190558 · Mitteilungsvorlage
Absorptionskälteanlage auf der Kläranlage Salierweg (Alt 1912745, FF: Amt 66)
Kerndaten
- Nummer
- 190558
- Art
- Mitteilungsvorlage
- Veröffentlicht
- 29.10.2019
- Letzte Änderung
- 18.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Verbraucherschutz Kenntnisnahme
Dateien
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Mitteilungsvorlage öffentlich 190558 Absorptionskälteanlage auf der Kläranlage Salierweg (Alt 1912745, FF: Amt 66) Beratungsfolge Ausschuss für Umwelt und Verbraucherschutz 28.11.2019 Kenntnisnahme Mitteilung: Beratungsfolge Sitzung Ergebnis Ausschuss für Umwelt und Verbraucherschutz 10.10.2019 Aufgrund des Sitzungsabbruches vertagt Bau- und Vergabeausschuss 17.10.2019 Kenntnisnahme An zahlreichen Stellen der Kläranlage Salierweg ist eine Klimatisierung erforderlich, hauptsächlich zur Kühlung von Elektroräumen. Die Kühlung wurde bisher großenteils dezentral über sogenannte Klimasplittgeräte oder mit einem sog. Kaltwassersatz (Kältemaschine mit einem Luft- (Kalt)Wasser-Wärmeüberträger) vorgenommen. Auch im Bereich des Betriebsgebäudes erfolgte bisher die Kälteerzeugung über einen speziellen Kaltwassersatz. Dieses Gerät zur Kühlung der Serverräume war ca. 15 Jahre alt und musste erneuert werden. Die Server sind Bestandteil der Prozessleittechnik der Kläranlage und der Klärschlammverbrennungsanlage (KVA) und dienen der digitalen Steuerung und Überwachung der Anlage. Auf der Kläranlage Salierweg steht Produktions-Abwärme (Warmwasser ca. 85°C) aus der Klärschlammverbrennungsanlage zur Verfügung. Diese Wärme kann für eine Kälteerzeugung mittels einer Absorptionskälteanlage zur Kühlung der in unmittelbarer Nähe liegenden Serverräume genutzt werden. Für die Betriebsräume im Bereich des Betriebsgebäudes besteht der höchste zusammenhängende Kühlbedarf auf der Kläranlage. Gleichzeitig muss in unmittelbarer Nähe die Abwärme der KVA mit Betriebswasser bis auf ca. 60°C abgekühlt werden, damit das Kühlwasser in den Rhein eingeleitet werden kann. Dafür wurden im Mittel 185.000 m³ Grundwasser aus eigenen Brunnen im Jahr aufgewendet. Federführung: 56 Amt für Umwelt-, Verbraucherschutz und Lokale Agenda Dezernat: Dez. IIISeite 1 von 4 Seite 2 Im Zuge einer Wirtschaftlichkeitsbetrachtung wurde festgestellt, dass sich durch Einsparung der Energiekosten für den Betrieb des Kaltwassersatzes und der Betriebswasserkosten für die Kühlung der Produktionsabwärme höhere Investitionskosten in einer Absorptionskältemaschine (AKM) nach sechs Jahren amortisieren. Der Auftrag für den Bau einer AKM wurde im Juni 2018 zum Angebotspreis von 386.413,69 EUR erteilt. (Bau- und Vergabeausschuss, 14.06.2018) Mittels der AKM kann ein Teil der Produktions-Abwärme aus der KVA in Form von Warmwasser genutzt werden. Die Abwärme aus der Produktion kann von 85°C bis auf ca. 70°C abgekühlt werden. Somit wird der Betriebswasserverbrauch um 111.000 m³/a gesenkt. Es wird ein jährlicher Kostenvorteil von ca. 63.000 €/Jahr erwartet. Gegenüber der bisherigen Lösung werden pro Jahr 192.000 kWh Strom bzw. (0,527 kg CO2 x 192.000 kWh) = 101 t CO2/Jahr eingespart. (Quelle: Strom (dt. Energiemix 2016) 1 kWh x 0.527 kg CO2) Bestandteil der AKM ist ein Rückkühlwerk (RKW), welches das erwärmte Kühlwasser wieder herunterkühlt, indem es die Kühlwirkung, die bei der Verdunstung von Wasser entsteht, ausnutzt. Ein kleiner Teil des verdunsteten Kühlwassers (ca. 1,5 bis 2,5%) wird mit dem aufsteigenden Luftstrom abgeführt und ist insbesondere bei kühlerem Wetter als Dampfschwaden oberhalb des RKW sichtbar. Die dabei sichtbar werdenden Schwaden bestehen ausschließlich aus Wasserdampf und sind bei hygienegerechtem Betrieb für die Umgebung vollkommen unschädlich. Der hygienegerechte Betrieb wird durch vorge- schriebene regelmäßige Beprobungen nach VDI 2047 sichergestellt. Sollte, wie im Beschluss des Rates vom 24.06.2019 vorgesehen, die KVA entfallen und der Klärschlamm mit der Kooperationslösung (Klärschlamm-Kooperation Rheinland, KKR) entsorgt werden, kann das anfallende Klärgas aus der Klärschlammfaulung zur Stromerzeugung in Blockheiz- kraftwerken (BHKW) genutzt werden. Die dann anfallende Wärme kann für die Absorptionskältemaschine genutzt werden. Anlage/nSeite 2 von 4 Seite 3 1 1912745ED2 (öffentlich)Seite 3 von 4 Page 1/1Seite 4 von 4
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