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190614 · Antrag

Konzept zur ökologischen Aufwertung der Bonner Friedhöfe

Nummer
190614
Art
Antrag
Veröffentlicht
20.01.2020
Letzte Änderung
18.09.2026
  1. Einreichung erledigt · 20.01.2020
  2. Terminierung erledigt
  3. Sitzung erledigt · zuletzt 01.09.2020

Soweit erfasst. Das Ergebnis der Beratung ist in den Daten nicht enthalten. Das vollständige Verfahren →

  1. Sitzung des Ausschusses für Planung, Verkehr und Denkmalschutz 27.11.2019 Empfehlung
  2. Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Verbraucherschutz 20.05.2020 Empfehlung
  3. Sitzung der Bezirksvertretung Bonn 03.12.2019 Empfehlung
  4. Sitzung der Bezirksvertretung Beuel 11.12.2019 Empfehlung
  5. Sitzung des Rates 01.09.2020 Entscheidung federführend
  6. Sitzung des Ausschusses für Planung, Verkehr und Denkmalschutz 22.01.2020 Empfehlung
  1. Sammeldokument öffentlich pdf · 777,3 KB Öffnen ↗

Untergeordnet

  1. 190614-1 ST Konzept zur ökologischen Aufwertung der Bonner Friedhöfe
  2. 190614-2 AA Konzept zur ökologischen Aufwertung der Bonner Friedhöfe Antrag zur Vorlage 190614

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Text anzeigen (3.750 Zeichen)
Antrag
öffentlich
190614
Antragsteller/in:
Elisabeth Struwe, Hans Friedrich Rosendahl, Reinhard-Friedemann Schulz, Allianz
für Bonn
Konzept zur ökologischen Aufwertung der Bonner
Friedhöfe
Beratungsfolge
Ausschuss für Planung, Verkehr und
Denkmalschutz
27.11.2019 Empfehlung
Bezirksvertretung Bonn 03.12.2019 Empfehlung
Bezirksvertretung Beuel 11.12.2019 Empfehlung
Rat 12.12.2019 Entscheidung
Ausschuss für Umwelt und Verbraucherschutz 09.01.2020 Empfehlung
Ausschuss für Planung, Verkehr und
Denkmalschutz
22.01.2020 Empfehlung
Inhalt des Antrags
Um die klimatische und ökologische Situation in Bonn zu verbessern, wird ein
Konzept zur ökologischen Aufwertung der Bonner Friedhöfe entwickelt und in
möglichst kurzer Zeit umgesetzt.
Alle Friedhöfe der Stadt Bonn werden auch mit den nicht mehr
genutzten Bereichen unter einen Bestandschutz gestellt.
Hecken, Büsche und Bäume zwischen den Gräberreihen bleiben
erhalten bzw. werden angepflanzt. Kahlschläge wie auf dem
Buschdorfer Friedhof im Frühjahr 2019 unterbleiben. („Kritik an kahlen
Friedhöfen“, Generalanzeiger 9. Mai 2019, Abb. 1)
Baum- und Gehölzinseln mit einheimischen, nicht veredelten Arten
werden auf den nicht mehr durch Gräber belegten Freiflächen (s.
Abbildungen unten) angepflanzt, oder man überlässt einzelne Bereiche
einer Eigenentwicklung durch natürliche Aussaat.
Eine „Verwilderung“ der Gehölzinseln wird zugelassen, d.h. eine Pflege
unterbleibt, so dass Dickichte, die z.B. für Vögel, Kleinsäuger und
Insekten wichtig sind, entstehen können.
Um Baum- und Gehölzinseln herum sollten Blühwiesen (wie z.B. auf
dem Südfriedhof) entstehen.Seite 1 von 4

Seite 2
Begründung
Friedhöfe spielen als wertvolle Grünanlagen mitten in der Stadt eine große
Rolle. Es gibt auf dem Bonner Stadtgebiet mehr als 40 Friedhöfe mit einer
Gesamtfläche von rund 1,2 Millionen Quadratmetern.
Friedhofserweiterungsflächen sind inzwischen für den Wohnungsmarkt
freigegeben worden. Damit dies nicht auch noch für die zukünftig nicht mehr
benötigten Friedhofsflächen geschieht, sollten diese unter einen besonderen
Erhaltungsschutz gestellt werden. (a)
Die Entwicklung der letzten Jahre hat gezeigt, dass die früher verbreitete
Friedhofskultur in Form von Landschaftsgrabfeldern und
Gemeinschaftsgrabfeldern nach und nach verschwindet. Die neuerdings
angestrebte, dichte Zusammenfassung der Gräber ohne jeglichen
gestalterischen Anspruch ist in ihrer sterilen Zweckmäßigkeit jedoch wenig
ansprechend (s. Abb. 2). Das Ziel, die Grabfelder gebührentechnisch günstig
anbieten zu können, würde sicherlich nicht dadurch verhindert, wenn wie früher
Büsche oder Bäume die Eintönigkeit der Grabfelder auflockern würden. (b)
Durch die Konzentration und kontinuierliche Verringerung der Gräber sind
Brachflächen (s. Abb. 3) entstanden. Es sollte aber unbedingt verhindert
werden, dass diese auf lange Sicht dem Wohnungsbau zur Verfügung gestellt
werden (a); denn mit einer entsprechenden ökologischen Aufwertung sind sie
unverzichtbar für die Reinigung und Filterung der belasteten Stadtluft, als
Entstehungsorte für Kaltluft und für die Entwicklung von naturnahen, möglichst
unberührten ökologischen Standorten mit einer hohen Biodiversität. Eine
höhere ökologische Wertigkeit der Friedhöfe wird vor allem dadurch erreicht,
dass in einzelnen Bereichen „verwilderte“ Dickichte entstehen. (c, d, e) Diese
haben darüber hinaus den Vorteil, dass sie weniger Kosten verursachen, da sie
kaum Pflege beanspruchen.
Anlage/n
1 Fotos zu Bonner Friedhöfen (öffentlich)Seite 2 von 4

Abbildung 1: GA vom 9. Mai 2019,
siehe Link: https://www.general-anzeiger-bonn.de/bonn/stadt-bonn/kritik-an-kahlen-friedhoefen-in-
bonn_aid-44039579
Abbildung 2: Friedhof in DransdorfSeite 3 von 4

Abbildung 3: NordfriedhofSeite 4 von 4

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Datenstand: 02.11.2026, 19:50 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de