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190579-3 ST · Stellungnahme der Verwaltung

Helenenkapelle; Am Hof 36

Nummer
190579-3 ST
Art
Stellungnahme der Verwaltung
Veröffentlicht
22.03.2020
Letzte Änderung
18.09.2026
  1. Sitzung des Unterausschusses für Denkmalschutz 14.08.2020 Kenntnisnahme
  1. Sammeldokument öffentlich pdf · 61,2 KB Öffnen ↗

Übergeordnet

  1. 190579 Öffnung der Helenenkapelle während des Beethovenjahres 2020

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Stellungnahme der Verwaltung
öffentlich
190579-3 ST
Der Oberbürgermeister
Federführung:
61 Stadtplanungsamt
Dezernat:
Dez. III
Helenenkapelle; Am Hof 36
Beratungsfolge
Unterausschuss für Denkmalschutz 14.05.2020 Kenntnisnahme
Inhalt der Stellungnahme:
2011 kam das LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland zu dem Schluss, dass
keine akute Gefährdung der Wandmalereien vorliege und ein konservatorischer
Handlungsbedarf nicht gegeben sei, aber in Vorbereitung einer möglichen
Restaurierung eine dezidierte Bestandsaufnahme empfohlen werde. Diese
erfolgte im Rahmen der Bachelorarbeit, die der Unteren Denkmalbehörde im
August 2012 übermittelt wurde. Ergebnis dieser Arbeit ist eine detaillierte
Analyse diverser altersbedingter Schadensbilder, z.T. hervorgerufen durch
frühere konservatorische Maßnahmen. Das darauf basierende
Maßnahmenkonzept sieht folgende verschiedene Verfahrensschritte vor: 1.
konservatorische Maßnahmen, d.h. Reinigung mit einem trockenen Pinsel,
Malschichtfestigung, Hinterfüllung von Hohlstellen mit dispergiertem
Weißkalkhydrat, Kittung größerer Risse und Ausbruchstellen und Entfernung
der Gipsmarken, 2. Restauratorische Maßnahmen, d.h. Retusche
beigearbeiteter Stellen und ggf. Abschwächung früherer Eingriffe zur
Beruhigung des Gesamteindrucks und 3. Präventive Maßnahmen, d.h. Einbau
von Schutzvorrichtungen zwischen Besuchern und Wandmalerei, Entfernung
des Gestühls.
In den Jahren 2015/16 wurden kleinere Renovierungsarbeiten durchgeführt,
wie Anstrich des Treppenaufgangs, Neuverfugung des Bodens, Reinigung der
Altarplatte und Einbau eines Bewegungsmelders für die Beleuchtung im
Eingangsbereich. Des Weiteren wurden kleinere organisatorische Maßnahmen
ergriffen wie z.B. eine Schließung der Kapelle im Winter und dann geregelter
Zugang mittels Schlüsselausgabe. In den Sommermonaten blieb die Kapelle
frei zugänglich bis im Juni 2017 anlässlich einer Führung Graffitiergänzungen in
blauer Kreide entdeckt wurden. Daraufhin wurde durch die Verwaltung die
Schließung und Zugangsbeschränkung nur noch für geführte Gruppen und am
Tag des offenen Denkmals unter Aufsicht veranlasst.
Aufgrund des Vorfalls im Juni 2017 wurde am 16.06.2017 Strafanzeige bei der
Polizei gestellt. Das Ermittlungsverfahren wurde anschließend ergebnislos
eingestellt. Weitere Schadensereignisse nach diesem Vorfall sind hier nicht
bekannt.
Unter Einbindung des LVR-Amtes für Denkmalpflege im Rheinland wurde im
Auftrag des Städtischen Gebäudemanagements ein Sanierungskonzept
erarbeitet und schließlich von September bis November 2019 die Restaurierung
durchgeführt. Im Wesentlichen entsprechen die verwendeten Methoden undSeite 1 von 2

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Materialien den Vorschlägen der Bachelorarbeit, wurden aber durch weitere
Maßnahmen ergänzt.
Nachdem nun die Arbeiten abgeschlossen sind, wird aus denkmalfachlicher
Sicht dringend empfohlen, weiterhin nur noch den Zugang im Rahmen von
Führungen bzw. unter Aufsicht zu gestatten, um erneute Schädigungen zu
vermeiden. Hierzu wird auf die Stellungnahme der Verwaltung zur DS 190579-1
verwiesen.
Die Schließanlage wurde ertüchtigt. In direkter Absprache mit der Unteren
Denkmalbehörde liegen Schlüssel nun nur noch der Bonn-Info für die
Durchführung von Führungen und dem SGB, Geschäftsbereich
Bauunterhaltung, für die Durchführung von Instandsetzungen vor.
Anlage/n
KeineSeite 2 von 2

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