieser Spielzeit gelungen, die Kooperation mit verschiedenen Förderschulen auszubauen. Neben der
Christophorus-Schule war es beispielsweise auch die Astrid-Lindgren-Schule, deren Klassen durch
Workshops auf ihren zum Teil ersten Opernbesuch vorbereitet wurden. Erstmals wurden unsere
Vormittagsaufführungen nicht nur von Schulklassen, sondern auch von ambulanten Pflegeeinrichtun-
gen besucht, deren Gruppen in Workshops vorbereitet worden sind.
Neben den Angeboten für Familien und Schulen haben wir in der Spielzeit 2018/19 die STUDIEREN-
DEN PREVIEW fortgesetzt. Zu fast jeder Premiere konnten wir eine Probe für Studierende öffnen und
vorab ein Gespräch mit Beteiligten anbieten. Die Besucherzahl verstetigt sich hier und bei der letzten
Premiere der Spielzeit haben über 80 Studentinnen und Studenten das Angebot angenommen.
**********
In der Spielzeit 2018/19 wurden in den 2 Spielstätten von Schauspiel Bonn (Schauspielhaus und der
Werkstattbühne im Opernhaus) und der Spielstätte von Oper und Tanz (Opernhaus) insgesamt 468
Vorstellungen gezeigt. Hierbei entfielen auf das Musiktheater einschließlich Tanz-Gastspiele 195 und
auf das Schauspiel 273 Vorstellungen. Hinzu kamen 12 Veranstaltungen mit freiem Eintritt sowie ein
eigenes Gastspiel mit 4 Vorstellungen.
Die Veranstaltungen des Musiktheaters wurden von 118.786 Besuchern (Vorjahr 129.804), die des
Schauspiels von 54.326 (Vorjahr 57.645) Besuchern gesehen. Von den Besuchern des Musiktheaters
entfielen 81.602 auf Oper, 14.197 auf die Tanzgastspiele und 18.038 auf sonstige Veranstaltungen im
Großen Haus, wie Konzerte, Quatsch keine Oper, u.Ä.
Weiterhin wurden die Einführungsmatineen, weitere Veranstaltungen im Foyer der Oper, zum Teil mit
freiem Eintritt sowie die Gastspiele von 4.949 Besuchern aufgesucht. Das sind insgesamt 173.112
(Vorjahr: 196.490) Besucher in der Spielzeit 2018/19.Seite 40 von 75

