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190961 · Mitteilungsvorlage

Jahresbericht 2018 Biologische Station Bonn/Rhein-Erft e.V.

Nummer
190961
Art
Mitteilungsvorlage
Veröffentlicht
11.12.2019
Letzte Änderung
18.09.2026
  1. Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Verbraucherschutz 20.05.2020 Kenntnisnahme
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Mitteilungsvorlage
öffentlich
190961
Jahresbericht 2018 Biologische Station
Bonn/Rhein-Erft e.V.
Beratungsfolge
Ausschuss für Umwelt und Verbraucherschutz 09.01.2020 Kenntnisnahme
Mitteilung:
Der Jahresbericht 2018 kann erst zu diesem verspäteten Zeitpunkt vorgelegt
werden. Dafür bitten die Biologische Station Bonn/Rhein-Erft e.V. und die
Verwaltung um Verständnis.
Bis 2017 wurde der jährliche Bericht immer bereits zum Jahresanfang des
Folgejahres fertiggestellt und im 1. spätestens 2. Quartal dem Ausschuss
vorgelegt. Dies bedeutete in jedem Jahr eine besondere
Arbeitsbelastungsspitze in den Herbstmonaten Oktober und November. Mit
dem Zuwachs an Aufgaben war Ende 2018 der Punkt erreicht, wo dieser
erhebliche Aufwand nicht mehr in diesem Zeitraum geleistet werden konnte. Es
mussten verstärkt Anstrengungen unternommen werden, um den
Personalbestand der Station durch die Einwerbung und Abarbeitung von
Drittmitteln zu halten. Die in diesem Zusammenhang anfallende zusätzliche
Arbeitsbelastung vor allem des Leiters der Station, verhinderte bis in den
Herbst 2019 hinein die Fertigstellung des Berichtes.
Es soll sich hier um eine einmalige Ausnahme handeln und der Leiter der
Biologischen Station geht derzeit davon aus, dass der Bericht 2019 im 2.
Quartal 2020 vorgelegt werden kann.
Der anliegende Bericht umfasst die Arbeiten auf dem Gebiet der Stadt Bonn.
Weitere Informationen zur Arbeit der Biologischen Station Bonn/Rhein-Erft e.V.
und zu den Schutzgebieten finden sich unter www.biostation-bonn-rheinerft.de.
Die Verwaltung wird den Leiter der Biologischen Station zu einem späteren
Zeitpunkt zur Vorstellung des Berichtes 2019 in den Ausschuss einladen.
Anlage/n
1 Jahresbericht Biologische Station (öffentlich)
Federführung:
56 Amt für Umwelt-, Verbraucherschutz und Lokale Agenda Dezernat:
Dez. IIISeite 1 von 29

Biologische Station
Bonn/Rhein-Erft e.V.
Jahresbericht 2018Seite 2 von 29

Seite 3 von 29

Biologische Station Bonn/Rhein-Erft Jahresbericht 2018
Bericht über die im Zeitraum 2018 bearbeiteten Projekte.............................................................. 1
Projekte im Stadtgebiet von Bonn (Projekte 1 bis 7) ...................................................................... 1
Projekt 1: Schutzgebietsbetreuung und schutzgebietsbezogener Artenschutz in
Schwerpunktgebieten ......................................................................................................................... 1
Projekt 2: Schutzgebietsbetreuung und schutzgebietsbezogener Artenschutz außerhalb der
Schwerpunktgebiete ........................................................................................................................... 8
Projekt 3: Schutzgebietsübergreifende Aufgaben ......................................................................... 10
Projekt 4: Vertragsnaturschutz in Bonn ......................................................................................... 10
Projekt 5: Artenschutz in Bonn ...................................................................................................... 11
Projekt 6: Wissenschaftliche und beratende Aufgaben ............................................................ 12
Projekt 7: Naturschutzbildung und Öffentlichkeitsarbeit in der Stadt Bonn ................................. 12
Drittmittel-Projekte.................................................................................................................... 14
LVR-Projekt „Obstwiesen-Renaissance rund um die Ville“ ............................................................... 14
Life+ Projekt: „Villewälder – Wald- und Wasserwelten“................................................................... 15
Veröffentlichungen und Arbeiten von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern sowie betreute
Studienarbeiten ................................................................................................................................. 21
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Jahr 2018 ............................................................................ 22Seite 4 von 29

Biologische Station Bonn / Rhein-Erft Jahresbericht 2018
1
Bericht über die im Zeitraum 2018 bearbeiteten Projekte
Der vorliegende Jahresbericht umfasst Projekte, die über die Förderrichtlinie Biologische Stationen
(FöBS) gefördert wurden, sowie Beispielen von Projekten aus dem sonstigen Förderbereich und dem
wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb. Wir beschränken uns im Jahresbericht auf die Kurzbeschreibungen
der stattgefundenen Aktivitäten. Da viele Tätigkeiten in den einzelnen Gebieten sich jährlich
wiederholende Daueraufgaben sind und in den Vorjahresberichten bereits mehrfach beschrieben
wurden, legen wir den Fokus auf die abweichenden Besonderheiten.
Projekte im Stadtgebiet von Bonn (Projekte 1 bis 7)
Projekt 1: Schutzgebietsbetreuung und schutzgebietsbezogener Artenschutz in
Schwerpunktgebieten
FFH-Gebiete Siegaue und Siegmündung
An vier Aktionstagen erfolgte im Januar und Februar der jährliche Rückschnitt der Kopfweiden. Dank
der Mitarbeit vieler Helfer konnten große Mengen des Schnittmaterials an Interessierte unter
Einnahme von Spenden abgegeben werden. Im FFH-Gebiet wurden 25 der 65 vorhandenen Weiden
gepflegt. Da immer mehr alte Weiden ihr maximales Lebensalter erreichen und auseinanderbrechen,
wurden einige Neupflanzungen durchgeführt.
Der Sommerdeich in der Siegaue konnte 2018 aus Kapazitätsgründen nur einmal gemäht werden.
Eine grundlegende Verbesserung der Situation und Förderung der wärmeliebenden und
trockenheitsertragenden Flora lässt sich aber nur mit einem zweiten Schnitt erreichen, da der
Nährstoffgehalt aktuell noch zu hoch ist und die Neophyten dominieren.
Im Sommer wurde in Vorbereitung des anstehenden MAKO eine Biotoptypenerfassung im Bonner
Teil des NSG durchgeführt und dabei der aktuelle Zustand erfasst und bewertet. Dabei wurde
festgestellt, dass sich weitere Grünlandflächen im Vertragsnaturschutz in Richtung des FFH-
Lebensraumtyps 6510 (Flachlandmähwiese) entwickelt haben und damit wichtige Zwischenziele
erreicht wurden. Zwar kann vielfach der erreichte Zustand nur mit „C“ gleich „mittel bis schlecht“
(hier schlecht) bewertet werden, der in den vergangenen Jahren bereits beobachtete positive
Entwicklungstrend im Vertragsnaturschutz-Grünland hat aber zumindest zum Erreichen dieses Status
gereicht. Die nicht im Vertragsnaturschutz befindlichen Grünlandflächen werden nach wie vor (für
ein NSG unangemessen) intensiv genutzt (mehrfache Düngung im Jahr und entsprechend bis zu drei-
bis viermaliger Nutzung) und zeigen so gut wie keine positiven Entwicklungen.
Das Management im Grünland beschränkte sich auf den Vertragsnaturschutzflächen weitgehend auf
die Aussparung von Teilflächen bei der ersten Mahd, um Blühaspekte und Rückzugsbereiche für die
Fauna zu erhalten. Um eine deutliche Verbesserung des Gesamtgebietes zu erreichen, sollten
zukünftig die Flächen in öffentlichem Eigentum, an erster Stelle die vielen städtischen Flächen, nur
noch bei Teilnahme am Vertragsnaturschutz verpachtet werden. Zusätzlich könnte über Teilumbruch
und Anreicherung mit autochthonem Saatgut von Wiesenkräutern der Regenerationsprozess
erheblich beschleunigt werden.
Zu der schwierigen und im trocken-heißen Sommer 2018 besonders gravierenden Frage der
Besucherlenkung (die Siegufer als landschaftlich attraktive kostenlose Badeplätze) fanden einigeSeite 5 von 29

