200120 · Mitteilungsvorlage
Kennzahlen Bonner Büromarkt Kalenderjahr 2019
Kerndaten
- Nummer
- 200120
- Art
- Mitteilungsvorlage
- Veröffentlicht
- 29.01.2020
- Letzte Änderung
- 18.09.2026
Beratungsfolge
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Mitteilungsvorlage öffentlich 200120 Der Oberbürgermeister Federführung: 03 Amt für Wirtschaftsförderung Dezernat: Dez. OB Kennzahlen Bonner Büromarkt Kalenderjahr 2019 Beratungsfolge Ausschuss für Wirtschaft und Arbeitsförderung 26.02.2020 Kenntnisnahme Mitteilung: Die Wirtschaftsförderung (hier: der Immobilienservice des Service Center Wirtschaft) hat für das Kalenderjahr 2019 den Bonner Büroimmobilienmarkt beobachtet, aufgezeichnet und analysiert. Im Rahmen dessen steht die Wirtschaftsförderung im stetigen Austausch mit Anbietern von Büroflächen wie Maklerunternehmen, Projektentwicklern und Eigentümern. Aufgrund der guten Kontakte zu den Anbietern von Büroflächen hat der Immobilienservice nicht nur einen sehr guten Einblick in den Bonner Büromarkt, sondern kann zugleich erweiterungs- und ansiedlungswilligen Unternehmen und Einrichtungen aus einer Datenbank heraus aktuelle sowie deren Anforderungen entsprechende Immobilienangebote filtern und einen direkten Kontakt zum jeweiligen Anbieter herstellen. Mit dieser Serviceleistung entsteht sowohl für die Wirtschaftsförderung als auch für die Anbieter sowie für die Nachfrager von Büroflächen ein Mehrwert. In 2020 hat sich die Verwaltung zum zehnten Mal an der Büromarkterhebung (Erhebungszeitraum 01.01.2019 bis 31.12.2019) in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Immobilienwirtschaftliche Forschung e. V. (gif) beteiligt. Die gif verfolgt das Ziel, die wichtigen deutschen Bürostandorte auf einer einheitlichen Erhebungsbasis auszuwerten. Insgesamt wurden im Jahr 2018 13 Immobilienmärkte von der gif untersucht; es handelt sich um die Städte Berlin, Bonn, Düsseldorf, Frankfurt/M., Hamburg, Hannover Stadt, Köln, Leipzig, München, Stuttgart und der Metropolregion Rhein-Neckar, bestehend aus Heidelberg, Ludwigshafen und Mannheim. Die Untersuchung erfolgt anhand des Leitfadens zur Büromarktberichterstattung, welcher von der gif herausgegeben und zuletzt im Juli 2015 überarbeitet wurde. Dieser Leitfaden stellt auf dem Büroimmobilienmarkt eine anerkannte und häufig genutzte Definitionssammlung dar, durch die eine gute Vergleichbarkeit erreicht werden kann. Der Leitfaden steht kostenfrei auf der Internetseite der gif unter https://www.gif-ev.de/ zum Abruf bereit. Die Bonner Büromarktdaten zum Kalenderjahr 2019 wurden am 09. Januar 2020 bei einem gemeinsamen Termin der Wirtschaftsförderung und der gif sowie mit lokalen Akteuren des Büroimmobilienmarktes ermittelt bzw. bereinigt und festgelegt. Für diese Datenerhebung dienen die umfassenden Daten,Seite 1 von 5 Seite 2 welche durch den Immobilienservice im Laufe des Jahres aufgezeichnet wurden, als wesentliche Grundlage. Die festgestellten Kennzahlen zum Bonner Büroimmobilienmarkt für das Kalenderjahr 2019 werden dem Ausschuss für Wirtschaft und Arbeitsförderung wie folgt zur Kenntnis gegeben: 1. Büroflächenumsatz 2019 Im Jahr 2019 wurden auf dem Bonner Büromarkt insgesamt 115 Büroflächen- umsätze registriert. Dies ist lediglich ein Vertragsabschluss weniger als im Vorjahr (116). Die kleinste Vermietung betrug 20 m², die größte Vermietung lag bei 14.070 m² und