190916-1 · Beschlussvorlage
Rechtsextremismus: Umsetzung der jährlichen Berichterstattung zur lokalen Entwicklung
Kerndaten
- Nummer
- 190916-1
- Art
- Beschlussvorlage
- Veröffentlicht
- 23.04.2020
- Letzte Änderung
- 18.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Ausschusses für Soziales, Migration, Gesundheit und Wohnen Empfehlung
- Sitzung des Rates Entscheidung federführend
Dateien
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Beschlussvorlage öffentlich 190916-1 Der Oberbürgermeister Federführung: Stabsstelle Integration Dezernat: Dez. OB Rechtsextremismus: Umsetzung der jährlichen Berichterstattung zur lokalen Entwicklung Beratungsfolge Ausschuss für Soziales, Migration, Gesundheit und Wohnen 13.05.2020 Empfehlung Rat 18.06.2020 Entscheidung Beschlussvorschlag Der Oberbürgermeister der Stadt Bonn wird gebeten zeitnah Kontakt mit dem Bonner Polizeipräsidium und/oder Verfassungsschutz des Landes NRW aufzunehmen, um die von Integrationsrat und Stadtrat beschlossene jährliche Berichterstattung über Rechtsextremismus spätestens zum ersten Quartal 2020 zu ermöglichen. Die Informationen umfassen u.a. Anzahl und Art von rechtsextremistischen Straftaten in der Region. Begründung Der Integrationsrat hat am 18.12.2019 auf der Grundlage eines Antrages der BIG die oben stehende Anregung ausgesprochen. Wegen Vakanz in der Geschäftsstelle des Integrationsrates konnte die Vorlage für den Rat erst zeitlich verzögert erstellt werden. Die ursprüngliche Begündung des Antrages lautete: Aufgrund des steigenden Rechtsextremismus und einer davon ausgehenden zunehmenden Bedrohung des gesellschaftlichen Friedens ist es neben der geschichtlichen Verpflichtung unabdingbar wachsam und über aktuelle Entwicklungen informiert zu bleiben. Hier bedarf es einer regelmäßigen automatisierten Berichterstattung, die für Transparenz über den kommunalen Rechtsextremismus sorgt. Der Integrationsrat versucht bereits seit Jahren und bislang vergeblich einen Einblick in die lokalen Entwicklungen des Rechtsextremismus zu erhalten. 2007 wurde vom Bonner Polizeipräsidium über rechtsextremistische Gewalttaten und Gruppiereungen berichtet (Drucksachen-Nr.: 0710199ST3), 2013 konnten konkrete Zahlen zu religiös motivierten Extremisten undSeite 1 von 2 Seite 2 entsprechende Organisationen namentlich genannt werden (Drucksachen-Nr.: 1310529; s. „Grundgesetze schützen Rechtsextremisten, nicht aber „Islamisten“, MIGAZIN vom 07.11.2013). Möglichkeiten der Berichterstattung über lokalen Extremismus bestehen demzufolge. Eine Transparenz wurde trotz des Auftrags von Integrationsrat und Stadtrat auch nach zwei weiteren Jahren bislang nicht hergestellt (Drucksachen-Nr.: 1713286, zur Stellungnahme des Bonner Polizeipräsidiums). ------ Für die Beratung in den Sitzungen des Ausschusses für Soziales, Migration, Gesundheit und Wohnen sowie des Rates teilt die Verwaltung Folgendes mit: Der Integrationsrat hat zuletzt am 30.11.2017 eine Anregung an den Rat beschlossen (DS 1713286, 1713286EB3 ), die der Rat seinerseits mit Ergänzung beschloss (DS 1713286EB4). Anfang 2018 erfolgte eine Stellungnahme der Polizeipräsidentin mit dem Tenor, dass die gewünschten Informationen u.a. nach Aussage des Verfassungsschutzes als Verschlusssache eingestuft und weder dem Stadtrat noch dem Integrationsrat bekanntgegeben werden können (DS 1713286NV5). Aufgrund der bundesweit aktuellen Entwicklung im Bereich des Extremismus und insbesondere des Rechtsextremismus empfiehlt die Verwaltung, der Anregung des Integrationsrates zur folgen und Polizei und Verfassungsschutz erneut anzufragen. Anlage/n KeineSeite 2 von 2
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 07:40 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de