191099 · Antrag
Verbesserung der Fahrradinfrastruktur
Kerndaten
- Nummer
- 191099
- Art
- Antrag
- Veröffentlicht
- 20.01.2020
- Letzte Änderung
- 18.09.2026
Stand im Verfahren i
- Einreichung
- Terminierung
- Sitzung
Soweit erfasst. Das Ergebnis der Beratung ist in den Daten nicht enthalten. Das vollständige Verfahren →
Beratungsfolge
- Sitzung des Ausschusses für Planung, Verkehr und Denkmalschutz Empfehlung
- Sitzung des Rates Entscheidung federführend
Dateien
- Sammeldokument öffentlich Öffnen ↗
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Antrag öffentlich 191099 Antragsteller/in: Felix Kopinski, Dr. Carsten Euwens, Valentin Brückel, Die Sozialliberalen Verbesserung der Fahrradinfrastruktur Beratungsfolge Ausschuss für Planung, Verkehr und Denkmalschutz 22.01.2020 Empfehlung Rat 06.02.2020 Entscheidung Inhalt des Antrags 1. Die Verwaltung entwirft eine Rahmenplanung zur Umsetzung eines durchgängigen Radwegenetztes, welches alle Ortsteile miteinander verbindet. Besonderes Augenmerk ist dabei auf großzügig angelegte Hauptradwege auf der Nord-Süd- sowie Ost-West-Achse zu richten. Das Radwegenetz ist auch an hochfrequentierten Orten unterbrechungsfrei zu nutzen. 2. Die Verwaltung erarbeitet eine Rahmenplanung, um in den nächsten vier Jahren mindestens 20 Kilometer neue Radwege entstehen zu lassen. Die Radwege sind durch bauliche Maßnahmen von den anderen Verkehrsarten getrennt, sodass sie vom Befahren durch den MIV und der Nutzung des Fußgängerverkehrs gesichert sind. 3. Schutzstreifen, die nicht eine Mindestbreite von 1,25 Meter aufweisen, werden unverzüglich entfernt. 4. Bei Einmündungen und Kreuzungen werden Rad- und Fußwege ohne Höhenunterschied weitergeführt oder die Bordsteinkante auf ein Mindestmaß reduziert. Dieser Standard ist bei allen Neubauprojekten einzuhalten. Zusätzlich werden jedes Jahr zwanzig Einmündungen und Kreuzungen, die nicht diesem Standard entsprechen, umgestaltet. 5. Die Verwaltung entwirft ein Konzept, dass die Schaffung von 20.000 Fahrradstellplätze in den nächsten zehn Jahren vorsieht. Dabei ist besonderes Augenmerk auf hochfrequentierte Orte wie Bahnhöfe und ÖPNV-Knotenpunkte zu legen. 5000 der 20.000 Radstellplätze werden als abschließbare Fahrradboxen eingerichtet.Seite 1 von 3 Seite 2 6. Radwege und Hauptfußwege sind bevorzugt von Witterungseinflüssen (Schnee, Eis, Laub) freizuhalten. Beim Winterdienst und der Reinigung vom Laub erhalten Radwege und Hauptfußwege Vorrang vor Straßen, die hauptsächlich vom MIV genutzt werden. Die Verwaltung entwirft eine Prioritätenliste und prüft die Umsetzung gemäß dieser Vorgaben. Begründung zu 1.: In der Vergangenheit wurden Radwege oftmals nicht dort angelegt, wo der größte Bedarf bestand, sondern wo sie den MIV möglichst wenig behindern. Durch die Umsetzung von Einzelmaßnahmen ist ein kaum zusammenhängendes und uneinheitliches Radwegenetz entstanden. Bonn braucht jedoch eine sichere und attraktive Fahrradinfrastruktur, um den Anteil des Radverkehrs im Modal Split zu steigern und somit die Folgen des Klimawandels abschwächen zu können. zu 2.: Bonn weist überdurchschnittlich viele Wege auf, die von den verschiedenen Verkehrsarten gemeinsam genutzt werden. Dies betrifft Straßen mit Schutzstreifen und Fahrradstraßen, die gemeinsam vom MIV und Radverkehr genutzt werden sowie Gehwege, die zur Mitbenutzung des Radverkehrs ausgewiesen sind. Da diese Praxis ein erhebliches Konflikt- und Unfallrisiko birgt, sollte die Verkehrsinfrastruktur so gestaltet werden, dass MIV, Fahrradverkehr und FußgängerInnen eigene Spuren zur Verfügung gestellt werden. zu 3.: In Bonn existieren Schutzstreifen, die nicht der in den Empfehlungen für Radverkehrsanlagen (EPA) geforderten Mindestbreite von 1,25 Meter entsprechen. Dies betrifft beispielsweise den Schutzstreifen auf der Strecke vom Stadthaus zum Bertha-von-Suttner-Platz, der an vielen Stellen lediglich 80 Zentmeter breit ist. Da Fahrräder in der Regel zwischen 50 und 80 Zentimetern breit sind und die RadfahrerInnen einen Sicherheitsabstand zur Bordsteinkante einhalten müssen, ist ein legales Befahren des Schutzstreifens de facto nicht möglich. zu. 4.: Neben dem mangelhaften Radwegenetz wird der Verkehrsfluss durch nicht fahrradgerecht ausgebaute Einmündungen und Kreuzungen behindert. Beim Überfahren von Bordsteinkanten mit hohen Geschwindigkeiten reicht bereits ein Höhenunterschied von wenigen Zentimetern aus, um RadfahrerInnen das schnelle Vorankommen von zu erschweren. Zur Attraktivitätssteigerung des Radverkehrs ist eine Anpassung der vorhandenen Verkehrsinfrastruktur notwendig. zu 5.: Fahrraddiebstähle stellen eines der Hauptprobleme dar, die Menschen davon abhalten Arbeitswege entweder komplett mit dem Fahrrad zurückzulegen oder zumindest bis zur Haltestelle zu fahren, um dort auf dem ÖPNV zu wechseln.Seite 2 von 3 Seite 3 Um Menschen zum Umstieg auf das Fahrrad zu bewegen, muss es an hochfrequentierten Orten wie Bahnhöfen und ÖPNV-Knotenpunkten sichere Fahrradstellplätze in ausreichender Zahl geben. zu 6.: Fuß- und Radwege werden in Herbst und Winter oftmals nicht oder nur unzureichend von Laub und Schnee freigehalten. Dabei ist eine sichere, ganzjährige Nutzung der Fahrradwege ein gewichtiger Grund, warum BürgerInnen auf das Auto verzichten. Anlage/n KeineSeite 3 von 3
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 00:44 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de