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191022 · Mitteilungsvorlage

Tätigkeitsbericht 2018/2019 der Kommunalen Gesundheitskonferenz

Nummer
191022
Art
Mitteilungsvorlage
Veröffentlicht
02.01.2020
Letzte Änderung
18.09.2026
  1. Sitzung des Ausschusses für Soziales, Migration, Gesundheit und Wohnen 11.02.2020 Kenntnisnahme
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Mitteilungsvorlage
öffentlich
191022
Tätigkeitsbericht 2018/2019 der Kommunalen
Gesundheitskonferenz
Beratungsfolge
Ausschuss für Soziales, Migration, Gesundheit
und Wohnen
11.02.2020 Kenntnisnahme
Mitteilung:
Nach § 7 Abs. 3 Geschäftsordnung der Kommunalen Gesundheitskonferenz
(KGK) erstellt die Geschäftsstelle der KGK jährlich einen Tätigkeitsbericht.
Dieser ist als Mitteilung dem zuständigen Ratsausschuss vorzulegen.
Die KGK hat den Tätigkeitsbericht für den Zeitraum von August 2018 bis Juli
2019 in ihrer Sitzung vom 25. September 2019 genehmigt. Der Bericht ist
beigefügt.
Anlage/n
1 Tätigkeitsbericht 2018 - 2019 KGK (öffentlich)
Federführung:
53 Gesundheitsamt Dezernat:
Dez. IISeite 1 von 6

Tätigkeitsbericht 2018 /2019 der
Kommunalen Gesundheitskonferenz Bonn
Berichtszeitraum 08/18 – 07/19
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1. Einleitung
Nach § 7 Abs. 3 der Geschäftsordnung der Kommunalen Gesundheitskonferenz erstellt die
Geschäftsstelle jährlich einen Tätigkeitsbericht, der dem Ausschuss für Soziales, Migration,
Gesundheit und Wohnen vorzulegen ist. Vorab wird der Tätigkeitsbericht für den o.g.
Zeitraum den Mitgliedern der Kommunalen Gesundheitskonferenz zur Kenntnis und
Aussprache vorgelegt.
Der Bereich der Koordination von Gesundheitsförderung stellt im Öffentlichen
Gesundheitsdienst (ÖGD) eine zentrale Aufgabe dar. Anhand der Arbeit der Kommunalen
Gesundheitskonferenz und ihrer einzelnen Arbeitskreise wird diese Arbeit nachfolgend
dargestellt.
2. Berichte zur Kommunalen Gesundheitskonferenz und den Arbeitskreisen
Die Kommunale Gesundheitskonferenz tagt in der Regel einmal jährlich. Aufgabe der
Kommunalen Gesundheitskonferenz gemäß Geschäftsordnung ist die Beratung gemeinsam
interessierender Fragen der gesundheitlichen Versorgung in der Bundesstadt Bonn mit dem
Ziel der Koordinierung. Durch die Kooperation der an der gesundheitlichen Versorgung
Beteiligten wirkt die Kommunale Gesundheitskonferenz auf ein bedarfsgerechtes, flexibles,
qualitätsorientiertes und wirtschaftliches Versorgungsnetz hin.
Die Arbeitskreise der Kommunalen Gesundheitskonferenz haben nach § 5 Geschäftsordnung
die Aufgabe, für bestimmte Themenbereiche Empfehlungen zur Beratung und
Verabschiedung im Rahmen der Kommunalen Gesundheitskonferenz zu entwickeln.
2.1 Kommunale Gesundheitskonferenz 2018
Die Kommunale Gesundheitskonferenz tagte am 19.09.2018. Neben den Berichten aus den
ständigen Arbeitskreisen gab es zwei Themenschwerpunkte.
Herr Prof. Dr. Exner, Direktor des Instituts für Hygiene und Öffentliche Gesundheit, Uni-
versitätsklinikum Bonn, informierte über mögliche Bedrohungen durch multiresistente
Erreger (MRE) und die Strategien zu deren Kontrolle in Kommunen durch MRE-Netzwerke.
Frau Prof. Dr. Philipsen, Direktorin der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie,
Universitätsklinikum Bonn, hielt einen Vortrag zum Thema „Psychische Auffälligkeiten von
jungen Erwachsenen“.Seite 2 von 6