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Ortstermine, Treffen und Abstimmungen mit den örtlichen Naturschutzverbänden und Behörden
statt. Das von der Stadt an ein Planungsbüro vergebene Gutachten zur Besucherlenkung im FFH-
Gebiet wurde ebenfalls fachlich unterstützt. Positiv zu nennen ist, dass der Ordnungsdienst seine
Kontrollen deutlich verstärkt hat und auch mehrfach auf Anfrage kam. Dennoch ergaben
stichprobenhafte Kontrollen eine starke Nutzung mit vielen Verstößen. Zusammen mit der zu
intensiven Grünlandnutzung ist die Bündelung der Naherholung im Naturschutzgebiet das wichtigste
ungelöste Problem für eine positive Weiterentwicklung des FFH-Gebietes.
FFH-Gebiet, Siebengebirge/ Teilbereich Ennert
Die Zählungen des Dunklen Moorbläulings (Maculinea nausithous) ergaben 2018 am 11.7. Tiere, am
19.7. 59 Tiere und am 7.8. 42 Tiere. Die 2018 deutlich geringere Zahl festgestellter Falter dürfte eher
mit den extremen Witterungsbedingungen zusammenhängen als mit der Pflege, die seit Jahren in
ähnlicher Form stattfindet. Die Wiesen waren am 19. Juli frisch gemäht, die abgesteckten Flächen
vertragsgemäß ordentlich ausgespart.
Zählung des Dunklen Moorbläulings (Maculinea nausithous ) auf Pützchens Wiesen
zwischen 2002 und 2018
Zählungen der Rote-Liste-Flora wie im Vorjahr fanden nicht statt. Bei den allgemeinen Zustand- und
Erfolgskontrollen wurde allerdings der Zottige Klappertopf 2018 erneut nicht aufgefunden.
Zufallsbeobachtungen: 2 Neuntöter (regelmäßige Brut seit mehreren Jahren), eine große Anzahl an
Stieglitzen, Goldammern (Reviergesang) sowie Mäusebussard und mehrfach Rotmilan jagend.
Eine Besichtigung vor Pützchens Markt ergab keine mechanische Beeinträchtigung der
naturschutzfachlich wertvollen Flächen. Auch die in den letzten Jahren von uns mehrfach kritisierte
Mahd der mit Großem Wiesenknopf bewachsenen Grabenränder war diesmal ausgeblieben.
Bedenklich, weil in ihren Folgen für die Tierwelt nicht absehbar, ist dagegen der nach wie vor
stattfindende Betrieb von Flutlichtanlagen auf den laut Landschaftsplan freigegebenen Wiesen-
Parkplätzen im FFH-Gebiet.Seite 6 von 29

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Im Winter wurde an zwei Arbeitstagen der faunistisch und floristisch sehr wertvolle Lösshang am
ehemaligen Sportplatz freigestellt. Leider waren diese Arbeiten sinnlos, da – anders als im
Generalanzeiger dargestellt – der Landesbetrieb Straßen NRW ohne unsere Information und
Einbindung ab Spätsommer großflächige und massive Baumaßnahmen zur Sicherung des Hanges
durchführte. Hierbei wurden keine hinreichenden Maßnahmen zur Vermeidung und Verminderung
der Beeinträchtigung streng geschützter Arten getroffen. Durch die Baumaßnahmen (s. Abbildungen)
wurden Lebensräume mehrerer Arten des Anhangs IV der FFH-Richtlinie zerstört. Wir gehen davon
aus, dass hierdurch die lokalen Populationen von Schlingnatter, Mauereidechse und Zauneidechse
erheblich beeinträchtigt oder ausgelöscht wurden. Die Erfolge der seit 2001 durch die Biologische
Station regelmäßig durchgeführten Pflegemaßnahmen wurden damit stark in Frage gestellt und
stellenweise vollständig zunichte gemacht. Dies ist vor allem für die extrem seltene und im Ennert
nur in kleinen Populationen vorkommende Schlingnatter fatal. Neben den Auswirkungen auf
besonders geschützter Amphibien- und Reptilienarten sind zum Beispiel auch Wildbienen und stark
bedrohter Pflanzen wie der Bergminze von der Baumaßnahme betroffen. Der Station liegen keine
Informationen über Minderungs- und Vermeidungsmaßnahmen vor.
Durch die Baumaßnahmen am ehemaligen Sportplatz wurden Lebensräume mehrerer
Arten des Anhangs IV der FFH-Richtlinie zerstört
Die übrigen Pflegearbeiten der Station erfolgten im üblichen Rahmen. Im Januar wurden im
Stingenberg-Steinbruch die risikolos erreichbaren Flächen freigestellt. Auch eine Pflege unterhalb der
Rabenlay mit zumindest kurzfristigem Verbau des illegalen Mountainbike-Trails erfolgte Anfang des
Jahres. Weitere Arbeiten waren das Freischneiden der Wiesen-Ränder am ehemaligen Sportplatz und
die Bekämpfung der kleiner werdenden Bestände des Riesen-Bärenklaus (Heracleum
mantegazzianum). Der ehemalige Sportplatz wurde zweimal gemäht, im September als Aktion des
DHL Volunteer Day.
Pflegemaßnahmen für die Gelbbauchunkenvorkommen im Ennert wurden 2018 von der
Postcodelotterie gefördert, so dass die Fortpflanzungshabitate freigestellt und Gewässer optimiertSeite 7 von 29

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werden konnten. Betonwannen, die an den betroffenen Standorten eine sinnvolle dauerhafte Lösung
als Laichgewässer darstellen würden, wurden leider bislang von der zuständigen Behörde angelehnt.
Die Frage der dauerhaften Sicherung der Population der Art des Anhangs II und IV im FFH-Gebiet
nach Ablauf des Bundesprojektes zum Schutz der Art stellt sich damit neu und bleibt unbeantwortet.
Der Zustand des Naturerlebnispfades (ehemaliges LVR-Projekt) konnte wegen mangelnder zeitlicher
Kapazitäten nicht wie geplant verbessert werden, obwohl einige Schilder mittlerweile in schlechtem
Zustand sind und ausgetauscht werden müssen. Wir hoffen, dies in der Saison 2019 umsetzen zu
können. Insgesamt stellt sich aber die Frage, wie Arbeiten, die in der Folge von drittmittelfinanzierten
Projekten anfallen, in Zukunft weiter ohne zusätzliche FÖBS Mittel abgewickelt werden können.
Die langjährige Betreuung des Amphibienzaunes im FFH-Gebiet Siebengebirge entlang der
Oberkasseler Straße wurde erneut durch die Zusammenarbeit der Biostation mit ehrenamtlichen
Helfern gewährleistet, die einen Großteil der Kontrollen durchführten. Der temporäre Zaun wurde
am 9. März 2018 aufgestellt, die Kontrollen erfolgten vom 10. März bis 15. April, also gut 1 Monat
lang mit 38 Kontrolltagen. Die langjährige Entwicklung der Bestände am Zaun zeigt folgende
Abbildung.
Fangzahlen am Amphibienzaun an der Oberkasseler Straße von 1993 bis 2018
Die Amphibienwanderung fand 2018 in zwei Intervallen statt: Nach einer ersten großen Wanderwelle
ab Anfang März mit einem Höhepunkt von 177 Tieren am 10.3. kamen die Aktivitäten mit dem
Abfallen der Temperaturen bis auf unter 0°C komplett zum Erliegen. Erst ab dem 28.3. liefen
nochmal Tiere und Mitte April war die Wanderung beendet. Der Abbau des Zauns erfolgte am 16.
April. Insgesamt wurden mit 628 Amphibien deutlich weniger Individuen erfasst als 2017 mit knapp
1.000 Tieren. Insgesamt wurden rund 500 Erdkröten, 60 Feuersalamander und 35 Grasfrösche sowie
zahlreiche Molche durch den Amphibienzaun vor dem Straßentod gerettet. Berücksichtigt man, dass
die am Zaun gefangenen und geretteten Tiere nur einen Teil der gesamten Erdkrötenpopulation des
Dornheckensees ausmachen, handelt es sich in jedem Falle um ein sehr großes und damit in NRW
überregional bedeutsames Vorkommen.
Amphibienschutzzaun an der Pützchens Chaussee: Nach den Meldungen wandernder und
überfahrener Erdkröten an der Pützchens Chaussee (erstmals 2016 und vermehrt 2017), bauten wirSeite 8 von 29

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mit finanzieller Unterstützung der Stadt Bonn am 9. März 2018 einen dritten Schutzzaun im Ennert
entlang der Pützchens Chaussee auf. Der Zaun hatte eine Länge von etwa 300 m mit 25 Fangeimern.
Neben 310 Erdkröten wurden 34 Bergmolche, 2 Fadenmolche, 1 Teichmolch und 91 Grasfrösche
gefangen (insgesamt 438 Tiere). Der ausführliche Bericht mit einer Bewertung und den Daten der
früheren Schutzaktionen der Jugendgruppe des damaligen Deutschen Bundes für Vogelschutz DBV,
heute NABU, ist unter https://www.biostation-bonn-rheinerft.de/sites/default/files/mitarbeiter/
dateien/downloads/bericht-puetzchens-chaussee-2018inkl-anhang.pdf zu finden. Die Aktion zeigte,
dass auch an der Pützchens Chaussee wieder eine relevante Menge an Amphibien die Straße
überquert und 2019 erneut eine Betreuung erforderlich ist.
Das Naturschutzgroßprojekt Chance7 wird von uns fachlich begleitet. Außer mehreren Projekttreffen
z.B. zum Schutz der Mauereidechse wurde im Dezember mit den Freistellungen im Ennert begonnen.
Bei mehreren Begehungen und Vor-Ort-Terminen wurde gemeinsam der Umfang der Arbeiten
festgelegt und wir markierten seltene Wildobstgehölze, um sie zu schonen.
Ortstermin von Chance7, Forstamt, Biostation und Unternehmer im zugewachsenen
Steinbruch am 28.11.2018
Wie über die Jahre mehrfach vorgetragen, stellt die Beliebtheit des Gebietes bei den
Naherholungssuchenden das naturschutzfachlich größte Problem dar. Das offizielle Wegenetz ist
bereits viel zu dicht, um störungsempfindlichen Tierarten hinreichend große Ruhe- und Rückzugs-
räume zu bieten. Es müsste dringend ausgedünnt werden, was aufgrund des Widerstands einiger
besonders heftig sich äußernder Bürger vor Ort politisch nicht durchsetzbar ist. Hinzu kommt die
bisher überhaupt nicht geahndeten Übertretungen des Wegegebotes und anderer Verbote, so dass
völlig unbehelligt in vielfacher Weise auf Pfaden abseits der offiziellen Wege gelaufen und geradelt
wird, Hunde unangeleint im Wald streunen, im Dornheckensee gebadet und an seinen Ufern gelagertSeite 9 von 29

