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190694 · Mitteilungsvorlage

Fußläufige Anbindung der neu zu errichtenden Kindertagesstätte 'An der Burg Medinghoven' in Bonn-Duisdorf (alt: 1910524NV4; FF Amt 66))

Nummer
190694
Art
Mitteilungsvorlage
Veröffentlicht
08.11.2019
Letzte Änderung
18.09.2026
  1. Sitzung des Ausschusses für Planung, Verkehr und Denkmalschutz 27.11.2019 Kenntnisnahme
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Mitteilungsvorlage
öffentlich
190694
Fußläufige Anbindung der neu zu errichtenden
Kindertagesstätte 'An der Burg Medinghoven' in
Bonn-Duisdorf (alt: 1910524NV4; FF Amt 66))
Beratungsfolge
Ausschuss für Planung, Verkehr und
Denkmalschutz
27.11.2019 Kenntnisnahme
Mitteilung:
Die Verwaltung hat entsprechend dem beschlossenen
Änderungsantrag DS-Nr. 1910524AA3 die Einrichtung von
Fußgängerüberwegen über den Konrad-Adenauer-Damm
(KAD) an den Einmündungen Europaring und An der Burg
Medinghoven sowie die Möglichkeiten zur Herstellung
der Barrierefreiheit der vorhandenen Fußgängerbrücke
geprüft und bewertet und teilt hierzu Folgendes mit:
KAD/Europaring
Im vorhandenen Zustand ist die Lichtsignalanlage
(LSA) KAD/Europaring mit einem sogenannten
Doppelanwurf geschaltet. Das bedeutet, dass alle
Richtungen in einem Umlauf zweimal Grün erhalten. In
den Verkehrsspitzen sind Umlaufzeiten von 120
Sekunden, ansonsten von 90 Sekunden, geschaltet.
Wegen der bestehenden Abhängigkeit von der Schaltung
der LSA am Knoten B56/Almabrücke wird mit dem
Doppelanwurf eine größtmögliche Leistungsfähigkeit
für den Knoten KAD/Europaring gewährleistet.
Mit der Einrichtung einer signalisierten
Fußgängerquerung über den KAD könnte der Doppelanwurf
nicht mehr beibehalten werden, da für die
Querungsbreite von 23 m eine entsprechend lange
Grünzeit zu schalten wäre. Einschließlich der Räum-
und Zwischenzeiten müsste der Verkehr auf dem KAD für
mehr als 30 Sekunden angehalten werden. In der Folge
wäre die LSA auf einen Einzelanwurf umzustellen.
Durch diese Umstellung würde gleichzeitig die durch
den Doppelanwurf gegebene Pförtnerung in Richtung
B56/Almabrücke entfallen. In den
Verkehrsspitzenzeiten würden schubweise mehr
Kraftfahrzeuge auf die LSA B56/Almabrücke zulaufen,
Federführung:
61 Stadtplanungsamt Dezernat:
Dez. IIISeite 1 von 5

