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200424 · Beschlussvorlage

Stadthalle Bad Godesberg - Raum- und Nutzungskonzept

Nummer
200424
Art
Beschlussvorlage
Veröffentlicht
04.03.2020
Letzte Änderung
18.09.2026
  1. Sitzung des Hauptausschusses 23.04.2020 Entscheidung federführend
  2. Sitzung des Hauptausschusses anstelle des Rates nach § 60 Abs. 1 Satz 2 GO NRW 07.05.2020 Entscheidung federführend
  3. Sitzung der Bezirksvertretung Bad Godesberg 06.05.2020 Anhörung
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Untergeordnet

  1. 200424-1 Stadthalle Bad Godesberg - Raum- und Nutzungskonzept
  2. 200424-3 AA Stadthalle Bad Godesberg - Raum- und Nutzungskonzept Antrag zur Vorlage 200424
  3. 200424-4 AA Stadthalle Bad Godesberg - Raum- und Nutzungskonzept Antrag zur Vorlage 200424
  4. 200424-5 AA Stadthalle Bad Godesberg - Raum- und Nutzungskonzept Antrag zur Vorlage 200424
  5. 200424-2 AA Stadthalle Bad Godesberg - Raum- und Nutzungskonzept Antrag zur Vorlage 200424
  6. 200424-6 AA Stadthalle Bad Godesberg - Raum- und Nutzungskonzept Antrag zur Vorlage 200424

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Beschlussvorlage
öffentlich
200424
Der Oberbürgermeister
Federführung:
03 Amt für Wirtschaftsförderung
Dezernat:
Dez. OB
Stadthalle Bad Godesberg - Raum- und
Nutzungskonzept
Beratungsfolge
Bezirksvertretung Bad Godesberg 18.03.2020 Anhörung
Unterausschuss für Denkmalschutz 25.03.2020 Anhörung
Ausschuss für Wirtschaft und Arbeitsförderung 31.03.2020 Empfehlung
Hauptausschuss 23.04.2020 Entscheidung
Begründung der Dringlichkeit:
Eine zeitnahe Beschlussfassung ist zwingend erforderlich, um Verzögerungen
zu vermeiden und den vorgegebenen Zeitplan für die Sanierung noch einhalten
zu können.
Beschlussvorschlag
Das Raum- und Nutzungskonzept wird vorbehaltlich der denkmalrechtlichen
Prüfung in Form der Variante 2 zur Umsetzung in der anstehenden
Vollsanierung beschlossen.
Sollte Variante 2 danach nicht genehmigungsfähig sein, ist Variante 3 näher auf
ihre Umsetzbarkeit zu prüfen.
Begründung
Die Tourismus & Congress GmbH (T&C) wurde von der Verwaltung beauftragt,
ein „Raum- und Nutzungskonzept für die Stadthalle Bad Godesberg“ als
Grundlage einer ab Sommer 2022 beginnenden Vollsanierung der Stadthalle
Bad Godesberg zu erarbeiten (siehe Anlage). Drei Varianten der zukünftigen
Raumnutzung werden darin herausgearbeitet. Die dargestellten Varianten
verstehen sich vorbehaltlich der Prüfung des Denkmalschutzes, der baulichen
Substanz sowie der zu erwartenden Kosten.
Die Zusammenfassung des Konzeptes lautet wie folgt (siehe Seite 3 der
Anlage):
„Seite 1 von 43

Seite 2
 Die Stadthalle Bad Godesberg ist ein wichtiges Produkt im
Tagungsmarkt der Destination Region Bonn und sollte eine nachhaltige,
strategische Ausrichtung erfahren.
 Die Stadthalle Bad Godesberg ist ein Nukleus des gesellschaftlichen
Lebens des Stadtbezirk Bad Godesberg.
 Das zukünftige Nutzungskonzept für die Stadthalle Bad Godesberg
sollte den Erhalt und Ausbau der Multifunktionalität der
Veranstaltungsstätte beinhalten.
 Für die Stadthalle Bad Godesberg sollte im Hinblick auf den Erhalt und
den Ausbau von Veranstalter Zielgruppen, ein auf Multifunktionalität und
Flexibilität ausgerichtetes Raumkonzept entwickelt werden, welches
zum Ziel hat Foyer Flächen zu erhalten und die Teilbarkeit von
Räumlichkeiten zu optimieren. Das Raum Konzept sollte dabei auch die
Möglichkeit von Parallelveranstaltungen inkludieren (Zuwegung).
 Das zukünftige Nutzungskonzept der Stadthalle Bad Godesberg sollte
sowohl die emotionalen Bindung der Bürgerinnen und Bürger an das
Restaurant, als auch die fachliche Einschätzung eines erhöhten Bedarfs
an Tagungsräumlichkeiten und Nebenflächen berücksichtigen und
perspektivisch eine Verkleinerung der Restaurantfläche bei
gleichzeitiger Aufrechterhaltung des Restaurants als lokalen Treffpunkt
für die Bevölkerung beinhalten.
 Die derzeit vorhandene Vollküche sollte nebst dazugehörigen Lager-
und Kühlräumen, als auch den Anlieferungsmöglichkeiten in eine
Catering Küche mit Ausrichtung auf den Betrieb durch Vertragscaterer
umgebaut werden.
 Anpassung der Preisstruktur und Preispolitik an die Bedürfnisse der
Zielgruppen. Entwicklung einer dynamischen Preismatrix für örtliche und
auswärtige Veranstalter, sowie kommerzielle und gemeinnützige
Veranstalter und Vereine.
 Das zukünftige Nutzungskonzept der Stadthalle Bad Godesberg, sollte
im Hinblick auf die technische Ausstattung des Gebäudes, über eine in
der Raum Vermietung inkludierte Grundausstattung (Licht, Ton, Bühne,
etc.) verfügen. Zusätzlicher Technikbedarf seitens der Veranstalter
sollte durch einen Vertragstechnikdienstleister, flexibel und
veranstaltungsbezogen eingebracht werden können. „
Die Eckpunkte der drei Varianten sind:
Die Variante 1 sieht eine maximale Teilbarkeit vorhandener Säle und
Räumlichkeiten, bei gleichzeitigem Erhalt der Foyerflächen und einer
Verkleinerung der bestehenden Restaurantfläche vor. Kernelement bildet dabei
die Teilbarkeit des Großen Saals durch flexible Trennwände. Dadurch
entstehen bei Bedarf zwei Säle. Gemäß der Vorgabe, das Restaurant in Gänze
oder in Teilen zur Nutzung durch die Bad Godesberger Bürger als Anlaufstelle
zu erhalten, wurde die Teilbarkeit der Räumlichkeit als Lösungsansatz gewählt.
Durch eine Neugestaltung der als Restaurant genutzten Fläche entsteht ein
Bereich, der je nach Bedarf durch eine mobile Trennwand in einen separaten
Tagungsraum umgewandelt werden kann. Statt einer Vollküche entsteht eineSeite 2 von 43

Seite 3
Catering Küche. Diese bedient den Restaurantbetrieb mit einer modernen,
angepassten Bistro-Karte.
Die Variante 2 sieht eine Beibehaltung der Teilbarkeit des Großen Saals bei
gleichzeitiger Verlagerung des Restaurantbetriebs in den Kurfürstensaal/
Trinkpavillon vor. Hierdurch entstehen in der Räumlichkeit des bisherigen
Restaurantbetriebs zwei je nach Bedarf flexibel nutzbare Tagungsräume.
Anstelle der Vollküche wird eine Cateringküche inklusive eines
Vollküchenanteils umgesetzt, wodurch im Gastronomiebereich die Auswahl des
Menüangebotes erweitert würde.
In der Variante 3 des Raumkonzepts bleibt die derzeit bestehende Raum- und
Flächennutzung im Status Quo erhalten und erfährt eine bauliche wie auch
technische Ertüchtigung.
Die Tourismus & Congress GmbH empfiehlt in der anstehenden Vollsanierung
die Umsetzung der Variante 2 des Raum- und Nutzungskonzeptes (siehe Seite
27). Die Verwaltung schließt sich dieser Empfehlung an.
An der Sitzung der Bezirksvertretung Bad Godesberg wird die Tourismus &
Congress GmbH teilnehmen.
Anlage/n
1 Nutzungskonzept zur Stadthalle Bad Godesberg (öffentlich)
2 Raumpläne Stadthalle Bad Godesberg (öffentlich)Seite 3 von 43

Tourismus & Congress GmbH Region Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler
Raum- und
Nutzungskonzept für die
Stadthalle Bad GodesbergSeite 4 von 43

S e i t e | 1
Präambel
Die vorliegende durch die Stadt Bonn in Auftrag gegebene Arbeit basiert auf Vergleichen zu anderen
Veranstaltungsstätten, sowie Studien und Erfahrungswerten der Tourismus & Congress GmbH /
Region Bonn / Rhein-Sieg / Ahrweiler als Vermarktungsorganisation. Die Arbeit versteht sich somit als
Entscheidungshilfe zur Entwicklung eines zukunftsfähigen Nutzungskonzepts für die Stadthalle Bad
Godesberg. Die dargestellten Ergebnisse und Empfehlungen bilden in der Folge den Verfassern
bekannte regionale und überregionale Vergleichsobjekte, sowie Auszüge aus Studienergebnissen und
Marktforschungsanalysen zum Tagungsstandort Region Bonn ab. Die Arbeit erhebt keinen Anspruch
auf Vollständigkeit, bringt aber aufgrund der guten Vergleichbarkeit mit anderen
Veranstaltungsstätten, den vorliegenden Studien und den langjährigen Erfahrungswerten der T&C
viele Erkenntnisse mit sich, die aus Verfassersicht als die zuvor beschriebene Entscheidungshilfe zur
Entwicklung eines Nutzungskonzepts für die Stadthalle Bad Godesberg dienen kann.Seite 5 von 43

S e i t e | 2
Inhalt
Präambel
Zusammenfassung
1. Der Tagungsmarkt in Deutschland
2. Der Tagungsmarkt der Region Bonn
3. Bonn Bad Godesberg als Tagungsstandort – Infrastruktur und Vernetzung vor Ort
4. Raumangebot und Belegungssituation der Stadthalle Bad Godesberg
5. Der Restaurantbetrieb der Stadthalle Bad Godesberg
6. Die Kücheneinrichtung der Stadthalle Bad Godesberg
7. Preisgestaltung und Preispolitik und Technikanforderungen
8. Marktentwicklung und zukünftige Zielgruppen
9. Raumkonzeption
10. Bedarf Technikausstattung
11. Nachhaltigkeit und Barrierefreiheit
12. Fazit & Empfehlung
Literatur- und QuellenverzeichnisSeite 6 von 43