Tätigkeitsbericht 2018 /2019 der
Kommunalen Gesundheitskonferenz Bonn
Berichtszeitraum 08/18 – 07/19
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2.2 Arbeitskreis „Patientenüberleitung“
(Sprecherin: Frau Dr. Engels)
Der Arbeitskreis hat im Sommer 2018 einen neuen Patientenüberleitungsbogen mit Anlagen
erstellt, nachdem aufgrund des Pflegestärkungsgesetzes die Notwendigkeit bestand, die
bestehenden Patientenüberleitungsbögen anzupassen. Im Oktober 2018 wurde der
aktualisierte Patientenüberleitungsbogen an alle Bonner Krankenhäuser, Rehabilitations-
kliniken, Senioreneinrichtungen, Ambulante Pflegedienste, Wohneinrichtungen der
Eingliederungshilfe, Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein und an den Medizinischen Dienst
der Krankenversicherung versandt. Im Anschreiben wurde darauf hingewiesen, dass der
Bogen eine zielgerichtete Informationsweitergabe zwischen den verschiedenen
Versorgungssystemen unterstützt.
Der neue Bogen und die Anlagen wurden zudem auf der Kommunalen Konferenz für Alter
und Pflege im November 2018 und in den Sitzungen der Arbeitskreise „Geriatrie“ und
„Inklusion im Gesundheitswesen“ im Februar 2019 vorgestellt und die Nutzung beworben.
Der aktualisierte Patientenüberleitungsbogen mit Anlagen ist zu finden unter
https://www.bonn.de/vv/produkte/kommunale-gesundheitskonferenz-bonn.php.
2.3 Arbeitskreis „Geriatrie“
(Sprecher: Herr Prof. Dr. Jacobs)
Im Februar 2019 fand ein Treffen des Arbeitskreises „Geriatrie“ statt. Herr Prof. Dr. Jacobs
informierte über das V. Forum Altersmedizin, das am 24.11.2018 stattgefunden hatte.
Ebenso informierte er über aktuelle Entwicklungen. So haben sich alle geriatrischen
Abteilungen zu Alterstraumatologischen Zentren weiterentwickelt und zertifizieren lassen.
Daneben gibt es in zwei Krankenhäusern die geriatrischen Institutsambulanzen, die zu einer
Verbesserung der Versorgungssituation beitragen. Im Weiteren berichtete er über den
Zwischenstand zur gemeinsamen Weiterbildungsinitiative ZERCUR GERIATRIE® - Aufbaukurs
für Pflegekräfte. Sie soll als dezentrales modulares Schulungsprogramm von und in sechs
Krankenhäusern in Bonn angeboten werden. Es ist geplant, dass der Antrag an den
Bundesverband zur Zertifizierung weitergeleitet wird und der erstmalige Kurs im Laufe des
Jahres 2019 startet.
Die schriftliche Vereinbarung zur Zusammenarbeit der geriatrischen / gerontopsychiatri-
schen Kliniken / Fachabteilungen im Rahmen der Kommunalen Gesundheitskonferenz wurde
Ende des Jahres 2018 von allen Beteiligten unterzeichnet.Seite 3 von 6