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und in den ehemaligen Steinbrüchen geklettert wird. Gelegentlich wird auch ein Feuerchen gemacht.
Die im Rahmen unserer begrenzten Finanzierung möglichen Maßnahmen zur Besucherlenkung an
den am stärksten sensiblen Bereichen wirken in der Regel bisher nur sehr lokal und auch zeitlich sehr
begrenzt. Neben dem aktiven Zulegen von Trampelfaden bedarf es einer intensiven und
kontinuierlichen Öffentlichkeitsarbeit und Aufklärung, um nachhaltig eine Veränderung im
Nutzungsverhalten der Besucher zu bewirken. Dies geht nur mit einer zusätzlichen Finanzierung, wie
sie die Stadt grundsätzlich im Herbst 2018 auch beschlossen hat. Entscheidend für eine Lösung wird
sein, ob es im kommenden Jahr gelingt, mit der UNB und der Bezirksregierung eine zumindest auf
mehrere Jahre ausgelegte zusätzliche Finanzierung durch das Land zu erreichen, an die die
Aufstockung der Stationsmittel durch die Stadt gekoppelt ist.
FFH-Gebiet Waldreservat Kottenforst
Die Pflegearbeiten im Kottenforst beschränkten sich, so lange das LIFE+ Projekt noch läuft, auf die
Pflege der Ringelnatter-Lebensräume. Sie wurden Anfang August an mehreren Tagen durchgeführt.
Auch in diesem Tätigkeitsfeld ging es 2018 in erster Linie um für den Kottenforst wichtige Arten. Im
Zuge der zu beantragenden Verlängerung des LIFE+ Projekts wurde die Geburtshelferkröte zur Zielart
des Projektes. Zur Unterstützung des Verlängerungsantrags wurden Grundlagendaten zum
Kottenforst-Vorkommen bereitgestellt und Lebensraum-optimierende Maßnahmen für das letzte
Vorkommen mit den Projektmitarbeitern besprochen sowie die erforderliche Erhaltungszucht
beratend abgestimmt. Ein zweites Thema waren die umfangreichen Abholzungen entlang der den
Kottenforst durchziehenden Autobahn A 565 durch den Landesbetrieb Straßen NRW. Diese hätten
nach unserer Auffassung nicht ohne eine auf die mögliche Betroffenheit der Fledermausfauna
abgestimmte artenschutzrechtliche Prüfung durchgeführt werden dürfen. Mit der durchgeführten
massiven Entnahme von auch älteren Bäumen entlang der A 565 ist ein breiter baumfreier Korridor
entstanden, der kaum noch eine sichere Überflugorientierung für querende Fledermäuse bietet. Dies
erhöht deutlich das Kollisionsrisiko für mehrere im Kottenforst vorkommende streng geschützte
Fledermausarten und stellt damit eine nicht zulässige Erhöhung des Tötungsrisikos dar. Unsere
Aufklärungsbemühungen zu den Verantwortlichkeiten für diesen nicht statthaften und nicht
ausgeglichenen Eingriff blieben bisher ohne Ergebnis.
NSG Düne Tannenbusch
Die Wiesenpflege im Naturschutzgebiet erfolgte in Kooperation mit der Stadtförsterei in diesem Jahr
Ende Juni und Ende September. Beim zweiten Durchgang wurden wir dabei an einem Tag durch
einen Freiwilligen-Einsatz der Humboldt-Stiftung unterstützt. Bei den Mahd-Terminen und ergänzend
im Mai und umfangreicher im November wurden die durch Vandalismus entstandenen Schäden an
dem aus Holzgeländern bestehenden Wegeleitsystem repariert. Begleitend zu den Mahd-Terminen
wurden auch in diesem Jahr auf den Sandflächen eine händische Bekämpfung des Besenginsters
durchgeführt sowie September die Robinien-Stockausschläge auf den Wiesenflächen
zurückgeschnitten. Fräsarbeiten wurden nicht für notwendig erachtet.
Der trockene Herbst 2017 und Winter 2017/2018 sowie das ausgesprochen trockene Frühjahr 2018
sorgten für einen weiteren Rückgang der wertgebenden Arten (s. Grafik). Mit dem Extremsommer in
2018 ist eine zusätzliche Beeinträchtigung zu befürchten, die sich möglicherweise erst mittelfristig
erkennen lässt. Viele Individuen von Kleinem Vogelfuß und Platterbsenwicke sind aufgrund der
extremen Trockenheit und Hitze noch vor Erreichen der Samenreife vertrocknet und haben dadurch
den Samenvorrat im Boden nicht auffüllen können, was für das Vorkommen dieser einjährigen ArtenSeite 10 von 29

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von großer Bedeutung ist. Selbst das in der Regel zwei- bis dreijährige Silbergras, welches als
Sandpionier an extreme Witterungs- und Standortverhältnisse angepasst ist, hat unter der lang
anhaltenden Trockenheit stark gelitten, so dass im Herbst nur noch wenige vitale Altpflanzen zu
beobachten waren. Der wiederum nur mäßig feuchte Herbst 2018 lässt befürchten, dass auch bei
dieser Art die Zahlen weiter zurückgehen werden.
Die in der Grafik nicht darstellbaren Rote-Liste-Arten habe weitgehend ihr Vorjahresniveau gehalten.
Durch erfolgreiche Nachzucht des in NRW vom Aussterben bedrohten Feld-Beifuß (Artemisia
campestris) in der Station konnten 67 Jungpflanzen aus dem Saatgut des vorangegangenen Jahres
gezogen werden. Von diesen wurden im Herbst 42 auf der Düne ausgepflanzt, die übrigen 25 zur
nachhaltigen Absicherung in ein Sandbeet auf dem Gelände der Station gepflanzt. Aus diesen kann
zukünftig unter kontrollierten Bedingungen jedes Jahr Saatgut für die Ausbringung auf der Düne und
gegebenenfalls für die weitere Anzucht von Jungpflanzen gewonnen werden.
Entwicklung der Vorkommen von Silbergras, Platterbsenwicke und Kleinem Vogelfuß
auf der Düne Tannenbusch 2002 bis 2018Seite 11 von 29

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Projekt 2: Schutzgebietsbetreuung und schutzgebietsbezogener Artenschutz
außerhalb der Schwerpunktgebiete
FFH-Gebiet Rodderberg
Die Aufgaben am Rodderberg gingen 2018 nur unwesentlich über die der Vorjahre hinaus. Die beiden
Beweidungsgänge liefen beanstandungsfrei mit gutem Pflegeergebnis. Pflegearbeiten in der
Tuffgrube wurden auf den Januar des folgenden Jahres geschoben.
Trotz Nachsuche konnte die Violette Sommerwurz (Orobanche purpurea) in diesem Jahr nicht
nachgewiesen werden. Ob dies nur dem Extremsommer geschuldet ist, und die Art ansonsten nicht
gelitten hat, wird sich erst in den kommenden Jahren zeigen. Auffällig ist ein gegenüber den
vergangenen Jahren deutlich selteneres Auftreten der Wirtspflanze Gewöhnliche Schafgarbe
(Achillea millefolium), wobei die Art immer noch regelmäßig an den Stellen vorkommt, an denen
auch die Violette Sommerwurz aufgetreten ist. Insgesamt sind die starken Schwankungen im
Auftreten der Sommerwurz mit vielen offenen Fragen behaftet. Da die Beweidung in den letzten
Jahren aber immer außerhalb der Trieb- und Blühzeiten der Art durchgeführt worden sind, scheint es
zumindest kein Effekt des aktuellen Pflegeregimes zu sein, der zum Rückgang der Art geführt hat.
Von besonderem Interesse war auch in diesem Jahr wieder der Zustand der Besucherlenkung, der
zum Sommer hin trotz der im Vorjahr durchgeführten Ausbesserungsmaßnahmen zu wiederholten
Anfragen aus der Bevölkerung führte. Bei einer Begehung im Juli mit UNB-Mitarbeitern wurde
angesichts der fortschreitenden Verschlechterung des Zustands der Pfosten und Holzauflagen
beschlossen, eine grundsätzliche Erneuerung des gesamten Leitsystems in Angriff zu nehmen und
möglichst früh im kommenden Jahr zu realisieren. Für den von der UNB gestellten Förderantrag bei
der Bezirksregierung lieferten wir die grundlegenden Informationen zur Materialauswahl und zu den
benötigten Mengen.
NSG Nasswiesen und Bruchwald Kohlkaul (Kohlkaulwiesen)
Erfassungen: Mit 2.951 Exemplaren hat der Bestand des Gefleckten Knabenkrauts (Dactylorhiza
maculata) einen neuen Rekord erreicht. Das Breitblättrige Knabenkraut (Dactylorhiza majalis) war
dagegen mit 385 blühenden Pflanzen wieder deutlich weniger vertreten als 2017. Der seit 2014 im
Gebiet nachgewiesene Kleine Klappertopf (Rhinanthus minor) wurde 2018 nicht gefunden. Die
Kuckuckslichtnelke hat sich so stark ausgebreitet und vermehrt, dass sie seit 2013 nicht mehr gezählt
wird.
Praktische Maßnahmen: Das an seltenen Pflanzenarten sehr reiche Naturschutzgebiet ist seit fast 15
Jahren im Vertragsnaturschutz. Einige Bereiche lassen sich mit landwirtschaftlichen Maschinen aber
nicht pflegen, ohne die dabei die auf Strukturen und Blütenangebot angewiesene Fauna nachhaltig
zu beeinträchtigen. Daher werden Bereiche ausgespart und durch die Biologische Station im Herbst
gepflegt. Dabei unterstützt uns seit Jahren der Freundeskreis der Botanischen Gärten mit
ehrenamtlichen Helfern. Weitere kleinere Pflegeeinsätze im Juni und Juli galten der Bekämpfung von
Japanischem Riesenknöterich (Reynoutria japonica) und Riesen-Bärenklau/Herkulesstaude
(Heracleum mantegazzianum). Beide Arten weisen kleiner werdende Bestände auf. Die
Herkulesstaude ist dank der Kontinuität der Bekämpfungsmaßnahmen mittlerweile fast vollständig
verschwunden.Seite 12 von 29

