190942 · Beschlussvorlage
Appell an Bonnerinnen und Bonner (alter Vorgang (Antrag: 1912596)
Kerndaten
- Nummer
- 190942
- Art
- Beschlussvorlage
- Veröffentlicht
- 06.12.2019
- Letzte Änderung
- 18.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Ausschusses für Planung, Verkehr und Denkmalschutz Empfehlung
- Sitzung des Rates Entscheidung federführend
Dateien
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Beschlussvorlage öffentlich 190942 Appell an Bonnerinnen und Bonner (alter Vorgang (Antrag: 1912596) Beratungsfolge Ausschuss für Planung, Verkehr und Denkmalschutz 22.01.2020 Empfehlung Rat 06.02.2020 Entscheidung Beschlussvorschlag 1. Der Integrationsrat bittet den Rat an alle Bonnerinnen und Bonner zu appellieren, das Auto an verkaufsoffenen Sonntagen zu Hause zu lassen und mit dem öffentlichen Nahverkehr bzw. mit dem Fahrrad in die Stadt zu fahren. 2. Die Stadtwerke Bonn passen die Fahrpläne bzgl. einer dichteren Taktung bei Bussen und Bahnen an diesen Tagen an. 3. Die Stadtwerke Bonn ermöglichen an verkaufsoffenen Sonntagen die kostenfreie Nutzung des ÖPNV Begründung Der Beschlussvorschlag geht zurück auf die mit Mehrheit ziffernweise und geändert beschlossene Beschlussempfehlung des Integrationsrates vom 24.09.2019 zum Antrag der SPD-Liste (DS-Nr.: 1912596) - - - Der ursprüngliche Antrag hatte folgenden Wortlaut: 1. Der Integrationsrat der Bundesstadt Bonn appelliert an alle Bonnerinnen und Bonner, das Auto an verkaufsoffenen Sonntagen zu Hause zu lassen und mit dem öffentlichen Nahverkehr bzw. mit dem Fahrrad in die Stadt zu fahren. 2. Die Stadtwerke Bonn passen die Fahrpläne bzgl. einer dichteren Taktung bei Bussen und Bahnen an diesen Tagen an. 3. Der Einzelhandel wird gebeten, einen kostenlosen Lieferservice für an verkaufsoffenen Sonntagen gekaufte Waren, wie z.B. TVGeräte oder Computer, anzubieten. Federführung: 61 Stadtplanungsamt Dezernat: Dez. IIISeite 1 von 4 Seite 2 Die Änderungen in Ziffer 1 und 3 zum Ursprungsantrag sind aus der Diskussion im Integrationsbeirat hervorgegangen. An der Diskussion beteiligten sich Herr Stv. Goetz, Frau Stv. Dörtlemez, Herr Stv. El Saman, Frau Stv. Dr. Sachsse- Schadt, Herr Hackenberg, Herr Öztürker, Herr Ilunga und Herr Stv. Giersberg. Die Abstimmung erfolgte auf Wunsch von Frau Stv. Dörtlemez ziffernweise. Die Änderungen in Ziffer 1 gehen auf Herrn Öztürker, die Hinzunahme von Ziffer 4 auf Herrn Hackenberg zurück. Der Antrag war wie folgt begründet: Der Rat der Bundesstadt Bonn hat am 04.07.2019 den Klimanotstand ausgerufen. Bei dieser Diskussion wurde immer betont, dass man über die Umwelt nicht nur diskutieren, sondern auch handeln soll. Der Luftreinhalteplan der Bundesstadt Bonn zeigt eine ganze Reihe wirksamer Maßnahmen auf, wird nun in Kraft treten und sieht eine Reduzierung von Luftschadstoffen vor. Dementsprechend werden möglicherweise auch Fahrverbote umgesetzt werden müssen. Daher ist es dringend notwendig, dass die Bürgerinnen und Bürger in Bonn darüber aufgeklärt werden, ihren Beitrag zum Klimaschutz und zur besseren Luft zu leisten und auf öffentliche Verkehrsmittel oder das Fahrrad umzusteigen. Generell ist es sinnvoll, häufiger auf das eigene Auto zu verzichten und alternative Verkehrsmittel zu nutzen. Vor diesem Hintergrund sind wir der Auffassung, dass der verkaufsoffene Sonntag für einen freiwilligen Verzicht auf das Auto eine erhebliche positive Auswirkung auf die Umwelt in Bonn haben kann. Ebenso hoffen