S e i t e | 3
Zusammenfassung
Nachfolgend werden die Kernaussagen der Arbeit zusammengefasst und verkürzt dargestellt.
 Die Stadthalle Bad Godesberg ist ein wichtiges Produkt im Tagungsmarkt der Destination
Region Bonn und sollte eine nachhaltige, strategische Ausrichtung erfahren.
 Die Stadthalle Bad Godesberg ist ein Nukleus des gesellschaftlichen Lebens der Stadtbezirk
Bad Godesberg
 Das zukünftige Nutzungskonzept für die Stadthalle Bad Godesberg sollte den Erhalt und
Ausbau der Multifunktionalität der Veranstaltungsstätte beinhalten.
 Für die Stadthalle Bad Godesberg sollte im Hinblick auf den Erhalt und den Ausbau von
Veranstalter Zielgruppen, ein auf Multifunktionalität und Flexibilität ausgerichtetes
Raumkonzept entwickelt werden, welches zum Ziel hat Foyer Flächen zu erhalten und die
Teilbarkeit von Räumlichkeiten zu optimieren. Das Raum Konzept sollte dabei auch die
Möglichkeit von Parallelveranstaltungen inkludieren (Zuwegung)
 Das zukünftige Nutzungskonzept der Stadthalle Bad Godesberg sollte sowohl die
emotionalen Bindung der Bürgerinnen und Bürger an das Restaurant, als auch die fachliche
Einschätzung eines erhöhten Bedarf an Tagungsräumlichkeiten und Nebenflächen
berücksichtigen und perspektivisch eine Verkleinerung der Restaurantfläche bei
gleichzeitiger Aufrechterhaltung des Restaurant als lokalen Treffpunkt für die Bevölkerung
beinhalten.
 Die derzeit vorhandene Vollküche sollte nebst dazugehörigen Lager- und Kühlräumen, als
auch den Anlieferungsmöglichkeiten in eine Catering Küche mit Ausrichtung auf den Betrieb
durch Vertragscaterer umgebaut werden.
 Anpassung der Preisstruktur und Preispolitik an die Bedürfnisse der Zielgruppen. Entwicklung
einer dynamischen Preismatrix für örtliche und auswärtige Veranstalter, sowie kommerzielle
und gemeinnützige Veranstalter und Vereine.
 Das zukünftige Nutzungskonzept der Stadthalle Bad Godesberg, sollte im Hinblick auf die
Technische Ausstattung des Gebäudes, über eine in der Raum Vermietung inkludierte
Grundausstattung (Licht, Ton, Bühne, etc.) verfügen. Zusätzlicher Technikbedarf seitens der
Veranstalter sollte durch einen Vertragstechnikdienstleister, flexibel und
veranstaltungsbezogen eingebracht werden können.Seite 7 von 43

S e i t e | 4
Raum- und Nutzungskonzept für die Stadthalle Bad Godesberg
Vorbemerkung
Im Rahmen der Voruntersuchungen zur Entwicklung eines zukunftsfähigen Konzepts für das
Veranstaltungszentrum Stadthalle Bad Godesberg ist es sinnvoll, die lokale Situation in den
Kontext der Entwicklung des Tagungsmarkt der Region Bonn, als auch des deutschen
Tagungsmarkt zu stellen und im Anschluss die Besonderheiten der Location zu beleuchten.
1.) Der Tagungsmarkt in Deutschland
Das Europäische Institut für Tagungswirtschaft erhebt in diesem Zusammenhang jährlich das
Meeting- & Eventbarometer Deutschland, als auch das Tagungsbarometer Bonn Region,
sowie alle 2 Jahre das Meeting- & Eventbarometer NRW.
Deutschland ist weltweit Tagungsland Nummer zwei und belegt im europäischen Vergleich
den ersten Platz im Hinblick auf die Anzahl der durchgeführten Veranstaltungsformate.
2018 fanden in Deutschland 2,89 Mio Veranstaltungen mit 412 Mio Teilnehmern und einer
durchschnittlichen Dauer von 1,4 Tagen statt. Diese Veranstaltungen verteilen sich auf
Veranstaltungszentren, Tagungshotels und Eventlocations.
Die Nachfrage nach Art der Veranstaltungsstätten im M.I.C.E Markt verteilt sich wie folgt:
Tagungshotels (50%)
Veranstaltungs-Centren (39%)
Event Locations (11%)
Meetings mit einer Teilnehmerzahl bis zu 50 Teilnehmer dominieren mit einem Anteil von
40,5% den deutschen Tagungsmarkt, gefolgt von Veranstaltungen der Größenklassen bis 100
Teilnehmer (22,4%) und bis 250 Teilnehmern (18%). Der Anteil der Veranstaltungen mit über
1.000 Teilnehmern macht 3,4% aus
Im Zeitraum 2014-2018 verzeichneten speziell die Veranstaltungszentren im Mittel einen
Zuwachs an Veranstaltungsformaten von +9,5%. Dies lässt sich auch anhand der
überdurchschnittlichen Anzahl an Belegungstagen in Veranstaltungs-Centren (198
Belegungstage zu 143 Belegungstagen in Event Locations) nachvollziehen.
Die mit Abstand wichtigste Veranstaltungsart in den deutschen Veranstaltungsstätten ist die
Kategorie der Kongresse, Tagungen und Seminare. Diese machen 60,9% aller
Veranstaltungen im deutschen M.I.C.E. Markt aus bei einem Zuwachs von +3,1% in 2018.
Die Kategorie der Kongresse, Tagungen und Seminare machen speziell in den Veranstaltungs-
Centren rund die Hälfte (49%) der dort umgesetzten Veranstaltungsformate aus.
Rund 17% aller Kongresse und Tagungen weisen zusätzlich eine begleitende Ausstellung auf.
Für die Gruppe der Veranstaltungs-Centren ist dies besonders wichtig, da 22%, bzw. mehr als
ein Fünftel aller Tagungen und Kongresse mit begleitender Ausstellung in Veranstaltungs-
Centren durchgeführt werden und entsprechende Raumprofile aufweisen müssen.Seite 8 von 43

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Kultur- und Sportveranstaltungen stellen mit rund 14 % in den Veranstaltungs-Centren die
zweitstärkste Veranstaltungskategorie dar. Diese Veranstaltungen werden im Wesentlichen
aus dem lokalen Quellmarkt generiert uns sind in den Veranstaltungs-Centren stärker
vertreten als in den Tagungshotels und den Eventlocations. Dies ist ein Indiz für die starke
lokale Verflechtung welche Veranstaltungszentren auf lokaler Ebene haben.
In Veranstaltungs-Centren bilden die Unternehmen mit einem Anteil von 40%, die Verbände
mit 23,8%, die Agenturen mit 17,1% und Wissenschaftliche Einrichtungen mit 7,7 % die
wichtigsten Kundengruppierungen bei den durchgeführten Veranstaltungen in 2018.
Dabei wird mittlerweile jede 10. Veranstaltung über Online über ein Tagungsportal gebucht
bzw. angefragt (Vgl.: Meeting- & Eventbarometer Deutschland, GCB,EITW, 2018/19).
2.) Der Tagungsmarkt der Region Bonn
2018 fanden in der Region Bonn rund 32.370 Veranstaltungen (+1%) mit 2,39 Mio
Teilnehmern (+5,6%) und einer durchschnittlichen Dauer von 1,7 Tagen statt. Damit fällt die
Entwicklung der Region im Deutschlandvergleich (Anzahl Veranstaltungen –2,6% und Anzahl
Teilnehmer + 1,6% sowie Dauer von 1,4 Tagen) deutlich positiver aus.
Dies bestätigt auch der 10 Jahres Trend. Wurden in 2009 noch 23.424 Veranstaltungen mit
1,66 Mio in der Region Bonn verzeichnet so waren es in 2018 32.370 Veranstaltungen
(+38,19%) mit 2,39 Mio Teilnehmern (+43,98%). Diese Veranstaltungen verteilen sich auf
Veranstaltungszentren, Tagungshotels und Eventlocations.
Die Nachfrage nach Art der Veranstaltungsstätten im M.I.C.E Markt der Region Bonn verteilt
sich wie folgt:
Tagungshotels 58%
Veranstaltungs-Centren 23%
Event Locations 19%
Dabei binden die Veranstaltungszentren in der Region Bonn mit rund 48% fast die Hälfte aller
Teilnehmer, gefolgt von den Tagungshotels mit 36% der Teilnehmer.
Insgesamt wurden 2018 Umsätze in Höhe von rund 90,3 Mio € im Tagungs-und
Kongressmarkt der Region Bonn erwirtschaftet, die sich aus veranstaltungsbezogenen
Umsätzen (57,4 Mio €) und Room Nights in der Hotellerie (32,9 Mio €) zusammensetzen.
Dabei entfällt ein Anteil von 24% der erzielten Umsätze auf Veranstaltungsformate, die in
den lokalen Veranstaltungszentren durchgeführt worden sind. Damit trägt die Kongress- und
Tagungswirtschaft wesentlich zur wirtschaftlichen Bedeutung der Tourismusbranche in der
Region Bonn bei.
Veranstaltungen mit einer Teilnehmerzahl bis 50 Teilnehmer bestimmen mit einem Anteil
von 81,1% den Markt der Business Veranstaltungen in der Region Bonn. Gefolgt von der
Größenklasse der Veranstaltungen mit 50-250 Teilnehmern (13,5%) und 250-500
Teilnehmern (2,4%). Der Anteil der Veranstaltungen mit über 1.000 Teilnehmern macht 2,1%
aus.
Die Größenklasse der nachgefragten Veranstaltungsformate ist ein wichtiger Indikator für
den tatsächlich angefragten Raumbedarf im Tagungsmarkt.Seite 9 von 43

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Ebenfalls ein relevanter Indikator für den Raumbedarf in Veranstaltungszentren ist der Anteil
an Tagungen und Kongresse mit dazugehörigen Industrieausstellungen. Diese befinden sich
wie auch im Deutschland Vergleich im positiven Trend. Rund 4,5 % (+1%) aller Kongresse und
Tagungen in der Region Bonn weisen eine begleitende Ausstellung auf.
Bei der Betrachtung der Veranstalter Herkunft der in der Region Bonn durchgeführten
Veranstaltungen dominiert der nationale Quellmarkt und hier speziell die Region West
(+/- 200km um die Region Bonn) mit 70,8%.
Der Anteil der internationalen Veranstalter liegt bei 2,1% (+0,2%). Bei der
Veranstalterherkunft liegt der Quellmarkt Großbritannien vor der Schweiz und den USA.
In den Veranstalter Branchen landen im Segment der TOP-Wirtschafts-Branchen die
Veranstalter der IT/Telekommunikationsbranche auf Platz 1, gefolgt von Veranstaltern aus
den Bereichen Medizin/Pharma auf Platz zwei und den Banken und Versicherungen auf Platz
drei. In den TOP-Non-Profit-Bereichen dominieren die Veranstaltungen aus Politik &
Öffentlicher Hand auf Platz 1, gefolgt von Veranstaltungen aus der Verbändewelt auf Platz
zwei und Veranstaltern mit privatem Hintergrund auf Platz drei.
Besonders markant ist der Anteil der wiederkehrenden Veranstaltungen die in der Region
Bonn 64,1 % ausmachen und zum einem auf eine hohe Kundenzufriedenheit als auch einen
soliden Kundenstamm der M.I.C.E. Akteure schließen lassen (Vgl.: Das Tagungsbarometer
Bonn Region 2018, EITW, Management Information Juli 2019).
3. ) Bonn Bad Godesberg als Tagungsstandort – Infrastruktur und Vernetzung vor Ort
Für die Attraktivität und den damit verbundenen wirtschaftlichen Erfolg einer
Veranstaltungsstätte ist unter anderem auch die Einbindung und Vernetzung mit der lokalen
und regionalen Infrastruktur wichtig. Hierzu gehört neben der Erreichbarkeit auch die
Ausstattung des Umfeldes mit Hotels, Gastronomie und weiteren Eventlocations.
Die gute und schnelle Erreichbarkeit der Veranstaltungsstätte ist eine der wesentlichen
Voraussetzungen für den erfolgreichen Betrieb einer Veranstaltungsstätte. Dies schließt
sowohl den Aspekt der Erreichbarkeit der Destination in der die Veranstaltungsstätte liegt,
als auch den Aspekt der Lage innerhalb des Ortes selbst ein. (Vgl.: Schreiber; Kongresse
Tagungen und Events,2012 S.10)
Die Stadthalle Bad Godesberg liegt im Bonner Süden im Stadtteil Bonn Bad Godesberg.
Verkehrstechnisch ist die Stadthalle über den Halte- und Verkehrsknotenpunkt „Bonn Bad
Godesberg Stadthalle“ fußläufig an den ÖPNV (Bus & Bahn) angebunden. Über den DB
Haltepunkt Bonn Bad Godesberg ist die Anbindung an den regionalen SPNV gewährleistet.
Durch die unmittelbare Lage in der Nähe der Bundesstraße 9 ist die Anbindung über das
regionale Straßennetz als auch die Bundesautobahnen 562, 565 und 555 , sowie A3 und A61
im Fernverkehr an die Stadthalle angeschlossen. Über diese Verkehrswege als auch über die
Knotenpunkte des ÖPNV, sind auch die Flughäfen Köln/Bonn, Düsseldorf und Frankfurt
angebunden.
Eine ideale Verkehrsanbindung ist für Veranstalter (auch lokale Veranstalter) von erheblicher
Bedeutung, da die Teilnehmer zumeist von extern kommend, also ortsfremde Personen sind
und dadurch eigenständig zur Veranstaltungsstätte bzw. in die Destination reisen müssen.Seite 10 von 43