Biologische Station Bonn / Rhein-Erft Jahresbericht 2018
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Entwicklung der Vorkommen wertgebender Pflanzenarten auf den Kohlka ulwiesen 2002
bis 2018
NSG Feuchte Grünlandbrachen und Mähweiden Kohlkaul (Kautex-Wiesen)
In den Kautex-Wiesen ist der Gesamtzustand aufgrund der intensiven Beweidung mit Pferden
anhaltend schlecht und entspricht nicht den Ansprüchen an ein Naturschutzgebiet. Eine sinnvolle
Betreuung durch die Station erfordert einen hohen zeitlichen Input, was derzeit aber aufgrund nicht
auskömmlicher Finanzierung unmöglich ist.
Weiers Wiesen
Wie bereits im Vorjahr erfolgte die diesjährige Pflege der Feuchtwiesen im Naturschutzgebiet durch
einen von uns beauftragten Landwirt. Die für das Jahresende geplante Gehölzpflege wurde auf das
kommende Jahr verschoben. Zwar ist der Pflegezustand insgesamt nicht schlecht, es mangelt aber
noch an der Ausbreitung wertgebender Arten in größere Bereiche der lange brach gelegenen
Wiesen. Insgesamt ist das Gebiet gegenüber den nahegelegenen Kohlkaulwiesen deutlich artenärmer
und weniger stark in seiner Vegetationsdynamik. Sobald das Nährstoffniveau noch weiter abgesenkt
ist, bietet sich hier in größerem Stil eine Einbringung von ehemals vorkommenden typischen Arten
wie Heilziest (Betonica officinalis), Teufelsabbiss (Succisa pratensis) und Färberscharte (Serratula
tinctoria) an. Allerdings ist es aufgrund des sehr stark durchwuzelten Oberbodens nicht einfach,
genügend große und qualitativ ausreichende Pflanz- und Keimbetten zu schaffen.
Lyngsberg
Dieses von uns bisher nur marginal betreute Gebiet soll durch Gehölzentnahmen mit anschließender
Dauerpflege wieder zu einem artenreichen und naturschutzfachlich hochwertigen Steinbruch-
Komplex entwickelt werden. Um die Umsetzung der von uns skizzierten Maßnahmen anzugehen,Seite 13 von 29

Biologische Station Bonn / Rhein-Erft Jahresbericht 2018
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fanden im Juni und Juli Ortstermine mit der UNB und der Stadtförsterei statt, bei denen die einzelnen
Umsetzungsschritte erörtert und abgestimmt wurden. Der Ball liegt nun bei der UNB.
Obstwiesen
Die bereits seit vielen Jahren anhaltende Zusammenarbeit mit Studierenden der Akademie für
internationale Bildung widmete sich in diesem Jahr den Obstbäumen auf dem Annaberger Feld. Dank
einer Finanzierung der Sparkasse KölnBonn konnten an 30 Bäumen die Baumschützer mit einem
auch optisch ansprechenden Staketenzaun erneuert werden. Die von uns betreuten Bäume der
Obstbaumallee wurden geschnitten und beerntet. Verstärkte Aktivitäten zu Obstwiesen sind uns im
vom LVR finanzierten Projekt „Obstwiesen-Renaissance“ möglich, s. Drittmittelprojekte. Dank dieses
Projektes konnte auch die vollständige Streuobstwiesenerfassung aus dem Jahr 2017 genutzt
werden, um die landesweite Erfassung durch Digitalisierung der eigenen Ergebnisse in der Task-App
des LANUV mit relativ geringem Aufwand zu unterstützen.
Kopfweiden
Außerhalb des NSG Siegmündung wurden 2018 mit 62 Kopfweiden etwa 50 % der von uns betreuten
Bäume zurückgeschnitten.
Projekt 3: Schutzgebietsübergreifende Aufgaben
Gemäß der Förder- und Berichtsstruktur fallen hierunter die Dokumentation, die GIS-Darstellung und
die Erstellung des vorliegenden Gesamtberichts. Die GIS-Darstellung erfolgt überwiegend mit
Quantum Gis, bei Projekten mit Datenaustausch mit dem LANUV in GISPAD.
Projekt 4: Vertragsnaturschutz in Bonn
Da keine Verträge zur Verlängerung anstanden, war der administrative Aufwand 2018 relativ gering.
Die Betreuung der bestehenden Verträge und Begutachtung der Flächen erfolgten wie in den letzten
Jahren. Hierzu gehörte neben der Erstellung von Beweidungsplänen auch das Abstecken von
Teilbereichen in den Siegauen, den Kohlkaul- und Pützchens Wiesen als Rückzugsräume für die
Fauna. Fast alle Vertragsflächen wurden mindestens einmal, die meisten mehrfach während der
Vegetationsperiode aufgesucht, um den Zustand und die Entwicklung der vergangenen Jahre zu
kontrollieren. Verstöße gegen die Vertragsauflagen wurden nicht festgestellt. Beratung und
Unterstützung leisteten wir im Besonderen für die Vertragsnehmer im Bereich der Pützchens Wiesen
und der Siegaue.
Die Vermehrung von Kräuterarten regionaler Herkunft hat sich gut weiterentwickelt. Trotz der
schwierigen Witterungsbedingungen erbrachten fast alle Kulturen eine zufriedenstellende
Samenernte. Wie in den Vorjahren stand aufgrund starker zeitlicher Beanspruchungen in anderen
Projekten die Neusammlung von Saatgut in ausgewählten Gebieten nicht so deutlich im Fokus wie
vorgesehen. Die Nachfrage nach autochthonem regionalem Saatgut ist ungebrochen hoch. Wir
erhalten viele Anfragen auch von Bürgern für ihre Gärten, die wir gar nicht alle bedienen können.
Damit einher geht ein hoher zeitlicher Aufwand für Informationen und Beratungen.Seite 14 von 29

