190588-3 · Mitteilungsvorlage
Masterplan Godesburg: Sofortiger Beginn einer interdisziplinären Zustandserhebung von Burgweg und Burg
Kerndaten
- Nummer
- 190588-3
- Art
- Mitteilungsvorlage
- Veröffentlicht
- 18.01.2021
- Letzte Änderung
- 18.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung der Bezirksvertretung Bad Godesberg Kenntnisnahme
- Sitzung des Hauptausschusses Kenntnisnahme
Dateien
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Mitteilungsvorlage öffentlich 190588-3 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 67 Amt für Umwelt und Stadtgrün Dezernat: Dez. III Masterplan Godesburg: Sofortiger Beginn einer interdisziplinären Zustandserhebung von Burgweg und Burg Beratungsfolge Bezirksvertretung Bad Godesberg 03.02.2021 Kenntnisnahme Hauptausschuss 09.03.2021 Kenntnisnahme Inhalt der Stellungnahme: Die Verwaltung wurde gemäß DS 190588 mit dem sofortigen Beginn einer interdisziplinären Zustandserhebung von Burg und Burgberg Bad Godesberg, beauftragt. Am 23.06.2020 hat der Runde Tisch auf Grundlage der im Beschluss genannten Themen stattgefunden. Die Vertreter der Ämter haben Zustandsbewertung und Handlungsbedarfe in der jeweiligen Zuständigkeit erarbeitet. Zu 2 a,b,f,g) Zustand des Burgbergs, seiner Wege und der Friedhofsanlagen sowie die voraussichtlichen Kosten und eine Prioritätsliste sind in angehängter Tabelle differenziert dargestellt. Priorität A: zeitnahe Umsetzung. Fehlende Mittel sind für den HH 21/22 nachzumelden. Priorität B: mittelfristige Umsetzung, siehe Zeitplan. Priorität C: Umsetzung bei Bedarf. Zu 2 b-c) Der Zustand der gesamten Burganlage (Burganlage inkl. Gastronomie, Burghof und Parkplatz) wird in Rahmen eines Raum- und Nutzungskonzeptes ermittelt. Für die Erstellung dieses Raumprogramms bzw. Nutzungskonzeptes ist Amt 03 zuständig. Das Konzept für die Sanierung befindet sich noch in Vorbereitung und wird voraussichtlich 2021 erstellt. Erste Gespräche haben bereits stattgefunden, vor einer Ausschreibung der Konzepterstellung ist jedoch noch ein entsprechendes Anforderungsprofil zu erstellen. Kosten für die Erstellung des Konzeptes können aktuell noch nicht benannt werden. Bei Bewilligung von Städtebaufördermitteln des Landes können die Kosten der Konzepterstellung, die in der ISEK-Maßnahme B3 verankert ist, rückwirkend gefördert werden. Sobald das Konzept vorliegt wird Kontakt mit dem Urheberrechtsinhaber (Prof. Böhm) aufgenommen. Zu 2 d) Die Sichtachsen auf dem Burgberg werden seit 2016 gemäß 1610511NV4 bearbeitet. Die Maßnahme wurde 2017 begonnen und 2018 wurden weitere Bäume im Bereich der Sichtachse gefällt. Im WinterhalbjahrSeite 1 von 6 Seite 2 2020/21 ist die nächste Maßnahme geplant. Ein voraussichtlicher Abschluss ist im Herbst 2031 zu erwarten. Dieser Zustand ist dann mit regelmäßigen Durchforstungsarbeiten über das übliche Maß hinaus zu bewahren, um mittel- und langfristig die Blickbeziehungen aufrecht zu erhalten. Aufgrund der anhaltenden Trockenheit und der Ausbreitung der Rußrindenkrankheit und dem Eschentriebsterben werden weitere Schäden im Bereich der Godesburg erwartet. Am Burgberg gibt es Erosionsvorgänge und Hangrutschungen. Die Bestockung mit Wald wirkt hier