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Hierbei ist der PKW häufig das Verkehrsmittel der Wahl bei der Anreise (70%). (Vgl: Behn-
Künzel, von Schnurbei-Ströbel, 2006, S.95)
Bei der Durchführung von mehrtägigen Veranstaltungsformaten ist die Anzahl der in der
Nähe einer Veranstaltungsstätte gelegenen Hotels wichtig. Die entsprechende Ausstattung
eines Stadtteils mit adäquaten Hotels, erlaubt es Teilnehmern einer Veranstaltung,
idealerweise in relativer Nähe Unterkünfte zu buchen. Je kürzer die Anreise von Hotels zum
Veranstaltungsort ist, umso angenehmer gestaltet sich die Aufenthaltsqualität für die Gäste.
Gleichzeitig stellt die räumliche Nähe von Hotels zum Tagungsort, auch für den Veranstalter
ein wichtiges Kriterium dar, da hier nur ein geringer logistischer Aufwand betrieben werden
muss um die Teilnehmer von den Hotels zum Veranstaltungsort zu bringen (ÖPNV, Shuttle,
fußläufig). Dabei ist nicht nur eine der Größe der Veranstaltungsstätte entsprechende
Kapazität der Hotelbetriebe wichtig, sondern vor allem auch ein breit gefächertes Angebot in
Bezug auf Preis, Qualität und Leistung. (Vgl.: Behn-Künzel/von Schnurbein-Ströbel,2006, S.
96)
Die Stadt Bonn verfügt Stand Januar 2019 über 84 Hotelbetriebe (inkl. Hotel garnis) mit rund
8.000 Betten (dies entspricht rund 4000 - 5000 ZE). Wie aus Tabelle 1 ersichtlich, befinden
sich in einem Radius von 7 km um die Stadthalle Bad Godesberg 14 Beherbergungsbetriebe
mit einer Kapazität von maximal 1.825 verfügbaren Zimmereinheiten. Unter
Berücksichtigung der Tatsache, dass Hotels durch den regulären Reiseverkehr und
Eigenveranstaltungen eine Grundbelegung haben, liegt die realistische Verfügbarkeit für
Kongress- und Tagungsveranstaltungen bei geschätzten 469 Zimmern. Die Mehrzahl der sich
in 7 km Umkreis befindlichen Hotels liegen an oder in Nähe zur zentralen Verkehrsachse B9
zwischen Bad Godesberg, Gronau und Bonner Innenstadt. Mit der hierdurch gegebenen
Anbindung an den ÖPNV, benötigt ein Reisender von den Hotels aus im Durchschnitt rund 10
min um die Stadthalle Bad Godesberg zu erreichen. Die Zahlen illustrieren den
Standortvorteil der verkehrsgeographischen Lage der Stadthalle als auch die Anbindung an
die weiterführende Tagungsinfrastruktur vor Ort.Seite 11 von 43

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Tabelle 1 Auszug Hotelkapazitäten in einem Umkreis von 7 km um die Stadthalle Bad
Godesberg
Hotel Anzahl Zimmer bei
max. Verfügbarkeit
Anzahl Zimmer bei
realistischer Verfügbarkeit
Entfernung zur Stadthalle in
km und min.
Living Hotel Kanzler 150 45 (30%) 7 km, Fahrtzeit ca. 14 min
Hotel Dahl 67 7 (10%) 7 km, Fahrtzeit ca. 13 min
Kameha Grand Bonn 254 76 (30%) 6,6 km, Fahrtzeit ca. 13 min
Marriott Hotel 336 100 (30%) 6,1 km, Fahrtzeit ca. 14 min
Basecamp Bonn 51 5 (10%) 5 km, Fahrtzeit ca. 13 min
Bonnox 96 10 (10%) 5 km, Fahrtzeit ca. 13 min
Maritim Hotel Bonn 410 123 (30%) 4,8 km, Fahrtzeit ca. 12 min
Gustav-Stresemann-
Institut
210 63 (30% 4,8 km, Fahrtzeit ca. 12 min
Akzent Hotel 20 2 (10%) 2,1 km, Fahrtzeit ca. 6 min
Rheinhotel Dreesen 72 21 (30%) 1,7 km, Fahrtzeit 6 min
Hotel Burgblick 13 1 (10%) 1,1 km, Fahrtzeit ca. 4 min
Boutique Hotel
Dreesen
24 3 (10%) 1 km , Fahrzeit 3 min
Insel Hotel 76 8 (10%) 550 m, Fahrtzeit 1 min
Park Hotel 46 5 (10%) 550 m, Fahrtzeit 1 min
Summe 1.825 469
Quelle: Eigene Darstellung , 21.10.2019
Um die Hotelinfrastruktur im Einzugsbereich der Stadthalle Bad Godesberg hinsichtlich der
Verfügbarkeit von Zimmern für Tagungs- und Kongressveranstaltungen zu bewerten, muss
die Aufteilung der Veranstaltungen in Bonn auf die einzelnen Größenklassen betrachtet
werden.
Tabelle 2 Größenklassen beruflich motivierter Veranstaltungen
Größenklasse Veranstaltung Marktanteil in Bonn
10 – 20 Teilnehmer 52,4 %
21 – 50 Teilnehmer 28,7 %
51 – 250 Teilnehmer 13,5 %
251 – 500 Teilnehmer 2,4 %
501 – 1.000 Teilnehmer 1,7 %
1.001 – 2.000 Teilnehmer 0,9 %
2.001 – 5.000 Teilnehmer 0,4 %
Quelle: Eigene Darstellung nach SCHREIBER, Tagungsbarometer Bonn Region 2018.
Aus Tabelle 2 wird ersichtlich das, sich das beruflich motivierte Tagungsgeschäft auf die
Größenklassen von 10 -250 Teilnehmern konzentriert. Diese Veranstaltungsformate haben
einen Marktanteil von rund 94 % und dominieren damit den Bonner Markt. Die zahlreichen
Seminar und Tagungsveranstaltungen generieren sich aus den in Bonn ansässigen
Unternehmen (DAX), Verbänden, internationalen Organisationen (UN, etc.) und
Einrichtungen der Öffentlichen Hand (Ministerien, Bundesämter, etc.). Die Stadthalle Bad
Godesberg kann somit den wesentlichen Teil des Marktgeschehens in den bestehenden
Räumlichkeiten abbilden. Dabei sollte hinsichtlich einer zukünftigen Nutzung jedoch der
Anteil der flexibel teilbaren Räumlichkeiten erhöht werden um auch die kleineren
Größenklassen noch besser als bisher auch im Parallelbetrieb zu platzieren.Seite 12 von 43

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Die Größe einer Veranstaltungsstätte sollte mit der touristischen Infrastruktur, zu der auch
Beherbergungskapazitäten in der Destination und am Standort selbst zählen, in einem
marktgerechten Verhältnis stehen. Demnach sollten dreimal so viel Hotelbetten wie
Sitzplätze (bei parlamentarischer Bestuhlung) im Einzugsgebiet einer Veranstaltungsstätte
liegen, da nicht jedes Hotelbett uneingeschränkt und immer an Kongressgäste vermittelt
werden kann. Ebenso sollten ausreichend große Hotels im Einzugsgebiet liegen, um zu
vermeiden, dass bei größeren Veranstaltungsformaten, die Teilnehmer auf viele
unterschiedliche Hotels verteilt und untergebracht werden müssen (Vgl.: Schreiber;
Kongresse Tagungen und Events,2012 S.10 ff.)
Für die Stadthalle Bad Godesberg ergibt sich vor den genannten Rahmenbedingungen
folgendes Bild. Es liegt ein Verhältnis von 560 Plätzen in parlamentarischer Bestuhlung im
großen Saal und einer Anzahl von 1.825 Zimmereinheiten (Faktor 3 Benchmark = 1.680
Zimmer) im Umkreis von 7 km vor. Durch die Anbindung der Hotelinfrastruktur der Bonner
Innenstadt an die Verkehrsachsen des ÖPNV und des Individualverkehrs, ist nochmals eine
erweiterte Einbindung von Hotelkapazitäten denkbar. Hierbei kann die Nutzung des
Hotelreservierungssystem bonnhotels.de mit Buchungen inkl. Bus & Bahnticket der T&C eine
logistische Hilfestellung sein.
Ergänzt wird die lokale Tagungsinfrastruktur in Bonn Bad Godesberg durch weitere
Veranstaltungs- und Eventlocations im Stadtteil. Diese befinden sich teilweise in fußläufiger
Entfernung zur Stadthalle Bad Godesberg und bilden gemeinsam eine breite Produktpalette
für unterschiedliche Veranstaltungsformate ab. Hierzu gehören u.a. die Godesburg mit einer
Kapazität von bis zu 220 Personen, die La Redoute mit einer Kapazität von bis zu 300
Personen, die kleine Beethovenhalle mit einer Kapazität von bis zu 400 Personen, die
Eventlocation Stella Rheni mit einer Kapazität für bis zu 200 Personen, das Rheinhotel
Dreesen mit einer Kapazität von bis zu 350 Personen als auch das im Stadtbezirk Bad
Godesberg liegende Maritim Hotel Bonn mit einer Kapazität von bis zu 2.800 Personen im
größten Saal. Der Stadtbezirk Bad Godesberg bietet auch ideale Voraussetzungen für
kulturelle Rahmenprogramme. So befindet sich die Stadthalle Bad Godesberg in teils
fußläufiger Entfernung zu kulturellen Einrichtungen wie dem Schauspielhaus Bad Godesberg,
Kleines Theater und Deutsches Museum Bonn, als auch der in der Fußgängerzone
angesiedelten Einzelhandelsgeschäfte und dem dort ebenfalls vorhandenen
gastronomischen Angebot.
Zur Befriedigung der vielfältigen Bedürfnisse von Kongressveranstaltern und
Kongressreisenden, ist das Vorhandensein eines umfangreichen Dienstleistungsangebots
notwendig. Hierzu zählen nicht nur die Betriebe der Hotellerie und Gastronomie, sondern
auch Geschäfte des Einzelhandels und Einrichtungen für die Freizeitgestaltung. Diese tragen
als sekundäre Standortfaktoren zur Qualitätsverbesserung der Kongressstandorte bei.
Zu diesen sog. sekundären Standortfaktoren gehören auch das kulturelle Angebot und die
naturräumlichen Faktoren. Sie sind für die direkte Durchführung eines Kongresses oder einer
Tagungsveranstaltung zwar nicht essentiell aber die daraus resultierende positive Wirkung
auf Teilnehmer und Veranstalter darf nicht unterschätzt werden. (Vgl.: Schreiber; Kongresse
Tagungen und Events,2012 S.12)Seite 13 von 43

