← Vorlagen

200242 · Beschlussvorlage

Olympische und Paralympische Spiele 2032

Nummer
200242
Art
Beschlussvorlage
Veröffentlicht
25.02.2020
Letzte Änderung
18.09.2026
  1. Sitzung des Sportausschusses 20.05.2020 Empfehlung
  2. Sitzung des Rates 22.06.2020 Entscheidung federführend
  1. Sammeldokument öffentlich pdf · 64,8 KB Öffnen ↗

Untergeordnet

  1. 200242-1 AA Olympische und Paralympische Spiele 2032 Antrag zur Vorlage 200242
  2. 200242-2 AA Olympische und Paralympische Spiele 2032 Antrag zur Vorlage 200242

Maschinell aus dem PDF extrahierter Text — Tabellen und Layout gehen verloren. Maßgeblich ist das PDF: PDF öffnen ↗.

Text anzeigen (5.535 Zeichen)
Beschlussvorlage
öffentlich
200242
Der Oberbürgermeister
Federführung:
52 Sport- und Bäderamt
Dezernat:
Dez. IV
Olympische und Paralympische Spiele 2032
Beratungsfolge
Sportausschuss 17.03.2020 Empfehlung
Rat 26.03.2020 Entscheidung
Beschlussvorschlag
1. Der Rat der Bundesstadt Bonn begrüßt und unterstützt die Initiative
„Rhein Ruhr City 2032“, die die Ausrichtung für die Olympischen und
Paralympischen Sommerspiele 2032 als Metropolverbund unter
Beteiligung der Bundesstadt Bonn sowie 13 anderen Städten in NRW
anstrebt.
2. Der Rat beauftragt die Verwaltung, sich auf die Unterstützung des
Projektes vorzubereiten, um im Falle einer Olympiakandidatur durch
den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) die Handlungsfähigkeit
der Bundesstadt Bonn zu gewährleisten.
3. Der Rat bittet die Verwaltung, über die Fortentwicklung des Projektes zu
informieren und beim Land darauf hinzuwirken, dass geeignete
Bürgerbeteiligungsformate von zentraler Stelle zu entwickeln sind.
Begründung
Die Olympischen und Paralympischen Sommerspiele sind die größte
Sportveranstaltung und das größte Jugendfest der Welt. Etwa 200 Nationen
nehmen alle vier Jahre an den breitgefächerten Sportwettbewerben teil.
Insgesamt ist mit der Teilnahme von etwa 15.000 Sportlerinnen und Sportlern
mit und ohne Behinderung an diesem Fest der Völkerverständigung
auszugehen.
Auf Grundlage der Agenda 2020 des Internationalen Olympischen Komittes
(IOC), welche zukünftig kostenbewusste und nachhaltige Olympische und
Paralympische Spiele fordert, ist erstmals die Bewerbung einer Region möglich.
Die privat finanzierte Initiative „Rhein Ruhr City 2032“ hat ein Konzept
erarbeitet, das eine ökologische und ökonomische Ausrichtung der
Olympischen und Paralympischen Spiele auf Basis der zu rund 90 Prozent
bereits vorhandenen Sportstätten in 14 Städten der Region Rhein-RuhrSeite 1 von 3

