200339 · Mitteilungsvorlage
Umsetzung des Ratsbeschlusses zur Interkulturellen Öffnung der Verwaltung
Kerndaten
- Nummer
- 200339
- Art
- Mitteilungsvorlage
- Veröffentlicht
- 26.02.2020
- Letzte Änderung
- 18.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Unterausschusses Personal und Organisation Kenntnisnahme
- Sitzung des Integrationsrates Kenntnisnahme
Dateien
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Mitteilungsvorlage öffentlich 200339 Der Oberbürgermeister Federführung: 10 Personal- und Organisationsamt Dezernat: Dez. I Umsetzung des Ratsbeschlusses zur Interkulturellen Öffnung der Verwaltung Beratungsfolge Unterausschuss Organisation und Personal 12.03.2020 Kenntnisnahme Integrationsrat 24.03.2020 Kenntnisnahme Mitteilung: Die Verwaltung verfolgt das Ziel, den Anteil der Beschäftigten sowie der Beamtinnen und Beamten mit Migrationshintergrund in allen Entgelt- und Besoldungsgruppen zu erhöhen. Dies erfolgt in einem laufenden Prozess durch ein aktives Handeln bei der Gewinnung von Nachwuchskräften, die in einem hohen Maße nach erfolgreich absolvierter Ausbildung in Arbeits- oder Beamtenverhältnisse übernommen werden, der Einstellung von Beschäftigten mit Migrationshintergrund und der laufenden Fortbildung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zur interkulturellen Kompetenz. Die Verwaltung hat dem Integrationsrat eine regelmäßige Berichterstattung über die Entwicklung in Aussicht gestellt. Für Menschen mit Migrationshintergrund wird folgende Definition von der Verwaltung für die Statistikzwecke angewendet: Erfasst werden Personen, 1. die nicht die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen oder 2. bei denen der Geburtsort außerhalb der heutigen Grenzen der Bundesrepublik Deutschland liegt und eine Zuwanderung in das heutige Gebiet der Bundesrepublik Deutschland nach 1949 erfolgte oder 3. bei denen der Geburtsort mindestens eines Elternteils der Person außerhalb der heutigen Grenzen der Bundesrepublik Deutschland nach 1949 erfolgte. Die statistische Erfassung der Mitarbeitenden mit Migrationshintergrund erfolgt bislang bei Einstellungen aufgrund eines Fragebogens, der auf freiwilliger Basis ausgefüllt werden kann. Die gelieferten Informationen über die Fragebögen sind rückläufig, sodass eine fundierte Abbildung der Anzahl der Mitarbeitenden mit Migrationshintergrund bezüglich der Einstellungen derzeit nicht möglich ist.Seite 1 von 6 Seite 2 Darüber hinaus hat es in der Vergangenheit noch keine Abfrage zu bestehenden Migrationshintergründen unter den bereits langjährig tätigen Mitarbeitenden der Stadtverwaltung gegeben. Mit der Einführung eines Personalmanagementsystems (geplant für 2022) ist beabsichtigt, eine digitale Abfrage unter allen Mitarbeitenden der Stadtverwaltung Bonn durchzuführen. Bei den Einstellungen soll die Abfrage dann künftig ebenfalls digital erfolgen. Die Verwaltung geht davon aus, dass dadurch in Zukunft eine umfassendere Datengrundlage ermittelt und kontinuierlich fortgeschrieben werden kann. Aus der derzeit vorhandenen Datengrundlage sind folgende aufgeführte Entwicklungen festzustellen: Ausbildung Einstellungsjahr 2017 2018 2019 Anteil Auszubildende mit Migrationshintergrund