190735-1 ST · Stellungnahme der Verwaltung
Wöchentlicher Patchday für alle städtischen Arbeitsplatz-PCs
Kerndaten
- Nummer
- 190735-1 ST
- Art
- Stellungnahme der Verwaltung
- Veröffentlicht
- 21.11.2019
- Letzte Änderung
- 18.09.2026
Beratungsfolge
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Stellungnahme der Verwaltung öffentlich 190735-1 ST Wöchentlicher Patchday für alle städtischen Arbeitsplatz-PCs Beratungsfolge Hauptausschuss 05.12.2019 Stellungnahme Auf die kleine Anfrage der Fraktion DIE LINKE „Wöchentlicher Patchday für alle städtischen Arbeitsplatz-PCs“ antwortet die Verwaltung wie folgt: Frage 1: Der Patchday dient dazu, Softwarekomponenten jeglicher Art (Betriebssystem, Sicherheitssoftware, Anwendersoftware...) auf einen aktuellen Stand zu bringen. Die Patche beinhalten dabei die Schließung von Sicherheitslücken und Behebung von Fehlern (sog. Bugfixes). Es erscheinen insbesondere von Microsoft monatliche Updates mit kritischen Sicherheitspatchen. Auch andere Softwarehersteller veröffentlichen Sicherheitspatche in einem eigenen Turnus, so dass ein wöchentlicher Rhythmus angemessen ist. Die Praxis ist auch nicht ungewöhnlich. Sie wird in den meisten IT- Umgebungen automatisiert über "Wake on Lan", unbemerkt vom Benutzer, nachts durchgeführt. Dieses automatisierte Aufwecken eines PCs, ist aber in der aktuellen Infrastruktur der Stadt Bonn bisher nicht ohne Weiteres möglich. An vielen Arbeitsplätzen sind die Rechner mit manuell schaltbaren Mehrfachsteckdosen ausgestattet, die ein automatisiertes Anfahren nicht ermöglichen. Weiterhin müsste vor dem Einsatz einer automatisierten Updateverteilung die Energieversorgung geprüft und ggf. angepasst werden, um den gleichzeitigen Start der Arbeitsplatzrechner störungsfrei zu gewährleisten. Da all dies derzeit nicht anders gewährleistet werden kann, müssen die PCs derzeit mittwochs bei Dienstschluss eingeschaltet bleiben, um die notwendigen Aktualisierungen durchführen zu können. Frage 2: Bei Überprüfungen der aktuellen Deploymentsoftware wurde festgestellt, dass die Patchverteilung hier nicht zufriedenstellend gegriffen hat, so dass kein einheitlicher Patchstand innerhalb der Stadtverwaltung vorhanden war. Dies ist aus IT-Sicherheitsgründen zwingend zu vermeiden. Weiterhin verursacht das Ausbringen von Betriebssystemupdates Unterbrechungen während der Arbeitszeit, die vor allem in der Bürgerbedienung nicht tragbar sind. Diese Unterbrechungen sind in der Updatephase eine hohe Auslastung von Arbeitsspeicher und Prozessor, aber auch notwendige Neustarts der Arbeitsplatz-PCs. Bestimmte Systemupdates verlangen einen alleinigen Zugriff auf den PC, so dass ein paralleles Arbeiten nicht möglich ist. Federführung: 10 Personal- und Organisationsamt Dezernat: Dez. ISeite 1 von 2 Seite 2 Frage 3: Eine Rückkehr zur alten Praxis ist derzeit nicht vorgesehen. Sobald der aus Sicherheitsgründen erforderliche einheitliche und aktuelle Patchstand erreicht ist, soll der Patchday allerdings auf einen Tag im Monat reduziert werden und entspricht dann dem Standard Windows-Update-Prozess. Aus Sicht des aktuellen Patch-Levels werden wir dies zum Ende des 1. Quartal 2020 erreichen. Um einen vollständigen automatischen Ablauf in der Nacht („wake on LAN“, s. Frage 1) erreichen zu können, wäre eine Ausstattung aller Arbeitsplätze mit schaltbaren Master-Slave-Steckdosen sowie eine hardwaretechnische Aufrüstung von etwa 40% der PCs notwendig. Frage 4: Sicherheitspatche und Bugfixes kommen in verschiedenen zeitlichen Abständen und von unterschiedlichen Herstellern. Sie durchlaufen vor der flächendeckenden Ausbringung unterschiedliche Testwellen, die zum Teil ebenfalls während des Patchday ablaufen. Frage 5. Aktuell gibt es ca. 4500 aktive Clients. Es sollen pro Patchday ca. 800 bis 1000 Clients mit Updates versorgt werden. Erfahrungsgemäß sind von den aktiven Clients nur zwischen 1500-2500 Clients wirklich eingeschaltet. Nicht eingeschaltete PCs in einer Updatewelle werden auch jetzt schon anschließend am nächsten Systemstart betankt, falls diese nicht am Patch-Day eingeschaltet waren. Dies kann dann zu einer Verzögerung beim Starten und ggf. zu einer Behinderung in der Bürgerbedienung führen. Frage 6. Die Leistungsaufnahme der PCs hält sich in Grenzen, da diese keine 100% Auslastung durch die laufenden Hintergrundprozesse erfahren. Der Patchday wird um 4 Uhr morgens mit dem Herunterfahren der Rechner abgeschlossen. Bei Annahme eines durchschnittlichen Dienstschlusses von 17:00Uhr laufen die PC danach maximal 11h. Die Durchschnittliche Leistungsaufnahme eines Clients für diesen Zeitraum sind ca. 15 %, die maximale Netzteilausgangsleistung eines PCs liegt bei 250 W. Dies ergibt einen Zusatzverbrauch von 0,4125 kWh je Arbeitsplatzrechner bzw. 1.031,25 kWh, wenn tatsächlich 2500 Rechner eingeschaltet sind. Aus Sicht der Verwaltung sind diese zusätzlichen Energiekosten im Verhältnis zum Zugewinn der IT-Sicherheit, sowie zur Gewährleistung eines störungsfreien Geschäftsbetriebes akzeptabel, zumal in naher Zukunft ein monatlicher Rhythmus geplant ist. Anlage/n KeineSeite 2 von 2
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 00:25 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de