stabilisierend. Allein für den Erhalt der Sichtachsen müssen stabile und vitale Bäume entnommen werden, die aktuell den Hang sichern und Erosionsschäden vorbeugen. Bereits bei den beiden ersten Maßnahmen mussten auch vitale Bäume entnommen werden, die von der Höhe her in die Sichtachse reinragten. Dies führt nicht unmittelbar zu einer Destabilisierung des gesamten Bereichs, wenn die Maßnahme sorgfältig und mit einigem Zeitabstand (ca. 2 – 3 Jahre Abstand zwischen den Maßnahmen) weiter vorangetrieben wird. Dabei muss aber zwingend die aktuelle Situation und Entwicklung des gesamten Waldbestandes regelmäßig berücksichtigt werden. Der restliche Baumbestand muss sich nach jeder Maßnahme erst auf die neue Situation einstellen, d.h. die Bäume passen ihre Krone sowie das Wurzelwerk der neuen Situation an. Zum Sachstand Durchforstung Burgberg siehe auch 200963-1 ST. Zu 2 e) Am oberen Parkplatz neben dem Aufzug gibt es ein Stromhäuschen. Dieses wird im Zuge der Erneuerung der Trafostation zurückgebaut (Auflage der Denkmalschutzrechtlichen Genehmigung). Hierin befinden sich einzig elektr. Schaltanlagen und der Trafo. Keine Telekommunikationsanlage. Telefonanlagen sind in Miet-und Pachtobjekten grundsätzlich Sache des Mieters bzw. Pächters. Die auf der Godesburg vorhandene Telekommunikationsanlage ist eine Anlage der DeTeMobil und soll nach derzeitigem Stand auch nicht zurückgebaut werden. Für Bad Godesberg wurde neben dem Leitbild ein Integriertes städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) erstellt. Die Zukunft des Burgbergs ist in angehängter Maßnahme B3 beschrieben. Die Ergebnisse des Runden Tisches dienen als Handlungsleitfaden für die kommenden Jahre und bilden eine Grundlage für das Projekt B3 im ISEK Bad Godesberg. Anlage/n 1 Zustandserhebung Godesburg Zusammenstellung (öffentlich) 2 ISEK Projektblatt B3 (öffentlich)Seite 2 von 6 Allgemeines Zustandsbewertung Handlungsbedarf Zeitplan Schätzkosten Priorität Straße und Parkplatz auf den Burgberg Die Errichtung baulicher Anlagen i.S.d. Gesetzes §2 (1) BauO NW ist nach Landschaftsplan Kottenforst , auch wenn sie keiner baurechtlichen Genehmigung bedürfen - verboten. Straße ist verkehrssicher und nicht sanierungsbedürftig. Vereinzelte Wurzelschäden. kein Handlungsbedarf bzw. laufende Unterhaltung laufend Fußwege Wege Beläge aus Müller-Kalkstein wassergebunden, Drainpflaster und Basalt- Natursteinpflaster; Die Pflege der Wege, Aufwuchs und Überhänge beseitigen, wird, bis vier mal/Jahr, mit eigenem Personal durchgeführt Wege befinden sich in einem zufriedenstellenden bis guten Zustand; die Wege sind verkehrssicher. Durch Gefällebewegung in den Hängen des Burgberges kommt es immer mal wieder zu Pflasterverschiebungen in den Wegen. Anzeichen hierfür im Bereich des Basaltpflasters im Serpentinenweg, sowie im Bereich des Drainpflasters im Aufgang Aennchenstraße zum Friedhof. 