erfolgte im Wirtschaftszweig „Öffentliche Verwaltung“ im Bonner Zentrum, gefolgt von einem weiteren Vertragsabschluss über 12.800 m² im Bonner Zentrum und ebenfalls aus dem Bereich der öffentlichen Verwaltung. Mit 108.595 m² umgesetzter Bürofläche ist der Bonner Büromarkt zum Vorjahr (137.472 m²) leicht rückgängig. Im Büroteilmarkt Bundesviertel wurden die meisten Büroflächenumsätze mit insgesamt 25.642 m² verzeichnet. Übersicht Büroflächenumsatz nach Jahren (auf volle Hundert gerundet): Jahr umgesetzte Bürofläche in Bonn in Quadratmeter 2003 74.000 2004 70.000 2005 80.000 2006 84.000 2007 117.000 2008 90.300 2009 85.700 2010 89.500 2011 90.200 2012 98.700 2013 73.600 2014 88.900 2015 64.800 2016 126.200 2017 108.200 2018 137.500 2019 108.595 Quelle: eigene Erhebung, Wirtschaftsförderung Bonn Die nachfolgende Tabelle zeigt die Struktur des Büroflächenumsatzes in 2019. Oberhalb von 5.000 Quadratmetern bleibt die Lage auf dem Bonner Büromarkt weiterhin angespannt, da kaum sofort verfügbare Büroflächen in diesem Größensegment vorzuweisen sind. Dies wird auch unter dem Punkt 2. der Mitteilungsvorlage, zum Thema Leerstand, deutlich.Seite 2 von 5 Seite 3 Struktur der Büroflächenumsätze in 2019: Größe Anzahl der Umsätze Prozentualer Anteil Fläche in Quadratmetern < 500 m² 80 69,57% 14.814 < 1.000 m² 13 11,30% 8.014 < 2.500 m² 12 10,43% 18.281 < 5.000 m² 4 3,48% 11.609 < 10.000 m² 3 2,61% 16.910 > 10.000 m² 3 2,61% 38.117 Summe 115 100% 107.745 Quelle: eigene Erhebung, Wirtschaftsförderung Bonn 2. Leerstand 2019 Der Anteil an leerstehenden Büroflächen lag zum Stichtag 31. Dezember 2019 bei 2,5 % mit insgesamt 96.526 m². Der Gesamtbestand an Büroflächen betrug zum vorgenannten Stichtag rund 3,92 Millionen m², inklusive 52.679 m2 neu geschaffener Büroflächen. Die starke Nachfrage an Büroimmobilien in Bonn bleibt unverändert. Leerstand der letzten Jahre im Überblick: Jahr Leerstände in m² Leerstandsquote in % 2003 199.800 5,40 % 2004 277.500 7,50 % 2005 187.500 5,06 % 2006 177.400 4,78 % 2007 154.700 4,18 % 2008 142.200 3,85 % 2008 152.000 4,10 % 2010 164.800 4,45 % 2011 119.700 3,24 % 2012 125.000 3,38 % 2013 114.734 3,09 % 2014 115.393 3,06 % 2015 104.004 2,74 % 2016 83.239 2,17 % 2017 100.989 2,62 % 2018 59.651 1,54 % 2019 96.526 2,50 % Quelle: eigene Erhebung, Wirtschaftsförderung Bonn 3. Projektierte BauvorhabenSeite 3 von 5 Seite 4 Das Angebot an vermietbaren Bestandsflächen wird durch in Planung, Entwicklung und im Bau befindliche Projekte ergänzt. Im Jahr 2019 wurden 52.679 m² Bürofläche fertiggestellt und dem Bestand zugeführt. Die größte Fertigstellung war mit 28.000 m² der „GIZ-Neubau“ auf der Friedrich-Ebert-Allee, gefolgt von dem Objekt „Rheinpalais“ am Bonner Bogen. Hier wurde der erste Bauabschnitt mit 13.812 m² fertiggestellt. Des Weiteren wurde die Joseph-Beuys-Allee mit ca. 7.900 m² sowie das Projekt „Vicus“ auf der Adenauerallee mit knapp 2.967 m² fertiggestellt. Derzeit sind circa 173.822 m² neue Büroflächen in Planung, Entwicklung bzw. im Bau. Die größeren Projekte sind weiterhin der neue Bundeskanzlerplatz von der Art Invest Real Estate Management GmbH, das Rhein-Palais am Bonner-Bogen von der Ewald Hohr Projektentwicklungen mit visionären technischen Konstruktionen im Hochbau & Co. KG und das Projekt West.Side (West.Side GmbH) auf dem ehemaligen Arkema-Gelände, Siemensstraße in Bonn. Die Zeitspannen bis zur Realisierung der jeweiligen Projekte sind unterschiedlich. Von den vorgenannten 173.822 m² lässt sich eine Größe von circa 57.400 m² als absehbare Fertigstellungen in 2020 beziffern. 