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Kommunalen Gesundheitskonferenz Bonn
Berichtszeitraum 08/18 – 07/19
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2.4 Arbeitskreis „Inklusion im Gesundheitswesen“
(Sprecherin: Frau Schell)
Der Arbeitskreis „Inklusion im Gesundheitswesen“ dient der Vernetzung der Organisationen,
die sich mit dem Thema Teilhabe von Menschen mit Behinderung und chronischen
Erkrankungen – und hier insbesondere in den Bereichen gesundheitliche Versorgung und
Prävention – beschäftigen.
In der Sitzung im Februar 2019 wurde die Arbeit des ambulanten Palliativdienstes in Bad
Godesberg thematisiert. Die Palliativschwestern unterstützen schwerstkranke Menschen und
ihre Angehörige in Bad Godesberg und begleiten den Sterbeprozess. Nach individuellem
Bedarf gibt es kontinuierliche Begleitung und Gesprächsangebote für Patienten und
Angehörige, Koordinierung bei einer Krankenhausentlassung, Beratung zu Pflegeabläufen
und zur Auswahl von Hilfsmitteln, Kontaktaufnahme zu und Kooperation mit behandelnden
Ärzten und Pflegediensten, Unterstützung bei Maßnahmen der Schmerztherapie.
Im Arbeitskreis wurden auch die integrativen Angebote des Bonner-Sport-Club 01/04 e.V.
vorgestellt. Aktuell gibt es ein Projekt für Menschen mit geistiger, körperlicher oder
mehrfacher Behinderung, das aus Mitteln von Aktion Mensch gefördert wird. Es soll neue
Arbeitsfelder für Menschen mit Behinderungen erschließen, Teilhabe im Sport und
Vereinsleben ermöglichen und Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt bieten.
Im Weiteren wurde über die Arbeit des Kontaktbüros Pflegeselbsthilfe Bonn und über den
Präventionskongress, der im Mai 2019 in Bonn stattfand, informiert.
2.5 Arbeitskreis „Kinder- und Jugendgesundheit“
(Sprecherin: Frau Dr. Heyer)
Der Arbeitskreis „Kinder- und Jugendgesundheit“ hat sich auf seiner Sitzung im Februar 2019
mit der neuen Kinderschutzleitlinie beschäftigt.
Herr Freiberg, Universitätsklinikum Bonn, informierte über die Entstehung und
Veröffentlichung der Kinderschutzleitlinie, die als AWMF S3+ Leitlinie Kindesmisshandlung, -
missbrauch und –vernachlässigung unter Einbindung von Jugendhilfe und Pädagogik ent-
wickelt und Anfang Februar 2019 als Langfassung veröffentlicht wurde. Für Kinder und
Jugendliche wurde eine eigene Webseite (pilani.de) entwickelt.
Bei der Entwicklung waren u. a. 74 Fachgesellschaften und Organisationen und 4 Bundes-
ministerien beteiligt, federführend war das Leitlinienbüro mit Sitz in Bonn.Seite 4 von 6