Seite 2
deren Abfluss dort nicht adäquat gewährleistet werden
kann. Je nach Verkehrsbelastung kann dies wiederum
dazu führen, dass der Stauraum zwischen den beiden
Anlagen vermehrt zugestaut wird. Einbieger aus dem
Europaring könnten dann nicht auf den KAD in Richtung
B56 einbiegen.
Ein Fußgängerüberweg (FGÜ) über den KAD wäre rechts
vom einmündenden Europaring einzurichten. Bei einem
FGÜ links von der Einmündung wäre mit einer
Gefährdung der Fußgänger durch gleichzeitig parallel
abbiegende Linksabbieger aus dem Europaring zu
rechnen.
Der derzeit vorhandene signalgeregelte einbegriffige
Rechtspfeil für Rechtsabbieger aus dem Europaring
müsste aus Sicherheitsgründen ebenfalls entfallen.
Dieses Signal wird immer dann geschaltet, wenn der
Linksabbieger vom KAD in den Europaring Grün erhält.
Es erlaubt dem Rechtsabbieger vom Europaring Richtung
Hardtberg das frühzeitige Abbiegen. In der nach-
folgenden Phase mit dem Rotsignal für den KAD
Richtung B56 wird der Linksabbieger vom Europaring
ebenfalls freigegeben. In dieser Phase würde auch der
Fußgängerüberweg Grün erhalten. Hier besteht das
Risiko, dass der Rechtsabbieger vom Europaring nicht
mit dem für ihn plötzlich querenden Fußgänger
rechnet.
Die Fußgängerinnen und Fußgänger hätten am
signalisierten Fußgängerüberweg Wartezeiten von bis
zu 100 Sekunden in den Verkehrsspitzenzeiten,
ansonsten bis zu 70 Sekunden.
Dementsprechend würden sich auch die Wartezeiten für
den Verkehr aus dem Europaring erhöhen.
KAD/An der Burg Medinghoven
Auch hier wäre ein Fußgängerüberweg aus
Sicherheitsgründen rechts von der einmündenden Straße
An der Burg Medinghoven einzurichten.
Sie würde damit etwa genau unter der Fußgängerbrücke
verlaufen.
Die Querungsbreite beträgt hier 24 m. Unter
Berücksichtigung der erforderlichen Grün-, Räum- und
Zwischenzeiten würde sich die Leistungsfähigkeit für
den KAD verringern.
Talseitig ist noch kein befestigter Gehweg vorhanden.
Dieser müsste noch baulich von der LSA bis zum GehwegSeite 2 von 5

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An der Burg Medinghoven hergestellt werden.
Erforderliche Flächen sind im bestehenden
Straßenbegleitgrün vorhanden.
Die Wartezeiten für die Fußgänger würden hier wie am
Europaring bis zu 100 Sekunden betragen. Entsprechend
würden sich auch hier die Wartezeiten für den Verkehr
aus der Straße An der Burg Medinghoven erhöhen.
Vorhandene Fußgängerbrücke
Das Brückenbauwerk weist auf der bergabgewandten
Seite eine Spindel auf, die das Befahren mit Rädern
erlaubt. Der Zustand des Bauwerks ist momentan als
zufriedenstellend einzustufen. Die aktuell geltenden
Anforderungen für eine Barrierefreiheit sind jedoch
nicht erfüllt. Eine Neigung von max. 6% und die
Anordnung erforderlicher Podeste sind mit der
jetzigen Konstruktion nicht erreichbar.
Ein Neubau unter Einhaltung dieser Randbedingungen
ist aufgrund der Platzverhältnisse nicht möglich. Die
Anbindung und die Abwicklung an die bestehende Brücke
lässt eine entsprechende Rampenlänge nicht zu.
Sofern eine Gradiente vorhanden wäre, mit der diese
Bedingungen eingehalten werden könnten, wäre für eine
barrierefreie Erstellung mit Kosten von ca. 350.000,-
EUR zu rechnen. Hierzu ist Voraussetzung, dass das
Brückenbauwerk über den Konrad-Adenauer-Damm erhalten
bleiben und die Spindel ersetzt werden kann. Diese
Maßnahme würde zusätzlich eine Überprüfung der
vorhandenen Brückenstatik erfordern.
Fazit
Durch die Fußgängerbrücke ist eine Querung über den
KAD vorhanden, die jedoch die aktuellen Anforderungen
an eine Barrierefreiheit nicht erfüllt. Eine
entsprechende Verbesserung der Brücke scheidet aus
Platzgründen aus.
Vor dem Hintergrund, dass der Konrad-Adenauer-Damm in
Zukunft voraussichtlich noch stärker frequentiert
wird, ist die Einrichtung von zusätzlichen
Fußgängerüberwegen insgesamt kritisch zu betrachten.
Sowohl am Europaring als auch An der Burg Medinghoven
könnten die angefragten Fußgänger-LSA nur auf
Anforderung Grün erhalten. Hierdurch könnte sich die
negative Wirkung für den KAD etwas abschwächen. In
der Gesamtbetrachtung sind die Beeinträchtigungen
durch einen FGÜ am Europaring insgesamt als stärkerSeite 3 von 5