Biologische Station Bonn / Rhein-Erft Jahresbericht 2018
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Projekt 5: Artenschutz in Bonn
Arten der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie
Das Projekt hat einen Schwerpunkt bei den praktischen Maßnahmen zum Erhalt der streng
geschützten Arten gemäß EU-Recht. Dazu gehörten Pflegemaßnahmen zur Förderung
Mauereidechse an den Mauern in Oberkassel und im Ennert. Für die Gelbbauchunke wurden
außerhalb der Schutzgebiete auch die Vorkommen an der Heckelsgasse und im Härlepark betreut.
Neben den üblichen Pflegearbeiten standen 2018 in besonderem Maße die Wechselkröte und ihre
Vorkommen im Bonner Nordwesten im Fokus.
Die Lebensraumbedingungen für das als verschollen einzustufende Vorkommen in Buschdorf sollen
durch die Anlage zusätzlicher Folien-Gewässer wieder verbessert werden. Hierzu fanden erste
Gespräche mit der UNB statt. Die diesjährigen Kontrollen, u.a. im Zusammenhang mit den LANUV-
Erfassungen, erbrachten keinen Nachweis in den als Ausgleichsmaßnahme eingerichteten neuen
Folien-Gewässern auf der ehemaligen Hausmülldeponie. Dies ist umso fataler, als noch im Frühjahr
die aus einem Bauvorhaben geretteten und mit hohem Aufwand überwinterten Individuen dort
freigesetzt worden waren. Auch der Versuch, Wechselkrötenaktivität am Rückhaltebecken des DHL-
Geländes nachzuweisen, erbrachte noch keinen Erfolg.
Deutlich besser, wenn auch durch die langanhaltende Sommertrockenheit gegenüber dem Vorjahr
herausfordernd, war die Situation im Bereich des Vorkommens westlich der Grootestraße. Die
Absprachen mit dem bewirtschaftenden Landwirt bezüglich des Wassermanagements funktionierten
gut. Mehrfach mussten aufgrund der Trockenheit aber Kaulquappen aus austrocknenden
Kleinstgewässern in andere Gewässer vor Ort umgesiedelt werden, um eine insgesamt noch
zufriedenstellende Reproduktion zu erreichen.
Problematisch ist die neu aufgekommene Planung für ein Wohnbaugebiet auf dem ehemaligen
Spargelacker an der Grootestraße. Die in einem ersten Artenschutzgutachten festgestellte mindere
Lebensraumqualität, mit nur geringer Bedeutung für die Wechselkröte und andere Arten der offenen
Feldflur, konnte von uns nicht bestätigt werden. In mehreren Terminen wurden der UNB, dem
Gutachterbüro, dem Investor und der lokalen Politik die nachgewiesene Hochwertigkeit der Fläche
vor allem für die Wechselkröte dargelegt und ihre Bedeutung für den Erhalt der lokal bedeutendsten
Population in Bonn betont. Der Investor zeigte sich dabei offen für ein Gesamtkonzept mit rechtzeitig
vor Realisierung beginnenden Maßnahmen zur Vermeidung und Minderung.
Sonstige Artenschutzmaßnahmen
Wie in den Vorjahren wurde der Amphibienschutzzaun bei Oberholtorf nach Aufbau durch die
Biologische Station am 12. März von mehreren Familien aus dem Ort selbständig betreut. Der
Biostation obliegt die Auswertung und Dokumentation: Im Jahr 2018 setzte sich der Aufwärtstrend
weiter fort, so dass erstmals nach Jahren bei Oberholtorf wieder mehr Tiere gesammelt wurden als
an der Oberkasseler Straße: Den Hauptteil machte auch hier die Erdkröte mit 829 Individuen aus,
außerdem konnten 10 Berg- und 21 Teichmolche gerettet werden, insgesamt als 860 Amphibien.
Damit handelt es sich auch hier um auch NRW-weit sehr großes und damit überregional
bedeutsames Vorkommen.Seite 15 von 29

Biologische Station Bonn / Rhein-Erft Jahresbericht 2018
12
Entwicklung der Anzahl wandernder Amphibien am Schutzzaun Oberholtorf von 2002
bis 2018
Projekt 6: Wissenschaftliche und beratende Aufgaben
An Umfang und Inhalt dieses Projektes hat sich auch 2018 nichts geändert. Zentraler Bestandteil ist
der regelmäßige Austausch mit den Fachämtern der Stadt (u.a. Quartalsgespräche mit der UNB) und
den Projektpartnern beim Landesbetrieb Wald und Holz. Neben Beratungen von Mitarbeitern
weiterer Ämter bestimmen die Anfragen und Beratungserwartungen von Bonner Bürgern und aus
der Politik die Inhalte des Projektes.
Projekt 7: Naturschutzbildung und Öffentlichkeitsarbeit in der Stadt Bonn
Das zusammen mit Bonner Naturschutzvereinen halbjährlich erscheinende Veranstaltungsprogramm
umfasste seitens der Biologischen Station für beide Halbjahre 2018 insgesamt 55 Veranstaltungen,
darunter jeweils 9 Kurse und Naturschutz aktiv-Termine (Näheres s. Pressemappe für das Jahr 2018).
Über das gesamte Jahr besuchten 826 Teilnehmer unsere Veranstaltungen, womit der langjährige
Durchschnitt von ca. 16 Personen je Termin erneut erreicht wird. Besonders gut besucht waren 2018
sowohl in Bonn als auch im Rhein-Erft-Kreis wie immer die Fledermausexkursionen, Vogelstimmen-
und Obstschnittkurse, aber auch die Veranstaltungen zu Insekten, was sicher mit dem aktuellen
Thema „Insektensterben“ zu tun hat. Nach wie vor guter Nachfrage erfreut sich auch die Mithilfe
beim Kopfweidenschneiden in Kombination mit der Mitnahme von Weidenästen. An den beiden
Aktionstagen nahmen insg. 35 Helfer teil.
Insgesamt mehrere 1.000 Personen konnten wir durch die Beteiligung mit Infoständen an mehreren
Großveranstaltungen / Naturschutzfesten erreichen, wozu u. a. der alljährliche Frühlingsmarkt Bonn,
der Tag der Artenvielfalt in den Botanischen Gärten und das Waldfest am Jägerhäuschen zählen.
Hinzu kamen mehrere von außen angefragte Vorträge und Exkursionen, u.a. für die Stadt Bonn,
Umweltausschüsse der Gemeinden und des Landschaftsverbands Rheinland LVR, Bonner Schulen,
Parteien, den BUND und die Universität Bonn.Seite 16 von 29

Biologische Station Bonn / Rhein-Erft Jahresbericht 2018
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Das Veranstaltungsprogramm für das erste Halbjahr 2019 wurde Anfang Dezember als
„Weihnachtspost“ verschickt und verteilt. Die Einnahmen aus der Werbung sind leider
zurückgegangen und decken nur noch etwa 1/4 der Ausgaben für Layout und Druck ab.
Auf dem Hof der Biostation fand eine Apfelsaft-Pressaktion statt, bei der Privatanlieferer mittels
einer mobilen Obstpresse ca. 3,5 Tonnen und die Station etwa 1,5 Tonnen Äpfel zu Saft
verarbeiteten. Zusammen mit einem Termin im Rhein-Erft-Kreis presste die Biostation in diesem Jahr
insgesamt ca. 5,5 Tonnen Äpfel zu fast 2.800 Liter Saft, der aufgrund der vielen Sonne im Sommer
2018 qualitativ sehr hochwertig ist. Die Aktion dient vor allem dazu, die Wertschätzung von
Obstwiesen zu erhöhen. Der Saft wird seit einigen Jahren mit steigendem Absatz im Bonner
Weltladen in der Altstadt verkauft.
Seit Jahren beteiligen wir uns zudem an der von Prof. Schumacher ins Leben gerufenen
Weihnachtsbaum-Naturschutzaktion von Bonner Studenten, informieren an den 3 Verkaufstagen vor
Weihnachten mit einem Infostand über den lokalen Naturschutz und verkaufen unseren Apfelsaft.
Beim Internetauftritt waren 2018 inhaltlich nur die üblichen Aktualisierungen nötig. Größeren
Aufwand bedeutet die Anpassung an die Datenschutzgrundverordnung, bei der vor allem die
Abonnenten des Newsletters informiert, Rückmeldungen bearbeitet und das ganze System angepasst
werden musste. Gut genutzt werden sowohl das Kontaktformular als auch die Möglichkeit, sich
selbständig in den Newsletter der Station einzutragen. Zur Bekanntmachung von Exkursionen und
anderen Veranstaltungen, aber auch Projekten im Jahresverlauf sei auf die angehängte Pressemappe
verwiesen. Ein gutes Echo in der Presse fanden der Amphibienschutz sowie Einsaaten und
Pflanzungen von heimischen Arten.Seite 17 von 29

Biologische Station Bonn / Rhein-Erft Jahresbericht 2018
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Drittmittel-Projekte
Zur Finanzierung des Mitarbeiterstamms der Biologischen Station sind zusätzliche, nicht über die
Förderrichtlinie Biologische Stationen FöBS geförderte Projekte unerlässlich. Sie unterteilen sich in
Förderprojekte, Projektes des Zweckbetriebs und des wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs. Fünf
Projekte aus dem Drittmittelbereich sind im Folgenden ausführlicher beschrieben, die weiteren von
dritter Seite finanzierten Projekte im Anschluss als kurze Auflistung aufgeführt.
LVR-Projekt „Obstwiesen-Renaissance rund um die Ville“
(finanziert durch den Landschaftsverband Rheinland)
Mit dem Projekt „Obstwiesen-Renaissance rund um die Ville“ erfasst und pflegt die Biologische
Station Bonn / Rhein-Erft e.V. gemeinsam mit ihren Projektpartnern – der Biologischen Station im
Rhein-Sieg-Kreis und dem Naturpark Rheinland – die Obstwiesen der Region und macht sie für die
Öffentlichkeit erlebbar. Bei den Aufnahmen der Streuobstwiesen wurden 2017 im Rhein-Erft-Kreis
233 von 368 angefahrenen Flächen als Obstwiese aufgenommen, in Bonn waren es 79 von 118
begutachteten Flächen. Anhand der im Vorjahr aufgenommenen Kartierdaten wurde im Frühjahr
2018 ein Schutzkonzept für das Projektgebiet entwickelt. Hierzu wurden die erfassten Parameter der
Kartierung statistisch ausgewertet und beurteilt.
Apfelsortentisch bei einer öffentlichen Saftpressaktion in GymnichSeite 18 von 29

