200138-1 ST · Stellungnahme der Verwaltung
Sandaustausch bzw. -reinigung auf städtischen Spielplätzen
Kerndaten
- Nummer
- 200138-1 ST
- Art
- Stellungnahme der Verwaltung
- Veröffentlicht
- 19.02.2020
- Letzte Änderung
- 18.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung noch nicht verknüpft Kenntnisnahme
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Stellungnahme der Verwaltung öffentlich 200138-1 ST Der Oberbürgermeister Federführung: 68 Amt für Stadtgrün Dezernat: Dez. III 28.01.2020 Sandaustausch bzw. -reinigung auf städtischen Spielplätzen Beratungsfolge Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie 10.03.2020 Kenntnisnahme Inhalt der Stellungnahme: Im Runderlass "Vorsorgender Gesundheitsschutz für Kinder auf Kinderspielflächen" des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen vom 21. November 2018 werden unter Punkt 2.1 die Hygienischen Anforderungen beschrieben. Diese werden derzeit von Fachleuten diskutiert, denn Untersuchungen zum hygienischen Zustand von Spielsand sind schwierig, da sie immer nur Momentaufnahmen sind. Parameter für den chemischen Zustand des Sandes sind als Mindestanforderungen im Erlass festgesetzt, nachvollziehbar und werden eingehalten. Unter Punkt 2.1 des Erlasses soll eine Regelung geschaffen werden, um Sandspielflächen möglichst hygienisch zu halten. Das wöchentliche Durchharken von Sandspielflächen scheint dabei weitaus wirksamer zu sein, als der regelmäßig geforderte Sandaustausch. Denn Untersuchungen von Universitäten und Gesundheitsämtern belegen, dass ein häufiger Sandaustausch für die hygienischen Bedingungen keine Vorteile bringt. Jeder neu eingebrachte, keimarme Sand verändert sich innerhalb von Tagen. Nach einigen Wochen kann die Keimbelastung sogar deutlich ungünstiger sein als bei älterem Sand auf Spielplätzen, da Sand einen „Selbstreinigungseffekt“ durch das Zusammenspiel verschiedener Bakterienarten besitzt. Zudem würden die Kosten für den jährlichen Austausch aller öffentlichen Sandspielflächen in Bonn den städtischen Haushalt derart belasten, dass zukünftig Sandspielflächen deutlich reduziert werden müssten. Sowohl aus ökonomischen, als auch aus ökologischen und hygienischen Gründen wird der jährliche Sandaustauch von Sandspielflächen daher als Empfehlung verstanden. Eine Reinigung der Spielsande auf Bonner Spielplätzen dagegen wird regelmäßig durchgeführt, dabei wird Unrat und organisches Material von den Flächen beseitigt und die Flächen werden geharkt. Zudem stehen die Sandspielflächen durch visuelle Kontrollen unter ständiger Beobachtung. Einmal pro Jahr werden alle Plätze dahingehend überprüft, ob zusätzlich zu den regelmäßigen Reinigungen eine mechanische Tiefensandreinigung oder ein Sandaustausch erforderlich ist. Feste Rhythmen lassen sich sowohl für die mechanische Tiefenreinigung als auch für den Sandaustausch nicht festlegen, weil eine Notwendigkeit hierfür immer in Abhängigkeit von der Lage desSeite 1 von 2 Seite 2 Spielplatzes, dem Schadstoffeintrag, der Verdichtung und der Untergrundbeschaffenheit eines Platzes betrachtet werden muss. Unter Berücksichtigung dieser Aspekte und in Abstimmung mit dem Amt für Kinder, Jugend und Familie werden derzeit die Plätze für die Ausschreibung der Reinigung von Spielsandflächen im Bonner Stadtgebiet für das Jahr 2020 zusammengestellt und nach Zusammenstellung dem Ausschuss Kinder, Jugend und Familie vorgelegt. Anlage/n KeineSeite 2 von 2
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 06:35 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de