2021 ca. 5000,00 € B Gesperrte Rolltreppe zur Burgstraße wird zugemüllt Zuständigkeiten und Unterhaltungspflicht klären! Waldflächen und Wege sind häufig stark vermüllt Die Möglichkeiten zur Lösung der Müllproblematik wird derzeit gemäß DS 200397-1 ST neu koordiniert. laufend A Mülleimer werden demoliert und in den Hang geworfen Prüfung von Eignung und Anzahl der aufgestellten Papierkörbe Mast- und Sockelleuchten sind immer wieder Ziele von Vandalismus. Reparaturen erfolgen nach Notwendigkeit Am Burgberg gibt es Erosionsvorgänge und Hangrutschungen. Die Bestockung mit Wald wirkt hier stabilisierend. (siehe 1610511NV4) Schäden an den wassergebundenen Decken, zB. durch Erosion werden zeitnah mit eigenem Personal behoben; zur Zeit nicht gegeben; Bei geplanten Maßnahmen zur Beseitigung vorhandener Erosionsschäden ist der Landschaftsplan Kottenforst zu berücksichtigen und die UNB mit einzubeziehen. Die Standsicherheit oder die Erosionsanfälligkeit des Burgberges kann nur über eine gutachterliche Stellungnahme beurteilt werden. Eine solche Begutachtung wird nicht als zwingend notwendig angesehen, wird aber für den Fall, dass nennenswerte Änderungen an der Topographie und/oder der Bebauung vorgenommen werden sollen, empfohlen. C bauliche Anlagen (Bänke, Mauern, Denkmäler, Treppen, Zäune, etc.) An mehreren Stellen sind Bankstandorte mit zugeordneten Müllgefäßen vorhanden; die vorhandenen Treppenabgänge sind insgeamt in einem guten, verkehrssicheren Zustand; Die Bänke und Müllgefäße an den Standorte sind auf ihren Zustand hin zu prüfen und ggf. auszutauschen. Die Bänke sind zu sichern, um ein wegtragen unmöglich zu machen; bis zum Frühjahr 2021 3.000,00 € A Beleuchtung Es bestehen Nachweise lichtempfindlicher Fledermausarten in diesem Bereich. Bei einer Änderung des Beleuchtungszustands ist der Artenschutz frühzeitig zu beachten und miteinzuplanen. Naturschutz 10.000 € C Kapelle Bedarf einer Denkmalrechtlichen Erlaubnis. Dachsanierung mittelfristig zu erwarten ab 2023 noch nicht ermittelt. Denkmalförderung wahrscheinlich. C Verwalterhäuschen Bedarf einer Denkmalrechtlichen Erlaubnis. Insgesamt schlechter Zustand. Sofortige Restaurierung des gesamten Gebäude notwendig. Derzeit folgende Arbeiten in Ausführung: Dächer ertüchtigt und abgedichtet; Natursteinabdeckung instandgesetzt. Sanierung des EG und DG. Mittelanmeldung noch 2020. laufend bis 2023 ca. 160.000,00 € A Wege (Verkehrssicherung, Vandalismus, Sauberkeit, Beleuchtung) In den letzten Jahren wurden regelmäßig Bereiche mit neuer Asphaltdeckschicht versehen. Eine grundlegende Sanierung unterblieb aus Kostengründen. Der Wegebereich, insbesondere die Asphaltwege sind teils in schlechtem Zustand; mehrere Stellen weisen Wurzelhebungen auf. Die Arbeiten sind jedoch durch die Wurzeln der satzungsgeschützten Bäume nur eingeschränkt durchführbar. Dringend umfangreiche Wegeerneuerungen erforderlich Abt. I 135 m² Abt.IV 211 m ² Trauerplatz/Kapellenvorplatz 410 m ² Abt. VII 92 m ² ab 2021 100.000,00 € Mittel stehen im Friedhofsbereich bereits zur Verfügung A Pflanzenbe- und -einwuchs Gemischter Baumbestand; regelmäßige Zustandssbewertung über Baumkontrolle Aufgrund des Alters des Baumbestandes kommt es hier zu erhöhtem Pflegeaufwand. gemäß Baumpflege laufend Denkmäler teils in städt. Verantwortung (Denkmalschutz) Einfriedungszaun an Hangkante ; Ausstattung des Friedhofes mit Bänken, Wasserbecken, Infotafeln Gemäß Grabsteinkontrolle (jährlich); teils mit Restauriertungssvorgaben durch die Untere Denkmalbehörde Ausstattung wird nach Bedarf erneuert bzw. überarbeitet laufend Sanierung der Mauer angrenzend zur Einsiedelei/Michael Kapelle bis zur Treppe Mittelanmeldung noch 2020. 