190521 · Mitteilungsvorlage
Monitoring Inklusion
Kerndaten
- Nummer
- 190521
- Art
- Mitteilungsvorlage
- Veröffentlicht
- 28.10.2019
- Letzte Änderung
- 18.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Ausschusses für Kinder-, Jugend und Familie Kenntnisnahme
- Sitzung des Schulausschusses Kenntnisnahme
- Sitzung des Integrationsrates Kenntnisnahme
Dateien
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Mitteilungsvorlage öffentlich 190521 Monitoring Inklusion Beratungsfolge Schulausschuss 13.11.2019 Kenntnisnahme Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie 21.11.2019 Kenntnisnahme Integrationsrat 18.12.2019 Kenntnisnahme Mitteilung: Gemäß dem Beschluss des Schulausschusses vom 16.06.2015 erfolgt tur- nusmäßig ein Sachstandsbericht (Monitoring) zum Thema Inklusion. Das letzte Monitoring erfolgte im Juni 2019 (siehe DS 1911797). Die zwischenzeitlichen Entwicklungen werden im Folgenden dargestellt. 1. Übergang an die weiterführenden Schulen Das Anmeldeverfahren für die weiterführenden Schulen für das kommende Schuljahr (2020/2021) beginnt sowohl für Schüler*innen mit sonder- pädagogischem Unterstützungsbedarf als auch für Schüler*innen ohne Unterstützungsbedarf nach der Ausgabe der Halbjahreszeugnisse am 31.01.2020. Wie in den vergangenen Jahren fand auch in diesem Jahr am 25.09.2019 eine Informationsveranstaltung über das Anmeldeverfahren für die Eltern von Kindern mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf im Stadthaus statt. Neben der Erläuterung des Anmeldeverfahrens durch die Schulaufsicht standen Vertreter*innen der Verwaltung, ein Sprecher der Schulform Realschule, der Elternverein Gemeinsam Leben und Gemeinsam Lernen e.V. sowie die Stadtschulpflegschaft für Fragen zur Verfügung. Die Veranstaltung war sehr gut besucht. 2. Vorkehrungen für Kinder mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung Im Schuljahr 2019/2020 sind 179 Schüler*innen mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf von der Primarstufe auf eine weiterführende Schule oder eine Förderschule gewechselt. Die Schüler*innen verteilen sich wie folgt auf die einzelnen Schulformen: Federführung: 40 Schulamt Dezernat: Dez. VSeite 1 von 6 Seite 2 Schulform Anzahl der Schüler*innen Förderschule 17 Hauptschule 18 Realschule 36 Gesamtschule 78 Gymnasium 16 anderweitig (außerhalb bzw. anderer Schulträger) 14 Summe 179 Neben der Bereitstellung der personellen Ressourcen durch die Bezirks- regierung Köln schafft der Schulträger die sächlichen Voraussetzungen für die Beschulung im Gemeinsamen Lernen. Dies waren auch in diesem Schuljahr Hilfsmittel wie z.B. höhenverstellbare Tische, Speziallampen, die akustikgerechte Ertüchtigung von Klassenräumen sowie die Bereitstellung einer Behandlungsliege. Schule Maßnahme Kosten Elisabeth-Selbert-Gesamtschule 2 höhenverstellbare Schreibtische 1.683,00 € Verschiedenes (Schreibunterlagen, Beschwerungsdecke etc.) 513,50 € Bonns Fünfte digitale Vorlesestifte 169,90 € mobile Arbeitsplatzleuchte neutralweißes Licht 4500 Kelvin 139,00 € verschiedene kontrastreiche Bälle 92,75 € IGS Beuel 2 Stehpulte 786,48 € 2 höhenverstellbare Schreibtische 971,52 € LED Klappleuchte Multilight 139,00 € verschiedene kontrastreiche Bälle 92,75 € Bertolt-Brecht-Gesamtschule Sessel (Chill-Out-Bag) 99,00 € Stehpult 160,00 € Sit and Stand Schultisch 437,60 € Paravent 1.311,80 € Rollbarer Hocker 51,80 € Akustikgerechte Ertüchtigung Klassenraum 9.200,00 € Marie-Kahle-Schule Pflegeliege 1.318,75 € Matthias-Claudius-Schule Akustikgerechte Ertüchtigung Klassenraum 7.250,25 € Summe: 24.417,10 € Diese Hilfsmittel werden bis zu bestimmten Höchstgrenzen durch den Landschaftsverband Rheinland auf freiwilliger Basis finanziert. Die Höchstgrenzen richten sich nach den Förderschwerpunkten der Schüler*innen: körperlich-motorisch 10.000 € Hören und Kommunikation 6.000 € Sehen 2.500 €Seite 2 von 6 Seite 3 Sprache Sek I im Einzelfall Darüber hinaus wurde aus städtischen Mitteln ein Pflegeraum für die Kettelerschule ausgestattet. 