191209 · Beschlussvorlage
Zuschuss an Pro Familia zur Förderung des Projektes "Gesundheitsförderung für Migrantinnen und Migranten"
Kerndaten
- Nummer
- 191209
- Art
- Beschlussvorlage
- Veröffentlicht
- 17.01.2020
- Letzte Änderung
- 18.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Integrationsrates Anhörung
- Sitzung des Ausschusses für Soziales, Migration, Gesundheit und Wohnen Entscheidung federführend
Dateien
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Volltext
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Beschlussvorlage öffentlich 191209 Zuschuss an Pro Familia zur Förderung des Projektes "Gesundheitsförderung für Migrantinnen und Migranten" Beratungsfolge Integrationsrat 05.02.2020 Anhörung Ausschuss für Soziales, Migration, Gesundheit und Wohnen 11.02.2020 Entscheidung Beschlussvorschlag Die Pro Familia Beratungsstelle Bonn erhält für das Jahr 2020 einen Zuschuss von bis zu 40.132,00 € zu den nachgewiesenen und anerkannten Personal- und Sachkosten für das Projekt "Gesundheitsförderung für Migrantinnen und Migranten". Begründung Seit rund 15 Jahren führt die Pro Familia Beratungsstelle Bonn das Projekt „Gesundheitsförderung für Migrantinnen und Migranten“ durch. Zu Beginn richtete sich das Projekt nur an Frauen mit Migrationshintergrund, zwischen- zeitlich gab es auch einen Schwerpunkt mit gezielten Angeboten für Männer, inzwischen wendet es sich an Frauen und Familien. Aufgrund des hohen Bedarfes ist der Zuschuss auf Grundlage eines Beschlusses im Haushalt 2019/2020 deutlich erhöht worden. Damit kann Pro Familia die Gesundheits- förderung für Menschen mit Migrations- und Fluchthintergrund fortsetzen und stärken. Mit der niederschwelligen, aufsuchenden Arbeit des Projektes werden sozial benachteiligte Frauen und Familien mit Migrations- und Fluchthintergrund gut erreicht. Denn oft führen migrationsbedingte und kulturelle Barrieren dazu, dass Zugewanderte an diesen für die Familien wichtigen präventiven Angeboten im psychosozialen und gesundheitlichen Bereich nicht teilnehmen. Dazu gehören Belastungen durch Migration und Flucht, Verschlechterungen des sozialen Status, Erfahrungen mit Ausgrenzung und Diskriminierung, unterschiedliche Vorstellungen von Gesundheit, Krankheit und Prävention, auch die Überforde- rung, die hiesigen komplexen Strukturen und Möglichkeiten zu überblicken und einzuordnen. Nicht zuletzt lösen alle diese Faktoren Stress aus, der weitere familiäre Probleme nach sich zieht (Trennung, Scheidung, häusliche Gewalt u.a.). Ziel des Projektes ist daher, die Integration von belasteten Familien mit Migrationshintergrund in das Gesundheitssystem (Vorsorge in der Schwanger- Federführung: Stabsstelle Integration Dezernat: Dez. OBSeite 1 von 3 Seite 2 schaft, U-Untersuchungen der Kinder u.a.) und in Regelangebote (Sprach- kurse, Spielgruppen, Kita, Beratungsstellen u.a.) zu fördern. Zugleich werden familiäre Themen aufgegriffen in Bezug auf die Kinder (Erziehung, Ernährung, Vorsorge, Bewegung, Medienkonsum, aber auch Pubertät, Sexualerziehung in der Schule, sexuelle Orientierung, Gewalt in der Erziehung u.a.) und in Bezug auf Ehe und Partnerschaft (Geschlechterrollen, Sexualität, Verhütung, Fami- lienplanung, Konflikte und Gewalt in der Partnerschaft, Depressionen, Abbau von Ängsten, Generationenkonflikte u.a.). Pro Familia arbeitet hierzu seit langem eng und vernetzt mit Organisationen und Einrichtungen in den Bereichen Migration/Integration, Gesundheit, Soziales, Bildung zusammen. So werden beispielsweise in Stadtteilen Be- gegnungscafés, in Migrantenselbstorganisationen, Sprach- und Integrations- kurse oder in Familienzentren, Kitas, Schulen und Ausbildungsstätten Veranstaltungen und Gesprächsrunden angeboten, an die sich individuelle Beratung anschließen kann. Auch Sprechstunden vor Ort gehören dazu. Das Projekt wird von einer hauptamtlichen, mehrsprachigen pädagogisch- therapeutischen Fachkraft durchgeführt. Für weitere Sprachen gibt es einen Pool von ehrenamtlichen Übersetzer/innen, die für die Themen und Vor- gehensweisen des Projektes geschult und sensibilisiert werden. Die Förderung des Projektes wird von der Verwaltung ausdrücklich befürwortet. Die Haushaltsmittel sind im Budget der Stabsstelle Integration enthalten. Im Jahr 2019 betrug der Zuschuss 38.873,00 €. Finanzielle Auswirkungen: Produktgruppe Produktgruppenbezeichnung Produkt Produktbezeichnung 01.04 Koordination Integration 01.04.01 Koordination Integration Investive Kosten der Maßnahme Betrag Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen Einzahlungen Investiver Finanzsaldo Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten Betrag Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen / Aufwendungen 40.132,00 190000104/ 73.1000 2020 Einzahlungen / 0,00Seite 2 von 3 Seite 3 Erträge Haushaltsbelastung jährlich 40.132,00 Anlage/n KeineSeite 3 von 3
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 00:34 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de