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Bei der zukünftigen Ausrichtung der Stadthalle Bad Godesberg ist es daher wichtig auch die
Gesamtausrichtung der Stadtteilentwicklung von Bonn Bad Godesberg in eine Bewertung
einfließen zu lassen. Die Stadthalle als Veranstaltungsstätte funktioniert nicht als isoliertes
Produkt sondern ist auf eine enge Vernetzung und auch Kooperationen im lokalen
Tagungsmarkt angewiesen um ein Höchstmaß an Produktflexibilität anbieten zu können.
4.) Raumangebot und Belegungssituation in der Stadthalle Bad Godesberg
Die sog. Stadthallen sind in den 50er und 60 er Jahren primär als Kultur- und
Veranstaltungsstätten in mittleren, kleineren Städten konzipiert gewesen. Dementsprechend
breit ist auch das Veranstaltungsspektrum. Es reicht von politischen Versammlungen,
wissenschaftlichen Kongressen, über Tierzuchtschauen und Verbrauchermessen bis zu
Brauchtumsveranstaltungen und Vereinsfesten- und Versammlungen. Die im Durchschnitt
geringe Zahl an Räumen und auch die Qualität der technischen Ausstattung haben die
Durchführung von mehrtägigen Veranstaltungsformaten häufig sehr eingeschränkt. In den
letzten fünf bis zehn Jahren hat im deutschen Tagungsmarkt eine Neuausrichtung vieler
Stadthallenkonzepte begonnen. Viele Stadthallen sind im Rahmen von Sanierungs- und
Erweiterungsmaßnahmen mit einem Tagungs- und ausstellungsgerechten Raumprogramm
neu konzipiert worden, so dass sie heute eher den Typ eines multifunktionalen kleinen
Kongresszentrum vertreten. (Vgl.: Beckmann, Das professionelle 1x1, Seminar,Tagungs- und
Kongressmanagement, 2010,S.22)
Die Stadthalle Bad Godesberg wurde 1955 als Veranstaltungsstätte mit dem Schwerpunkt
Tagungs- Veranstaltungszentrum sowie Ausstellungshalle und Eventfläche erbaut. Der Bau
steht dabei für eine multifunktionale Ausrichtung.
Die Stadthalle Bad Godesberg verfügt wie aus Tabelle 2 ersichtlich derzeit über 14 Räume
von denen 12 dem eigentlichen Tagungsbetrieb zuzuordnen sind. Zwei Veranstaltungsräume
sind zudem noch in Unterräume unterteilbar (Kleiner Saal & Parksaal). Ergänzt wird dies
durch die zusätzlichen Räumlichkeiten Restaurant und Bierstube und Kegelbahn als auch den
vorhandenen Foyer Flächen.
Tabelle 3 Raumübersicht Stadthalle Bad Godesberg
Räume
Unterräume Tageslicht qm Reihe Parla. Bankett Block U-Form
Großer Saal x 680 1056 560 840
Kleiner Saal x 265 300 170 200
Kleiner Saal 1 x 160 200 100 120 60
Kleiner Saal 2 x 80 100 50 80 50
Foyer x 500 230 150 200
Parksaal x 264 300 150 200
Parksaal 1 x 70 60 40 50 24 45
Parksaal 2 x 70 60 40 50 24 45
Parksaal 3 x 70 60 40 50 24 45
Brunnensaal x 60 60 40 50 24 45
Empfangszimmer x 50 40 30 40 24 40
Terrassensaal x 120 100 60
Konferenzzimmer x 40 24 24
Kurfürstensaal x 120 80 60Seite 14 von 43

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Erkerzimmer x 20 14
Bierstube 80 40
Restaurant x 120
Quelle: Eigene Darstellung nach Angaben www.stadthalle-bad-godesberg.de, 10.09.2019
Die Veranstaltungsräumlichkeiten verteilen sich wie aus dem Gebäudeplan in Abbildung 1
ersichtlich ist, im Wesentlichen ebenerdig.
Abbildung 1 Raumübersichtsplan Stadthalle Bad Godesberg
Quelle: www.stadthalle-bad-godesberg.de,10.09.2019Seite 15 von 43

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Die Auslastung der Stadthalle ist derzeit nach eigenen Angaben mit rund 280
Veranstaltungen im Jahr und 260 Belegungstagen für den Großen Saal, außerordentlich gut
und gehört damit im bundesweiten Vergleich zu den am besten ausgelasteten Stadthallen
(Vgl.: CIMA Veranstaltungsstättenkonzept Stadt Bonn, 2018 S. 30+55).
Rund 100 Veranstaltungen im Großen Saal waren in 2018 der Kategorie der klassischen
Tagungen zuzuordnen und konnten den nötigen Umsatz und Ertrag erwirtschaften. Bei den
weiteren Veranstaltungen im Großen Saal handelt es sich um kostendeckend veranstaltete
Hausmessen, Konzerte, Kultur- und Brauchtumsveranstaltungen, sowie Hochzeiten.
Auf die anderen Räumlichkeiten verteilen sich im Jahresverlauf rund 1.500 kleinere
Veranstaltungen u.a. Versammlungen und Vorträge (637), Geburtstag- & Familien- und
Trauerfeiern (157), Prüfungen (57). Das Geschäft der Stadthalle Bad Godesberg unterliegt
wie auch der Tagungsmarkt der Region Bonn insgesamt den typischen saisonalen
Schwankungen, mit einer klassischen Einsattelung im Sommer (deutlicher Rückgang der
Veranstaltungsaktivität über einen Zeitraum von 6 Wochen) (Vgl. Gesprächsnotiz Herr
Weiermann Stadt Bonn Auerbach 03-43,11.09.19).
Charakteristisch für die Stadthalle Bad Godesberg ist die Vielzahl an stadtteilbezogenen
Veranstaltungen die in ihren Räumlichkeiten durchgeführt werden und sie somit zu einem
Ankerpunkt des Veranstaltungsgeschehens und Gesellschaftlichen Lebens im Stadtbezirk Bad
Godesberg machen.
Hierzu zählen neben Veranstaltungsformaten wie Tagungen und Kongresse vor allem auch
Verbandssitzungen, Prüfungsausschüsse, Brauchtumsveranstaltungen, Abibälle,
Vereinsversammlungen und Verbrauchermessen.
Die unterschiedlichen Veranstaltungsformate die in der Stadthalle durchgeführt werden
haben nicht nur ein unterschiedliches Raumanforderungsprofil, sie sprechen auch
unterschiedliche Zielgruppen an Teilnehmern an. Gemeinsam ist Ihnen jedoch das die
jeweiligen Veranstalter aus für den Tagungsmarkt relevanten Marktsegmenten kommen und
die Multifunktionalität der Stadthalle benötigen um den unterschiedlichen
Anforderungsprofilen gerecht zu werden.
So kann die Stadthalle im klassischen Tagungsgeschäft derzeit vor allem das Segment der
Seminare & Symposien (30-100 TN), Tagungen (100-200 TN) und der Kongresse (200-1000
TN) bedienen das entsprechende Raumprofil ist aus Tabelle 2 ersichtlich.
Tabelle 4 Raumprofile unterschiedlicher Veranstaltungsarten
Quelle: Eigene Darstellung nach Prof.Dr. E. Gugg , Prof T. Schreiber und Datenbeständen der T&C
Hier wird ersichtlich, das bereits kleinere Veranstaltungsarten einen Bedarf an Workshop
Räumen und Nebenflächen haben um durchgeführt werden zu können. Das RaumkonzeptAnzahl Teilnehmer/Besucher Foyer/Ausstellungsflächen Plenarsäle Gruppen-/Workshopräume Bühne Künstlergaderobe
Seminare & Kurse bis 30 0 0 1 0 0
Symposien bis 100 0 1 1 bis 2 0 0
Tagungen bis 200 1 1 2 bis 5 0 0
Kongresse bis 1.000 1 1 5 bis 10 1 0
Generalversammlung über 1.000 1 1 10 und mehr 1 1
Brauchtumsveranstaltungen 1.000 1 1 0 1 1
Haus- und Verbrauchermessen 1.000 bis 5.000 0 0
Vereinsveranstaltungen 100 bis 250 1 0 1 0
Kulturveranstaltungen 500 bis 1.000 1 1 0 1 1
Alle Räume und Foyerflächen als AusstellungsflächeSeite 16 von 43

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eines Veranstaltungscentrums sollte hierauf möglichst flexibel reagieren können, um
wettbewerbsfähig zu sein.
5. Der Restaurantbetrieb der Stadthalle Bad Godesberg
Das Restaurant wird im Wesentlichen von lokalen Gästen besucht, was wiederum die enge
Verbindung der Stadthalle mit dem Stadtquartier belegt, allerdings stellt es derzeit keinen
touristisch relevanten Anziehungspunkt dar. Im Rahmen der Überlegungen zur
Neugestaltung des Raumprofils der Stadthalle Bad Godesberg, ist ein Vergleich mit anderen
Stadthallen mit eigenem Restaurationsbetrieb sinnvoll. Hierbei fällt nach Recherche auf, dass
die Entwicklung und Neuausrichtung der meisten Stadthallen auf einen Betrieb ohne eigenes
Restaurant abzielt.
So wurden beispielsweise in den Stadthallen Limburg, Koblenz und Mühlheim a.d. Ruhr im
Rahmen der durchgeführten Sanierungen, die Restaurants zu Tagungsräumlichkeiten
umgewandelt um eine größere Anzahl an Nebenräumlichkeiten für Tagungen und Kongresse
als auch Seminarräumlichkeiten zu schaffen. Die Verfügbarkeit von Nebenräumen
(Workshopräumen) ist bei zahlreichen Tagungen und speziell bei solchen mit einem großen
Plenum für Veranstalter wichtig, um die Veranstaltung flexibel aufteilen zu können.
Im Hinblick auf die emotionale Bindung der Bad Godesberger Bürger an das Restaurant der
Stadthalle Bad Godesberg als Ort der Begegnung, erscheint es sinnvoll diesen Aspekt und die
fachliche Bewertung, bei den anstehenden perspektivischen Überlegungen zur Entwicklung
eines zukunftsfähigen Nutzungskonzept für die Stadthalle Bad Godesberg, mit einfließen zu
lassen und einen Kompromiss zur der Nutzung der jetzigen Restaurantfläche zu suchen.
6. Die Kücheneinrichtung in der Stadthalle Bad Godesberg
Die Stadthalle Bad Godesberg verfügt über einen Restaurationsbetrieb mit einer Voll-Küche
welche auch den Veranstaltungsservice im Bereich Catering bedient. Der kontinuierliche
Betrieb einer vollwertigen Kücheneinheit, erscheint vor dem Hintergrund der von Seiten der
Veranstalter geforderten Flexibilität der Veranstaltungsstätten auch in puncto Catering nicht
mehr zeitgemäß. Veranstaltungsplaner möchten je nach Veranstaltungsart den Service eines
Vertragscateres buchen, der die Veranstaltung bedarfsorientiert mit einem flexiblen je nach
Publikum ausgerichteten Gastrokonzept versorgt.
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick zur aktuellen Bewirtschaftungssituation (Gastro)
unterschiedlicher Stadthallen in Deutschland. Hierbei handelt es sich um Hallen die
städtischen Liegenschaften sind und von einer städtischen Betreibergesellschaf oder einem
städtischen Amt direkt geführt werden bzw. durch die Kommune verpachtet sind.Seite 17 von 43

