190658-1 ST · Stellungnahme der Verwaltung
Radfahrerkontrolle ZOB
Kerndaten
- Nummer
- 190658-1 ST
- Art
- Stellungnahme der Verwaltung
- Veröffentlicht
- 11.11.2019
- Letzte Änderung
- 18.09.2026
Beratungsfolge
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Stellungnahme der Verwaltung öffentlich 190658-1 ST Radfahrerkontrolle ZOB Beratungsfolge Ausschuss für Planung, Verkehr und Denkmalschutz 27.11.2019 Kenntnisnahme Inhalt der Stellungnahme: Zu 1. In welchem Zeitraum fand sie statt, wie viele Polizisten und Ordnungskräfte waren beteiligt, wie viele Radfahrer wurden verwarnt? Bei der Radfahrkontrolle am ZOB handelte es sich um eine Kontrolle der Polizei, an der keine städtischen Mitarbeiter der Wache GABI oder des Stadtordnungsdienstes beteiligt waren. Seitens der Polizei wurden nachfolgende Informationen übermittelt: Bei der Polizei wurden die durchgeführten Ahndungen nur als Gesamt-summe für die an diesem Morgen in der Bonner Innenstadt - also nicht nur am ZOB - getroffenen Maßnahmen dokumen-tiert. Daher handelt es sich nach Auskunft des Verantwortlichen bei den nachfolgenden Angaben lediglich um ungefähre Werte: Maßnahmen am ZOB: 67 x Verwarnungsgeld (VG) 1 x OWI-Anzeige (abgelehntes VG) Kontrollzeiten am ZOB: 08:15 Uhr - 09:30 Uhr: 12 Beamte 09:30 Uhr - 10:45 Uhr: 8 Beamte“ Zu 2. Die Möglichkeiten für Radfahrer von Norden kommend, vom Haupt-bahnhof her zur Kaiserstraße zu kommen, sind problematisch, um nicht zu sagen, nicht ungefährlich. Teilt die Stadtverwaltung diese Einschätzung? 3. Welche Überlegungen hat die Verwaltung für eine kurzfristige Verbesserung dazu angestellt? 4. Wie sollten Radfahrer nach Meinung der Stadtverwaltung diese Strecke fahren, ohne absteigen und schieben zu müssen? 5. Hält die Verwaltung das Schieben der Räder vom Hbf. zur Wesselstraße über z.T. schmale und volle Bürgersteige für eine akzeptable Problemlösung? 6. Trägt diese Situation an der von Radfahrern viel befahrenen Strecke dazu bei, die Apelle, mit dem Rad zum Arbeitsplatz zu fahren oder aus anderen Gründen auf das Auto zu verzichten und mit dem Rad zu fahren, zu fördern? Federführung: 61 Stadtplanungsamt Dezernat: Dez. IIISeite 1 von 3 Seite 2 7. Kann die Verwaltung sich vorstellen, dass die für Radfahrer problematische Situation vor Hbf. und ZOB zur Verschlechterung der Position Bonns im Fahrradklimatest beigetragen hat? 8. Wäre es denkbar, den Streifen westlich des ZOB ab Beginn der Südunterführung, auf dem teilweise alte Straßenbahngleise liegen, wenigstens vorübergehend bis zur Beendigung sämtlicher Bauarbeiten zu einem Fahrradweg auszubauen? Dazu müsste die einzelne dort positionierte Bushaltestelle nach innen zum ZOB verlegt werden, was die Busdurchfahrt dort erschweren wird. Allerdings gibt es am ZOB zahlreiche Busspuren und keine einzige Fahrradspur. 9. Welche anderen Alternativen sieht die Stadt oder gedenkt sie es bis zur Beendigung sämtlicher Bauarbeiten bei dem bisherigen Zustand zu lassen und Radfahrer ausschließlich durch verstärkte Polizeikontrollen auf den „rechten Weg“ zu bringen? Zu 2.