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200073-02 ST · Stellungnahme der Verwaltung

Wissenschaftliche Projekte zu kommunalen Themen

Nummer
200073-02 ST
Art
Stellungnahme der Verwaltung
Veröffentlicht
16.03.2021
Letzte Änderung
19.09.2026
  1. Sitzung des Ausschusses für für Europa, Internationales, Wissenschaft, Wirtschaft und Arbeit 21.04.2021 Stellungnahme
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  1. 200073 Wissenschaftliche Projekte zu kommunalen Themen

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Stellungnahme der Verwaltung
öffentlich
200073-02 ST
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
03 Amt für Wirtschaftsförderung
Dezernat:
Dez. OB
Wissenschaftliche Projekte zu kommunalen
Themen
Beratungsfolge
Ausschuss für Europa, Internationales,
Wissenschaft, Wirtschaft und Arbeit
16.03.2021 Stellungnahme
Inhalt der Stellungnahme:
1. Welche gemeinsamen Projekte, die kommunale Angelegenheiten
betreffen, hat die Stadtverwaltung gemeinsam mit den in Bonn ansässigen
Wissenschaftseinrichtungen
Zu 1.
Die Verwaltung ist in ihren Tätigkeiten je nach Themenfeld darauf ausgerichtet,
mit entsprechenden Partnern zusammenzuarbeiten. Dabei sind
selbstverständlich auch die in der Region Bonn ansässigen Hochschulen und
Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen in verschiedenen Konstellationen
in Projekte und Arbeitsgemeinschaften eingebunden. In welcher Form die
Zusammenarbeit mit den Wissenschaftseinrichtungen möglich ist, ist u.a. von
den jeweiligen Interessen der Einrichtungen und der Verwaltung, von den
jeweiligen Förderaufrufen und den finanziellen und personellen
Randbedingungen abhängig.
Es folgen Beispiele der Projekte:
- In dem von der EU geförderten Projekt MONICA (Management Of
Networked IoT Wearables – Very Large Scale Demonstration of Cultural
Societal Applications) unter der Leitung des Fraunhofer-Instituts für
Angewandte Informationstechnik FIT sind insgesamt 29 Partner
beteiligt, darunter sechs europäische Städte. Das Projekt erprobt und
entwickelt speziell an die Anforderungen ausgewählter
Großveranstaltungen in den teilnehmenden Städten angepasste
Beschallungstechnik sowie Sicherheits- und Servicesysteme. In Bonn
waren vor Beginn der Corona-Pandemie die Veranstaltungen „Rhein in
Flammen“ und „Pützchens Markt“ Teil der wissenschaftlich begleiteten
Großveranstaltungen.
- Die Verwaltung pflegt enge Beziehungen zu dem Geographischen
Institut und dem Institut für Geodäsie und Geoinformation der
Universität Bonn. In Masterseminaren und wissenschaftlichen Arbeiten
werden regelmäßig Projekte der Stadtentwicklung mit der Stadt Bonn
als Untersuchungsort und Versuchsfeld durchgeführt. Der
Erfahrungsaustausch zwischen Experten der Universität und derSeite 1 von 3