in Prozent 17,05 26,67 29,23 In den nachfolgend aufgeführten Ausbildungsberufen wurden Auszubildende sowie Anwärterinnen und Anwärter mit Migrationshintergrund eingestellt: Einstellungsjahr 2017 Ausbildungsberuf Einstellungen insgesamt Einstellungen mit Migrationshinter- grund Familiärer Migrationshintergrund Laufbahngruppe 2, 1, Einstiegsamt (ehemals gehobener nichttechnischer Dienst) 24 1 Belgien Laufbahngruppe 1, 2. Einstiegsamt (ehemals mittlerer nichttechnischer Dienst) 29 9 Russland (3) Portugal (2) Thailand Türkei Kroatien Polen Altenpfleger/in 6 3 Peru Iran Venezuela Medizinische/r Fachangestellte/r 2 2 Iran Dom. Rep. Kongo Einstellungsjahr 2018 Ausbildungsberuf Einstellungen insgesamt Einstellungen mit Migrations hintergrund Familiärer Migrationshintergrund Laufbahngruppe 2, 1, Einstiegsamt (ehemals gehobener nichttechnischer Dienst) 28 4 Portugal Polen Österreich Spanien Laufbahngruppe 1, 2. Einstiegsamt (ehemals mittlerer nichttechnischer Dienst) 28 7 Polen Griechenland (2) Türkei (2) Kosovo Russland Verwaltungsfachangestellte/r 2 1 AlbanienSeite 2 von 6 Seite 3 Altenpfleger/in 7 2 Irak Türkei Medizinische Fachangestellte/r 4 1 Iran Fachangestellte/r für Bäderbetriebe 4 1 Serbien Fachkraft für Abwasser-technik 2 1 Algerien Vermessungsoberinspektor- anwärter/in 2 1 Türkei Einstellungsjahr 2019 Ausbildungsberuf Einstellungen insgesamt Einstellungen mit Migrations- hintergrund Familiärer Migrationshintergrund Laufbahngruppe 2, 1, Einstiegsamt (ehemals gehobener nichttechnischer Dienst) 26 3 Kroatien Korea Albanien Laufbahngruppe 1, 2. Einstiegsamt (ehemals mittlerer nichttechnischer Dienst) 22 5 Türkei (2) Polen Russland Italien Verwaltungsfachangestellte/r 3 1 Syrien Altenpfleger/in 11 4 Türkei Tunesien Madagaskar Kirgistan Medizinische Fachangestellte/r 4 2 Aserbaidschan Türkei Notfallsanitäter 8 1 Frankreich Fachpraktiker/in Service 1 1 Marokko Fachkraft für Abwassertechnik 3 1 Syrien Fachinformatiker/in Systemintegration 1 1 Italien Elektroniker/in für Betriebstechnik 1 1 Türkei Praxisintegrierte Ausbildung zur/zum Erzieher/in 25 12 Algerien Tunesien Russland Türkei (4) Albanien Großbritannien Iran Philippinen Afghanistan Um Ausbildungskräfte sowie Anwärterinnen und Anwärter mit Migrationshintergrund zu gewinnen führt die Verwaltung speziell um diesen Personenkreis anzusprechen und zu Bewerbungen zu motivieren regelmäßig in diversen Jugendzentren die Veranstaltung „Komm zur Stadt“ durch. Auch bei Berufs- und Ausbildungsmessen ist die Stadt Bonn in den letzten Jahren zunehmend aktiv. Auch dort erreichen die Verwaltung zunehmend Anfragen von interessierten Personen mit Migrationshintergrund. Beamtinnen und Beamte sowie Beschäftigte In allen externen Stellenausschreibungen werden Migrantinnen und Migranten besonders angesprochen, sich zu bewerben. Die Gesamtentwicklung der Beschäftigten sowie der Beamtinnen und Beamten mit Migrationshintergrund stellt sich wie folgt dar:Seite 3 von 6 Seite 4 Bei der Betrachtung aller tariflich Beschäftigten, Beamtinnen und Beamten sowie der Ausbildungskräfte ist die Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Migrationshintergrund in der Zeit von 2016 bis heute kontinuierlich gestiegen. Unterteilt