12
Die statistische Auslastung der Vorstellungen betrug im Schauspiel 68,80 %, in der Oper einschließ-
lich Tanzgastspiele 79,41 %.
*********
Das Ergebnis der wirtschaftlichen Tätigkeit, welches wir beeinflussen können (also ohne die Gebäu-
deabschreibungen und die damit verbundenen Entnahme aus der Allgemeinen Rücklage, die zu ei-
nem entsprechend auszuweisenden Fehlbetrag führt), entspricht in etwa dem prognostizierten An-
satz. Der Fehlbetrag in Höhe von 420.551,15 € wird aus der satzungsmäßigen Rücklage entnommen.
II. Wirtschaftsbericht
a) Die Vermögens- und Finanzlage einschließlich Investitionen
Übersicht
Mit Wirkung zum 01. August 1997 wurde das gesamte Anlagevermögen des Teilbereichs OPER ein-
gebracht. Die Einbringungswerte des Grundvermögens sind im Ratsbeschluss vom 26. Juni 1997 „DS
9700740“ festgeschrieben.
Gemäß §§ 1 Abs. 3 und 13 Abs. 2 der Satzung des THEATER DER BUNDESSTADT BONN in der Fassung
vom 14.12.2001 ist zur Sicherung des Zwecks der Einrichtung eine satzungsmäßige Rücklage zu bil-
den, der nicht verbrauchte Zuschüsse und Mehreinnahmen zugeführt werden müssen und die zur
Deckung von Fehlbeträgen eingesetzt wird.
Im Wirtschaftsjahr 2018/19 wird der Jahresfehlbetrag in Höhe von 1.437.640,15 € (Vorjahr: Fehlbe-
trag – 229.895,46 €) durch eine Entnahme aus der allgemeinen Rücklage für „nicht zu erstattende
Gebäude-Abschreibung“ in Höhe von 1.017.089,00 € (Vorjahr: 1.017.089,00 €) gedeckt. Daneben ist
eine Entnahme aus der satzungsmäßige Rücklage in Höhe von 420.551,15 € (Vorjahr: Einstellung:
787.193,54 €) notwendig.
Die Bilanzsumme des Theaters ist im Vergleich zum Vorjahr (VJ) um 1.808,3 Tsd. € gesunken. Die
immateriellen Vermögensgegenstände betragen 7,8 Tsd. € (VJ: 7,1 Tsd. €). Der Anteil des Anlage-
vermögens an der Bilanzsumme liegt bei 82,2% (VJ: 80,4%). Das Umlaufvermögen ist auf 6.814,7
Tsd. € (VJ: 7.953,2 Tsd. €) gesunken. Sein Anteil an der Bilanzsumme liegt nun bei 17,3% (VJ:
19,3%). Das Eigenkapital einschließlich Sonderposten sank auf 35.088,1 Tsd. € (VJ: 36.387,7 Tsd.
€). Der Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme beträgt 78,1% (VJ: 78,2%). Der Anteil des
Fremdkapitals (Verbindlichkeiten) liegt bei 1.183,5 Tsd. € bzw. 3,0% (VJ: 4,7%).
Die Zahlungsfähigkeit des Theater der Bundesstadt Bonn war im abgelaufenen Wirtschaftsjahr zu je-
dem Zeitpunkt gegeben.
Investitionen und Finanzierung
Das Ausgabevolumen des Vermögensplanes des Wirtschaftsjahres 2018/19 beträgt 440.000,00 €
(Vorjahr: 440.000,00 €).
Im Berichtszeitraum wurden Investitionen in einer Gesamthöhe von 998.837,58 € (Vorjahr:
767.506,78 €) getätigt.Seite 41 von 75

13
Die Summe der im Berichtsjahr beschafften „Geringwertigen Wirtschaftsgüter“, beträgt 76.203,17 €
(Vorjahr: 94.592,84 €).
Zusammenfassung der getätigten Investitionen 2018/19
Softwarelizenzen 5.960,70€
Baumaßnahmen 0,00 €
Maschinen und maschinelle Anlagen 0,00€
Betriebs- und Geschäftsausstattung
- Bühnentechnik und techn.
Direktion 64.370,55 €
- Theaterwerkstätten 18.402,20 €
- Beleuchtung 79.951,22 €
- Ton/ Elektroakustik 220.508,99 €
- Kostümabteilung/Maske 12.574,69 €
- Schauspielhaus 13.636,58 €
- KBB Oper 31.900,00 €
- Controlling und EDV 5.268,10 €
- Fahrzeuge 0,00 €
446.612,33€
Anlagen im Bau 470.061,38€
Geringwertige Wirtschaftsgüter, die nicht im 76.203,17€
Vermögensplan enthalten sind
Summe der getätigten Investitionen 998.837,58€
In der Spielzeit 2018/19 wurde die Elektronische Akustikanlage für die Oper mit einem Betrag von
426.303,92 € von Anlagen im Bau in die Betriebs- und Geschäftsausstattung umgebucht. Aktivierung
war zum 01.12.2018. Die Arbeiten begannen im Juli 2018.
Die Installation der Akustikanlage zur Verbesserung der Akustik im Zuschauersaal wurde aufgrund
der Arbeitsschutzmaßnahmen im Orchestergraben notwendig.
Aufgrund unseres Antrags und der Entsperrung durch den Rat (Genehmigung der Dringlichkeitsent-
scheidung des OB am 20.03.2019) wurden die Mittel durch die Kämmerei freigegeben.
Bauvorhaben und Bauunterhaltung
Gemäß Entscheidung des Oberstadtdirektors der Stadt Bonn vom Januar 1988 (s. auch Zuschuss
durch die Bundesstadt Bonn) sind seit dem Wirtschaftsjahr 1989/90 erforderliche Ersatz- und Erweite-
rungsinvestitionen an den eingebrachten Gebäuden („Dach und Fach“) - soweit diese nicht theater-
spezifisch sind - aus dem Vermögenshaushalt der Bundesstadt Bonn zu finanzieren.
Auf Basis des Ratsbeschlusses vom 06.07.2017 ist das SGB zuständig, die laufenden Arbeiten für
die Bauunterhaltung im Theater Bonn zu gewährleisten.Seite 42 von 75