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Tabelle 5 Bewirtschaftung von Stadthallen im nationalen Vergleich
Quelle: Eigene Darstellung basierend auf Recherchedaten der T&C
Hierbei zeigt sich, das die Bedeutung von Locations mit einem oder mehreren externen
Cateringfirmen und sog. cateringfreien Locations eine immer größere Rolle im Markt spielt,
da der Kunde hierbei nicht an den In-Haus Pächter des Veranstaltungscentrums gebunden
ist, sondern frei wählen kann.
Grundlage für eine entsprechende Ausrichtung der Stadthalle Bad Godesberg bildet die
Umwandlung der Voll-Küche in eine Cateringküche welche über die notwendigen
Ausstattungsmerkmale verfügt, u m einem externen Caterer die Endzubereitung bereits im
eigentlichen Betrieb konfektionierter Speisen zu ermöglichen ( Bsp.:Konvektomaten, Kühl-
und Lagerflächen, Service und Anrichteflächen, Spül-und Reinigungsmöglichkeiten, etc.).
7. Preisgestaltung, Preispolitik und Technikanforderung
Die Preispolitik von Veranstaltungsstätten ist speziell für preissensible Zielgruppen wie
Vereine, Verbände und NGO`s ein vielfach entscheidendes Kriterium bei der Auswahl einer
Tagungsräumlichkeit. Die Mietkonditionen der Stadthalle Bad Godesberg liegen
erfahrungsgemäß innerhalb des lokalen Tagungsmarkts im unteren Drittel und damit
unterhalb der Preisniveaus von weiteren Veranstaltungscentren, Tagungshotels und
Eventlocations.
Beim Vergleich der Mietkonditionen der Stadthalle Bad Godesberg mit regionalen als auch
überregionalen Mitbewerbern in Tabelle 2 stellt man fest, das sich die Preisgestaltung der
Stadthallen auf einem ähnlichen Preisniveau bewegt. Die Mehrzahl der im deutschen Markt
ansässigen Stadthallen betreibt die Preisgestaltung im operativen Geschäft anhand sog.
Mietpreistabellen, aus denen der Mietzins für die Anmietung der unterschiedlichen großen
Säle als auch der Nebenflächen für Kunden ersichtlich ist. Einige Stadthallen (Magdeburg und
Wuppertal) die im Rahmen der Recherche betrachtet wurden, bieten ihren Kunden den
Service von sog. Tagungspauschalen an. Hierbei wird eine pro Kopf zu verrechnende
Pauschale erhoben, welche anteilig die Kosten für die Raummiete, das Catering und die
Technik als auch die Nebenkosten enthält. Dieser Service ermöglicht es dem Kunden bereits
im Vorfeld einer detaillierten, anfragebezogenen Angebotserstellung, eine erste Kalkulation
der Gesamtveranstaltung vorzunehmen. Die Preise der Tagungspauschalen liegen im SchnittLocation Hallenkapazität
In Haus
Pächter
Vertrags
Caterer
Frei/Aufragsgas
tronomie
Stadthalle Aschaffenburg 1.000 pax X
Stadthalle Erkrath 700 pax X
Stadthalle Vallendar 650 pax X
Stadthalle Göppingen 675 pax X (3 Stk.) X
Stadthalle Brakel 600 pax X
Stadthalle Blankenberg 1154 pax X
Stadthalle Kamen 500 pax X
Stadthalle Stadtallendorf 1200 pax X (1 Stk.)
Stadthalle Gotha 1.100 pax X
Stadthalle Hilden 1.000 pax X (1 Stk.)
Rhein Mosel Halle Koblenz 1.400 pax X (1 Stk.)
Stadthalle Troisdorf 1.500 pax X
Rhein-Sieg Halle Siegburg 1.699 pax X (2 stk.)
Stadthalle Magdeburg 2.064 pax X (1 Stk.)Seite 18 von 43

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zwischen 42 € pro Person und 73€ pro Person, je nach Umfang der angebotenen Leistungen
Dieser Service ist bereits gängige Praxis in der Tagungshotellerie.
Hier muss zwischen dem Vorteil der maßgeschneiderten Angebots Erstellung und einem
Ansatz mit Tagungspauschalen und damit einer schnell verfügbaren Preiskalkulation für den
Veranstalter, abgewogen werden.
Tabelle 6 Mietpreisvergleich Stadthalle Bad Godesberg (derzeitiger baulicher Zustand) und
MitbewerberName der Halle
Kapazität in
Reihenbestu
hlung im
größten Saal
Mietpreis
größter Saal
*1
Technikkosten
inkludiert *2
Externer
Technikpartner
Nebenkosten
inkludiert *3
Offizielle Sonderpreise für
örtliche oder auswärtige
Veranstalter bzw. Zielgruppen
spezifische Preise
Stadthalle Bad Godesberg 1088 pax 2.070 € Nein Ja Nein Nein
Rhein-Mosel Halle Koblenz 1400 pax 2.650 € Ja Ja Nein Ja
Stadthalle Troisdorf 1.500 pax 1.500 € Nein Ja Nein Ja
Stadthalle Plochingen 502 pax 525 € Nein Ja Nein Ja
Stadthalle Falkensee 1083 pax 2.440 € Ja Ja Ja Ja
Stadthalle Ratingen 1.100 pax 1.450 € Nein Ja Nein Ja
Stadthalle Magdeburg 2064 pax 1.337 € Nein Ja Nein Nein
Stadthalle Wuppertal 1.000 pax 2.750 € Nein Ja Nein Nein
Stadthalle Karlsruhe 1.754 pax 2.370 € Nein Ja Nein Ja
Alle Preise sind netto Preise und ca. Angaben laut Information der Betreiber & Träger von 2017 & 2018 & 2019
*1 Der Mietpreis gilt als Tagesmiete. Zu besseren Vergleichbarkeit wurden Sonderregelungen einzelner Hallen für Vergünstigungen des Mietpreis nicht miteinebzogen
*2 Als Technikkosten werden u.a.die Kosten zur Anmietung von Licht- und Tontechnik bezeichnet. Technische Grundausstattung Saalbeleuchtung, Lautsprecher meist auch Beamer inkludiert
*3 Als Nebenkosten werden die Kosten für Strom-,Wasserpauschalen, Garderobe, WC, Brandwache-Sicherheit, etc. bezeichnet
Wie aus Tabelle drei ersichtlich, beinhalten die meisten Mietpreise in bundesdeutschen
Stadthallen keine Technikkosten. Zwar wird in den Mietpreisen oftmals eine
Grundausstattung an Technik wie etwa Saalbeleuchtung und fest verbaute Saallautsprecher
nebst Audioanlage und Beamer in den Tagungsräumen inkludiert, weitere Technik ( extra
Licht-und Tontechnik, etc.) müssen allerding über externe Technikpartner hinzugemietet
werden. Durch die Kooperation mit Technikanbietern, kann dem Kunden gegenüber immer
eine aktuelle und neuwertige Technik veranstaltungsbezogen angeboten werden, ohne das
die Stadthallen selber einen Technikpark kostspielig unterhalten muss.
Wesentliche Unterscheidungsmerkmale zur Stadthalle Bad Godesberg, ergeben sich im
Bereich der offiziellen Preispolitik gegenüber unterschiedlichen Zielgruppen. Dies geschieht
bisweilen je nach Veranstaltungslocation sehr differenziert. So wird teilweise zwischen
Preisen für örtlichen und auswärtigen Veranstalter bzw. gewerbliche und private Nutzer, als
auch Preise für Vereine und Kultureinrichtungen und gemeinnützige Institutionen
unterschieden. Mit dieser differenzierten Preispolitik, tragen die fast ausschließlich im
städtischen Besitz und Betreiberschaft stehenden Stadthallen der öffentlichen
Daseinsvorsorge gegenüber örtlichen Veranstaltern (Vereine, Kultureinrichtungen,
gemeinnützige Organisationen etc.) Rechnung. Zu berücksichtigen ist hierbei natürlich der
Punkt der Finanzierbarkeit von Mietpreisnachlässen gegenüber einzelnen Zielgruppen. Hier
muss eine Gegenfinanzierung im wirtschaftlichen Betrieb gewährleistet sein.
Durch eine differenzierte Preispolitik ist es möglich, die Bandbreite der Zielgruppen bei einer
strategischen Neuausrichtung der Stadthalle Bad Godesberg zu erweitern.Seite 19 von 43

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8.) Marktentwicklung und zukünftige Zielgruppen
Der Wirtschaftsstandort Bonn ist im stetigen Wachstum begriffen und die kontinuierliche
Ansiedlung neuer Firmen als auch im speziellen der internationaler Organisationen und
Verbände steigern die Nachfrage nach Veranstaltungsmöglichkeiten in Bonn und der Region.
Allein von 2009 bis 2019 stieg die Zahl der in Bonn durchgeführten Veranstaltungen um rund
38% an. Im Tagungsmarkt der Region Bonn dominieren mit einem Anteil von 81,1% dabei die
Veranstaltungen mit einer Teilnehmerzahl bis 50 Teilnehmer den Markt der Business
Veranstaltungen, gefolgt von der Größenklasse der Veranstaltungen mit 50-250 Teilnehmern
(13,5%) (Vgl.: Das Tagungsbarometer Bonn Region 2018, EITW, Management Information Juli
2019).
Der Wirtschaftsstandort Bonn ist nicht nur durch die DAX orientierten Unternehmen geprägt
ist. Vor allem die Tatsache das Bonn UN Standort ist trägt dazu bei, das sich neben den 18
UN Sekretariaten auch weitere mit der UN assoziierte internationale Organisationen in Bonn
angesiedelt haben (Vgl. Verzeichnis der internationalen Organisationen in Bonn, Stadt Bonn,
12.09.2019). Darüber hinaus sind noch rund 500 Verbände und Lobbyisten Vereine in Bonn
ansässig welche das Tagungsgeschehen am Standort prägen (Vgl. Deutsches Verbände Forum
Adressdatenbank, 11.09.2019), Zahlreiche wissenschaftliche Forschungseinrichtungen wie
die Fraunhofer Institute oder das DZNE als auch die Universität Bonn, etc. sind prägend für
den Tagungsstandort. Diese Veranstalter zeichnen neben Großveranstaltungen über 1.000
Personen, im speziellen für kleine bis mittlere Tagungen und vor allem für eine Vielzahl an
Seminaren verantwortlich. Neben den „Big Playern“ sind auch die mittelständischen
Unternehmen in der Region wesentlicher Treiber der Tagungswirtschaft.
Die unterschiedliche Zielgruppen/Veranstalterbranchen gilt es bei einer zukünftigen
Ausrichtung regional wie auch überregional auszubauen. Die folgende Übersicht gibt die am
Standort relevanten Zielgruppen und deren typischen Tagungs- und Raumbedarf
pauschalisiert wieder:
Verbände
 Verbandstagungen mit einem Plenum bis 250 pax und 1-2 Workshopräumen für 50-
100 pax und Foyerflächen für Begleitausstellungen
 Weiterbildungsveranstaltungen mit 1- 5 Seminarräumen für 5-15 pax
 Räumlichkeit für Abendempfang 150-250 pax
Unternehmen
 Produktpräsentationen & Konzerntagungen mit einem Plenum für 500-1000 pax und
5-10 Workshopräumen, sowie Foyerflächen für Industrie- und Produktausstellung
 Fimenfeiern mit einem Plenum für 150-250+X pax und Foyerflächen für die
Aftershow
 Haus- und Verbrauchermessen mit Bedarf an Ausstellungsflächen in allen
Räumlichkeiten und Foyerflächen
Wissenschaft & Forschung
 Fachtagungen mit einem Plenum für 150-500 pax, 2-5 Workshopräumen und Foyer
Flächen für begleitende Poster-Präsentation
 Gala Abend Event bei internationaler Ausrichtung oder JubiläumsveranstaltungSeite 20 von 43