wir, dass dieser konkrete Vorschlag sowohl bei Bürgerinnen und Bürgern als auch bei den verantwortlichen Politikerinnen und Politikern unserer Stadt eine Zustimmung findet. Dieser Schritt könnte auch für künftige Veranstaltungen (Beethovenfest 2020 usw.) in der Bundesstadt Bonn eine bedeutende Rolle spielen. - - - Der Integrationsrat fasste den oben genannten Beschluss am 24.09.2019 Zu Ziffer 1: einstimmig angenommen bei einer Enthaltung. Zu Ziffer 2: mehrheitlich angenommen bei 6 Gegenstimmen und 3 Enthaltungen. Zu Ziffer 3: mehrheitlich abgelehnt bei 9 Gegenstimmen und einer Enthaltung. Zur neuen Ziffer 3: mehrheitlich angenommen bei 6 Gegenstimmen und einer Enthaltung. - - -Seite 2 von 4 Seite 3 Stellungnahme der Verwaltung: Die Verwaltung nimmt zu dem Antrag DS-Nr. 1912596 wie folgt Stellung: zu 1.) Der Integrationsrat bittet den Rat an alle Bonnerinnen und Bonner zu appellieren, das Auto an verkaufsoffenen Sonntagen zu Hause zu lassen und mit dem öffentlichen Nahverkehr bzw. mit dem Fahrrad in die Stadt zu fahren. Grundsätzlich begrüßt die Verwaltung den Vorschlag für eine verstärkte Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs und des Fahrrads an verkaufsoffenen Sonntagen, aber auch grundsätzlich im Einkaufs- und Freizeitverkehr, zu appellieren. In diesem Zusammenhang wurden im Rahmen des Projekts "Modellstadt Luftreinhaltung Bonn (Lead City)" bereits erste Maßnahmen zur Stärkung des Einkaufs- und Freizeitverkehrs umgesetzt. Unter anderem wird mit dem preisreduzierten 24-Stunden-Ticket für 5 Personen zum Preis von 1 Person (8,80€) ein attraktives Tarifprodukt für Gruppen erprobt, welches sehr gut angenommen wird. Des Weiteren wurden zahlreiche Angebotsverbesserungen auf den Bonner Bus- und Bahnlinien Samstag ganztägig und sonntagmorgens umgesetzt, um auch am Wochenende ein attraktives Nahverkehrsangebot im Hinblick auf Betriebszeiten, Takt und Kapazitäten zu schaffen. Diese Maßnahmen werden derzeit evaluiert. zu 2.) Die Stadtwerke Bonn passen die Fahrpläne bzgl. einer dichteren Taktung bei Bussen und Bahnen an diesen Tagen an. In einer ersten überschlägigen Kostenermittlung würden bei einer Angebotsausweitung an einem verkaufsoffenen Sonntag auf das reguläre Samstagsangebot für die wichtigsten Stadtbahn- und Straßenbahnverbindungen, sowie die Hauptlinien des Busnetzes (600-615), zusätzliche Kosten in Höhe von ca. 50.000 € pro Tag entstehen. Die Verwaltung geht davon aus, dass nur ein geringer Teil aus Fahrgeldeinnahmen getragen wird, sodass der Großteil der zusätzlichen Kosten für die Angebotsverbesserungen hierbei von der Stadt finanziert werden müsste. zu 3.) Die Stadtwerke Bonn ermöglichen an verkaufsoffenen Sonntagen die kostenfreie Nutzung des ÖPNV.Seite 3 von 4 Seite 4 Die Stadt Bonn und die Stadtwerke Bonn Verkehrs-GmbH gehören dem Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) an, der für den ÖPNV-Tarif im gesamten Verbundraum zuständig ist. Die Verwaltung betont, dass in der derzeitigen Tarifsystematik jede Maßnahme auf eine Übernahme der derzeit durch die Nutzenden gezahlten Eigenanteile durch die Stadt hinauslaufen würde, für die somit weitere Finanzmittel zur Verfügung gestellt werden müssten. Dies müsste sich analog zu den Angebotsverbesserungen in Punkt 2 an den Rahmenbedingungen des Haushalts messen lassen. Anlage/n KeineSeite 4 von 4
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 21:36 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de