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In der Praxis stellt sich dem SGB aufgrund der angespannten Lage auf dem Arbeitsmarkt wie in an-
deren Bereichen das Problem, die vorgesehenen vier Stellen dauerhaft zu besetzen und damit eine
Kontinuität in der Aufgabenerledigung herzustellen.
Bei der Vielzahl anstehender und dringlicher Maßnahmen müssen in Abstimmung mit dem Theater
Prioritäten gesetzt werden. Dabei sind immer wieder auch unaufschiebbare Maßnahmen erforderlich,
die den laufenden Spielbetrieb betreffen.
Gemeinsames Ziel ist es, alles Erforderliche zu realisieren, damit die Spielfähigkeit erhalten bleibt. Ob
dies unter den gegebenen Voraussetzungen und des in Teilen bestehenden zeitlichen Drucks, u. a.
aufgrund von Sachverständigenanforderungen, gelingen wird, kann nicht prognostiziert werden.
Zuschuss durch die Bundesstadt Bonn
Aufgrund der Entscheidung des Oberstadtdirektors der Bundesstadt Bonn (Mitteilung des Dezernates
IV vom 12.01.1988 und Vermerk des Amtes 20 vom 05.01.1988) sind hinsichtlich des Umfangs der
Verlustübernahme durch die Bundesstadt Bonn folgende Regelungen getroffen worden:
- Abschreibungen auf Gebäude und Gebäudebestandteile des Theaters werden nicht in den Zu-
schuss, der aus dem städtischen Haushalt finanziert wird, einbezogen. Erforderliche Ersatz- und
Erweiterungsinvestitionen sind ab dem Wirtschaftsjahr 1989/90 im städtischen Vermögenshaus-
halt zu veranschlagen. Eine Belastung des Theaters mit Zinsen und Tilgung entsteht nicht.
- Die Abschreibungen für Betriebseinrichtungen, die nicht Gebäudebestandteil sind sowie für die
Betriebs- und Geschäftsausstattung werden dagegen in den Zuschuss einbezogen und ohne
Beschränkung dem Theater der Bundesstadt Bonn erstattet.
- Nicht verausgabte Mittel des Vermögensplanes werden seit dem 01. August 2008 in der Bilanz
in einem „Sonderposten für nicht bis zum 31.07. verwendete Zuschüsse der Bundesstadt Bonn“
zugeführt.
- Im Rahmen der Einführung des Neuen Kommunalen Finanzmanagements für Gemeinden im
Land NRW (NKF NRW) und im Hinblick auf die gemäß § 2 Abs. 1 NKFEG NRW bestehende
Verpflichtung der Bundesstadt Bonn, zum 31. Dezember eines Jahres einen NKF-
Gesamtabschluss aufstellen zu müssen, hat die Kämmerei der Bundesstadt Bonn im Wirt-
schaftsjahr 2008/09 gewünscht, dass das Theater der Bundesstadt Bonn zum 31. Juli 2008 eine
Änderung des Bilanzausweises vornimmt. In Anlehnung an die Anforderungen des NKF-
Gesamtabschlusses der Bundesstadt Bonn, in dem das Theater Bonn voll zu konsolidieren ist,
hat das Theater daher zum 01. August 2008 erstmalig einen „Sonderposten zur Finanzierung
des Anlagevermögens“ gebildet und im Berichtsjahr weiter fortentwickelt.
- Die vorgenannten Regelungen wurden mit der Zusammenlegung der bis zum 31.07.1997 als
kommunaler Regiebetrieb geführten Oper mit dem bestehenden Eigenbetrieb Schauspiel für das
Gesamttheater als Eigenbetrieb übernommen.
- Der Gesamtbetriebskostenzuschuss wird ab dem Berichtsjahr 2009/10 in einen Zuschuss für
laufende Ausgaben (Betriebskostenzuschuss, BKZ) und einen Zuschuss für Investitionen (In-
vestitionskostenzuschuss, IKZ) aufgeteilt.
- Gemäß dem Wirtschaftsplan des Theaters für das Wirtschaftsjahr 2018/19 darf die Theaterlei-
tung über den verbleibenden „Sonderposten für nicht bis zum 31.07. verwendete Zuschüsse der
Bundesstadt Bonn(IKZ)“ wie auch über die „Investitionsrücklage“ für nicht geplante, zusätzliche
Investitionen frei verfügen.
b) Die Ertragslage
Die eigenbetriebsähnliche Einrichtung THEATER DER BUNDESSTADT BONN ist ein kommunaler Kultur-
betrieb (ohne eigene Rechtspersönlichkeit), der nicht auf die Erzielung eines Gewinns, sondern auf
die Versorgung der Bevölkerung mit dem Kulturgut THEATER ausgerichtet ist.
Der Gesamt-Betriebskostenzuschuss für das Theater der Bundesstadt Bonn beträgt gemäß dem gel-
tenden Intendantenvertrag mit Herrn Dr. Bernhard Helmich insgesamt 26.580.700,00 €. Hinzuzurech-
nen ist noch die – geschätzte - Tariferhöhung für 2018/19 in Höhe von 2.878.000,00 €, sodass der
städtische Gesamt-Zuschussbetrag insgesamt 29.458.700,00 € beträgt; davon 29.018.700,00 €
(BKZ) und 440.000,00€ (IKZ).Seite 43 von 75