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Internationale Organisationen & Öffentliche Hand
 Fachkonferenzen mit einem Plenum für 100-250 pax und 2-5 Workshopräumen
Vereine und Kulturveranstalter
 Mitgliederversammlungen mit einem Plenum für 150-250 pax und Foyer Flächen
 Konzerte- und Theateraufführungen + Brauchtumsveranstaltungen mit einem großen
Saal für 1.000 pax und Foyer Flächen
Eine Vielzahl an Veranstalter benötigt bei mehrtägigen Tagungen oder Kongressen zusätzlich
eine externe Räumlichkeit für eine Abendveranstaltung. Neben der Möglichkeit eine
Abendveranstaltung in der gleichen Location wie die Tagung selbst auszurichten, ist das
Interesse der Veranstalter an alternativen Locations in der Nähe der Tagungsstätte für einen
Empfang, Gala oder Feier, hoch.
Durch die zentrale Lage der Stadthalle Bad Godesberg ist eine Kooperation im Verbund mit
anderen Locations wie etwa Redoutte, Godesburg, Dreesen, Kleine Beethovenhalle, Stella
Rheni, etc. im Bereich der Abendveranstaltungen sinnvoll. Durch die kurzen Wege ist die
Erreichbarkeit der Locations für die Abendveranstaltung von der Stadthalle als auch den
umgebenden Hotels aus, gut.
9.) Raumkonzept
Basierend auf der Auswertung der Mitbewerber Recherchen, Studienergebnisse, sowie
Marktforschungsuntersuchungen und Trendanalysen als auch der vorangegangenen
Auswertung des Raumbedarfs der Zielgruppen und Veranstaltungsformate der Stadthalle
Bad Godesberg, ergeben sich für das Raumkonzept nachfolgende Kernaussagen:
Die Stadthalle Bad Godesberg ist ein Nukleus des gesellschaftlichen Lebens des Stadtbezirk
Bad Godesberg und soll auch weiterhin Heimstätte unterschiedlichster
Veranstaltungsformaten von Vereinen, Verbänden, Unternehmen, Institutionen des
Gesellschaftlichen Lebens und Privatveranstaltungen im Stadtbezirk Bad Godesberg sein.
Gleichzeitig gilt es die Marktpositionierung als Tagungsprodukt im Kongressmarkt der
Destination Region Bonn, zu stärken. Das zukünftige Raumkonzept für die Stadthalle Bad
Godesberg sollte den Erhalt und Ausbau der Multifunktionalität der Veranstaltungsstätte
beinhalten. Dabei stehen der Erhalt und Ausbau der Teilbarkeit von Räumlichkeiten im
Vordergrund, um eine flexiblere Nutzung der Räumlichkeiten und Flächen zu erreichen.
Durch die Teilbarkeit von Räumlichkeiten erweitert man die Anzahl an
Veranstaltungsformaten mit denen die Stadthalle Bad Godesberg bespielt werden kann
(Veranstaltungen 10-50 pax , Tagungen 50-250 pax, Kongresse 250-500 pax, Events bis 1000
pax). Damit ist schlussendlich eine Erweiterung der Zielgruppen in der Kunden- und
Nutzeransprache (Seminarveranstalter, Unternehmer, Verbände, etc.) möglich.
Hierzu wurden 3 unterschiedliche Varianten eines Raumkonzepts für die Stadthalle Bad
Godesberg entwickelt. Diese bilden unterschiedliche Möglichkeiten der Raumnutzung ab. Die
dargestellten Varianten, verstehen sich vorbehaltlich der Prüfung des Denkmalschutz und
der baulichen Substanz, als auch der daraus resultierenden Kostenfaktoren für die
Umgestaltung des Großen Saal und des RestaurantSeite 21 von 43

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9.1.Erdgeschoss Variante 1
Die Variante 1 sieht eine maximale Teilbarkeit vorhandener Sälen und Räumlichkeiten, bei
gleichzeitigem Erhalt der Foyer Flächen und einer Verkleinerung der bestehenden
Restaurantfläche vor (siehe Abbildung 2 + Alle Pläne als Anlage verfügbar).
Abbildung 2: Übersicht Raumkonzept Variante 1
Quelle: Eigene Darstellung auf Basis von Plänen des SGB der Stadt Bonn
Kernelement bildet dabei die Teilbarkeit des Großen Saal (siehe Abbildung 3) durch flexible
Trennwände. Dadurch entstehen bei Bedarf zwei Säle.
Saal 1  ca. 286 m2 + Bühnenanteil mit einer Kapazität von ca. 300 pax in Reihenbestuhlung
(Schätzwert)
Saal 2  ca. 178 m2 mit einer Kapazität von 200 pax in Reihenbestuhlung
(Schätzwert)Seite 22 von 43

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Abbildung 3: Teilbarkeit Großer Saal
Quelle: Eigene Darstellung auf Basis von Plänen des SGB der Stadt Bonn//Zahlen sind Schätzwerte
Ein Teil der Fläche im geteilten Großen Saal wird als Flur für die Zuwegung als auch den
Service benötigt. Durch die Teilbarkeit des Großen Saal, wird dieser auch für kleinere
Veranstaltungsformate in der Anmietung interessant und somit kann die Auslastung der
vorhandenen Kapazität gesteigert werden.
Eine weitere Räumlichkeit die im Rahmen der Erstellung eines Raumkonzepts eine neue
Bewertung erfährt ist das Restaurant. Gemäß der Vorgabe das Restaurant in Gänze oder in
Teilen zur Nutzung durch die Bad Godesberger Bürger als Anlaufstelle zu erhalten, wurde die
Teilbarkeit der Räumlichkeit als Lösungsansatz gewählt. Durch eine Neugestaltung der als
Restaurant genutzten Fläche (siehe Abbildung 4) entsteht ein Bereich der je nach Bedarf
durch eine mobile Trennwand in einen separaten Tagungsraum umgewandelt werden kann.
Dies geht mit einer Neugestaltung des bisherigen Thekenbereichs im Restaurant einher.Seite 23 von 43

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Abbildung 4: Teilbarkeit Restaurantbetrieb
Quelle: Eigene Darstellung auf Basis von Plänen des SGB der Stadt Bonn
9.2 Raumkonzept Obergeschoss Variante 1
Im Obergeschoss der Stadthalle Bad Godesberg befindet sich derzeit die Pächterwohnung als
auch der Kleine Konferenzraum (siehe Abbildung 5). Der Konferenzraum und die
Pächterwohnung sollten in Gänze erhalten werden. In diesem Zusammenhang könnte die
Pächterwohnung wahlweise als Wohnung, wie auch als Büro genutzt werden.
Abbildung 5: Konferenzraum und Pächterwohnung im Obergeschoss
Quelle: Eigene Darstellung auf Basis von Plänen des SGB der Stadt BonnSeite 24 von 43

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Für die weiteren im Erdgeschoss der Stadthalle gelegenen Tagungsräumlichkeiten und Foyer
Flächen gilt im Rahmen der Variante 1 der Erhalt, und die Ertüchtigung der bestehenden
Teilbarkeit der Räume. Dies bedeutet im Einzelnen:
 Erhalt des Konferenzraum/Bridge Club mit separaten Eingang und Buffetanrichte
 Erhalt des Kurfürstensaal (Trinkpavillion) mit eigener Buffetanrichte
 Erhalt des Kleinen Saal und Ertüchtigung der bestehenden Teilbarkeit
 Erhalt des Parksaal und Ertüchtigung der bestehenden Teilbarkeit
 Erhalt des Brunnensaal
 Erhalt des Presse/Tagungsbüro
 Erhalt des Großen Foyer sowie der Flurbereiche
 Erhalt der als Terassensaal oder Flur nutzbaren Flächen
9.3 Raumkonzept Erdgeschoss Variante 2
Die Variante 2 des Raumkonzepts sieht eine Beibehaltung der Teilbarkeit des Großen Saal,
und die Teilbarkeit des Restaurantbereichs, bei gleichzeitiger Verlagerung des
Restaurantbetriebs in den Kurfürstensaal/Trinkpavillion vor (siehe Abbildung 6). Hierdurch
entstehen in der Räumlichkeit des bisherigen Restaurantbetriebs, durch Verlagerung und
Teilbarkeit, zwei je nach Bedarf flexibel nutzbare Tagungsräume. Die weiteren Tagungsräume
und Foyer Flächen im Erdgeschoss, bleiben wie schon in Variante 1 bestehen und werden
ertüchtigt. Bei der Umnutzung des Trinkpavillion in einen Restaurationsbereich für Innen-
und Außengastronomie ist das Thema der Entfluchtung entsprechend mit zu berücksichtigen.
Der Betrieb des Restaurationsbereich und der Catering Küche, sollte aus organisatorischen
wie auch wirtschaftlichen Gründen aus einer Hand erfolgen.
Abbildung 6: Verlagerung Restaurantbetrieb in den Kurfürstensaal/Trinkpavillion
Quelle: Eigene Darstellung auf Basis von Plänen des SGB der Stadt BonnSeite 25 von 43

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9.4 Raumkonzept Erdgeschoss Variante 3
In der Variante 3 des Raumkonzept bleibt die derzeit bestehende Raum- und Flächennutzung
im Status Quo erhalten und erfährt eine bauliche wie auch technische Ertüchtigung.
9.5 Raumkonzept Küchenbereich Variante 1
Im Zusammenhang mit dem neuen Gastronomiekonzept, steht auch die Neu- Ausrichtung
der Küche in eine Catering Küche an. Diese bedient den Restaurantbetrieb mit einer
modernen, angepassten Bistro Karte. Ohne Vollküchenanteil kann der Platzbedarf für die
Cateringküche der ersten Einschätzung eines Cateringexperten (bei einer Vor-Ort Begehung)
nach, im Erdgeschoss umgesetzt werden. Gleichzeitig muss aber auch die Zuwegung- und
Anlieferung zur Küche, sowie die Verbindung mit den u.a. im Untergeschoß gelegenen
Lagerräumen, durch eine Ertüchtigung verbessert werden. Der Bedarf an Lager und-
Kühlmöglichkeiten richtet sich dabei analog des Bedarfs der Cateringküche.
Abbildung 7: Küchenbereich
Quelle: Eigene Darstellung auf Basis von Plänen des SGB der Stadt Bonn
9.6 Raumkonzept Küchenbereich Variante 2
In Variante zwei wird eine Cateringküche inklusive eines Vollküchenanteil umgesetzt,
wodurch im Gastrobereich die Auswahl des Menüangebotes erweitert würde. Der daraus
resultierende Platzbedarf der Küche und Lagerflächen wird sich ersten Einschätzungen eines
Cateringexperten nach auf Flächen im Erdgeschoss wie auch Untergeschoss erstrecken. Es ist
in diesem Zusammenhang mit höheren Kosten in Bezug auf die Ertüchtigung und die
Betreibung zu rechnen.Seite 26 von 43