Seite 2
vorsieht. Das Konzept der Initiative wurde in der Sitzung des Sportausschuss
am 17.09.2019 vorgestellt (siehe Mitteilungsvorlage DS 1912455).
In dem Konzept für eine mögliche Bewerbung ist Bonn als Austragungsort für
die Sportarten Basketball, Baseball und Softball vorgesehen. Schon heute sind
mit dem Baseballstadion in der Rheinaue und dem Telekom Dome
ausreichende Infrastrukturen vorhanden, um die oben genannten Sportarten
durchzuführen. Die Bundesstadt Bonn als Austragungsort nationaler und
internationaler Großereignisse erhält damit die historische Gelegenheit, als
Gastgeber für das größte Sportfest der Welt mitzuwirken und ein
herausragendes Ereignis für die sportbegeisterte Bonner Bevölkerung zu
präsentieren. Die Bundesstadt Bonn sieht damit die große Chance, als
Austragungsort im Falle einer erfolgreichen Bewerbung um die Sommerspiele
2032 dieses Großereignis für die Weiterentwicklung von Stadt und Region zu
nutzen. Insoweit ist ein frühzeitiges Bekenntnis zu einer angestrebten
Beteiligung der Bundesstadt Bonn notwendig.
Olympische und Paralympische Spiele bieten auch die Chance, bei einer
ökonomisch, ökologisch und sozial nachhaltigen Ausgestaltung einen Mehrwert
für die Bevölkerung in Form einer gesteigerten Lebensqualität zu erbringen, die
über den Rahmen der Spiele hinaus erlebbar werden kann. Es gilt, sich dabei
an nachhaltigen Konzepten von München (1972), Barcelona (1992) und
London (2012) zu orientieren und diese weiter zu entwickeln. Die Austragung
von Olympischen und Paralympischen Spielen in der Metropolregion Rhein-
Ruhr kann deshalb als Katalysator für Zukunftsentwicklung wirken. Viele der
aktuellen Herausforderungen im öffentlichen Nahverkehr oder bei Fragen des
Umweltschutzes und des Wohnungsbaus könnten mit einem nachhaltigen
Olympiakonzept angegangen werden. Das Konzept der Initiative „Rhein Ruhr
City 2032“ stellt somit einen Gegenentwurf zu den vielfach teuren
Neubaukonzepten bei Sportgroßveranstaltungen dar.
Der Landtag NRW hat auf Antrag der Fraktionen von CDU, FDP, SPD und
Bündnis90/Die Grünen in seinem Beschluss am 05.11.2019 das Konzept der
Initiative „Rhein Ruhr City 2032“ mit Blick auf die Idee einer möglichen
Bewerbung der Region Rhein-Ruhr nachdrücklich begrüßt und unterstützt eine
Bewerbung. Der Landtag hat insbesondere die gemeinsame Haltung um
Olympische und Paralympische Spiele 2032 in Form des interkommunalen
Zusammenschlusses der 14 ausrichtenden Städte im Rhein-Ruhr-Raum
gewürdigt.
Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hält nach seiner aktuellen
Einschätzung die Rhein-Ruhr-Region für den derzeit einzig möglichen
Bewerber für die Olympischen Spiele 2032. Eine Entscheidung des DOSB, ob
eine deutsche Kandidatur für die Olympischen und Paralympischen
Sommerspiele 2032 erfolgt, kann nur von einer Mitgliederversammlung des
DOSB getroffen werden. Die nächste wird am 5. Dezember in München
stattfinden. Soweit diese Entscheidung getroffen wird, ist in 2021 mit einer
innerdeutschen Festlegung des Austragungsstandortes unter den bestehenden
Kandidaten durch den DOSB zu rechnen. Grundlage für eine erfolgreiche
Bewerbung ist es, dass das Vorhaben von der Stadtgesellschaft mitgetragen
wird. Sollte sich der DOSB für eine deutsche Bewerbung entscheiden, sind im
Rahmen eines Partizipationsprozesses die Bürgerinnen und Bürger in den
betroffenen Gebietskörperschaften zu beteiligen, ob sich die Rhein-Ruhr-Seite 2 von 3

Seite 3
Region bewerben soll. Der Beginn des entscheidenden Bewerbungsverfahrens
gegenüber der internationalen Konkurrenz beim IOC ist für 2023 vorgesehen.
Von einer Vergabe der Sommerspiele 2032 ist in den Jahren 2024 oder 2025
auszugehen.
Anlage/n
KeineSeite 3 von 3

Folgen Neue Vorlagen, Sitzungen und Auswertungen aus dem Bonner Rat — im Fediverse, ohne Konto lesbar.

bonn.social/@biz ↗
Im ALLRIS öffnen ↗

Datenstand: 02.11.2026, 20:28 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de