3. Pilotprojekt „Beratung von Familien mit einem Kind mit Behinderung“ Wie im letzten Monitoring beschrieben, hat die evangelische Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe in Bochum in den Städten Bonn und Bielefeld in 2018 ein Projekt gestartet, im Rahmen dessen insbesondere aus Sicht der Familien erhoben wird, inwieweit vorhandene Angebote ihren Beratungs- und Unterstützungsbedarfen gerecht werden, um anschließend die Beratungsstrukturen einer familienorientierten und lebenslauf-begleitenden Beratung (weiter) zu entwickeln. Ziel ist es zudem, die unterschiedlichen Interessengruppen so einzubinden, dass nachhaltige Beteiligungs- und Finanzierungsstrukturen aufgebaut und erprobt werden können. Das Projekt hat den Titel „BeWEGt“. Der Titel steht für wegbegleitende Beratung für Familien mit Kindern mit Beeinträchtigungen. Als erster Schritt ist eine Evaluation der Beratungs- und Begleitangebote in den Städten Bonn und Bielefeld vorgesehen. Hierzu wurde vor den Sommerferien eine Befragung der Eltern von Kindern mit einer Behinderung vorgenommen. Diese quantitative Erhebung ist zwischenzeitlich abgeschlossen worden. Es wurden 1087 Familien angeschrieben und 325 Fragebögen zurückgesendet. Die Rücklaufquote beträgt damit in Bonn 30,8 Prozent. Bei ausführlichen schriftlichen anonymen Befragungen wird generell eine geringe Teilnahme als typisch angesehen und ein Rücklauf von 10 bis 15 Prozent als sehr gut beschrieben. Somit kann festgestellt werden, dass der Rücklauf in Bonn bemerkenswert hoch ausgefallen ist. Nach einer anfänglichen Rücklaufquote von 5 Prozent war eine Nachfassaktion notwendig. Die bei schriftlichen Befragungen nicht unübliche Nachfassaktion führte teilweise zu Nachfragen bei den Eltern. Es gab u.a. positives Feedback der Eltern und erste Familien, die weiteres Interesse und ihre Mitarbeit an dem Projekt bekundeten. Derzeit werden die Daten erfasst und anschließend ausgewertet. Am 27.11.2019 wird das Ergebnis der Befragung in einer Veranstaltung im Haus der Bildung vorgestellt. Die Veranstaltung ist öffentlich. Eingeladen sind neben den Kooperationspartnern alle interessierte Bürger*innen. 4. Handreichung für gute Übergänge in Bonn Die Handreichung „Kooperation: Elementar – Primarbereich. Im Tandem unterwegs“ dokumentiert bedeutsame Inhalte aus „Bildung braucht Sprache“ und „Qualität vor Ort“, zwei Modellprogrammen, die von 2013 bis 2018 in Kooperation mit der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung und der Stiftung Mercator in Bonn realisiert wurden. Darüber hinaus geben Fachkräfte aus den vier Bonner Tandems Kita- Grundschule („Bildung braucht Sprache“) anhand von eigenen Materialien Praxiseinblicke, wie sie den Übergang zwischen Elementar- und Primarbereich als „positive Erfahrung“ gestalten. Die Handreichung stellt Kindertageseinrichtungen und Grundschulen in Bonn wesentliche Elemente fürSeite 3 von 6 Seite 4 eine professionelle Übergangsgestaltung zur Verfügung. Die Loseblattsammlung dient als Referenzrahmen und Impulsgeber, um die eigene Praxis zu reflektieren und weiterzuentwickeln. Darüber hinaus stehen aktuell 50 Exemplare bereit, um als Prototyp in Bonner Einrichtungen erprobt zu werden, sowohl für die Gewinnung neuer Tandems aus Kitas und Grundschulen als auch für alle interessierten Fachkräfte. 5. Literacy, Förderung der Lesefähigkeit und Zugang zur Schrift Lesen ist ein universelles Kulturwerkzeug und gilt als Schlüsselkompetenz für Bildungsteilhabe. Leseförderung in Kitas und Schulen (Literacy) verfolgt das Ziel, Kinder und Jugendliche an Sprache und Schriftsprachlichkeit heranzuführen, ihr Interesse an Literatur zu wecken und sie zum Lesen und Schreiben zu motivieren. Im Rahmen des Schwerpunkts Durchgängige Sprachbildung initiiert und begleitet das Inklusionsbüro Aktivitäten zur Leseförderung sowohl im Elementarbereich als auch im schulischen und außerschulischen Bereich. Auf unterschiedlichen Ebenen werden Multiplikator*innen der Leseförderung bei ihrer Arbeit unterstützt und der Erfahrungsaustausch institutionen- und ämterübergreifend angeregt. 