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9.8 Raumkonzept Untergeschoss/Keller Variante 1
Die im Untergeschoss befindlichen Räumlichkeiten der Stadthalle Bad Godesberg, beinhalten
neben dem Gaderobenfoyer, der Bierstube, zwei Kegelbahnen und Künstlergarderoben,
Lagerflächen, Kühlräume, Technik- und Hauswirtschaftsräume. Die derzeit verfügbaren
Lagerflächen sind bei der jetzigen Nutzung knapp.
Die Flächennutzung im Untergeschoss gestaltet sich im der Variante 1 analog des Bedarfs der
Cateringküche (siehe Abbildung 8) Damit ist die Flächennutzung im Untergeschoss/Keller
variabel, je nachdem wie der Flächenbedarf der Cateringküche im Erdgeschoss ausfällt.
Abbildung 8: Lager und Hauswirtschaftsflächen Flächen im Untergeschoss
Quelle: Eigene Darstellung auf Basis von Plänen des SGB der Stadt BonnSeite 27 von 43

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9.9 Raumkonzept Untergeschoss/Keller Variante 2
In der Variante 2 ist eine Umwidmung der Bereiche im Untergeschoss wie etwa der Bierstube
und der Kegelbahnen geplant (siehe Abbildung 9)
Die entsprechende Umwidmung richtet sich dabei nach dem tatsächlichen Flächenbedarf der
Cateringküche inkl. Lager- und Kühlflächen.
Abbildung 9: Umwidmung Bierstübchen und Kegelbahn
Quelle: Eigene Darstellung auf Basis von Plänen des SGB der Stadt Bonn
10. Bedarf Technikausstattung/Ertüchtigung
Im Rahmen der Sanierung der Stadthalle Bad Godesberg und der Erstellung eines neuen
Nutzungskonzepts, ist auch der Aspekt der zukünftigen Technikausstattung bei den weiteren
Planungen zu berücksichtigen. Wie bereits in Kapitel 7 dargestellt, ist es marktüblich, das
Stadthallen im Rahmen der Sanierung mit einem Grundstock an Tagungstechnik (Ton, Bild,
Licht , Bsp.: Audioanlage, Leinwände, Beamer) pro Tagungsraum ausgestattet werden.
Je nach Veranstaltungs- und Kundenbedarf kann diese Grundausstattung über
entsprechende Technikdienstleister der Halle erweitert werden.
Die derzeit in der Stadthalle verbaute Technik ist nicht mehr zeitgemäß ist und Bedarf vor
dem Hintergrund des Kundenbedarfs einer Erneuerung.
Die Erneuerung der Technik muss ganzheitlich erfolgen. Die isolierte Ertüchtigung einzelner
Komponenten ist nicht angezeigt.Seite 28 von 43

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Ertüchtigung Technik Tagungsräume:
 Netzwerk- und Leitungstechnik (digital, Bsp.: Glasfaser, etc.)
 Einbindung und Vernetzung der Technik aller Räume über Querverbindungen an das
zentrale Steuerungsnetzwerk (Backbone)
 Anschluss- und Steckfelder zur Ein-und Anbindung von Technikkomponenten
(Steuerungsracks, Patchfelder, etc.)
 Ausstattung mit Projektionsmitteln und Projektionsflächen (Beamer, Leinwände)
Ertüchtigung Bühnentechnik:
 Bühnenbeleuchtung
 Bühnenbeschallung
 Projektionsflächen
 Anbringung von Prospektstangen & Hängepunkten
(inkl. Hängepunkte Decke Großer Saal)
 Bühnentechnik (Schnür-/Rollenboden)
Ertüchtigung Zuwegung Bühne:
 Ausreichendes Platzangebot für die Zufahrt und Anlieferung durch LKW
(Laderampen & Stellflächen LKW)
 Lastenaufzüge
Quelle: Vor Ort Besichtigung mit Technikexperten aus der Veranstaltungsbranche
11.) Nachhaltigkeit und Barrierefreiheit
Zwei weitere Aspekte die im Rahmen der Sanierung der Stadthalle Bad Godesberg
Berücksichtigung finden sollten, sind die Themen Nachhaltigkeit und Barrierefreiheit.
Diese beiden Themen sind nicht nur aus Marketingsicht Mega-Trends sondern im Hinblick
auf die gesellschaftliche Entwicklung zwei Faktoren, die sich im Laufe der letzten 10 Jahre zu
Entscheidungskriterien bei Veranstaltern im Tagungs- und Kongressgeschäft entwickelt
haben. Bei den Mitbewerbern im MICE Geschäft haben speziell die Rhein-Mosel Halle
Koblenz, die Stadthalle Wuppertal das Thema energetische Sanierung in den Fokus gestellt.
Eine ähnliche Schwerpunktsetzung findet sich bei den anstehenden Sanierungsprogrammen
der Stadthalle Karlsruhe (Sanierungsbudget 58,13 Mio €) und Magdeburg (Sanierungsbudget
70 Mio €).
Die Herstellung der Barrierefreiheit sollte im Gesamtkonzept der Sanierung der Stadthalle
Bad Godesberg eine gleichwertig hohe Bedeutung zu kommen. Der Barrierefreie Zugang zu
Veranstaltungstätten ist nicht nur vor dem Hintergrund des demographischen Wandels und
der Gleichstellung von Menschen mit besonderen Bedürfnissen von großer Wichtigkeit,
sondern auch bei der zukünftigen Zielgruppen Ausrichtung eines Tagungsprodukts.
Nachhaltigkeit als auch Barrierefreiheit sind nicht zuletzt am Standort Bonn als Sitz der UN
sowie zahlreicher Nichtregierungsorganisationen, darunter dem Paraolympischen Komitee
oftmals entscheidende Faktoren bei der Wahl für oder gegen eine Veranstaltungsstätte.Seite 29 von 43

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12.) Fazit, Vorschlag und Ausblick
Kongresse, Tagungen und Seminare sind die wichtigsten Veranstaltungsarten mit der
höchsten Wachstumsrate. Sie bilden die Säulen des deutschen Veranstaltungsmarkts (Vgl.:
Meeting- & Eventbarometer Deutschland, GCB, EITW, 2018/19).
Der Stadthalle Bad Godesberg kommt daher für den Standort Bonn als auch für die
Entwicklung des Stadtteil Bonn Bad Godesberg in doppelter Hinsicht eine zentrale Rolle zu.
Zum einen festigt Sie im relevanten Marktsegment der klassischen Tagungs- und
Kongressformate die Angebotspalette des Standort Bonn und bietet den Zielgruppen die
nicht die vollumfassende technische Ausstattung eines Kongresszentrums wie dem WCCB
suchen, eine preiswerte Alternative, zum anderen bildet Sie den örtlichen Nucleus der
gesellschaftlichen Aktivitäten vieler im Stadtteil ansässigen Vereine, deren Veranstaltungen
die Halle ortsnah und damit identitätsstiftend abbildet. (Vgl.: CIMA
Veranstaltungsstättenkonzept Stadt Bonn, 2018 S. 52).
Dies setzt allerdings eine Modernisierung der Stadthalle Bad Godesberg voraus. Ziel der
Ertüchtigung sollte es sein, den multifunktionalen Charakter der Stadthalle zu erhalten und
durch das dargestellte erweiterte und flexible Raumkonzept zu unterstreichen. Durch den
Ausbau der Teilbarkeit von Räumlichkeiten im jetzigen Bestand, kann ein flexiblerer Einsatz
der Räume erfolgen und die parallele Bespielbarkeit der Halle durch unterschiedliche
Veranstaltungsformate verbessert werden. Speziell der Gleichzeitigkeitsfaktor hat bei ähnlich
gelagerten Umbaumaßnahmen wie etwa bei der Rhein-Mosel-Halle in Koblenz dafür gesorgt,
dass sich die Anzahl der Veranstaltungen dort fast verdoppelt und die Zahl der Teilnehmer
um 37,8% zugenommen hat. Ein auch im Hinblick auf die Wirtschaftlichkeit einer Halle ein
kritischer Faktor (Vgl.: Blick aktuell; “Das Konzept ist aufgegangen“, 06.11.2013).
Durch Umbau des Restaurants der Stadthalle Bad Godesberg zu einer u.a. für den
Tagungsbetrieb verfügbaren Fläche, bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung eines
gastronomischen Angebots für die Bürgerinnen und Bürger, lässt sich das Angebot der zur
Verfügung stehenden Räumlichkeiten zusätzlich um einen weiteren Punkt erweitern. Damit
einher geht der Umbau der vollwertigen Service und Restaurantküche zu einer
bedarfsorientierten Catering-Küche, welche durch externe Caterer des Kunden oder
Vertrags-Caterer der Halle veranstaltungsbezogen bespielt werden können.
Auch die technische Neuausrichtung der Stadthalle Bad Godesberg ist ein wichtiger Faktor
für den zukünftigen Erfolg einer nachhaltigen Neuausrichtung und Marktpositionierung.
Durch die fortschreitende Digitalisierung gewinnen immer mehr technologische Hilfsmittel
(Mobile Anwendungen, Smart Boards, Live Stream, Internet, Videokonferenzen, etc.) bei der
Umsetzung von Veranstaltungsformaten bis hin zur reinen Hybridkonferenz eine wichtige
Rolle. Wo der Veranstalter von heute noch die Wichtigkeit einer Breitbandanbindung im
Fokus hat ist morgen schon die technische Vernetzung aller Räumlichkeiten ein wichtiger
Punkt in der Ausstattung einer Halle (Vgl. „Future Meeting Space Studie“; GCB, 2017-2018).
Hierfür muss nicht zwingend die Technik fest verbaut werden, da dies zusätzlichen
Wartungsaufwand- und Kosten im Unterhalt der Halle verursacht. Jedoch sollte neben einer
zeitgemäßen Grundausstattung an Technik, die Möglichkeit gegeben sein, jederzeit durch
externe Vertragstechnikfirmen oder aber kundenseitige Technikdienstleister, aktuelle
Technikanforderung auf Basis in der Halle verbauter Anschlüsse und Leitungen,
veranstaltungsbezogen einzubringen.Seite 30 von 43