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Die tatsächlich anfallenden Tarifsteigerungen werden während der Laufzeit des Intendantenvertrages
mit Herrn Dr. Helmich von der Bundesstadt Bonn übernommen.
Im Wirtschaftsjahr 2018/19 beträgt die tatsächliche Tariferhöhung 2.909.002,25 € (VJ: 2.328.439,52
€). Nach der Berücksichtigung der bereits veranschlagten Tariferhöhung von 2.878.000,00 € muss die
Stadt Bonn zusätzlich einen Betrag von 31.002,25 € erstatten. Der städtische Gesamtzuschuss er-
höht sich somit auf 29.489.702,25 €.
************
Das Land NRW hat mit dem Zuwendungsbescheid vom 01. September 2018 und einem Änderungs-
bescheid vom 04.12.2018 eine Zuwendung in Höhe von 1.684.732,00 € für das Kalenderjahr 2018
bewilligt, von dem ein Betrag in Höhe von 25.000,00 € für theaterpädagogische Maßnahmen einzu-
setzen ist. Von der vorgenannten Zuwendung entfällt ein Betrag in Höhe von 701.932,00 € auf das
Wirtschaftsjahr 2018/19.
Mit Zuwendungsbescheid für das Kalenderjahr 2019 wurde eine Zuwendung in Höhe von
1.986.829,00 € bewilligt, von dem auf das Wirtschaftsjahr 2018/19 eine Zuwendung in Höhe von
1.106.500,00 € entfällt.
Darüber hinaus haben wir vom Förderverein Musikalisches Kindertheater für die Produktion Brundibar
eine Förderung von 10.000,00 € erhalten. Außerdem werden wir vom Freundeskreis des Hauses bei
einzelnen Produktionen des Theaters Bonn finanziell unterstützt.
Ergebnis
Im Wirtschaftsplan 2018/19 ist eine Entnahme aus der allgemeinen Rücklage in Höhe von
1.017.089,00 € für „nicht zu erstattende Gebäudeabschreibungen“ veranschlagt.
Das Wirtschaftsjahr 2018/19 schließt insgesamt mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von
1.437.640,15 € (Vorjahr: - 229.895,46 €) ab, so dass ein Betrag in Höhe von 420.551,15 €
(Vorjahr: Einstellung 787.193,54 €) aus der satzungsmäßigen Rücklage entnommen wird.
Entwicklung der satzungsmäßigen Rücklage
Die satzungsmäßige Rücklage hat sich wie folgt entwickelt (Stand jeweils Ende des Wirtschaftsjah-
res):
2011/12 4.200.527,64 €
2012/13 2.186.532,00 €
2013/14 821.875,98 €
2014/15 854.812,62 €
2015/16 889.628,95 €
2016/17 1.600.070,12 €
2017/18 2.387.263,66 €
2018/19 1.966.712,51 €Seite 44 von 75

