191068 · Beschlussvorlage
Einrichtung des neuen Bildungsgangs "Praxisintegrierte Erzieherinnen- und Erzieherausbildung (PiA) " am Robert-Wetzlar-Berufskolleg zum Schuljahr 2020/2021
Kerndaten
- Nummer
- 191068
- Art
- Beschlussvorlage
- Veröffentlicht
- 09.01.2020
- Letzte Änderung
- 18.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Schulausschusses Empfehlung
- Sitzung des Rates Entscheidung federführend
- Sitzung des Ausschusses für Kinder-, Jugend und Familie Empfehlung
Dateien
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Beschlussvorlage öffentlich 191068 Einrichtung des neuen Bildungsgangs "Praxisintegrierte Erzieherinnen- und Erzieherausbildung (PiA) " am Robert-Wetzlar- Berufskolleg zum Schuljahr 2020/2021 Beratungsfolge Schulausschuss 04.02.2020 Empfehlung Rat 06.02.2020 Entscheidung Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie 29.01.2020 Empfehlung Beschlussvorschlag 1) Die Stadt Bonn befürwortet gem. § 81 Abs. 2 SchulG NRW i.V.m. APO-BK (Verordnung über die Ausbildung und Prüfung in den Bildungsgängen des Berufskollegs), Anlage A (Bildungsgänge der Fachschule) den Antrag des Robert-Wetzlar-Berufskollegs, ab dem Schuljahr 2020/2021 den neuen Bildungsgang "Praxisintegrierte Erzieherinnen- und Erzieherausbildung (PiA) "am Robert-Wetzlar-Berufskolleg anzubieten. 2) Die Verwaltung wird beauftragt, den Antrag des Europakollegs und die Zustimmung des Schulträgers an die Bezirksregierung Köln als obere Schulaufsichtsbehörde zu kommunizieren, um eine Genehmigung des neuen Bildungsgangs zu erreichen. 3) Es wird ausdrücklich ausgeschlossen, dass für den Schulträger sowohl im Schuljahr 2020/2021 als auch in den kommenden Jahren zusätzliche Kosten durch die Einrichtung der neuen Fachklasse entstehen: Das Robert-Wetzlar- Berufskolleg versichert, dass die personellen, sächlichen und schulorganisatorischen Voraussetzungen in Zuständigkeit des Schulträgers für den Betrieb des neuen Bildungsganges am Berufskolleg bereits gegeben sind. Begründung Das Robert-Wetzlar-Berufskolleg reagiert mit seinem Bestreben nach eigener Aussage auf die Anliegen des Amtes für Kinder, Jugend und Familie sowie vieler nichtstädtischer Träger von Kindertagesstätten / sozialpädagogischen Einrichtungen in Bonn, die „Praxisintegrierte Erzieherinnen- und Erzieherausbildung (PiA) " am Robert-Wetzlar-Berufskolleg anzubieten, um dem Fachkräftemangel in den Kindertagesstätten und weiteren Federführung: 40 Schulamt Dezernat: Dez. VSeite 1 von 5 Seite 2 sozialpädagogischen Einrichtungen entgegenzuwirken (Beschluss der Schulkonferenz vom 08.10.2019). Die Studierenden in der Praxisintegrierten Erzieherinnen- und Erzieherausbildung erhalten schon während ihrer Ausbildung ein Gehalt, das über dem BAföG -Satz liegt, vom jeweiligen Träger der Einrichtung. Dies könnte aus Sicht des Berufskollegs eine große Motivation für Bewerberinnen und Bewerber sein, sich für eine Ausbildung zur Erzieherin/zum Erzieher zu bewerben und so dem Fachkräftemangel wirksam zu begegnen. Außerdem befinden sich die Studierenden während ihrer Ausbildungszeit – je nach Semester – verlässlich zwei oder drei Tage in der Woche in der Einrichtung, wodurch diese sofort und planbar über drei Jahre eine auszubildende Fachkraft einsetzen kann. Vor Beginn des Schuljahres müssen die Bewerberinnen und Bewerber für die Fachschule für Sozialpädagogik in praxisintegrierter Form (PiA) einen Vertrag mit dem Träger einer sozialpädagogischen Einrichtung für die gesamte Dauer der dreijährigen Fachschulausbildung abschließen, um zugelassen zu werden. Die genaue Organisation