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Empfehlung
Umsetzung der Variante 2 des Raumkonzeptes mit folgenden Punkten:
 Teilbarkeit des Großen Saal und Schaffung einer flexiblen Nutzung mit Bezug auf den Effekt
des stark in Bonn nachgefragten Segmentes von Veranstaltungen mit bis zu 250 Personen.
 Umwandlung des jetzigen Restaurants Bereich in einen Tagungsbereich. Herstellung von
zwei durch eine mobile Trennwand, flexibel nutzbaren Tagungsräumen.
 Ertüchtigung des Konferenzraum und Pächterwohnung im Obergeschoss
 Neugestaltung des Gastronomiekonzepts und Verlagerung des Restaurantbetriebs in den
Kurfürstensaal/Trinkpavillion. Entsprechende Umnutzung und funktionaler Umbau des
dortigen Bereichs.
 Erhalt und Ertüchtigung des aktuellen Raumes des „Bridgeclub“ und Öffnung, ob seines
separaten Zugangs, auch für externe Veranstaltungsformate wie etwa private Feiern.
 Ertüchtigung aller weiteren Tagungsräume in Hinblick auf bestehende Teilbarkeit.
 Erhalt der Foyerflächen
 Umwandlung der Vollküche in eine Cateringküche. Aus der Cateringküche heraus kann die
Realisierung des neuen Gastronomieangebots im Trinkpavillion/Kurfürstensaal ebenso
erfolgen, wie die Abdeckung des Cateringbedarfs für den Tagungsbetrieb. Die Nutzung der
dazu notwendigen Lager- und Kühlflächen im Erd- und Untergeschoss erfolgt analog des
Bedarfs der Cateringküche.
 Ausbau und Ertüchtigung der Zuwegung für die Anlieferung zur Küche und Bühne.
 Umsetzung des Technikbedarfs wie in Kapitel 10 beschriebenSeite 31 von 43

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Die folgende Abbildung 10 stellt das Alte wie das neue Raumkonzept gegenüber und zeigt auf, das
durch die Umsetzung des neuen Raumkonzept zwei zusätzliche Tagungsräume geschaffen werden
können.
Abbildung 10: Raumangebot nach neuem Raumkonzept.
Quelle: Eigene Darstellung
Durch Überarbeitung des Raumkonzepts und einem Ausbau der technischen Möglichkeiten,
als auch der allgemeinen baulichen Ertüchtigung der Stadthalle Bad Godesberg ist zukünftig
eine erweiterte Ansprache von Zielgruppen basierend auf einer höheren Flexibilität im
Raumangebot möglich, was gleichzeitig das Zielgruppenspektrums ebenfalls erweitert.
Hierbei steht vor allem die Neuausrichtung auf klassische Seminar und Tagungsveranstalter
aus dem Segment der Non -Profit Veranstalter wie Wissenschaft & Forschung sowie
internationaler Organisationen, Politik und öffentliche Hand im Blickpunkt die in der
Stadthalle Bad Godesberg ein etabliertes aber zugleich auch zukunftsorientiertes Produkt im
Tagungsmarkt der Region Bonn finden werden, ohne den lokalen Bezug und den in diesem
Zusammenhang stehenden Bedarf außer Acht zu lassen.Raumkonzept NEU Raumkonzept ALT
Nr. Raumbezeichnung Lage Nr. Raumbezeichnung Lage
1 Großer Saal (1+2) EG 1 Großer Saal EG
2 Großer Saal 2 EG 2 Kleiner Saal ( 1+2) EG
3 Kleiner Saal (1+2) EG 3 Kleiner Saal 2 EG
4 Kleiner Saal 2 EG 4 Parksaal (1+2+3) EG
5 Parksaal 1+2+3 EG 5 Parksaal 2 EG
6 Parksaal 2 EG 6 Parksaal 3 EG
7 Parksaal 3 EG 7 Brunnensaal EG
8 Brunnensaal EG 8 Konferenzzimmer/Konferenzraum EG
9 Konferenzzimmer/Konferenzraum OG 9 Kurfürstensaal/Trinkpavillion EG
10 Kurfürstensaal/Trinkpavillion (neu Gastrobereich) EG 10 Erkerzimmer am Restaurant EG
11 Erkerzimmer am Restaurant EG 11 Restaurant EG
12 Restaurant (Alt) 1+2 EG 12 Bridgeclub/Konferenzraum EG
13 Restaurant (Alt) 2 EG 13 Tagungsbüro/Empfangszimmer EG
14 Bridgeclub/Konferenzraum EG
15 Tagungsbüro/Empfangszimmer EG
* Exklusive Bierstube Kegelbahn und TerassensaalSeite 32 von 43

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Literatur- und Quellenverzeichnis
SCHREIBER: Meeting- und Eventbarometer Deutschland 2018/19, GCB & EITW, 2019
SCHREIBER: Tagungsbarometer Bonn Region – Management Information 2018, EITW, 2019
SCHREIBER: Kongresse Tagungen und Events, 2012
BEHN-KÜNZEL, VON SCHNURBEIN-STRÖBEL: Wie wird man zu einer Tagungsregion, 2006
BECKMANN: Das professionelle 1x1, Seminar, Tagungs- und Kongressmanagement, 2003
HAENSCH: Veranstaltungsstättenkonzept Stadt Bonn, CIMA, 2018
AUERBACH: Belegungsübersicht- Mail Herr Weiermann, Stadt Bonn Amt 03-43, 26.09.2019
JÜNGER: Gesprächsnotiz Telefonat Stadthalle Plochingen, T&C, 11.09.2019
KALLENBACH: Rhein-Mosel-Halle: Die Rechnung geht auf, In: Blick aktuell vom 12.03.2013
SCHULZE: Management Summary – Studie Future Meeting Space, GCB, 2018
https://www.stadthalle-bad-godesberg.de/, eingesehen am 10.09.2019
https://www.info-aschaffenburg.de/stadthalle.html, eingesehen am 15.10.2019
https://www.erkrath.de/Kultur-Freizeit/Kultur/Feiern-und-Tagen-in-Erkrath/Stadthalle
, eingesehen am 15.10.2019
https://www.stadthalle-vallendar.de/ , eingesehen am 15.10.2019
https://stadthalle-goeppingen.de/, eingesehen am 15.10.2019
https://www.brakel.de/Leben/Kultur/Stadthalle-Brakel , eingesehen am 15.10.2019
https://www.stadthalle-bad-blankenburg.de/www/stadthalle/ , eingesehen am 15.10.2019
https://stadthalle.kamen.de/start.html , eingesehen am 15.10.2019
https://www.stadthalle-stadtallendorf.de/ , eingesehen am 15.10.2019
https://www.stadthalle-gotha.de/ , eingesehen am 16.10.2019
http://www.stadthalle-hilden.de/, eingesehen am 16.10.2019
https://www.koblenz-kongress.de/rhein-mosel-halle.html , eingesehen am 16.10.2019
http://www.troisdorf.de/stadthalle/home/ , eingesehen am 16.10.2019
http://www.rhein-sieg-halle.de/web/rhein-sieg-halle/ , eingesehen am 16.10.2019
https://www.mvgm.de/de/stadthalle/ , eingesehen am 16.10.2019
Hinweis: Bei den dargestellten modifizierten Plänen, handelt es sich um nicht
maßstabsgerechte Freihandzeichnungen zum Zweck der Illustration.Seite 33 von 43

Anlage:
Pläne Raumkonzept
(Freihandzeichnungen zum Zweck der Illustration. Nicht maßstabsgerecht)
(Quelle: Eigene Darstellung auf Basis von Plänen des SGB)Seite 34 von 43

2
1
1
2
1
2
3
Teilbarkeit des
Großen Saal
herstellen, um die
flexiblere Belegung
auch durch kleiner
Veranstaltungsform
ate zu ermöglichen
(~ 250 pax)
Legende:
Bestehende Teilbarkeit
Geplante Teilbarkeit
1
2
Erhalt des Bridge
Club mit
separaten
Eingang und
Buffetanrichte
Teilbarkeit des
kleinen Saal
erhalten und
technisch
ertüchtigen
Teilbarkeit des
Parksaal
erhalten und
technisch
ertüchtigen
Foyerflächen
für
Fachausstellun
gen und
Cateringinseln
Erhalt des Restaurantbetrieb bei
gleichzeitiger flexibleren
Raumgestaltung und Nutzung
(Tagungsraum &
Restaurantbetrieb). Verkleinerung
Restaurantfläche. Herstellung
Teilbarkeit des Raum.
Erhalt des
Kurfürstensaal, ggf.
Ausstattung mit
eigener
Buffetanrichte
prüfen
Erhalt und
technische
Ertüchtigung
Presse/Tagung
sbüro
Ertüchtigung
des Innenhof als
Aufenthaltszone
und
Cateringfläche
Bewertung des Flächenbedarfs der
Kücheneinrichtungen, sowie Kühl-
und Lagerräumlichkeiten vor dem
Hintergrund eines im wesentlichen
auf den Cateringbetrieb
ausgerichtetes Küchenkonzept
Erhalt der als
Flur und
Terassensaal
genutzten
Fläche
Nutzung analog des Raumbedarf der
Catering KücheSeite 35 von 43

Großer Saal
1
ca. 286 m2
Großer Saal
2
ca. 178 m2
Variante 1
Teilbarkeit Großer Saal
Großer Saal (ungeteilt) IST:
680 m2
In Reihe 1056 pax
Parlamentarisch 560 pax
Bankett 840 pax
Großer Saal 1 PLAN:
286 m2
In Reihe ca. 300 pax
Parlamentarisch ca.250 pax
Bankett ca. 250 pax
Großer Saal 2 PLAN:
178 m2
In Reihe ca. 200 pax
Parlamentarisch ca. 180pax
Bankett ca. 150 paxSeite 36 von 43

Raumteiler entfernen
Geplante Teilbarkeit
Erhalt des
Restaurantbetrieb
mit verkleinerten Fläche
und ertüchtigter
Teilbarkeit des Raum.
Entfernung der
derzeitigen Raumtrenner.
Neugestaltung
Thekenbereich.
Dadurch Schaffung eines
flexible nutzbaren
Raumes.
Variante 1
Teilbarkeit
Restaurantbetrieb
Zusätzlicher
TagungsraumSeite 37 von 43

2
1
1
2
1
2
3
1
2
Flächennutzung
analog des Bedarf
der Cateringküche
Variante 1
Küchenbereich
Flächennutzung des
Küchenbereichs nebst
Lager- und Kühlflächen,
analog des Bedarf der
Cateringküche.Seite 38 von 43

Nutzung analog des Raumbedarf der
Catering Küche
Nutzung analog des Raumbedarf der
Catering Küche
Nutzung analog des Raumbedarf der
Catering Küche
Variante 1
Untergeschoss
Lagerflächen
Flächennutzung des
Untergeschoss
hinsichtlich Lager- und
Kühlflächen, analog des
Bedarf der
Cateringküche.Seite 39 von 43

Erhalt des
Konferenzraum
Variante 1
Obergeschoss
Erhalt und Ertüchtigung
des KonferenzraumSeite 40 von 43

Variante 2
Verlagerung des
Restaurantbetrieb in den
Kurfürstensaal
(Trinkpavillion)
Verlagerung des
Restaurantbetrieb in den
Kurfürstensaal bei
gleichzeitiger Herstellung
der Teilbarkeit des
Raumes im ehem.
Restaurant
Entfernung der
derzeitigen Raumtrenner
im ehem. Restaurant.
Dadurch Schaffung eines
flexible nutzbaren
Raumes.
Raumteiler entfernen
Geplante Teilbarkeit
Verlagerung des Restaurantbetrieb
in den Kurfürstensaal/TrinkpavillionSeite 41 von 43

Variable Nutzung
Variable Nutzung
Variante 2
Untergeschoss
Variable
Nutzungsmöglichkeit für
die Räumlichkeiten
Bierstube und
Kegelbahnen analog zum
Raum- und
Flächenbedarf der
Cateringküche.Seite 42 von 43

Variante 3
Erhalt des Status Quo im
Raumkonzept. Es erfolgt
nur eine bauliche wie auch
technische ErtüchtigungSeite 43 von 43

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Datenstand: 02.11.2026, 17:15 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de