2022-2024 50.000,00 €. B Beleuchtung Beleuchtung nicht vorgesehen. Erosionsschäden Der Hang in Richtung Aennchenstraße wurde in den letzten Jahren durch eine Winkelsteinmauer und einen neuen Zaun befestigt. Eine Dauerhafte Hangbefestigung mit statischem Nachweis fehlt. Der Allgemeinzustand ist als friedhofsüblich zu betrachten. Wird bedingt durch schlechte Wegezustände und Hanglage. gegeben laufend Wege; Beleuchtung Pflanzenbe- und -einwuchs extensive Fläche mit Wiese bauliche Anlagen (Bänke, Mauern, Denkmäler, Treppen, Zäune, etc.) Denkmäler in städt. Verantwortung; Anlage ist von Stadt Bonn zu erhalten, Kostenerstattung der Unterhaltung durch BezReg. Gemäß Grabsteinkontrolle (jährlich) laufend Pflanzenbe- und -einwuchs bauliche Anlagen Böhm-Einbauten bauliche Anlagen Bedarf einer Denkmalrechtlichen Erlaubnis. Sichtachsen Zustand Maßnahmen werden gemäß DS 1610511NV4 umgesetzt. Nächste Maßnahme im Winterhalbjahr 2020_21 bis 2031 25.000 € B Sachstandsermittlung von Burg und Burgberg Bad Godesberg Efeurodung an den Gebäuden und Stützmauern kann nur in Verbindung mit einem Sanierungskonzept für das aufgehende Mauerwerk erfolgen. Bedarf einer Denkmalrechtlichen Erlaubnis. Die Festlegung von möglichen Entwicklungen und Maßnahmen für den Natur- und Artenschutz kann erst nach Ermittlung einer ausreichenden Datengrundlage erfolgen. Die Erstellung eines entsprechendes Konzeptes, das notwendige Bestands-/Zustands-Erfassungen und ggf. erforderliche Maßnahmen enthält, wird empfohlen. bauliche Anlagen (Bänke, Mauern, Denkmäler, Treppen, Zäune, etc.) keine angelegten Wege innnerhalb der Anlage; keine Beleuchtung laufend Prüfauftrag Wegereinigung und Müllgefäßleerung erfolgt über bonnorange AöR täglich bis wöchentlich. Reinigung der Waldflächen ist aufgrund der Steilhänge nur mit erhöhtem technischem Aufwand möglich. Die zugänglichen Waldbereiche reinigt die Stadtverwaltung einmal jährlich. Die bonnorange AöR ist hier nicht zuständig und verfügt nicht über die erforderliche technische und personelle Kapazität. Sauberkeit Vandalismus Es wird ein konkretes „Raumprogramm bzw. Nutzungskonzept" entwickelt. Dieses wird die Grundlage z.B. für investive Maßnahmen im Umfeld der Godesburg. kann rückwirkend durch Fördermittel der Städtebauförderung mitfinanziert werden Burgfriedhof / Jüdischer Friedhof jüdische Gedenkstätte Erosion Burgberg laufend A BurganlageSeite 3 von 6 130 Stadt- und Regionalplanung Dr. Jansen GmbH 7.5.3 Städtebauliche Gestaltung der Godesburg inkl. eines neuen Nutzungs- und Vermarktungskonzepts Projekt Städtebauliche Gestaltung der Godesburg inkl. eines neuen Nutzungs- und Vermarktungskonzepts B3 Priorität B Projektziel § Erhalt der Godesburg als Wahrzeichen und Identifikationssymbol § Funktionale und gestalterische Aufwertung von Burg und Burgberg § Verbesserung der touristischen Inwertsetzung und Vermarktung § Verbesserung der räumlichen Anbindung der Burg an die Innenstadt Projektbeschreibung Ausgangslage Am Rand oberhalb der Innenstadt liegt auf dem Burgberg weithin sichtbar die Godesburg. Als