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Verwaltung dient neuen Erkenntnissen, der in die Stadtentwicklung
einfließen kann.
- Der Wissenschaftsladen Bonn hat zusammen mit dem Geographischen
Institut der Universität Bonn und weiteren Partnern das Projekt KlimNet
des Bundesumweltministeriums bis 2020 durchgeführt. Die Stadt Bonn
war als Kooperationspartner eingebunden und stellte vorhandene
öffentliche Daten zur Verfügung.
- Zusammen mit der in Bonn ansässigen Forschungseinheit der UN, dem
Institut UNU-EHS, war die Stadt Bonn bis Ende 2019 in dem Projekt
„Zukunftsorientierte Vulnerabilitäts- und Risikoanalyse als Instrument
zur Förderung der Resilienz von Städten und urbanen Infrastrukturen
(ZURES)“ der Universität Stuttgart beteiligt.
- Im Bereich der Nachhaltigkeitsforschung ist die Verwaltung eng mit den
wissenschaftlichen Akteuren der Bonner Allianz für
Nachhaltigkeitsforschung verbunden. Im BION-Netzwerk, in dem die
Verwaltung aktiv ist, konnte eine Studie zur Biodiversitätsbildung gemäß
Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) im Raum Bonn durchgeführt
werden, die Mitte 2019 abgeschlossen wurde. Die Studienergebnisse
dienen auch der Verbesserung der Bildungsangebote.
- Im Bereich der Gesundheitsforschung unterstützt die Verwaltung das
Projekt „Rheinland Studie“ des Deutschen Zentrums für
Neurodegenerative Erkrankung DZNE, das vom Bundesministerium für
Bildung und Forschung sowie dem Land NRW gefördert wird. In der
Studie wird untersucht welche Schutz- und Risikofaktoren die
Gesundheit von Erwachsenen über die Lebensspanne bis ins hohe Alter
beeinflussen. An bis zu 30.000 Teilnehmenden wird über mehrere
Jahrzehnte hinweg das Zusammenspiel von Erbfaktoren, Lebenswandel
und Umwelteinflüssen sowie deren Auswirkung auf die Gesundheit der
Menschen untersucht.
- Die Verwaltung unterstützt im Rahmen ihrer Möglichkeiten die Angebote
der Wissenschaftskommunikation für die interessierte Öffentlichkeit, wie
die Aktionen im Rahmen des Wissenschaftsjahres, die von dem
Projektträger des DLR koordiniert werden.
Auch zukünftig wird die Verwaltung je nach Möglichkeiten der Wettbewerbe und
Projektanfragen insbesondere in den Zukunftsthemen Digitalisierung, Bildung,
Mobilität und Klimafürsorge die Expertise der hier ansässigen Hochschulen und
Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen nutzen. Eine Zusammenarbeit
ist, wie auch bei anderen Auftragnehmern, jedoch immer abhängig von den
Vergabekriterien und haushalterischen Gegebenheiten.
Durch die im März 2021 erfolgte Bewerbung der Stadt Bonn für die dritte Staffel
des BMI-Wettbewerbs „Smart Cities Made in Germany“ ergeben sich ggf.
Möglichkeiten, auch wissenschaftliche Partner der Region für die Konzeptions-
und Umsetzungsphase zu beauftragen. Diese wären bei einer möglichen
Förderzusage entsprechend der Vergaberichtlinien einzubeziehen (sh. auch
DS-Nr.: 210143).
Zu berücksichtigen ist bei der Gesamtbilanz, dass eine Zusammenarbeit
zwischen Stadt und Wissenschaftseinrichtungen oftmals von der erfolgreichenSeite 2 von 3

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Gewährung von Fördermitteln abhängig ist. Hier gib es eine Reihe von
Projekten, die zwar im intensiven Dialog entwickelt, bei den Förderquoten aber
leider nicht berücksichtigt und daher nicht verstetigt werden konnten.
Zu 2. Wurden dazu öffentliche Fördermittel akquiriert?
Je nach Projekt und Zusammenarbeit werden teilweise Fördermittel akquiriert.
Diese sind abhängig von der grundsätzlichen Art der Förderung, den
individuellen Förderquoten und notwendigen Eigenmitteln und der jeweiligen
Zusammensetzung des Konsortiums.
In dem o.g. Projekt MONICA, das aus dem Rahmenprogramm der
Europäischen Union für Forschung und Innovation Horizont 2020 mit insgesamt
15 Millionen Euro gefördert wird, erhält die Stadt Bonn 450.000 € an
Fördermitteln.
Bei anderen Projekten erfolgt keine Förderung durch Geldmittel, sondern durch
den Erkenntnisgewinn, der durch die Beteiligung oder Unterstützung der
Verwaltung gewährt werden kann.
Anlage/n
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