190477-03 AA · Änderungsantrag
FDP-Änderungsantrag: Beschluss über die grundsätzlichen Entwicklungsziele für das Gebiet "In den Schleiden" im Ortsteil Lannesdorf, Stadtbezirk Bad Godesberg (Zielbeschluss) - Ergebnisse der Fachgutachten Antrag zur Vorlage 190477
Kerndaten
- Nummer
- 190477-03 AA
- Art
- Änderungsantrag
- Veröffentlicht
- 24.03.2022
- Letzte Änderung
- 15.09.2026
Beratungsfolge
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Änderungsantrag öffentlich 190477-03 AA Antragsteller/in: Petra Nöhring Tobias Folde FDP-Fraktion im Rat der Stadt Bonn 23.03.2022 FDP-Änderungsantrag: Beschluss über die grundsätzlichen Entwicklungsziele für das Gebiet "In den Schleiden" im Ortsteil Lannesdorf, Stadtbezirk Bad Godesberg (Zielbeschluss) - Ergebnisse der Fachgutachten Antrag zur Vorlage 190477 Beratungsfolge Ausschuss für Umwelt, Klima und Lokale Agenda 31.03.2022 Anregung Inhalt des Änderungsantrags Unter Bezugnahme auf die DS 212329, 220466 sowie der unter DS 220540 veröffentlichten Stellungnahme des Klimaschutzbeirates mit dem Titel „Empfehlung des Klimaschutzbeirats zum Thema Ernährung und Landwirtschaft, verabschiedet am 22.02.2022“ und unter ausdrücklicher Berücksichtigung des zu Drucksache 190477 erstellten Bodengutachten des Ingenieurbüros Feldwisch wird das Plangebiet „In den Schleiden“ im Ortsteil Lannesdorf vollständig als landwirtschaftliche Nutzfläche erhalten. sowohl zur standortnahen Erzeugung von Lebensmitteln für Bonner Kindertagestätten, Schulen und Senioreneinrichtungen als auch für die Solidarische Landwirtschaft genutzt und sämtliche Planungen zur Bebauung unverzüglich eingestellt. Begründung Die gutachterlich festgestellte Qualität des Bodens für landwirtschaftliche Zwecke im Gebiet „In den Schleiiden“ ist so herausragend, dass der Gutachter sich genötigt sieht, hierauf in seinem Gutachten sechs Mal nachdrücklich hinzuweisen. Zitat aus dem Bodengutachten Feldwisch, Seite 14: „Durch das geplante Baugebiet „In den Schleiden“ werden Böden in Anspruch genommen, welche eine außergewöhnliche, sehr hohe »Regler- und Pufferfunktion / natürliche Bodenfruchtbarkeit« sowie eine hohe Reglerfunktion des Bodens für den Wasserhaushalt im 2-Meter-Raum« auszeichnet. Der bodenfunktionale Verlust betrifft damit Böden, die für die Bundesstadt Bonn von besonderer Bedeutung für die Versorgung mit regional angebauten Lebensmitteln und für die KühlungSeite 1 von 2 Seite 2 des Siedlungsraums sind.“ Für den Fall einer Bebauung des Areals soll dieser Boden deshalb zur Seite geräumt und in Mieten zwischengelagert werden. Und weil er so wertvoll ist, soll der Lannesdorfer Boden nach der Beendigung der Bauphase an andere Orte im Stadtgebiet transportiert werden, wo der zur Bodenverbesserung beitragen kann. Zitat aus Bodengutachten Feldwisch, Seite 18: „Insbesondere die Verwertung etwaiger Überschussmassen aus der Erschließung sollte bodenfunktional hochwertig erfolgen. Dazu sind geeignete Aufbringungsflächen im Stadtgebiet zu erkunden, auf denen durch einen bodenschonenden Bodenauftrag eine Verbesserung der natürlichen Bodenfunktionen, insbesondere der »Regler- und Pufferfunktion / natürliche Bodenfruchtbarkeit sowie der Reglerfunktion des Bodens für den Wasserhaushalt im 2-Meter- Raum«, nachweislich erreicht werden kann.“ Es steht außer Frage, dass der großvolumige Aushub eines als hervorragend bewerteten und somit wertvollen Ackerbodens sowie dessen Transport durch das Stadtgebiet zu einem hohen Einsatz von Maschinen und LKW führt, was als größter anzunehmender ökologischer Unsinn bezeichnet werden muss. Zitiert sei hier aus der Begründung zu Antrag 212329: „Ökologische Landwirtschaft schützt Natur und Klima, indem durch sie … CO2-Emissionen durch geringere Transportwege … gemieden .. werden.“ Im Sinne sowohl der Ökologie als auch der Ökonomie ist es daher viel sinnvoller, den Boden an Ort und Stelle zu belassen, um dort biologisch erzeugte Lebensmittel für Bonner Kindertagesstätten, Schulen und Senioreneinrichtungen herzustellen. Dies würde auch die Ziele der Bio-Stadt Bonn untermauern, auf die sich Bonn bereits 2019 unter der Vorgänger-Koalition verpflichtet hat. Alternativ oder ergänzend kann das Gebiet „In den Schleiden“ auch für die Solidarische Landwirtschaft erschlossen werden. Anlage/n KeineSeite 2 von 2
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 02:28 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de