200029 · Mitteilungsvorlage
Mäh- und Gehölzpflegearbeiten an den Rheinufern
Kerndaten
- Nummer
- 200029
- Art
- Mitteilungsvorlage
- Veröffentlicht
- 20.01.2020
- Letzte Änderung
- 18.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Bau- und Vergabeausschusses Kenntnisnahme
Dateien
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Mitteilungsvorlage öffentlich 200029 Der Oberbürgermeister Federführung: 66 Tiefbauamt Dezernat: Dez. III Mäh- und Gehölzpflegearbeiten an den Rheinufern Beratungsfolge Bau- und Vergabeausschuss 13.02.2020 Kenntnisnahme Mitteilung: In der letzten Sitzung des Bau- und Vergabeausschusses am 19.12.2019 wurde im Zusammenhang mit der Vorlage zu den Mäh- und Gehölzpflegearbeiten (DS 190626) an den Hochwasserdeichen des Rheins und der Sieg um eine Darstellung der Pflegearbeiten an den Rheinufern (Rheinufermauern) gebeten. Hierzu teilt die Verwaltung Folgendes mit: Aktuelle Pflege: Aktuell wird das linke Rheinufer (Bonn und Bad Godesberg) im Frühjahr und im Herbst durch einen Unternehmer gepflegt, d. h. im Frühjahr wird auf der Mauerkrone der krautige Aufwuchs geschnitten, im Herbst die Mauerkrone und die Mauer selbst. Hierbei werden krautiger Aufwuchs und Sträucher entfernt. Außerdem werden die Bermen und Steinschüttungen durch unser eigenes Personal bei entsprechenden Wasserständen nach Bedarf auf beiden Rheinseiten gekürzt. Aufgrund des, im Vergleich zum linken Ufer, geringeren Aufwandes wird das rechte Rheinufer durch Personal des Tiefbauamts in vergleichbarer Weise unterhalten. Aspekte der Unterhaltung: Die halbjährliche Kürzung des Aufwuchses auf der Mauerkrone dient der Sicherstellung der Verkehrssicherheit. Somit ist gewährleitet, dass keine Vegetationsbestandteile den Fuß-/Radweg einengen. Außerdem ist dadurch eine Sichtkontrolle der Geländer durch die Straßenunterhaltung des Tiefbauamts gewährleistet. Die jährliche Kürzung des Aufwuchses an der Mauer dient der Bewahrung der Standsicherheit. Diese Maßnahmen können auf Grund naturschutzfachlicher Aspekte nur in der Zeit von Oktober bis Ende Februar durchgeführt werden. Ab Oktober hat die Avifauna ihre Brutpflege und Nestnutzung beendet. Die naturschutzfachrelevanten krautigen Arten haben sich für die nächste Vegetationsperiode versamt und/oder sind eingezogen. Daher werden die Mahd- und Gehölzarbeiten im Oktober ausgeführt. Da bis Ende Februar Vegetationsruhe herrscht, ist bis dahin nur ein marginaler Zuwachs vorhanden, welcher aus vegetationstechnischen Gründen nicht noch einmal gekürzt werden kann.Seite 1 von 2 Seite 2 Bei Steinschüttungen ist aus ingenieurbiologischer Sicht ein Kraut- und Strauchbewuchs zur Uferstabilisierung sogar gewünscht. Die Wurzeln der Sträucher, Gräser und Stauden verankern die Steine in ihrer Position und schützen die Böschung gegen Wellenschlag. Aktuelle Kosten: Die Kosten im Jahr 2019 für die Mäh- und Gehölzarbeiten durch den Unternehmer haben rund 48.000 € brutto betragen. (Hierin ist die Deichpflege nicht enthalten.) Einschließlich der Kosten für den eigenen Personal- und Geräteeinsatz beträgt der Aufwand ca. 145.000 € brutto pro Jahr. Mögliche Maßnahmen: Eine Intensivierung der Unterhaltungsmaßnahmen ist unter Wahrung der naturschutzfachlichen Aspekte und der vorhandenen statischen Gegebenheiten kaum möglich. Durch das Einkürzen der Gehölze in den Mauern wird zwar der Pflanze immer wieder Wachstumsenergie aus den Wurzeln entzogen, jedoch kann sie nicht zur Gänze entfernt werden. Die Wurzeln sind im Mauerwerk eingewachsen. Bei einer Rodung des Wurzelstockes würden große Schäden in den Mauern entstehen. Diese könnten im Rahmen der Gewässerunterhaltung nicht beseitigt werden, da die Mauern Ingenieurbauwerke sind und entsprechende Nachweise sowie Statiken zu erbringen wären. Durch eine grundlegende Sanierung der Ufermauern könnten die Sträucher nachhaltig entfernt werden und ein erneuter Aufwuchs mittelfristig verhindert werden. Dies würde jedoch eine sehr umfangreiche und finanziell äußerst aufwändige abschnittsweise Großinvestition bedeuten. Anlage/n KeineSeite 2 von 2
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 07:17 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de