der Studien- und Praxisphasen während der Ausbildung gehen aus dem Antrag des Robert-Wetzlar-Berufskollegs hervor; die Ausbildung soll für die Studierenden dann Mitte Juni 2023 mit dem Tag der bestandenen fachpraktischen Prüfung (Kolloquium) und dem Erwerb der Berechtigung zur Führung der Berufsbezeichnung „Staatlich anerkannte Erzieherin/Staatlich anerkannter Erzieher“ enden. Die Verwaltung befürwortet das Bestreben des Berufskollegs, als qualitativ hochwertige Ergänzung des Ausbildungsangebotes - auch mit Blick auf notwendige Maßnahmen zur Fachkräftesicherung in Bonn - uneingeschränkt. Die Förderung der Ausbildung, besonders auch in Berufen, in denen ein Fachkräftemangel absehbar ist oder sogar schon besteht, ist außerdem auch eines der erklärten Ziele des Landesprogramms „Kein Abschluss ohne Anschluss – Übergang Schule-Beruf NRW (KAoA)“, an dem die Stadt Bonn als Region gemeinsam mit dem Rhein-Sieg-Kreis teilnimmt, so dass die Verwaltung auch vor diesem Hintergrund gerne die Bemühungen Robert- Wetzlar-Berufskollegs um eine qualitativ hochwertige und außerdem attraktive Weiterentwicklung des Ausbildungsangebotes ausdrücklich unterstützt. Zudem werden seitens der Verwaltung noch die Einschätzungen der Kammern sowie der Agentur für Arbeit zum neuen Bildungsgang zeitnah erfragt. Das Robert-Wetzlar-Berufskolleg versichert ausdrücklich, dass die personellen, räumlichen und sächlichen Voraussetzungen für die Einrichtung des oben beschriebenen Bildungsgangs dort vorhanden sind, da die Klasse „PiA“ anstelle einer Vollzeitklasse eingerichtet werden soll. Die Stadt Bonn schließt ausdrücklich etwaige spätere finanzielle Forderungen, die aus dem Beschluss und der nachlaufend beantragten Genehmigung durch die Bezirksregierung Köln hervorgehen könnten, mit Blick auf die bestehende Haushaltslage allerdings bereits zum jetzigen Zeitpunkt definitiv aus.Seite 2 von 5 Seite 3 Anlage/n 1 RWB_Antrag_ PiA (öffentlich)Seite 3 von 5 Robert - Wetzlar - Berufskolleg Kölnstr. 229 53117 Bonn Robert - Wetzlar - Berufskolleg der Stadt Bonn Ernährung und Hauswirtschaft Körperpflege und Kosmetik Sozial- und Gesundheitswesen Hotel- und Gaststättengewerbe Kölnstraße 229 53117 Bonn, den 19.12.2019 Telefon 0228- 77 70 61 Fax 0228- 77 70 74 E-Mail: rwbkschulleitung@schulen-bonn.de Internet: www.rwb-bonn.de Antrag auf einen neuen Bildungsgang zum Schuljahr 2020/21 "Praxisintegrierte Erzieher-/Erzieherinnenausbildung (PiA) " entsprechend der Ausbildungs- und Prüfungsordnung der Berufskollegs (APO-BK) Anlage E Warum ist dieser Bildungsgang notwendig? In der Stadt Bonn fehlen sowohl in städtischen Einrichtungen als auch bei anderen Trägern viele Erzieherinnen und Erzieher. Die Leitung des Jugendamts der Stadt Bonn sowie viele Träger in Bonn sind daher sehr daran interessiert, dass das Robert-Wetzlar Berufskolleg die „Praxisintegrierte Erzieher-/ Erzieherinnenausbildung“ anbietet, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Während der Ausbildungszeit befinden sich die Studierenden an zwei bis drei Tagen in der Woche in einer Einrichtung, wodurch diese kontinuierlich über drei Jahre eine Fachkraft in den Stellenplan einplanen kann. Diesem Anliegen der Einrichtungen und des Jugendamts möchten wir mit dem neuen Bildungsgang gerne entsprechen. Im Gegensatz zu der vollzeitschulischen Ausbildung in der Fachschule für Sozialpädagogik erhalten die Studierenden in der Praxisintegrierten Ausbildung ein regelmäßiges Gehalt vom Träger der Einrichtung, das über dem Bäfog-Satz liegt. Dies könnte eine große Motivation für Bewerber sein, sich für