-9.: Die grundsätzliche Befahrbarkeit zwischen Hauptbahnhof und Kaiserstraße ist weiterhin, wenn auch eingeschränkt, gegeben. Es gab und gibt kurzfristig keine andere Lösung, als mit dem Fahrrad auf der Seite des Bahnhofs entlang der (zurzeit gesperrten) Fahrradabstellanlage an Gleis 1, über die Südunterführung zur Kaiserstraße zu gelangen. Erst mit einem Ausbau des ZOB wäre, wie vergangene Planungen zeigen, eine Möglichkeit gegeben, diese Radwegesituation zu verbessern. Eine Freigabe oder teilweise Freigabe des ZOB für den Radverkehr oder eine Neuordnung des vorhandenen ZOB im Bestand stoßen aus Verkehrssicherheitsgründen und aus Gründen des Betriebsablaufes auf sehr große Bedenken, auch bei den SWB Bus und Bahn. Die Verkehrssituation im Bereich des ZOB ist insbesondere in der Hauptverkehrszeit sehr angespannt. Die vorhandenen Flächen sind für das Fahrgastaufkommen und die dichte Taktung der Busse nicht ausreichend, die Lage hat sich durch die Verstärkung des Busverkehrs in den rechtsrheinischen Rhein-Sieg-Kreis zum Fahrplanwechsel am 28.08.2019 nochmals zugespitzt. Die Busse kommen kaum aneinander vorbei, umsteigende Fahrgäste wechseln die Haltestelleninseln plötzlich und nicht reguliert. Hier zusätzlich das Radfahren zuzulassen ist aus Sicht der SWB Bus und Bahn unverantwortlich. Die weniger als 6 m breite Spur zwischen den Bussteigen D und E wird zum Einen von an D haltenden Bussen (Linien 551, 608, 609, 610, 611 und SB69) und zum Anderen von aus den Haltepositionen B und C in Richtung Nordunterführung bzw. Thomas-Mann-Straße fahrenden Bussen (Linien 600, 601, 602, 603, 604, 605, 606, 607, 608, 609, 800, 845) als einzige Ausfahrtmöglichkeit aus dem ZOB genutzt. Das Vorbeifahren an den an D haltenden Bussen ist zur Gewährleistung eines ausreichend pünktlichen Busverkehrs für die an B und C stationierten Linien zwingend notwendig, die vorhandene Fahrbahnbreite lässt dies gerade noch zu. Sollte die Spur für Radfahrer freigegeben werden, müsste das Vorbeifahren der Busse unterbunden werden, da Begegnungen mit Radfahrern nicht möglich sind und Radfahrer vor Einfahrt in die Spur nicht wahrgenommen werden können. Zudem müssten Radfahrer, die durch den ZOB zur Kaiserstraße fahren möchten, im Bereich der ZOB-Einfahrt vier Rillenschienen in einem ungünstigen Winkel und unsignalisiert überfahren, den Vorrang des Gegenverkehrs aus der Südunterführung beachten (Straßenbahnen, Busse,Seite 2 von 3 Seite 3 MIV, Radfahrer), müssten die aus dem ZOB ausfahrenden Busse beachten und würden die in Richtung Südunterführung fahrenden Straßenbahnen behindern. Die bestehende Führung der Radfahrer an Gleis 1 der DB entlang ist aus Sicht der SWB Bus und Bahn nicht nur sicherer, sondern auch komfortabler für die Radfahrenden, als die Leitung durch den ZOB. Ob die jetzige Situation dazu beiträgt, das Fahrrad weniger zu nutzen und/oder das Ergebnis des Fahrradklimatestes beeinflusst hat, vermag die Verwaltung nicht zu beurteilen. Es darf allerdings vermutet werden, dass die Realisierung einer aus Sicht der Radfahrenden besseren Lösung im Zusammenspiel mit anderen Maßnahmen in der Innenstadt zu einer vermehrten Nutzung des Fahrrades beitragen könnte. Zur kurzfristigen Verbesserung erhält der Bordstein links neben der Straßenbahnhaltestelle (stadtauswärts) einen Asphaltkeil, sodass Radfahrerinnen und Radfahrer ohne abzusteigen die Kaiserstraße erreichen können. Anlage/n KeineSeite 3 von 3
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 06:20 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de