5.1 Angebote für Lesepat*innen in Bonn Die ämterübergreifende Kooperation „Lesepat*innen in Bonn“ (Volkshochschule, Stadtbibliothek, Freiwilligenagentur, Inklusionsbüro) bietet Information, Beratung, Austausch und Weiterentwicklung rund um das Thema „Lesepat*innen in Bonn“ an. Das Angebot sowohl für Lesepat*innen als auch für Träger und Institutionen ist jetzt unter „Lesepatinnen und Lesepaten in Bonn“ auf www.bonn.de zugänglich. Neben der individuellen Beratung laufen im zweiten Halbjahr 2019 weitere Veranstaltungen und Aktionen für Lesepat*innen: Zum Thema „Sind Kinder heute wirklich unruhiger und unkonzentrierter als früher und was bedeutet das fürs Vorlesen?“ kamen am 24.09.2019 24 Lesepatinnen und 3 Lesepaten der Aktion Leselust im Haus der Bildung zusammen und diskutierten Ihre Erfahrungen und Eindrücke mit dem Psychologen Tim van Lipzig (Psychologische Beratungsstelle der Bundesstadt Bonn). Aufgrund der guten Resonanz nach den beiden Einführungsveranstaltungen mit dem Bonner Verein Lesementor im ersten Halbjahr folgt am 30.10.2019 ein weiteres Seminar zur Erstqualifizierung von Lesementor*innen im Primarbereich. Darüber hinaus können Lesepat*innen, die schon länger im Primarbereich tätig sind, am 5.11.2019 an der Fortbildung „Lesen und Vorlesen im Kontext von Mehrsprachigkeit“ teilnehmen, einer Kooperation mit dem Bundesverband binationaler Familien. Die Aktion „Buchgutschein für Lesepat*innen in Bonn“ wurde erfolgreich abgeschlossen. Insgesamt wurden 55 Gutscheine à 100 Euro für neue Bücher zum Vorlesen und Lesen im Elementar- und Primarbereich eingetauscht.Seite 4 von 6 Seite 5 5.2 „LeseOasen“ – Leseförderung für Grundschulen mit Ganztagsbetreuung Mit dem Förderprogramm „LeseOasen - Leseförderung im Ganztag“ unterstützt die Kinderrechtsorganisation Save the Children Ganztagsgrundschulen in Berlin und Nordrhein-Westfalen dabei, alle Kinder zum Lesen anzuregen. Zu diesem Zweck werden an den Schulen lesefreundliche Räume eingerichtet, in denen Kinder spielerisch an das Lesen herangeführt werden. Trainerinnen und Trainer von Save the Children kommen dafür für mehrere Wochen in die Schulen und führen gemeinsam mit Erzieherinnen und Erziehern verschiedene Aktivitäten durch. Sie vermitteln dabei Methodenwissen zu Leseanimationsverfahren. Im Schuljahr 2019/2020 werden in Bonn an insgesamt sechs offenen Ganztagsschulen (fünf Regelschulen und eine Förderschule) „Leseoasen“ gefördert. Das Inklusionsbüro begleitet den Prozess im OGS-Projektteam an der Carl- Schurz-Schule und steht im laufenden Prozess für den Austausch von Erfahrungen und Erkenntnissen zur Verfügung. 6. Aktion/Ausstellung „BONNER_IN_VIELFALT?“ Das Inklusionsbüro betreut weiterhin die Ausstellung und entwickelt Angebote für die interaktive Arbeit zu den Fragen aus dem Index für Inklusion. Die Getränkeuntersetzer bilingual (dt.-arab., dt.-engl.) sowie die bilingualen Flyer (Produkte der Kooperation Bonn-Ramallah, s.u.) wurden auch in Kooperation mit Bonner interkulturellen Zentren entwickelt und werden dort schon genutzt: Am 1.9.2019 zur Neueröffnung des Cafés im Haus Vielinbusch in Tannenbusch und ab Herbst im AK Gesundheit des BIM e.V./Migrapolis. Vom 21.-24.11.19 wird die Ausstellung incl. Begleitmaterial auf der Buchmesse Migration (bim e.V.) im Haus der Geschichte präsentiert. Die Information und das Material zur Aktion / Ausstellung stehen jetzt auf www.bonn.de unter dem Suchbegriff „BONNER_IN_VIELFALT?“ zur Verfügung. 7. Städtekooperation mit Ramallah Seit der Veranstaltung „Connective Cities“ (Mai 2018) begleitet das Inklusionsbüro in Kooperation mit dem Amt für Internationales und Engagement Global die Städtekooperation zwischen Bonn und Ramallah im Themenbereich Inklusive Bildung. Aktuelle Produkte dieser internationalen Zusammenarbeit sind aktualisierte Flyer und Plakate der Aktion BONNER_IN_VIELFALT? - bilingual deutsch– arabisch und deutsch-englisch (siehe https://www.bonn.de/inklusion). Im Rahmen der vierten Konferenz „Deutsch-Palästinensische kommunale Partnerschaften“ in Brühl (24.-27.09.2019) wurde die Ausstellung BONNER_IN_VIELFALT? im Max-Ernst-Museum und in der Galerie am Schloss als Beispiel guter Praxis präsentiert. Anlage/nSeite 5 von 6 Seite 6 KeineSeite 6 von 6
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 04:49 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de