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Die Aktivitäten des Theaters der Bundesstadt Bonn
Teilbereich: Musiktheater - Oper/Tanz
Übersicht über die Inszenierungen (Autoren etc. siehe "Spielzeit im Überblick")
1. Neuinszenierungen Oper im Großen Haus
Inszenierung Premiere Anzahl Angebot Besucher Nutzung
Kiss me Kate 15.09.2018 11 11.142 10.837 97,26%
Xerxes 07.10.2018 13 13.282 10.911 82,15%
Lohengrin 04.11.2018 12 12.288 10.054 81,82%
Marx in London 09.12.2018 9 9.216 5.132 55,69%
La Gioconda 01.01.2019 5 5.120 2.534 49,49%
Die Schneekönigin 27.01.2019 11 11.264 8.968 79,62%
Elektra 10.03.2019 9 9.216 6.136 66,58%
Die Sache Makropulos 07.04.2019 8 8.192 3.010 36,74%
Les Vêpres Siciliennes 25.05.2019 8 8.192 6.577 80,29%
Gesamtergebnis 86 87.912 64.159 72,98%
2. Wiederaufnahmen der Oper im Großen Haus
Inszenierung Wiederaufnahme Anzahl Angebot Besucher Nutzung
Die Zauberflöte 13.10.2018 6 6.144 6.065 98,71%
Hänsel und Gretel 16.11.2018 5 5.120 4.553 88,93%
Jerusalem 10.02.2019 6 6.144 4.052 65,95%
Don Giovanni 14.06.2019 3 3.072 2.773 90,27%
Gesamtergebnis 20 20.480 17.443 85,17%
3. Sonstige Veranstaltungen der Oper im Foyer
Inszenierung Anzahl Angebot Besucher Nutzung
…und außerdem 4 598 192 32,11%
Führungen im Opernhaus 15 209 201 96,17%
Sitzkissenkonzerte 6 780 736 94,36%
Singender Advent 1 199 199 100,00%
Matineen 6 788 401 50,89%
Familienworkshops 6 58 25 43,10%
Familienchor 1 25 15 60,00%
Hochschulkonzert 1 199 23 11,56%
Jüdische Kulturtage 1 79 79 100,00%
Die Geschichte vom kleinen
Onkel
6 524 423 80,73%
Brundibár 6 1.214 877 72,24%
Gesamtergebnis 53 4.673 3.171 67,86%Seite 45 von 75

17
Opernproduktionen Gesamt 159 113.065 84.773 74,98%
4. Sonstige Veranstaltungen
Inszenierung Anzahl Angebot Besucher Nutzung
Quatsch keine Oper 15 15.269 14.488 94,89%
Jauchzet Frohlocket 1 1.024 515 50,29%
Chinesisches Neujahrskon-
zert
1 1.024 993 96,97%
8. Festliche Operngala 1 1.024 1.022 99,80%
Kehrauskonzert 1 1.024 1.020 99,61%
Gesamtergebnis 19 19.365 18.038 93,15%
5. Tanzgastspiele im Großen Haus
Inszenierung Anzahl Angebot Besucher Nutzung
Tanzgastspiele 15 15.360 14.197 92,43%
Gesamtergebnis Tanz 15 15.360 14.197 92,43%
6. Neuinszenierung Oper auf der Werkstattbühne
Inszenierung Premiere Anzahl Angebot Besucher Nutzung
Der Kaiser von Atlantis 07.09.2019 2 244 241 98,77%
Gesamtergebnis Oper
Werkstattbühne
2 244 241 98,77%
7. Veranstaltungen mit freiem Eintritt
Anzahl Angebot Besucher Nutzung
Sonstige VA 11 1.555 1.537 98,84%
Gesamtergebnis 11 1.555 1.537 98,84%
Gesamtergebnis Musiktheater 206 149.589 118.786 79,41%
(inkl. Besucher der Tanzgastspiele)Seite 46 von 75