eine Ausbildung zum Erzieher/ zur Erzieherin zu bewerben und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Organisation des Bildungsgangs Im Folgenden skizziere ich den Verlauf der dreijährigen Ausbildung, wie er im nächsten Jahr beginnen und dann in den anderen Jahren weitergeführt werden soll. Der Unterricht beginnt am Freitag nach den Sommerferien, also am 14. August 2020. Während der Ferien des Landes NRW finden keine Schulveranstaltungen statt. Der tariflich geregelte Urlaubsanspruch der Studierenden ist während der Schulferien zu nehmen. Die wöchentliche Arbeitszeit der Studierenden beträgt in der Regel 39 Stunden. An den Praxistagen der Unterrichtswochen beträgt die tägliche Arbeitszeit ca. 8 Stunden. Schulamt der Stadt Bonn Herrn Zelmanski St Augustiner Str. BonnSeite 4 von 5 Im 1.-3. Semester (August 2020 bis Januar 2022) sind die Studierenden an drei Tagen für je 8 Unterrichtsstunden in der Schule, an zwei Tagen je Woche in der Praxisstelle. Im 4.-6. Semester (Februar 2022 bis Juni 2023) arbeiten die Studierenden drei Tage in der Praxisstelle und haben an zwei Tagen je Woche je 8 Stunden Unterricht. Zehn Ausbildungswochen im 2. und 3. Semester werden als Blockwochen in der Praxisstelle organisiert (s.u.). Im Schuljahr 2020/21 werden die Studierenden montags, dienstags und freitags in der Schule unterrichtet und sind mittwochs und donnerstags in der Praxisstelle. Gemäß Ausbildungsordnung müssen Studierende Praxiserfahrungen in mindestens zwei sozialpädagogischen Arbeitsfeldern sammeln. Im Hauptarbeitsfeld wird ein vierwöchiges Blockpraktikum im zweiten Semester nach den Osterferien des Landes NRW stattfinden, also in der Zeit vom 12.04.-07.05.2021. Das Haupt-Arbeitsfeld sollte nach Möglichkeit nicht in einer reinen U3-Einrichtung liegen, um die Möglichkeit einer breiteren Professionalisierung während der Ausbildung zu ermöglichen. Für das zweite Arbeitsfeld legt das Robert-Wetzlar-Berufskolleg im dritten Semester ein sechswöchiges Praktikum nach den Herbstferien des Landes NRW fest, also die Zeit vom 25.10.-04.12.2021. Die Ausbildung endet für die Studierenden aller Voraussicht nach um Mitte Juni 2023 mit dem Tag der bestandenen fachpraktischen Prüfung (Kolloquium) und dem Erwerb der Berechtigung zur Führung der Berufsbezeichnung „Staatlich anerkannte Erzieherin/Staatlich anerkannter Erzieher. Die nachfolgende Übersicht fasst diese Regelungen tabellarisch zusammen: PiA am RWB: 2020-2023 1. Sem. 2. Sem. 3. Sem. 4. Sem. 5. Sem. 6. Sem. Unterrichtstage 3 3 3 2 2 2 Zahl der Unterrichts- stunden je Woche 24 24 24 16 16 16 Praxistage 2 2 2 3 3 3 zusätzliche Blockpraktika 4 Wochen im ersten Arbeitsfeld (12.04.- 07.05.2021) 6 Wochen im zweiten Arbeitsfeld (25.10.- 04.12.2021) Gemäß Vorgaben des Ministeriums liegt die Gesamtverantwortung für die fachtheoretische und die praktische Ausbildung bei der Fachschule. Eine Einschulung in die Fachschule für Sozialpädagogik in praxisintegrierter Form (PiA) ist nur möglich, wenn rechtzeitig vor Beginn des Schuljahres ein Vertrag mit dem Träger einer sozialpädagogischen Einrichtung für die gesamte Dauer der dreijährigen Fachschulausbildung vorgelegt wird. Sächliche Voraussetzungen für den Bildungsgang Anstelle einer Vollzeitklasse wird eine Klasse „PIA“ eingerichtet und somit benötigt die Schule keine weiteren räumlichen oder sächlichen Mittel. Die für den Bildungsgang benötigen Fachlehrer*innen stehen dem Berufskolleg zur Verfügung.Seite 5 von 5
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 21:55 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de