190677 · Bürgerantrag § 24 GO - Öffentlich
Bürgerantrag: Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit für den Fahrradverkehr in Bonn
Kerndaten
- Nummer
- 190677
- Art
- Bürgerantrag § 24 GO - Öffentlich
- Veröffentlicht
- 06.11.2019
- Letzte Änderung
- 18.09.2026
Stand im Verfahren i
- Einreichung
- Terminierung
- Sitzung
Soweit erfasst. Das Ergebnis der Beratung ist in den Daten nicht enthalten. Das vollständige Verfahren →
Beratungsfolge
- Sitzung des Ausschusses für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger und Lokale Agenda Entscheidung federführend
Dateien
- Sammeldokument öffentlich Öffnen ↗
Verwandte Vorlagen
Untergeordnet
Volltext
Maschinell aus dem PDF extrahierter Text — Tabellen und Layout gehen verloren. Maßgeblich ist das PDF: PDF öffnen ↗.
Text anzeigen (5.446 Zeichen)
Bürgerantrag § 24 GO - Öffentlich öffentlich 190677 Bürgerantrag: Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit für den Fahrradverkehr in Bonn Beratungsfolge Ausschuss für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger und Lokale Agenda 23.01.2020 Entscheidung Inhalt des Bürgerantrages Der Antrag hat folgenden Wortlaut: 1) Straßen mit zulässigen Höchstgeschwindigkeiten über 30 km/h erhalten breite Fahrradwege, die vom restlichen Verkehr baulich getrennt werden 2) Knotenpunkte in Bonn werden soweit wie möglich durch ein Netz aus eigenständigen Fahrradwegen verbunden 3) Nebenstraßen, die viel von Fahrradfahrern befahren werden, werden zu Fahrradstraßen Einzelheiten zur Begründung ergeben sich aus dem beigefügten Bürgerantrag Anlage/n 1 Bürgerantrag (öffentlich) 2 Bürgerantrag - komplett (nichtöffentlich) Federführung: Bürgerbüro/Bürgerbeteiligung/Ombudsstelle Dezernat: Dez. OBSeite 1 von 3 -----Ursprüngliche Nachricht----- Von: Gesendet: Freitag, 1. November 2019 15:19 An: VL_OB-1_buergerantrag Betreff: Bürgerantrag zu sicheren Radwegen in Bonn Sehr geehrte Damen und Herren, wir sind eine junge Familie mit zwei kleinen Kindern (zweieinhalb jährige Tochter und 6 Monate alter Sohn) aus Beuel. Wir hatten bisher die Fahrradinfrastruktur in Bonn als durchaus gut empfunden. Dieser Blick hat sich jedoch in unserer aktuellen Lebensphase verändert. Wir fahren unsere Tochter unter der Woche mit Fahrradanhänger zu unserer Kindertagespflege in Kessenich. Bei Gesprächen mit anderen Eltern auf dem Spielplatz hat sich herausgestellt, dass es Eltern gibt, die z.B. bereits einen Fahrradanhänger besitzen, aber ihn auf dem Weg zur Kita/Arbeit nicht nutzen. Nicht da deren Kita besonders weit von Wohnung und Arbeitsplatz entfernt ist, sondern da der Weg über Orte wie den Bertha-von-Suttner-Platz führt. Solche Orte werden auf Grund einer höheren Gefahr von Unfällen zwischen Auto und Fahrrad als zu unsicher empfunden. Diese gesehene Gefahr von Unfällen zwischen Auto und Fahrrad mit Kind hat sich in anderen Gesprächen wiederholt. Diese Eltern würden statt ihrem Auto lieber ihr Fahrrad nutzen, aber tun dies auf Grund dieser Gefahr nicht. Diese Gespräche haben dazu geführt, dass wir unseren eigenen Blick auf die bisher als durchaus gut empfundene Fahrradinfrastruktur in Bonn hinterfragt haben. Und es stimmt, hier kann noch einiges verbessert werden. Bei der Findung der Antwort der Frage, wie die