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Vorstellungen und Besucher nach Spielstätten
Spielstätte
2017/18 2018/19 2017/18 2018/19 2017/18 2018/19 2017/18 2018/19
Opernhaus 156 140 158.683 143.117 127.968 113.837 80,64% 79,54%
Opernhaus, Foyer 27 53 2.705 4.673 1.836 3.171 67,87% 67,86%
Opernhaus, Werkstattbühne 0 2 0 244 0 241 0,00% 98,77%
Sonderveranstaltungen 2 11 3.090 1.555 3.090 1.537 100,00% 98,84%
Eigene Gastspiele 3 0 4.435 0 4.435 0 100,00% 0,00%
Gesamt 188 206 168.913 149.589 137.329 118.786 81,30% 79,41%
Besucherstatistik
Im Berichtsjahr 2018/19 haben insgesamt 118.786 (Vorjahr 2017/18 137.329) Besucher die Vorstellungen
des Musiktheaters und der Tanzgastspiele gesehen.
Vorstellungszahl Verfügbare Plätze Besucher AuslastungSeite 47 von 75

19
Besucherstatistik - Teilbereich: Oper und Tanz
2017/18 2018/19 2017/18 2018/19 2017/18 2018/19 2017/18 2018/19
Abonnenten 19.826 17.925 100 155 0 4 19.926 18.084
Volksbühne Bonn/ 19.698 17.974 14 44 0 57 19.712 18.075
Theatergemeinde Bonn
Freier Verkauf (inkl. Personal- 82.783 72.841 1.600 2.857 0 164 84.383 75.862
und Gebührenkarten)
Freikarten 5.661 5.097 122 115 0 16 5.783 5.228
Gesamt 127.968 113.837 1.836 3.171 0 241 129.804 117.249
Eigene Gastspiele 4.435 0
Sonderveranstaltungen 3.090 1.537
Summe 137.329 118.786
Opernhaus Opernhaus Foyer GesamtOpernhaus WerkstattSeite 48 von 75

20
Die Aktivitäten des Theaters der Bundesstadt Bonn
Teilbereich: Schauspiel
Übersicht über die Inszenierungen (Autoren etc. siehe "Spielzeit im Überblick")
1. Neuinszenierungen des Schauspiels im Schauspielhaus
Inszenierung Premiere Anzahl Angebot Besucher Nutzung
Candide 14.09.2018 19 8.266 4.457 53,92%
Die Orestie 29.09.2018 9 3.915 1.572 40,15%
Linie 16 12.10.2018 22 9.796 8.700 88,81%
Ein Sommernachtstraum 17.11.2018 22 9.724 7.774 79,95%
Der Menschenfeind 01.12.2018 18 7.909 5.831 73,73%
Eines langen Tages Reise 18.01.2019 12 5.219 2.490 47,71%
Liliom 15.02.2019 11 4.784 1.947 40,70%
Frau Müller muss weg 29.03.2019 11 4.896 4.572 93,38%
House of Horror 24.05.2019 6 2.571 1.162 45,20%
Gesamtergebnis 130 57.080 38.505 67,46%
2. Wiederaufnahmen des Schauspiels im Schauspielhaus
Inszenierung Wiederaufnahme Anzahl Angebot Besucher Nutzung
Die Physiker 13.12.2018 5 2.207 2.068 93,70%
Gesamtergebnis 5 2.207 2.068 93,70%
3. Weitere Veranstaltungen im Schauspielhaus
Inszenierung Anzahl Angebot Besucher Nutzung
Late Night 5 250 128 51,20%
Dein Hund - Dein Mönch 1 200 62 31,00%
Spotlights 1 400 309 77,25%
Gesamtergebnis 7 850 499 58,71%
4. Neuinszenierung des Schauspiels im Foyer des Schauspielhauses
Inszenierung Premiere Anzahl Angebot Besucher Nutzung
Die Ratte 27.03.2019 5 300 160 53,33%
Gesamtergebnis 5 300 160 53,33%
5. Gastspiele im Schauspielhaus
Inszenierung Anzahl Angebot Besucher Nutzung
Madame Bovary 2 870 463 53,22%
Vor dem Anfang 1 425 153 36,00%
Macbeth 2 869 795 91,48%Seite 49 von 75