markante Erhebung mit einem weiten Blick über das Rheintal stellt sie eines der Wahrzeichen von Bad Godesberg dar. So ziert die Godesburg beispielsweise auch das Wappen des Stadtbezirks und fungiert damit für die Bürgerinnen und Bürger als Identifikationssymbol. Die aus dem 13. Jahrhundert stammende Godesburg wurde bereits Ende des 18. Jahrhunderts zu touristischen Zwecken erschlossen, indem Spazierwege auf dem Burgberg angelegt wurden. Nach Umbauarbeiten Ende der 1950er Jahre diente die Burg als Hotel-Restaurant. Nach wiederholten Umbau- und Sanie- rungsarbeiten im Jahr 2003 sowie zuletzt 2012/2013 wird die Burg seitdem als Restaurant und Eventlocation für Veranstaltungen und Feiern unterschiedlicher Art genutzt. Die Godesburg wird von der Bundesstadt Bonn verpachtet. Trotz der wichtigen Funktion als Wahrzeichen von Bad Godesberg und der be- sonderen Atmosphäre, die das Restaurant und die Veranstaltungsräume bieten, steht die Burg für die Bewohner- und Besucherschaft nicht im Mittelpunkt der Wahrnehmung. Aufgrund der ungünstigen räumlichen Anbindung der Godes- burg an die Innenstadt und der zum Teil gestalterischen Defizite der Burg und des Burgbergs mit den sich anschließenden City-Terrassen als Verbindung zur Fußgängerzone wird die Burg sowohl durch die Bewohnerschaft als auch die Be- sucherschaft von Bad Godesberg als Kultur-, Freizeit- und Tourismusstätte nur unzureichend genutzt. Die Godesburg wirkt in ihrer jetzigen Form in räumlicher und funktionaler Hinsicht vielmehr von der Innenstadt abgekoppelt. Aus gestalterischen Gesichtspunkten wirkt die Burg mit Restaurant und den ver- schiedenen Räumen zum Teil verbaut. Aus diesem Grund kommt die optimale Lage mit dem Blick u. a. auf das gegenüberliegende Siebengebirge nicht voll zur Geltung. Außen- und Innenwände, Böden im Innen- und Außenbereich, niedrige Decken und die jeweils verwendeten Materialien atmen den Charme vergange- ner Jahrzehnte und sind nicht mehr zeitgemäß.Seite 4 von 6 Bundesstadt Bonn-Bad Godesberg – Leitbild und Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept 131 Projektinhalte Bei der zukünftigen Entwicklung Bad Godesbergs soll das historische Erbe wie die Godesburg wieder stärker in den Mittelpunkt gerückt werden. Räumlich, städtebaulich, gestalterisch und funktional besteht bei der Godesburg Verbesse- rungspotenzial, sodass im Rahmen dieser Maßnahme die Erstellung einer Machbarkeitsstudie für die zukünftige Entwicklung der Burg im Mittelpunkt steht. Ziel ist es zum einen, die Burg räumlich und funktional besser an die In- nenstadt anzubinden, indem aus verkehrsplanerischer Sicht die Wegeverbin- dungen, insbesondere die fußläufige Verbindung über die Treppe der City- Terrassen und aus Richtung des Aennchenplatzes, untersucht und Möglichkei- ten zu deren Verbesserung aufgezeigt werden. Ergänzend zur Anbindung ist ein Beschilderungssystem zu erarbeiten, das den aus Richtung der Innenstadt kommenden Besucherinnen und Besuchern den Weg in Richtung Burg weist. Ziel sollte es dabei sein, durch eine verbesserte Wegeführung und Ausschilde- rung eine ansprechende Verbindung zwischen Burg und Innenstadt entstehen zu lassen. Darüber hinaus sollte eine architektonische