Biologische Station Bonn / Rhein-Erft Jahresbericht 2018
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Generell sind viele Flächen in einem schlechten Gesamtzustand, die Flächen im Rhein-Erft-Kreis
jedoch als deutlich besser einzustufen als in Bonn. Sind im Rhein-Erft-Kreis noch knapp über die
Hälfte aller Flächen als „sehr gut“ bis „akzeptabel“ eingestuft worden, sind es auf dem Bonner
Stadtgebiet nur etwa ein Drittel. Dieses Bild spiegelt sich auch im Erhaltungszustand der Bäume
wider. Sind auf Flächen im Kreis noch etwa zwei Drittel der Bäume langfristig haltbar, kann man in
Bonn nur bei etwa 40 % der Bäume davon ausgehen. Die Auswertung zeigt, wie wichtig praktische
Maßnahmen auf den Flächen sind. Daher fanden auch dieses Jahr projektbegleitend Schnitt- und
Pflegearbeiten auf ausgesuchten Streuobstwiesen in Bonn und dem Rhein-Erft-Kreis statt. Für das
kommende Jahr wurden bereits weitere Arbeiten auf zusätzlichen Flächen abgesprochen.
Begleitet wurden die Arbeiten erneut durch mehrere Aktionen im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit.
Neben einem Stand auf dem Herbstfest im Friesheimer Busch präsentierten wir das Projekt ebenfalls
wieder mit einem Informationsstand bei unserer Obstpressaktion im Naturparkzentrum Gymnicher
Mühle. Zum Jahresende wurden die verschiedenen Ergebnisse aktuell digital aufgearbeitet und über
das Internetportal „KuLaDig“ präsentiert, um diesen ökologisch wie kulturhistorisch wichtigen
Lebensraum auch der Öffentlichkeit darzubieten.
Life+ Projekt: „Villewälder – Wald- und Wasserwelten“
(finanziert durch das Life+ Förderprogramm der EU und durch das Land NRW)
Das LIFE+ Projekt ging 2018 in sein viertes Jahr. Aufgrund der Verzögerungen durch Witterung und
Sturmereignisse im Winter 2017/2018 beschlossen die Initiatoren des Projektes und die
Projektbegleitende Arbeitsgruppe PAG einen Verlängerungsantrag bei der EU einzureichen, um
Teilmaßnahmen zu vervollständigen. Die Verlängerung ermöglicht zum einen Maßnahmen zur
Stärkung der fast erloschenen Geburtshelferkrötenpopulation im Kottenforst. Zum anderen wurden
aufgrund von Sturmereignissen im Winter bereits mit Bäumen bepflanzte Flächen zerstört oder
zumindest stark verwüstet. Dies führte zu erheblichen zeitlichen Verzögerungen bei der
Maßnahmenumsetzung und kann nun im bewilligten Verlängerungszeitraum durchgeführt werden.
Schließlich fand die geplante Aushagerungsmahd nicht auf allen Waldwiesen wie vorgesehen statt.
Diese Verzögerungen wurden seitens der EU als Gründe für eine Verlängerung der Projektlaufzeit
akzeptiert. Die Bestätigung der Verlängerung erfolgte im Oktober 2018; die Projektlaufzeit verlängert
sich damit auf 1,5 Jahre bis Ende 2020.
Im neuen Zeitraum des LIFE+ Projekts werden vor allem öffentlichkeitswirksame Maßnahmen
durchgeführt. So ist eine sog. „Eichenwald-App“ geplant, die den interessierten Waldbesuchern
Informationen über die Lebewesen des Stieleichen-Hainbuchenwald im Kottenforst und in der Ville
vermitteln soll. Darüber hinaus führt das European Forest Institute (EFI) 2019 eine sozioökonomische
Studie zur Freizeitnutzung im Kottenforst durch. Zudem entsteht ein kurzer Imagefilm über das
Projektgebiet, der voraussichtlich Ende 2019/ Anfang 2020 fertiggestellt wird.Seite 19 von 29

Biologische Station Bonn / Rhein-Erft Jahresbericht 2018
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Im Frühjahr 2018 stand die Neuanlage, Erweiterung und Wiederherstellung von Kleingewässern im
Mittelpunkt der Tätigkeiten. Insgesamt wurden 41 Gewässer in den FFH-Schutzgebieten
„Waldreservat Kottenforst“ (18), „Waldville“ (18) und den „Villewäldern bei Bornheim“ (5)
neuangelegt bzw. aufgewertet. Im Projektverlauf wurden bisher 53 Gewässer innerhalb der
Schutzgebietskulisse gestaltet.
2018 wurden die im Vorjahr geschaffenen Gewässer evaluiert. Erfasst wurden insbesondere die vier
hier vorkommenden Molcharten sowie der Springfrosch. Zwischen Mitte April und Ende Juni wurden
12 der im Jahre 2017 geschaffenen bzw. wiederhergestellten Gewässer sowie vier Gewässer des
Altbestands mit Eimerreusen beprobt. Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren lagen die
Untersuchungsgewässer alle im durch die Autobahn getrennten Ost- und Westteil (Buschhoven) des
FFH-Schutzgebietes „Waldreservat Kottenforst“. Der Kammmolch konnte in sieben von elf
Gewässern auf der Buschhovener Seite festgestellt werden, darunter in zwei von vier der neu
geschaffenen Gewässer. Ferner konnte die Art auch in drei von vier der wiederhergestellten
Gewässer festgestellt werden sowie in den unverändert gebliebenen Gewässern. Auf der Ostseite
der Autobahn wurde der Kammmolch in einem wiederhergestellten Gewässer und in einem
Gewässer des Altbestands nachgewiesen, in den neu angelegten jedoch (noch) nicht. Der Nachweis
des Kammmolches in den neugeschaffenen Gewässern ist ein positives Zeichen für das Erreichen
eines der Projektziele, die mitunter weit auseinanderliegenden Vorkommen zu vernetzen.
Maßnahmenumsetzungen im Jahr 2018Seite 20 von 29

Biologische Station Bonn / Rhein-Erft Jahresbericht 2018
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Wie in den Vorjahren wurde auch der Springfrosch an 20 Gewässern im Kottenforst erfasst. 2018
wurden darunter 12 ein Jahr zuvor angelegte Gewässer betrachtet. Die Frühjahrs-Wanderung dieser
FFH-Art im Schutzgebiet erstreckte sich aufgrund der Kälteeinbrüche auf mehreren Wanderperioden.
Zum Teil erfror der Laich. Im Vergleich zu den Vorjahren wurden daher deutlich weniger Laichballen
erfasst. Festzuhalten ist dennoch, dass alle im Winter 2016/2017 angelegten Gewässer vom
Springfrosch als Laichplätze angenommen wurden.
Ausgetrocknetes Königsmaar im Sommer 2018
Die Amphibienerfassung stand unter dem Einfluss der extremen Trockenperiode im späten Frühjahr/
Sommer 2018. Viele der Gewässer trockneten im Jahresverlauf vollständig aus, darunter auch viele
Gewässer des Altbestands wie das Königsmaar. Daher sind Verluste bei den Larven des
spätlaichenden Kammmolches zu erwarten. Die Austrocknung der Gewässer kann aber im Folgejahr
für viele Amphibien auch enormes Potential bieten, da viele Fressfeinde die Austrocknung wohl nicht
überlebten und selber erst wieder nach und nach einwandern müssen. Allerdings führte die
Mehrzahl der 2017 und 2018 angelegten oder wiederhergestellten Gewässer (65 %) trotz starken
Pegelschwunds über den Sommer hinaus Wasser. Somit dürften trotz der extremen
Witterungsbedingungen die Anlage die Kleingewässer eine sofortige, überwiegend positive Wirkung
für viele Amphibien haben. Zudem haben sich die 2018 neu angelegten Gewässer innerhalb kürzester
Zeit begrünt.
Die Anlage und Freistellung weiterer Gewässer insbesondere zur Stärkung der Geburtshelferkröte im
Kottenforst wurde im Winter 2018/2019 umgesetzt. Das bestehende Gewässer am Annaberger Feld
befand sich in einem schlechten Erhaltungszustand. Die kleine dort vorkommende Population steht
kurz vor dem Erlöschen. In den zurückliegenden Jahren konnten nur noch vier bis fünf rufende
Männchen erfasst werden. Im Dezember 2018 wurden Landlebensräume umfangreich aufgelichtet
und mit Hilfe eines 24t-Baggers organisches Material aus dem Gewässer entnommen. Zudem wurdenSeite 21 von 29

