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200371-2 · Beschlussvorlage

Benennung einer Straße nach Christoph Probst

Nummer
200371-2
Art
Beschlussvorlage
Veröffentlicht
13.05.2020
Letzte Änderung
18.09.2026
  1. Sitzung des Rates 22.06.2020 Entscheidung federführend
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Übergeordnet

  1. 200371 Benennung einer Straße nach Christoph Probst

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Beschlussvorlage
öffentlich
200371-2
Der Oberbürgermeister
Federführung:
63 Bauordnungsamt
Dezernat:
Dez. III
Benennung einer Straße nach Christoph Probst
Beratungsfolge
Rat 18.06.2020 Entscheidung
Beschlussvorschlag
Der Name Christoph Probst wird in die Benennungsliste für die städtischen
Straßen, Wege und Plätze aufgenommen.
Begründung
Der Hauptausschuss hat in seiner Sitzung am 23.04.2020 einstimmig bei
Enthaltung der Fraktion Die Linke beschlossen, die Verwaltung zu bitten, eine
Straße nach Christoph Probst zu benennen. Sollte dies nicht möglich sein, soll
der Name in die Benennungsliste des Rates für die Benennung städtischer
Straßen, Wege und Plätze aufgenommen werden. Dieser Beschluss geht
zurück auf einen gleichlautenden Antrag der Fraktion Die Sozialliberalen vom
19.02.2020 (DS-Nr. 200371).
Entsprechend der Stellungnahme der Verwaltung kann der Name zunächst in
die vom Rat der Stadt Bonn am 30.10.1985 beschlossene
Straßenbenennungsliste, die bei Straßenbenennungen vorrangig zu
berücksichtigen ist, aufgenommen werden. Sobald eine adäquate
Verkehrsfläche zur Benennung ansteht, wird die Verwaltung der
entsprechenden Bezirksvertretung einen konkreten Benennungsvorschlag zur
Entscheidung vorlegen. Über die Aufnahme von Vorschlägen in diese
Benennungsliste entscheidet nach Empfehlung des Hauptausschusses der Rat.
Erläuterung zu o. g. Benennungsvorschlag:
Christoph Probst: 06.11.1919 – 22.02.1943
Christoph Probst war Mitglied der Widerstandsgruppe gegen den
Nationalsozialismus, der „Weißen Rose“. Er hatte ein Flugblatt entworfen, in
dem er sich kritisch gegen das nationalsozialistische Regime geäußert hatte.
Nachdem das Flugblatt bei der Verhaftung von Hans Scholl, ebenfalls Mitglied
der „Weißen Rose“, gefunden worden war, wurde Christoph Probst am
20.02.1943 in Innsbruck festgenommen und am 22.02.1943 vomSeite 1 von 2

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Volksgerichthof unter Roland Freisler zum Tode verurteilt. Wenige Stunden
nach seiner Verurteilung wurde er zusammen mit Hans und Sophie Scholl im
Münchner Gefängnis Stadelheim hingerichtet. Er hinterließ seine Frau und drei
Kinder.
Anlage/n
KeineSeite 2 von 2

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Datenstand: 02.11.2026, 22:22 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de