191062 · Mitteilungsvorlage
NEILA - aktueller Sachstand
Kerndaten
- Nummer
- 191062
- Art
- Mitteilungsvorlage
- Veröffentlicht
- 20.12.2019
- Letzte Änderung
- 18.09.2026
Beratungsfolge
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Mitteilungsvorlage öffentlich 191062 NEILA - aktueller Sachstand Beratungsfolge Ausschuss für Planung, Verkehr und Denkmalschutz 22.01.2020 Kenntnisnahme Mitteilung: Das interkommunale Projekt NEILA „Nachhaltige Entwicklung durch interkommunales Landmanagement“ läuft seit September 2018 (siehe Ds.- Nr.1713454, 1713088, 1912366). Der beigefügte Info-Brief informiert über den aktuellen Sachstand der Projektbearbeitung (siehe Anlage). Praxisnahe und umsetzungsorientierte Ergebnisse sind ein Anspruch des Projektes. Dementsprechend ist auch eine frühzeitige Einbindung der kommunalen Entscheidungsträger in das Projekt gewünscht. Auftakt hierfür wird eine Informations- und Diskussionsveranstaltung am 05.03.2020 ab 18.00 Uhr in der Hochschule Bonn / Rhein-Sieg in Sankt Augustin sein. Die Einladungen zu dieser Veranstaltung werden Ende Januar versandt. Durch Info-Briefe und Mitteilungsvorlagen wird die Verwaltung auch künftig über den Stand des Projekts NEILA informieren. Anlage/n 1 NEILA-Infobrief (öffentlich) Federführung: 61 Stadtplanungsamt Dezernat: Dez. IIISeite 1 von 3 1 NEILA – Infobrief 11/2019 Regionale Aufgaben lassen sich nur gemeinsam lösen Steigende Miet- und Bodenpreise, der Verlust landwirtschaftlicher Fläche, wachsender Verkehr und Konflikte zwischen den Nutzungen - die Folgen der wachsenden Region sind für jeden spürbar. Die Auswirkungen nehmen auf die kommunalen Grenzen in der Region Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler keine Rücksicht. Diese Herausforderungen können nicht von einzelnen Akteuren im Alleingang vor Ort, son- dern nur durch ein gemeinsames Vorgehen bewältigt werden. Die Zusammenarbeit der Kommunen und Kreise der :rak-Region im Bereich des Landmanagements zu verstetigen, ist das Ziel des Projektes NEILA („Nachhaltige Entwicklung durch interkommunales Land- management“). Nicht jede Kommune kann und will alles leisten, Lasten und Gewinne können und sol- len durch die Abstimmung untereinander besser verteilt werden. Das ist die Idee des „Tauschens und Teilens“ in der gesamten Region, deshalb ist NEILA auch ein Forschungsprojekt mit Praxisbezug. NEILA ist im Oktober 2018 gestartet. Als Projektpartner agieren die Technische Universität Dortmund und das Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung (ILS), die Bundesstadt Bonn, der Rhein- Sieg-Kreis und der Kreis Ahrweiler sowie die Wirtschaftsförderungs- und Wohnungsbaugesellschaft mbH der Stadt Königswinter. Die Kommunen der beiden Kreise und die Projektpartner arbeiten mit eigenem (vom Bund geförderten) Personal daran, neue Instrumente und Maßnahmen für eine abge- stimmte Flächenentwicklung in der Region zu entwickeln. Gemeinsam geht es darum, planerisch und politisch die Flächenentscheidungen über die Grenzen hinweg in Balance zu bringen. Diese Art der Regionalplanung wird nicht „von oben“ auferlegt, sondern gemeinsam im Dialog erarbeitet – für die Kommunen am Ende eine Entlastung und ein echter Mehrwert für die Region. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung über einen Zeitraum von insgesamt 5 Jahren gefördert. Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter www.neila-rak.de SAVE THE DATE Zentraler Informations- und Beratungsabend für Kommunalvertreter*innen zu NEILA am 05.03.2020 um 18.00 Uhr in der Hochschule Bonn/Rhein-Sieg in Sankt Augustin Genauere Informationen und die Einladung an die politischen Gremien erfolgen demnächst über die kommunalen Verwaltungen. Mehrwert für die Kommunen Freie Flächen sind ein kostbares Gut, deshalb braucht es ein regional abgestimmtes Siedlungsentwick- lungskonzept, um die wenigen noch vorhandenen Flächenreserven sinnvoll zu nutzen. Die Denkweise funktioniert wie bei der Bauleitplanung vor Ort: Alle wichtigen Belange wie Ökologie, soziale Infra- struktur, Verkehr, rechtliche Rahmenbedingungen oder fiskalische und politische Themen werden im Rahmen von NEILA gemeinsam mit den Kommunen identifiziert und abgewogen. Am Ende bleiben die Flächen, die sich für eine nachhaltige Siedlungs- und Freiraumentwicklung eignen. Der Planungspro- zess von NEILA ermöglicht es den Kommunen ihre Entwicklungswünsche fachlich und wissenschaftlich fundiert zu untermauern und diese abzustimmen. Die Region spricht mit einer Stimme, dadurch ge- winnt die einzelne Kommune auch im Regionalplanprozess an mehr Gewicht.Seite 2 von 3 2 Folgende ausgewählte Ergebnisse wurden im Rahmen des Projekts NEILA erarbeitet: Eignungsanalyse: die Suchkarte Am Anfang stand die Frage: Welche Flächen stehen eigent- lich in allen Kommunen realistisch zur Verfügung? Es gibt gesetzliche Einschränkungen wie z. B. Naturschutzräume o- der reservierte Verkehrstrassen. In den Kommunen gibt es planerische und politische Ziele und Vorgaben. In einer gro- ßen Gesamtkarte ist nun zusammengetragen, wo es mögli- che Entwicklungsflächen geben könnte, inklusive der indivi- duellen Möglichkeiten aber auch der Einschränkungen. Kriterienkatalog Um die nun bekannten Flächen zu bewerten, braucht es ei- nen Kriterienkatalog. Als Grundlage dienten die Ergebnisse und Gespräche zur Eignungsanalyse und bereits vorhan- dene Bewertungssysteme, die unter Beteiligung zahlreicher kommunaler Vertreter*innen erarbeitet wurden. Der abgestimmte Entwurf wird in der nächsten Sit- zung der Lenkungsgruppe - bestehend u.a. aus den Spitzenbeamten der Kommunen - beraten und am 05. März 2020 der Kommunalpolitik vorgestellt werden. Interviews mit kommunalen Vertretern Zurzeit werden noch Interviews mit Bürgermeister*innen, Planungsdezernent*innen und Beigeordne- ten zu den kommunalen Entwicklungszielen durch die NEILA - Mitarbeiter durchgeführt. Ziel dieser Interviews ist es, mehr über die langfristigen, kommunalen Entwicklungsperspektiven zu erfahren. Die Erkenntnisse zu bestehenden Kooperationen und Erwartungen an die zukünftige interkommunale Ko- operation sowie an das Projekt NEILA werden hier thematisiert. Diese lokalen Informationen fließen als wichtiger Beitrag in den Erarbeitungsprozess des interkommunalen Siedlungskonzepts ein. Gemeinsame Stellungnahmen zum Regionalplan Als gesetzliche Planung ist die Überarbeitung des Regionalplans für die Selbstbestimmung der Kom- munen von großer Bedeutung. NEILA ist eine Plattform, wo sich auch kleine Kommunen durch gemein- same Stellungnahmen Gehör verschaffen können. Beispiele sind die Regionalforen „Region+ Wohnen“ und „Region+ Wirtschaft“ der Bezirksregierung, zu denen das NEILA-Team im Sinne der regionalen und kommunalen Belange schon Stellung genommen hat. NEILA steht im stetigen Austausch mit den Regi- onalplanungsbehörden der Länder Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Ausblick Die Experten der Region arbeiten intensiv an fundierten Grundlagen für die räumliche Entwicklung der Kommunen im Wachstumsraum Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler. Die gemeinsam entwickelten Inhalte von NEILA sind für eine nachhaltige Raumentwicklung ein wichtiger Beitrag zur Bewältigung der Zukunfts- aufgabe. NEILA wird für die politischen Beratungen und Beschlüsse zunehmend an Bedeutung gewin- nen. Fundament für eine Fortsetzung der Arbeit ist daher die stete Einbindung der regionalen politi- schen Entscheidungsträger in den zahlreichen Gremien der Kommunen und der Kreise. Die NEILA-Verbundpartner sind: TU Dortmund, ILS Dortmund, Bundesstadt Bonn, Rhein-Sieg-Kreis, Kreis Ahrweiler, WWG Königswinter. Kontakt: info@neila-rak.de Eignungsanalyse (eigener Entwurf)Seite 3 von 3
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 20:52 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de