Biologische Station Bonn / Rhein-Erft Jahresbericht 2018
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essentielle Lebensraumrequisiten (Wurzelstubben, Baumstämme sowie große Erdwälle) eingebracht
bzw. errichtet, die als Ruf- und Versteckplätze für die Tiere dienen sollen. Neben der Restitution der
letzten bekannten Geburtshelferkrötenpopulation im linksrheinischen Bonner Stadtgebiet wurde im
Januar 2019 noch ein weiteres großes Trittsteingewässer angelegt. Insgesamt sind dann, zusammen
mit den beiden aus Mitteln der Biologischen Station finanzierten Gewässern, sechs Projektgewässer
neu angelegt bzw. optimiert worden, die als Reproduktionsgewässer der Geburtshelferkröte im
Kottenforst dienen sollen. Zusätzlich soll die Geburtshelferkrötenpopulation durch gezielte Ex-situ-
Aufzuchtmaßnahmen unterstützt werden. Tiere sollen in Gefangenschaft aufgezogen und dann in die
Projektgewässer eingesetzt werden.
Geburtshelferkrötengewässer vor (links) und nach (rechts) der Wiederherstellung.
Auf den Grünlandflächen im Projektgebiet erfolgten im Jahr 2018 Erfassungen zur Erfolgskontrolle
der durchgeführten Einsaaten bzw. der Mahdgut-Übertragung mit lokalem Saatgut. Es ergibt sich ein
mitunter sehr unterschiedliches Blütenbild. Besonders auf einigen nassfeuchten Flächen im
Kottenforst, die einen lückigen Gräserbestand aufwiesen, konnten sich lebensraumtypische
Feuchtwiesenarten wie Teufelsabbiss (Succisa pratensis) oder Großes Flohkraut (Pulicaria
dysenterica) bereits gut behaupten. Auch der Heilziest (Betonica officinalis) fand sich auf einigen
Wiesenflächen in geringen Zahlen, aber beständig wieder. Besonders auffällig war 2018 der
Blühaspekt von Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea), Sumpf-Hornklee (Lotus penduculatus) und
Wiesenmargerite (Leucanthemum ircutianum), aber auch der Moschus-Malve (Malva moschata).
Erfreulich ist auch die weitere Ausbreitung des Echten Steinsamens (Lithospermum officinale) in die
Bestandslücken auf den Waldwiesen bei Bornheim.
Die Nachpflanzungen in den Saatstreifen oder in Quadrate auf den Flächen dienen neben dem
Ausgleich der Spätfrostschäden bei den ersten Ansaaten der Förderung von Arten, die sich durch die
Ansaat weniger gut etablieren. Hier sind Färber-Ginster (Genista tinctoria), Heilziest (Betonica
officinalis), aber v. a. Kümmel-Silge (Selinum carvifolium) zu nennen, die sich auf vielen Flächen noch
nicht oder nur in geringer Zahl etablieren konnte.
2018 wurden daher auf 14 Flächen in der Biostation vorgezogene Pflanzen nachgesetzt. Auf diese
Weise wurden etwa 19.000 Pflanzen durch die Praktikanten, FÖJler, Landschaftspfleger und
Projektmitarbeiter der Biostation in Pflanzquadrate auf den Grünlandflächen im Kottenforst
überführt.Seite 22 von 29

Biologische Station Bonn / Rhein-Erft Jahresbericht 2018
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Blühaspekt im Saatstreifen auf einer Waldwiese im Sommer 2018
Erwähnenswert ist die Auspflanzung und Aussaat von knapp 1.500 Arnika-Pflanzen im Kottenforst, in
der Waldville und den Villewäldern bei Bornheim. Diese Pflanzen wurden überwiegend von der
Biologischen Station angezogen. Einen Teil der Pflanzen zogen die Botanischen Gärten in Bonn und
Marburg an und stellten sie dem Projekt zur Verfügung. Es ist zu hoffen, dass sich die empfindlichen
Pflanzen auf möglichst vielen Flächen durchsetzen.
Die Auspflanzungen und Ansaaten erfolgten überwiegend erst spät im Jahr. Grund dafür war die
monatelange andauernde Hitzeperiode, die eine erfolgreiche Arbeit praktisch unmöglich machte.
Dennoch mussten frühe Pflanzungen auf Teilflächen durchgeführt werden. Mit hohem Aufwand
wurden die Pflanzen regelmäßig gegossen.
Aufgrund des bedingt durch die lange Trockenperiode sehr geringen Aufwuchses erfolgte die
Aushagerungsmahd 2018 auf den meisten Flächen nur einmal. Auf der Stromtrasse bei
Volmershoven und in den Villewäldern bei Bornheim wurde insbesondere zur Bekämpfung des
Landreitgrases (Calamagrostis epigejos), der Riesen-Goldrute (Solidago gigantea) sowie der Lupine
(Lupinus polyphyllus) zweimal gemäht.
Bemerkenswert war im Sommer 2018 die Insektenaktivität auf den blütenreichen Wiesen.
Wildbienen, Schwebfliegen, Wanzen und insbesondere Schmetterlinge wie der Kurzschwänzige
Bläuling (Cupido argiales) konnten mitunter sogar bei der Eiablage beobachtet werden.
Auch 2018 erfolgten zahlreiche Öffentlichkeitsveranstaltungen (3 Vorträge, 19 Exkursionen, 4
Infostände, 5 Mitmachaktion mit waldpädagogischem Schwerpunkt). Dazu war das LIFE-Projekt auch
in den Medien präsent. Neben 9 Presseartikeln gab es noch einen Fernsehbeitrag über die
Fledermäuse im Kottenforst in der „Aktuellen Stunde“ des WDR.Seite 23 von 29

Biologische Station Bonn / Rhein-Erft Jahresbericht 2018
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Anzucht der Arnika auf dem Gelände der Biologischen Station
Das waldpädagogische Projekt „Eichenkampagne Markwart“ fand bei den Schülern aus der
Lengsdorfer Kreuzbergschule und der Bornheimer Heinrich-Böll-Sekundarschule erneut großen
Anklang. Bei dem Projekt hatten die Schüler in den vergangenen Jahren sogenannte „Hähertische“
errichtet und im Winter regelmäßig mit Eicheln bestückt. Der Eichelhäher hilft durch das gezielte
Verstecken der Früchte als Wintervorrat bei der natürlichen Verjüngung der Eichen im Kottenforst
mit. Im Sommer wurde die natürliche Verjüngung der Eiche in den Fichtenbeständen von den
Kindern überprüft und die gekeimten Eichen mit Tubex-Wuchshüllen gegen den Verbiss-Schutz
versehen.
Weitere Maßnahmen:
Im Winter 2017/18 wurden Pflanzungen mit Eiche, Hainbuche und Winterlinde auf insgesamt 29,4 ha
vorgenommen.
Die Mittelwaldflächen wurden im Winter 2017/18 erweitert und zählen nun 34 ha. Damit ist das
angestrebte Flächenziel fast erreicht. Im Winter 2018/2019 ist es geplant, auf weiteren 5 ha
Mittelwaldflächen auszuweisen, sodass das zu Beginn des Projektes ausgegebene Ziel der 39 ha
Mittelwald erreicht wird. Nachsteuerungen erfolgen durch die Sicherung der Jungeichen gegen den
Wildverbiss bzw. gegen die Überwallung durch Brombeeren.
Eine Vielzahl der in den Vorjahren ermittelten Biotopbäume, die aus der forstlichen Nutzung
genommen werden sollen, ist seit Winter 2017/18 bereits mit Plaketten markiert. Diese Markierung
wird im Winter 2018/2019 fortgesetzt. Gleichzeitig werden für Teilbereiche weitere
Biotopbaumgruppen und -Inseln ausgewiesen.Seite 24 von 29

Biologische Station Bonn / Rhein-Erft Jahresbericht 2018
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Veröffentlichungen und Arbeiten von haupt- und ehrenamtlichen
Mitarbeitern sowie betreute Studienarbeiten
Einige Arbeiten können auf der Internetseite der Biologischen Station als pdf heruntergeladen
werden.
• ARNOLD, B., SCHINDLER, M. (2018): Vorkommen der Mispel (Mespilus germanica L.) im
Rhein-Erft-Kreis. NABU Info 2018: 65-67.
• BOLLER, J. C. (2018): Einfluss der Bewirtschaftungsintensität und Landschaftsstruktur auf
die Diversität der Saltatoria und Hymneoptera (Bombus) von Mittelgebirgsgrünland.
Dissertation an der Landwirtschaftlichen Fakultät der Rheinischen-Friedrich-Wilhelms-
Universität Bonn.
• BREULL-WIERSCHEM, J. (2018): Populationsökologische Untersuchungen an einem
Gelbbauchunkenvorkommen in Oberkassel bei Bonn“. Bachelorarbeit an der
Mathematisch Naturwissenschaftlichen Fakultät der Rheinischen-Friedrich-Wilhelms-
Universität Bonn.
• FRANKE, C. (2018): Populationsökologische Untersuchungen an Gelbbauchunken (Bombina
variegata) im Naturschutzgebiet Siebengebirge/Teilgebiet Ennert bei Bonn. Masterarbeit
an der Landwirtschaftlichen Fakultät der Rheinischen-Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
• GROSS, K.-J. (2018): Bewertung des Ausbreitungserfolgs ausgewählter Pflanzenarten aus
Einsaaten auf Grünlandflächen im Rhein-Erft-Kreis. Bachelorarbeit an der Mathematisch-
naturwissenschaftlichen Fakultät der Friedrich-Wilhelms Universität Bonn
• SCHINDLER, M. (2018): Erfolge beim Schutz der Gelbbauchunke. NABU Info 2018: 68-71.
• SCHINDLER, M., HOFMANN, M. M., WITTMANN, D., RENNER, S. S. (2018): Courtship
behaviour in the genus Nomada – antennal grabbing and possible transfer of male
secretions. Journal of Hymenoptera Research, 65: 47–59. DOI: 10.3897/jhr.65.24947.
• SCHUMACHER, H. & MÖRTTER, R. (2018): Leptoceucosma huebneriana (KOCAK, 1989) auch
in Nordrhein-Westfalen (Lep., Tortricidae). – Melanargia 30 (1): 32-36.Seite 25 von 29