21
Gesamtergebnis Gast-
spiele
5 2.164 1.411 65,20%
Gesamtergebnis
Schauspielhaus
152 62.601 42.643 68,12%
6. Neuinszenierungen Werkstattbühne
Inszenierung Premiere Anzahl Angebot Besucher Nutzung
Wer ist Walter 05.10.2018 14 1.696 1.249 73,64%
Die Zofen 15.11.2018 16 1.936 1.041 53,77%
Jakob der Lügner 22.11.2018 10 1.210 1.070 88,43%
Warten auf Godot 31.01.2019 13 1.575 1.442 91,56%
Oh wie schön ist Malta 28.03.2019 7 844 760 90,05%
Die Nase 26.04.2019 5 605 338 55,87%
In and out 23.05.2019 3 363 363 100,00%
Gesamtergebnis 68 8.229 6.263 76,11%
7. Wiederaufnahmen Werkstattbühne
Inszenierung Wiederaufnahme Anzahl Angebot Besucher Nutzung
Schlafende Hunde 29.11.2018 6 726 201 27,69%
Ansichten eines Clowns 04.12.2018 4 484 220 45,45%
Gesamtergebnis 10 1.210 421 34,79%
8. Gastspiele Werkstattbühne
Inszenierung Anzahl Angebot Besucher Nutzung
Wuthering Heights 1 121 73 60,33%
Peace 1 121 121 100,00%
Die letzten Zeugen 1 121 38 31,40%
Gold - Glänzender Dreck 2 242 165 68,18%
Gesamtergebnis 5 605 397 65,62%
Gesamtergebnis
Werkstattbühne
83 10.044 7.081 70,50%
9. Neuinszenierungen Portal
Inszenierung Premiere Anzahl Angebot Besucher Nutzung
Der Wind hat mir kein Lied
erzählt
07.12.2018 7 637 473 74,25%
33 Bogen und ein Teehaus 21.02.2019 11 1.331 825 61,98%
Jugend ohne Gott (Schau-
spielhaus)
27.04.2019 7 3.048 2.275 74,64%
Gesamtergebnis 25 5.016 3.573 71,23%Seite 50 von 75

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10. Wiederaufnahmen Portal
Inszenierung Wiederaufnahme Anzahl Angebot Besucher Nutzung
Sophie und das geheimnis-
volle Flüstern (Container)
02.10.2018 8 231 187 80,95%
Die Zaubershow 02.12.2018 4 396 288 72,73%
Wem gehört die Welt 13.06.2019 1 250 134 53,60%
Gesamtergebnis 13 877 609 69,44%
Gesamtergebnis Portal 38 5.893 4.182 70,97%
11. Eigene Gastspiele in fremden Theatern
Anzahl Angebot Besucher Nutzung
Sophie und das geheimnis-
volle Flüstern (Oberhausen)
4 120 120 100,00%
Gesamtergebnis 4 120 120 100,00%
Gesamtergebnis Eigene Gastspiele 4 120 120 100,00%
12. Veranstaltungen mit freiem Eintritt
Anzahl Angebot Besucher Nutzung
Sonstige VA 1 300 300 100,00%
Gesamtergebnis 1 300 300 100,00%
Gesamtergebnis Schauspiel 278 78.958 54.326 68,80%Seite 51 von 75