4. Mietpreise 2019 Die höchsten Mietpreise werden weiterhin im "Bundesviertel" erzielt. Im Rahmen der jährlich stattfindenden Datenerhebung mit der gif und den lokalen Akteuren des Bonner Büroimmobilienmarktes wird die realisierte Durchschnittsmiete sowie die realisierte Spitzenmiete für Bonn erhoben. Als Berechnungsgrundlage wird die Definition des Leitfadens zur Büromarktberichterstattung der gif herangezogen. Im Jahr 2019 wurde als Durchschnittmiete je m² Bürofläche ein Wert in Höhe von 13,21 € erzielt. Im Vergleich zum Vorjahr ist der durchschnittliche Mietpreis damit um 2,58 €/m² gefallen. Die für Bonn realisierte Spitzenmiete dagegen ist um 3,47 €/m² auf 25,22 €/m² gestiegen. Betrachtet man ebenfalls das Jahr 2017, ist die Spitzenmiete seitdem um 7,72 €/m² gestiegen. Bei einigen Büroimmobilien konnten in Spitzenlagen von Bonn mit besonderer Ausstattung auch Höchstmieten erzielt werden. Die höchsten Mietpreise in Bonn werden bei Büroimmobilien in den A-Lagen des Bundesviertels erzielt. Die A-Lagen des Bundesviertels befinden sich entlang der Bundesstraße 9 und im Bereich des Post-Towers. Die beobachteten Mietpreise sind Kaltmieten ohne Mehrwertsteuer. Die in der Tabelle aufgezeigten Mietpreisspannen geben die in den letzten Jahren beobachteten Mietpreise in den unterschiedlichen Büroteilmärkten wieder und sollen für Vermieter und Mietinteressenten als Anhaltspunkt zur Mietpreisfindung dienen. Mietvertragsverlängerungen wurden nicht erfasst, dasSeite 4 von 5 Seite 5 Alter, die Qualität und der bauliche Zustand der Immobilien blieben unberücksichtigt. Büroflächenteilmarkt Mietpreis in Euro pro Quadratmeter zzgl. MwSt. und Nebenkosten Bundesviertel 8,90 bis 24,20 EUR Innenstadtring Nord 7,50bis 17,10 EUR Duisdorf/Hardtberg 5,00 bis 11,00 EUR Innenstadtring Süd 8,50 bis 16,30 EUR Bad Godesberg 6,60 bis 15,00 EUR Bonn Zentrum 8,00 bis 17,00 EUR Beuel Süd/Bonner Bogen 15,00 bis 18,50 EUR Beuel 6,50 bis 12,00 EUR Nord 5,00 bis 11,50 EUR West 5,90 bis 15,50 EUR Bad Godesberg Zentrum 7,90 bis 12,50 EUR Beuel Zentrum 8,00 bis 16,00 EUR Quelle: eigene Erhebung, Wirtschaftsförderung Bonn Die vorgenannten Ergebnisse werden in der nächsten Sitzung kurz anhand einer Präsentation vorgestellt. Der Immobilienservice der Bonner Wirtschaftsförderung kooperiert mit der Bonner Immobilienwirtschaft und verfügt daher über einen umfassenden Marktüberblick. Die Wirtschaftsförderung steht in engem Kontakt zu Projektentwicklern, Anbietern von Büroflächen, Eigentümern und Maklerunternehmen. Sie fungiert als Kontaktvermittler zwischen künftigen Nutzern und Vermietern. Durch den engen Kontakt besteht eine fortlaufend gepflegte Immobiliendatenbank. Es erfolgt eine bedarfsgerechte und passgenaue Vermittlung. Anfragen von mietinteressierten Firmen und Einrichtungen werden so zielgerichtet beantwortet. Im Jahr 2019 wurden durch den Immobilienservice 171 Anfragen bearbeitet. Ergänzend wird jährlich eine Statistik zum Bonner Büromarktgeschehen erhoben; die Ergebnisse werden in der Broschüre ‚Büroflächenmarkt Bonn‘ veröffentlicht und sind über die Bonner Homepage abrufbar. Anlage/n KeineSeite 5 von 5
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