nach Entgelt- und Besoldungsgruppen ergibt sich folgendes Bild: Beschäftigte "Verwaltung" (Dezember 2019) Anzahl Anzahl Anzahl Prozent Migrationshintergrund Entgeltgruppe ja nein Gesamtergebnis 01-04 161 280 441 36,5% 05-08 228 1245 1473 15,5% 09 83 440 523 15,9% 10 15 164 179 8,4% 11 21 136 157 13,4% 12 9 117 126 7,1% 13 6 75 81 7,4% 14 6 46 52 11,5% 15 2 18 20 10,0% 15Ü 0 5 5 0,0% Sondervertrag 8 6 14 57,1% TO.A 46 60 106 43,4% Gesamtergebnis 585 2592 3177 18,4% Beschäftigte "Sozial- und Erziehungsdienst" (Stand Dezember 2019) Migrationshintergrund Anzahl Prozent Entgeltgruppe ja nein Gesamtergebnis S02-S04 131 168 299 43,8% S06-S08 149 483 632 23,6% S 09 2 18 20 10,0% S 11 18 63 81 22,2% Tariflich Beschäftigte Beamtinnen und Beamte gesamt mit Migration- shintergrund Anteil in Prozent gesamt mit Migrations- hintergrund Anteil in Prozent Stand: September 2016 4397 893 20,3 1754 64 3,7 Stand: Dezember 2019 4706 1027 21,8 1809 92 5,1Seite 4 von 6 Seite 5 S 12 13 75 88 14,8% S 13 8 40 48 16,7% S 14 10 72 82 12,2% S 15 5 49 54 9,3% S 16 19 19 0,0% S 17 1 13 14 7,1% S 18 1 1 0,0% Gesamtergebnis 337 1001 1338 25,2% Beschäftigte "Pflege- und Betreuungseinrichtungen" (Stand Dezember 2019) Migrationshintergrund Entgeltgruppe ja nein Gesamtergebnis P5 – P6 56 34 90 62,2% P7 42 38 80 52,5% P10 – P12 7 14 21 33,3% Gesamtergebnis 105 86 191 55,0% Die Verwaltung ist sich bewusst, dass Personen mit Migrationshintergrund in Führungspositionen anteilmäßig noch unterrepräsentiert sind. Mit Blick auf den Demografischen Wandel, den stetig steigenden Anteil der Auszubildenden mit Migrationshintergrund sowie einer zunehmenden Zahl von Quereinsteigenden, die ebenfalls in Teilen über einen Migrationshintergrund verfügen, ist davon auszugehen, dass perspektivisch auch die Anzahl der Stellen mit Führungsverantwortung zunehmend von Mitarbeitenden mit Migrationshintergrund besetzt werden können. Personalentwicklung und Fortbildungsangebot Weiterhin ist der Verwaltung die Förderung der interkulturellen Kompetenz aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wichtig. Daher werden seit 2014 regelmäßig Seminare zum Thema „Interkulturelle Kompetenz“ angeboten, bei denen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geschult werden. Interkulturelle Kompetenz ist zudem ein fester Baustein der Ausbildungsreihen “Ausbildung der Ausbilder“ und in Seminaren für Führungskräfte. Im Rahmen der Personalentwicklung werden insbesondere auch den Quereinsteigenden umfangreiche Möglichkeiten zu entsprechenden Qualifizierungen angeboten.Seite 5 von 6 Seite 6 Nicht zuletzt werden Auszubildenden und Beschäftigten mit Migrations- hintergrund bei Bedarf Deutschkurse finanziert, um diese in ihrer beruflichen Integration zu unterstützen. Vergleich mit anderen großen Arbeitgebern Eine Einschätzung hinsichtlich der Repräsentation von Menschen mit Migrationshintergrund in Führungspositionen bei der Stadt Bonn im Vergleich zu anderen großen Arbeitgebern ist aufgrund einer fehlenden Datenbasis und unterschiedlicher Ausrichtungen nicht möglich. Anlage/n KeineSeite 6 von 6
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 07:27 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de