23
Vorstellungen und Besucher nach Spielstätten
Spielstätte
2017/18 2018/19 2017/18 2018/19 2017/18 2018/19 2017/18 2018/19
Schauspielhaus 163 150 69.578 65.349 47.664 44.764 68,50% 68,50%
Foyer Schauspielhaus 3 21 110 1.583 87 1.049 79,09% 66,27%
Werkstattbühne 97 94 11.131 11.375 7.598 7.906 68,26% 69,50%
Außenspielstätten 52 8 2.832 231 2.296 187 81,07% 80,95%
Eigene Gastspiele 1 4 550 120 550 120 100,00% 100,00%
Sonderveranstaltungen 8 1 966 300 966 300 100,00% 100,00%
Gesamt 324 278 85.167 78.958 59.161 54.326 69,46% 68,80%
Besucherstatistik
Im Berichtsjahr 2018/19 haben insgesamt 54.326 (Vorjahr 2017/18 59.161) Besucher die Vorstellungen
des Schauspiels Bonn gesehen.
Vorstellungszahl Verfügbare Plätze Besucher AuslastungSeite 52 von 75

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Besucherstatistik - Teilbereich: Schauspiel
Außenspielstätten
2017/18 2018/19 2017/18 2018/19 2017/18 2018/19 2017/18 2018/19 2017/18 2018/19
Abonnenten 9.010 9.106 0 58 1.026 909 782 54 10.818 10.127
Volksbühne Bonn/ 6.271 6.455 0 0 830 910 0 0 7.101 7.365
Theatergemeinde Bonn
Freier Verkauf (inkl. Personal- 29.756 26.628 84 929 5.136 5.309 1.335 128 36.311 32.994
und Gebührenkarten)
Freikarten 2.627 2.575 3 62 606 778 179 5 3.415 3.420
Gesamt 47.664 44.764 87 1.049 7.598 7.906 2.296 187 57.645 53.906
Eigene Gastspiele 550 120
Sonderveranstaltungen 966 300
Summe 59.161 54.326
GesamtSchauspielhaus Foyer Schauspielhaus WerkstattbühneSeite 53 von 75

25
Abonnementsstruktur
Für die Spielzeit 2018/19 wurden insgesamt folgende Abonnements verkauft:
Abonnement 2018/19 2019/20
(Stand:10.01.2020)
Premieren – Abonnement Oper 240 232
Abonnement Oper MIDO 94 90
Abonnement Oper Fr 80 79
Abonnement Oper SA 83 69
Abonnement Oper SO 85 80
Abonnement Oper SON (Sonntagnachmittag Oper) 58 74
Abonnement OK (Oper-Konzert) 17 9
Ballett/Tanz Groß 140 158
Ballett/Tanz Klein 206 192
Ballett/Tanz Int. Tanz (4 Gutscheine) 0 0
Premieren-Abonnement Schauspiel 59 54
Abonnement Schauspiel FR 53 44
Abonnement Schauspiel SA 30 31
Abonnement Schauspiel SO 70 62
Abonnement Schauspiel Klassik nur 2018/19 1 0
Abonnement PREM WB ab 2015/16 34 38
Abonnement Schauspiel DO ab 2015/16 56 60
Abonnement Schauspiel Mi ab 2015/16 43 31
Wahlabonnement O (4 Gutscheine) 252 130
Wahlabonnement O (6 Gutscheine) 253 176
Wahlabonnement O (8 Gutscheine) 339 296
Wahlabonnement OS (Oper-Schauspiel) 266 231
Wahlabonnement S (4 Gutscheine) 82 41
Wahlabonnement S (6 Gutscheine) 127 90
Wahlabonnement S (8 Gutscheine) 201 133
Schulklassenabonnement 3.471 3.851
Young & More-Card (einmaliger Neuerwerb) 2.673 2.676
TheaterCa

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Datenstand: 02.11.2026, 22:11 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de