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200028 · Beschlussvorlage

Zuschuss an die Otto-Benecke-Stiftung e.V. zur Förderung des Projektes "Ma'an - Miteinander"

Nummer
200028
Art
Beschlussvorlage
Veröffentlicht
20.01.2020
Letzte Änderung
18.09.2026
  1. Sitzung des Integrationsrates 05.02.2020 Anhörung
  2. Sitzung des Ausschusses für Soziales, Migration, Gesundheit und Wohnen 11.02.2020 Entscheidung federführend
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Beschlussvorlage
öffentlich
200028
Der Oberbürgermeister
Federführung:
Stabsstelle Integration
Dezernat:
Dez. OB
Zuschuss an die Otto-Benecke-Stiftung e.V. zur
Förderung des Projektes "Ma'an - Miteinander"
Beratungsfolge
Integrationsrat 05.02.2020 Anhörung
Ausschuss für Soziales, Migration, Gesundheit
und Wohnen
11.02.2020 Entscheidung
Beschlussvorschlag
Die Otto-Benecke-Stiftung e.V. erhält für das erste Halbjahr 2020 einen
Zuschuss von bis zu 29.983,00 € zu den nachgewiesenen und
anerkannten Personal- und Honorarkosten für das Projekt „Ma´an –
Miteinander“.
Begründung
Die Otto-Benecke-Stiftung e.V. (OBS) führt seit 2015 gemeinsam mit dem
Verein Haus der Generationen e.V. in Mehlem das Projekt „Ma’an –
Miteinander“ durch. Das Projekt wurde bislang vom Ministerium für Familie,
Senioren, Frauen und Jugend (MFSFJ) aus dem Bundesprogramm
„Demokratie leben“ im Programmbereich Radikalisierungsprävention und von
der Stadt Bonn gefördert. Die Förderung aus „Demokratie leben“ wurde zum
Jahresende 2019 beendet.
Das Projekt findet seit 2015 in Bad Godesberg statt. Insbesondere im
südlichen Bad Godesberg, wo viele konservative bis fundamentalistische
Muslime leben, versuchen salafistische Prediger schon seit vielen
Jahren, unter muslimischen Jugendlichen Nachwuchs für die
Salafistenszene zu rekrutieren. Ma’an hat sich mit vielen Angeboten und
Aktivitäten dafür eingesetzt, junge Menschen vor Radikalisierung zu
bewahren und ihnen einen demokratischen Gegenentwurf zur
salafistischen Weltsicht aufzuzeigen, und hat damit einen wichtigen
Beitrag im Bereich der Salafismusprävention geleistet.
Ma'an richtet sich in erster Linie an arabischstämmige bzw. muslimische
Jugendliche und junge Menschen zwischen 14 und 27 Jahren. Diese
wachsen in einem Spannungsfeld von islamisch-orientalischen NormenSeite 1 von 3

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auf der einen und christlich bzw. säkularen Normen auf der anderen
Seite auf. Ma'an zielt darauf ab, die Teilnehmer:innen des Projekts bei
ihrer Suche nach Berufszielen und Lebensinhalten vor religiöser
Radikalisierung zu schützen, indem ihnen gesellschaftliche
Teilhabemöglichkeiten und damit alternative sinn- und identitätsstiftende
Angebote einer demokratischen Gesellschaft aufgezeigt werden.
Jugendliche und junge Menschen mit geeigneten Fähigkeiten und
Interessen werden dabei zu Projekt-Mentor:innen ausgebildet, die
anderen Jugendlichen als Vorbild dienen.
Bei der inhaltlichen Arbeit von Ma'an geht es zum einen konkret um
Hilfen beim Übergang von Schule zu Beruf, zum anderen werden im
Rahmen politischer Bildung in Workshops und Exkursionen Themen der
deutschen Geschichte, Politik und Gesellschaft, aber auch die
Religionen (in der Regel der Islam) und Kulturen der Herkunftsländer der
jungen Menschen behandelt. Die Bandbreite an Themen und Aktivitäten
ist groß und reichte in der Vergangenheit von der Teilnahme an
Mehlemer Ortsausschusssitzungen und der Bad Godesberger
Leitbildkonferenz über einen Besuch der ehemaligen NS-Ordensburg
Vogelsang bis hin zu Diskussionen mit Politiker:innen und mehrtägigen
Exkursionen nach Berlin und Brüssel.
An diesen Fahrten nahmen auch Eltern teil. Diese sollen künftig noch
stärker in die Arbeit von Ma'an eingebunden werden. Sie sollen mit ihren
Kindern, angeleitet von der Projektmitarbeiterin und den Mentor:innen,
(familiäre) Handlungsmöglichkeiten diskutieren, die Radikalisierung
entgegenwirken und Interesse an gesellschaftlicher Partizipation
wecken. So soll auch den Erwachsenen aufgezeigt werden, dass es
positiv ist, sich zu integrieren und die Gesellschaft aktiv mitzugestalten.
Immer im Blick haben die Teilnehmer:innen dabei das lokale Umfeld, das
nach Möglichkeit in die Projektarbeit eingebunden wird und den jungen
Menschen Perspektiven aufzeigen soll, sowohl berufliche als auch
ehrenamtliche.
Aus Sicht der Verwaltung soll das Projekt unbedingt fortgesetzt werden.
Mit der Erhöhung des Zuschusses um 10.000 € auf 30.000 € kann dies
im ersten Halbjahr sichergestellt werden. Während die Verwaltung 2019
einen Zuschuss von 20.000 € zu den Sach- und Honorarkosten gezahlt
hat, werden mit den 30.000 € im ersten Halbjahr 2020 die Personal- und
Honorarkosten bezuschusst. Dies ist möglich, da das Personal auf eine
halbe Stelle für eine pädagogische Mitarbeiterin und eine Honorarkraft
reduziert wurde. Die Otto-Benecke-Stiftung bemüht sich bereits
intensivst um weitere Fördermittel für das zweite Halbjahr 2020.
Die Haushaltsmittel sind im Budget der Stabsstelle Integration erhalten.
Der Zuschuss betrug 2019 20.000 €.Seite 2 von 3

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Finanzielle Auswirkungen:
Produktgruppe Produktgruppenbezeichnung Produkt Produktbezeichnung
01.04.01 Koordination Integration 1.90.00.01.04.01 Koordination Integration
Investive Kosten der Maßnahme
Betrag Finanzstelle /
FiPos
Veranschlagt
in
Noch bereit-
zustellen
Deckung
Auszahlungen
Einzahlungen
Investiver
Finanzsaldo
Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten
Betrag Finanzstelle
/ FiPos
Veranschlagt
in
Noch bereit-
zustellen
Deckung
Auszahlungen /
Aufwendungen
29.983,00 190000104/
73.1000
2020
Einzahlungen /
Erträge
0,00
Haushaltsbelastung
jährlich
29.983,00
Anlage/n
KeineSeite 3 von 3

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Datenstand: 03.11.2026, 06:16 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de