Fahrradinfrastruktur nicht nur punktuell, sondern systematisch verbessert werden kann, haben wir uns auch umgeschaut, wie es andere machen. Bei in anderen Städten in Deutschland durchgeführten "Radentscheiden" haben wir sinnvolle Ideen gefunden. Die folgenden Punkte möchten wir mit unserem Bürgerantrag zur Umsetzung in Bonn anregen: 1) Straßen mit zulässigen Höchstgeschwindigkeiten über 30 km/h erhalten breite Fahrradwege, die vom restlichen Verkehr baulich getrennt werden 2) Knotenpunkte in Bonn werden soweit wie möglich durch ein Netz aus eigenständigen Fahrradwegen verbunden 3) Nebenstraßen, die viel von Fahrradfahrern befahren werden, werden zu Fahrradstraßen Diese drei Punkte sind nicht nur sinnvoll für Fahrradfahrer, sondern auch für andereSeite 2 von 3 Verkehrsteilnehmer wie z.B. E-Tretrollerfahrer. Die Punkte sind punktuell in Bonn bereits umgesetzt, aber nicht flächendeckend. Eine flächendeckende Umsetzung würde unserer Meinung nach jedoch einen deutlchen Mehrwert für Bonnerinnen und Bonner bringen und mehr Menschen zur regelmäßigen Nutzung des Fahrrads bewegen: - Menschen sind glücklicher, da sie ihr gewünschtes Fortbewegungsmittel Fahrrad nutzen können - Menschen sind sicherer (auf der einen Seite bei Unfällen eher ungeschützte Verkehrsteilnehmer wie Radfahrer, auf der anderen Seite möchte kein Autofahrer einen z.B. unglücklich übersehenen Radfahrer anfahren) - Mehr Fahrradfahrer statt Autofahrer führt zu weniger Kohlenstoffdioxid-Ausstoß. Dies trägt zur Erreichung des Ziels bei, die Erderwärmung auf unter 2 Grad Celsius zu begrenzen - Das Ziel der Lead City Bonn - die Einhaltung der Luftgrenzwerte für Stickstoffdioxide in Bonn - wird durch weniger Autofahrer unterstützt - Weniger Autofahrer bedeutet auch freiere Straßen für Autofahrer, denen sich sonst keine überzeugende Alternative zum Auto bietet - Fahrradfahrer bzw. besonders auch E-Tretrollerfahrer, die sich sicher auf Straßen bzw. Fahrradwegen fühlen, weichen nicht auf Bürgersteige aus. Dies bedeutet auch mehr Sicherheit für Füßgänger - Am UN-Standort Bonn sitzt das Klimasekretariat der Vereinten Nationen. Die Umsetzung der oben genannten Punkte und den damit verbundenen positiven Beitrag zur Begrenzung der Erderwärmung stärkt die Glaubwürdigkeit und den Ruf Bonns als UN-Stadt. Wenn nicht Bonn in dieser Rolle, wer sonst sollte mit gutem Beispiel im Kampf gegen die Erderwärmung vorangehen - Die Freiheit von A nach B auch gut und sicher mit dem Fahrrad kommen zu können, passt unserer Meinung nach gut zum rheinischen Lebensgefühl Idealerweise sollten die oben genannten Punkte möglichst schnell umgesetzt werden, um Ihren positiven Mehrwert für uns Bonnerinnen und Bonner spürbar werden zu lassen. Vorbehalten einer fundierten Einschätzung der Bonner Stadtverwaltung scheint uns eine Umsetzung in bis zu 5 Jahren machbar. Wir würden uns freuen, wenn Sie sich ernsthaft mit unserem Bürgerantrag auseinandersetzen und hoffen, dass unsere Argumente Sie überzeugen können. Vielen Dank für Ihre Zeit. Mit freundlichen GrüßenSeite 3 von 3
Folgen Neue Vorlagen, Sitzungen und Auswertungen aus dem Bonner Rat — im Fediverse, ohne Konto lesbar.
bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 20:33 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de