Biologische Station Bonn / Rhein-Erft Jahresbericht 2018
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Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Jahr 2018
Vom 1. Januar bis 31. Dezember wurde in der Presse in 54 Zeitungsartikeln, Radio- und
Fernsehbeiträgen über die Biologische Station Bonn / Rhein-Erft und ihre Tätigkeiten berichtet
(darunter allein 33-mal im General-Anzeiger, außerdem Schaufenster, Kölner Stadtanzeiger, WDR
Lokalzeit sowie im Band 3 des LVR-Netzwerk Kulturlandschaft). Ein gutes Echo in der Presse fanden
der Amphibienschutz sowie Einsaaten und Pflanzungen von heimischen Arten.
Das zusammen mit anderen Naturschutz-Institutionen herausgegebene zweiteilige
Veranstaltungsprogramm bestückte die Station mit 55 Veranstaltungen, darunter 31 Exkursionen, 9
Kursen (4x Vögel, 2 Obstschnittkurse, 2x Blütenpflanzen, 1 Wildbienenseminar), 9 „Naturschutz
aktiv“ Mitmach-Aktionen, 2 Vorträgen und 2 Info-Veranstaltungen. Die Besucherzahl betrug
durchschnittlich 16 Teilnehmer. Insgesamt waren 826 Teilnehmer zu verzeichnen (nicht enthalten
sind die Obstpressaktionen). Besonders gut besucht waren 2018 generell die Amphibien- und
Fledermausexkursionen, die Vogelstimmen- und Obstschnittkurse sowohl in Bonn als auch dem
Rhein-Erft-Kreis sowie die Kräuterexkursion zu Walpurgis mit 32 Teilnehmern.
Insgesamt viele 100 weitere Personen konnten wir durch die Beteiligung mit Infoständen an
mehreren Großveranstaltungen / Naturschutzfesten erreichen, wozu u. a. der alljährliche
Frühlingsmarkt Bonn, der Tag der Artenvielfalt in den Botanischen Gärten, der Wassererlebnistag
Gymnich und das Waldfest am Jägerhäuschen zählen.
Druck- und Funkmedien
Titel Zeitung/Veranstalter Datum
Kahlschlag für die Artenvielfalt General-Anzeiger 18.01.2018
10 000 Helferstunden für die Natur - Biologische
Station Bonn/Rhein-Erft zieht Bilanz. Positive
Entwicklung bei der Artenvielfalt
General-Anzeiger 27./28.01.2018
Biologische Station: Bonn erhält seine naturnahen
Flächen
Schaufenster 29.01.2018
Artenschutz für Fluginsekten, dem Insektensterben
Einhalt gebieten (Rhein-Erft-Kreis)
Rheinischen
Anzeigenblätter
21.02.2018
In der Arche Lütz herrscht endlich Frieden –
Verwaltungsgericht gibt Til Macke nach seiner Klage
recht: Jäger dürfen auf dem Grundstück nicht mehr
jagen
General-Anzeiger 17./18.02.2018
Formschnitt für skurrile Gestalten - Mitarbeiter der
biologischen Station beschneiden Kopfweiden im
Naturschutzgebiet Siegaue
General-Anzeiger 24./25.02.2018
Pflanzen vor dem Aussterben bedroht – HIT
Umweltstiftung fördert Arnika und Färber-Scharte
im Kreisgebiet
Extrablatt 28.02.2018Seite 26 von 29

Biologische Station Bonn / Rhein-Erft Jahresbericht 2018
23
Obstbaumpflege mit amerikanischer Hilfe – Auf den
Wiesen am Annaberger Hof helfen fünf US-
Studenten den Mitarbeitern der Biostation
General-Anzeiger 28.02.2018
Shuttle-Service für Kröten und Frösche General-Anzeiger 17./18.03.2018
Kein Investor für Ex-Stadtgärtnerei in Sicht General-Anzeiger 17./18.03.2018
Natur in der Kulturlandschaft: Errichtung zweier
Naturerlebnispfade
LVR-Netzwerk
Kulturlandschaft Band 3
März 18
Stadt Land Fluss 2015 – Eine Ville, viele Wege LVR-Netzwerk
Kulturlandschaft Band 3
März 18
Modellprojekt Kindheitswiesen LVR-Netzwerk
Kulturlandschaft Band 3
März 18
„Wilde Ecken“ – Ruderalfluren und dörfliche Relikte
in der Stadtlandschaft
LVR-Netzwerk
Kulturlandschaft Band 3
März 18
Badewannen für Gelbbauchunken - Laichgewässer
für die Amphibien dürfen nicht zu tief sein –
Förderung mit Mitteln aus „Chance7“
Kölner Stadt-Anzeiger,
Rhein-Sieg Journal
21.03.2018
Im Kottenforst entstehen knapp 50 Tümpel General-Anzeiger 23.03.2018
Sturmschäden schaffen neuen Lebensraum General-Anzeiger 23.03.2018
Im Kottenforst entstehen knapp 50 neue Tümpel General-Anzeiger 23.03.2018
Sturm fördert die Biodiversität im Kottenforst General-Anzeiger online 28.03.2018
Schutz für Arnika und Färber-Scharte General-Anzeiger 03.04.2018
Experten sprechen über Naturräume – Christian
Chmela von der Biologischen Station ist zu Besuch
beim Denkmal- und Geschichtsverein
General-Anzeiger 04.04.2018
Auf Salamander-Suche im Kottenforst – Biologische
Station geht mit Kindern auf nächtliche Suche nach
Amphibien
General-Anzeiger 05.04.2018
Auf Salamander-Suche im Kottenforst General-Anzeiger 05.04.2018
Blinde Zerstörungswut – Unbekannte haben erneut
Teile des Wegeleitsystems auf dem Rodderberg
beschädigt
General-Anzeiger 07./08.04.2018
Vogelsafari in der Bonner Rheinaue:
Vogelstimmenkurs-Exkursion in die Bonner Rheinaue
WDR Lokalzeit 12.04.2018
Ankündigung Tag der Artenvielfalt General-Anzeiger 24.05.2018
Trubel im Regenwaldhaus. Der Tag der Artenvielfalt
lockt viele Besucher in den Botanischen Garten
General-Anzeiger 28.05.2018
Ein Biologe unter Forstleuten Wila Arbeitsmarkt 01.06.2018
Insektenreiche Blumenwiese: Biologische Station
pflegt Biotop in Oberkassel
General-Anzeiger 21.06.2018
Artenvielfalt unter Alfters Strommasten – Blühende
Wiesen bei Volmershoven sind ein Projekt von
Biostation, Forstamt und Amprion
General-Anzeiger 26.06.2018
Artenvielfalt unter Strommasten General-Anzeiger 26.06.2018
https://www.severint.net/2018/06/22/umgesehen-
life-villewaelder/
Blogeintrag 26.06.2018Seite 27 von 29

Biologische Station Bonn / Rhein-Erft Jahresbericht 2018
24
Biotopgehölze bieten Tieren neue Heimat General-Anzeiger 04.09.2018
Riss gefährdet den Ennerthang. Landesbetrieb
Straßenbau sichert Gelände am alten Oberkasseler
Sportplatz vor dem Abrutschen
General-Anzeiger 21.08.2018
In Bonn erblühen alte Apfelsorten neu: Im
Klassifizierungsverfahren „Stadtgrün naturnah“ gab
es einen Ortstermin auf Bonner Streuobstwiesen
General-Anzeiger 15.09.2018
Mehr Platz für den Springfrosch – Das EU-geförderte
Projekt Life+ soll neue Lebensräume in den
Villewäldern bei Bornheim schaffen
General-Anzeiger 11.09.2018
Mehr Platz für den Springfrosch General-Anzeiger 11.09.2018
Wanzen breiten sich in der Region aus General-Anzeiger,
Ratgeber Mieten &
Wohnen
10.10.2018
Wechselkröten gefährden Bauprojekt (Anm.
Redation: Es ist richtigerweise umgekehrt!)
General-Anzeiger 12.10.2018
Apfelsaft selbst pressen: LVR-Projekt in der
Biologischen Station
General-Anzeiger 16.10.2018
120 Liter aus 200 Kilo Äpfeln - Obstpressaktion der
Biologischen Station hatte dank guter Ernte
besonders großen Zulauf
General-Anzeiger 18.10.2018
Kröten im Kottenforst stark gefährdet General-Anzeiger 25.10.2018
In Bedburg sollen die Wiesen blühen Kölner Stadt-Anzeiger 20./21.10.2018
Schutz für die Geburtshelferkröte: Europäische
Union verlängert das LIFE-Projekt im Kottenforst
General-Anzeiger 16.11.2018
Neue Nachbarn für Bundespräsident Steinmeier General-Anzeiger 19.11.2018
Baumbarriere gegen illegale Mountainbiker General-Anzeiger 22.11.2018
Neue Tümpel für Gelbbauchunken: Deutsche
Postcode Lotterie fördert Lebensraum-Schutzprojekt
für Amphibien und Insekten
General-Anzeiger 23.11.2018
Populistische Politik: Leserbrief zum GA-Artikel
„Baumbarriere gegen illegale Mountainbiker“ vom
22. November.
General-Anzeiger 23.11.2018
WDR Lokalzeit Insektensterben WDR Lokalzeit 27.04.2018
WDR Lokalzeit WDR Lokalzeit 27.03.2018
Im Tongrubensee bei Röttgen gibt es Krebse General-Anzeiger 13.12.2018
Spannende Reise durch den Wald von Königsdorf Kölner Stadtanzeiger 04.12.2018Seite 28 von 29

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Datenstand: 02.11.2026, 23:56 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de