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Kommunalen Gesundheitskonferenz Bonn
Berichtszeitraum 08/18 – 07/19
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Ein weiteres Thema im Arbeitskreis war die Forschungsstudie "Familien-SCOUT“, die als
Gemeinschaftsprojekt am Universitätsklinikum Bonn durchgeführt wird. Ziele sind eine
familienzentrierte Intervention zur Reduktion von Belastung in Familien mit einem
krebskranken Elternteil durch geschulte Sozialpädagogen/-innen und die Übernahme dieser
Unterstützung in eine bundesweite Regelversorgung der gesetzlichen Krankenkassen.
Im Juli 2019 fand eine weitere Sitzung des Arbeitskreises statt. Thematischer Schwerpunkt
waren Angebote für Kinder, Jugendliche und Familien mit psychischen Auffälligkeiten. Der
Familienkreis e.V. hat über sein neues Patenprojekt für Kinder psychisch kranker Eltern
informiert. Der Sozialpsychiatrische Dienst und das neue kinder- und jugendpsychiatrische
Beratungsangebot des Gesundheitsamtes wurden vorgestellt.
Im Weiteren wurde das Projekt „Männergesundheit“ von pro familia vorgestellt, das
niedrigschwellige Beratung zu allen Themen der Männergesundheit anbietet.
Es wurde auch über den weiteren Verlauf des Pilotprojektes „BeWegT – Wegbegleitende
Beratung von Familien mit Kindern mit Beeinträchtigungen“ berichtet. Ziel des Projektes soll
es sein, die bestehenden Beratungsstrukturen zu einer familienorientierten und
lebenslaufbegleitenden Beratung weiterzuentwickeln und die Akteure vor Ort in
nachhaltigen Netzwerk- und Beteiligungsstrukturen einzubinden. Auf der Grundlage einer
Fragebogenuntersuchung soll die Familienperspektive zur Beratungssituation erhoben und
ausgewertet werden.
2.6 Arbeitskreis „Notfallversorgung und Ethik in der Medizin“
(Sprecher des Arbeitskreises: Herr Dr. Heister, Sprecher für den Bereich Ethik in der Medizin:
Herr Dr. Hüneburg)
Auf der Sitzung im Juli 2019 wurden die Themen „Bettenverfügbarkeit und
Behandlungskapazitätsmeldung“ und „Auswirkungen der Pflegepersonaluntergrenzen“
ausführlich diskutiert. Die Behandlungskapazitätsstatistik des Bonner Rettungsdienstes aus
dem 1. Quartal 2019 zeigte, dass es hohe Abmeldezeiten der Bonner Krankenhäuser und
Kliniken gibt. Die hohen Abmeldezeiten sind auch nach den Wintermonaten nicht – wie sonst
üblich – zurückgegangen.
In der Diskussion möglicher Gründe für diese Entwicklung wurde neben dem allgemeinen
Fachkräftemangel im Gesundheitswesen auch auf die neuen Regelungen zu
Personaluntergrenzen verwiesen. Die qualitativ notwendige Besetzung vorhandener Stellen
in pflegesensitiven Bereichen ist oftmals schwierig. Es wird erwartet, dass sich das Problem
der hohen Abmeldezeiten durch die neuen Pflegepersonal-untergrenzen in pflegesensitiven
Krankenhausbereichen noch verstärken wird. Die Krankenhäuser haben zum Teil
Maßnahmen ergriffen, um mehr Ausbildungsplätze zu schaffen.Seite 5 von 6

Tätigkeitsbericht 2018 /2019 der
Kommunalen Gesundheitskonferenz Bonn
Berichtszeitraum 08/18 – 07/19
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Zur Situation der Geburtshilfe in Bonn wurde von den Teilnehmenden berichtet, dass es in
Bonn eine gute Zusammenarbeit der Geburtshilfe-Abteilungen gibt.
Im Weiteren wurde von Frau Steels, Regionaldirektorin AOK Rheinland/Hamburg, der AOK
Gesundheitsreport 2019 mit Fakten zur regionalen Gesundheits- und Versorgungssituation
der Bürgerinnen und Bürger in Bonn, insbesondere zum Thema Sepsis, vorgestellt.
Herr Prof. Dr. Dohmen, LVR-Klinik Bonn, informierte über die Maßnahmen zur
Qualitätssicherung bei Schlaganfall.
3. Ausblick
Die Kommunale Gesundheitskonferenz und ihre Arbeitskreise haben sich mit den vielfältigen
Fragestellungen des Gesundheitswesens beschäftigt. Die Diskussion von spezifischen
Sachverhalten in den dargestellten Arbeitskreisen hat sich weiterhin als positiv erwiesen.
Auch künftig werden gesundheitsrelevante Themen aufgrund ihrer Komplexität und der
Dringlichkeit einiger Sachverhalte in den Arbeitskreisen behandelt werden.
Die Geschäftsstelle dankt allen Akteuren für die umfangreich geleistete und engagierte
Mitarbeit im Jahr 2018/19.Seite 6 von 6

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Datenstand: 03.11.2026, 01:07 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de