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200371 · Antrag

Benennung einer Straße nach Christoph Probst

Nummer
200371
Art
Antrag
Veröffentlicht
19.02.2020
Letzte Änderung
18.09.2026
  1. Einreichung erledigt · 19.02.2020
  2. Terminierung erledigt
  3. Sitzung erledigt · zuletzt 23.04.2020

Soweit erfasst. Das Ergebnis der Beratung ist in den Daten nicht enthalten. Das vollständige Verfahren →

  1. Sitzung des Hauptausschusses 23.04.2020 Entscheidung federführend
  1. Sammeldokument öffentlich pdf · 56,4 KB Öffnen ↗

Untergeordnet

  1. 200371-2 Benennung einer Straße nach Christoph Probst
  2. 200371-1 ST Benennung einer Straße nach Christoph Probst

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Antrag
öffentlich
200371
Antragsteller/in:
Sebastian Kelm, Felix Kopinski, Die Sozialliberalen
Benennung einer Straße nach Christoph Probst
Beratungsfolge
Hauptausschuss 19.03.2020 Entscheidung
Inhalt des Antrags
Die Verwaltung wird gebeten, eine Straße nach Christoph Probst zu benennen.
Sollte dies nicht möglich sein, wird er in die Benennungsliste des Rates für die
Benennung städtischer Straßen, Wege und Plätze aufgenommen.
Begründung
Christoph Hermann Ananda Probst, geboren am 6. November 1919 in Murnau
am Staffelsee, hingerichtet am 22. Februar 1943 in München-Stadelheim, war
ein Mitglied der Widerstandgruppe gegen den Nationalsozialismus der „Weißen
Rose“.
Probst lernte die Geschwister Scholl während seines Medizinstudiums in
München kennen, blieb bei den Aktivitäten der „Weißen Rose“ aus
Rücksichtnahme auf seine Familie jedoch im Hintergrund. Er verfasste, trotz
Einflussnahme auf die Texte, zunächst keines der von der Widerstandgruppe
verbreiteten Flugblätter. Probst entwarf jedoch das siebte Flugblatt, das Hans
Scholl bei seiner Verhaftung bei sich trug. Somit hatte die Gestapo einen
Beweis für die Mitgliedschaft Probsts bei der „Weißen Rose“.
Während der Gerichtsverhandlung am Volksgerichtshof bat Probst wegen
seiner drei kleinen Kinder und seiner am Kindbettfieber erkrankten Ehefrau
vergeblich um Gnade. Wenige Tage nach seiner Festnahme wurde Christoph
Probst mit der Guillotine hingerichtet.
Da sein Widerstand gegen den Nationalsozialismus ein Symbol für Toleranz,
Humanität und Zivilcourage ist, würde die Bundestadt Bonn mit einer
Straßenbenennung ein Zeichen für die von Christoph Probst vertretenen Werte
setzen.
Anlage/n
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Datenstand: 02.11.2026, 19:46 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de