Sanierungsuntersuchung durchge- führt werden, die Aufschluss darüber gibt, in welchen Bereichen der Burg und in welchem Ausmaß Modernisierungs- und Sanierungsbedarfe bestehen. Außer- dem ist zu ermitteln, inwieweit baulich-gestalterische Aufwertungs- bzw. Ver- schönerungsmaßnahmen an Teilen der Burg im Rahmen einer grundlegenden Erneuerung der Godesburg durchgeführt werden sollten. Folgende Aspekte soll- ten in diesem Zusammenhang berücksichtigt werden: § Gestaltung des Burgbergs, des Burgfriedhofs und der am Burgberg verlau- fenden Fußwege bei Erhalt und Aufwertung der vorhandenen Grünflächen (z. B. durch Anbringen von Informationstafeln während des „Aufstiegs“ zur Burg, Einrichtung eines Themen- und Wanderwegs, Einrichtung von Aus- sichtspunkten auf dem Burgberg) § Errichtung einer öffentlichen Besucheraussichtsterrasse mit Blick auf das Zentrum und das gegenüberliegende Siebengebirge; Installation von Infor- mations- und Schautafeln § Prüfung Teilsanierung, Modernisierung bzw. Umbau Burg § Schaffung einer zusätzlichen Absturzsicherung für die Aussichtsplattform auf dem Burgfried § Prüfung Erweiterung bzw. Umstrukturierung Außengastronomie mit Ausrich- tung auf Siebengebirge und Rheintal Neben Fragen der Anbindung und baulich-gestalterischen Aspekten beinhaltet diese Maßnahme auch die Erstellung eines neuen Nutzungs- und Vermarktungs- konzepts. Das bisherige von der Bundesstadt Bonn definierte und gewünschte Nutzungskonzept ist auf den Prüfstand zu stellen. Zukünftig gilt es, für die Burg als lebendiges Wahrzeichen von Bad Godesberg neue öffentliche Nutzungen zu erproben, zu etablieren (z. B. Prüfung zur Einrichtung eines Burg- und Stadteil- museums ggf. federführend durch eine private Initiative und mit Unterstützung des Stadtmuseums, Durchführung von Burg- und Ritterfesten) und die Burg ins- gesamt touristisch besser zu vermarkten. Das Nutzungs- und Vermarktungskon- zept soll Bestandteil von Maßnahme D1 „Erstellung eines Konzepts Kultur, Frei- zeit und Tourismus“ sein und in diesem Zusammenhang erarbeitet werden.Seite 5 von 6 132 Stadt- und Regionalplanung Dr. Jansen GmbH Für die Erarbeitung der Sanierungsuntersuchung inkl. Verbesserung der Wege- verbindung sowie für das Nutzungs- und Vermarktungskonzept werden externe Büros beauftragt. In diesem Zusammenhang wird zu entscheiden sein, ob im Rahmen der Sanierungsuntersuchung ein Wettbewerbsverfahren zur städtebau- lichen Gestaltung der Burg durchgeführt werden soll. Die Bad Godesberger Ak- teurs- und Bürgerschaft soll in den Aufwertungsprozess aktiv einbezogen wer- den. Projektlaufzeit 2021 – 2025 Projektbeteiligte Bundesstadt Bonn, externe Büros, Pächter, Akteurs- und Bürgerschaft Federführung des Projekts Amt für Wirtschaftsförderung Kosten Machbarkeitsstudie zur Entwicklung der Godesburg (inkl. Wegeverbindungen, Sanierungsuntersuchung, Nutzungs- und Vermarktungskonzept) Kosten 60.000 EUR Kosten für die Sanierung noch offen Förderzugang StädtebauförderungSeite 6 von 6
Folgen Neue Vorlagen, Sitzungen und Auswertungen aus dem Bonner Rat — im Fediverse, ohne Konto lesbar.
bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 10:25 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de