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einzustufen. An der Burg Medinghoven sind im
Vergleich zum Europaring Quell- und Zielverkehre
deutlich geringer, so dass hier zumindest die
Beeinträchtigung für die Nebenrichtung geringer
ausfällt.
Aus Sicht der Verwaltung dürfte es ausreichend sein,
nur an einer der beiden betrachteten Stellen einen
signalisierten Fußgängerüberweg einzurichten. Hierbei
ist auch unter Berücksichtigung zu vermutenden
Fußgängerströmen einer Querung An der Burg
Medinghoven der Vorzug zu geben. Von hier aus besteht
eine direkte Gehwegdurchbindung zum Europaring.
Zusätzlich ist vom Einmündungsbereich Europaring
bergseitig bis zu einer LSA unter der Fußgängerbrücke
für Fußgänger eine gute Gehweganbindung vorhanden.
Kosten
Die Kosten für die Nachrüstung der LSA am Europaring
und An der Burg Medinghoven mit einer Fußgänger-LSA
würden etwa 20.000,- EUR je Anlage betragen.
Ergänzende Straßenbaumaßnahmen an der Straße An der
Burg Medinghoven (Bordsteinabsenkungen, Gehweg,
taktile Elemente etc.) und Markierung wären mit etwa
25.000,- EUR zu veranschlagen.
Für die Herstellung eines FGÜ am Europaring wären für
straßenbauliche Maßnahmen (taktile Elemente,
Markierung) etwa 7.500,- EUR anzusetzen.
Bei entsprechender Beschlussfassung wird die
Verwaltung eine Planung erstellen und vorlegen sowie
die Finanzierung prüfen.
Anlage/n
1 1910524EB6 (öffentlich)Seite 4 von 5

Bundesstadt Bonn TOP hh:mm
Der Oberbürgermeister BE
BezVst Hardtberg Ergänzungsblatt
- öffentlich nach § 48 Abs. 2 Satz 1 GO NRW
Drucksachen-Nr.
1910524EB6
Externe Dokumente Eingang Ratsbüro
10.07.2019
Betreff
Fußläufige Anbindung der neu zu errichtenden Kindertagesstätte 'An
der Burg Medinghoven' in Bonn-Duisdorf
Gremium Sitzung Ergebnis *
Bezirksvertretung Hardtberg 09.07.2019 einstimmig
Beschluss:
1. Die Mitteilungsvorlage wird zum Beschlusspunkt erhoben.
2. Die Verwaltung wird beauftragt, eine Planung zu erstellen für eine
Nachrüstung der Lichtsignalanlage am KAD / An der Burg Medinghoven
mit einer Fußgängersignalanlage zur gesicherten Querung des Konrad-
Adenauer-Damms und die Finanzierung hierfür zu prüfen.
3. Im Rahmen einer Ortsbesichtigung erläutert die Verwaltung die von
ihr vorgeschlagenen Maßnahmen.
4. Zur nächsten Sitzung der Bezirksvertretung Hardtberg legt die
Verwaltung einen Bericht über das in der Stellungnahme zur Sitzung
am 12.03.2019 (DS-Nr.: 1910524ST2) angekündigte Abstimmungsgespräch
mit der Polizei zur Einrichtung eines Tempolimits auf dem KAD auf 50
km/h in beide Fahrtrichtungen (von Derlestraße bis Europaring) vor.
- - -
Der Beschluss wurde auf Vorschlag von Bzv. Brodhäcker (Bündnis 90/DIE
GRÜNEN) um den Punkt 4 ergänzt.Seite 5 von 5

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Datenstand: 02.11.2026, 17:51 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de