190474-1 AA · Änderungsantrag
41. Satzung zur Änderung der Beitrags- und Gebührenordnung für die Inanspruchnahme der öffentlichen Abwasseranlage (Kanalabgabensatzung) Antrag zur Vorlage 190474
Kerndaten
- Nummer
- 190474-1 AA
- Art
- Änderungsantrag
- Veröffentlicht
- 29.11.2019
- Letzte Änderung
- 18.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Rates Entscheidung federführend
- Sitzung des Ausschusses Finanzen- und Beteiligungen Empfehlung
Dateien
- Sammeldokument öffentlich Öffnen ↗
Verwandte Vorlagen
Übergeordnet
Untergeordnet
Volltext
Maschinell aus dem PDF extrahierter Text — Tabellen und Layout gehen verloren. Maßgeblich ist das PDF: PDF öffnen ↗.
Text anzeigen (5.476 Zeichen)
Änderungsantrag öffentlich 190474-1 AA 41. Satzung zur Änderung der Beitrags- und Gebührenordnung für die Inanspruchnahme der öffentlichen Abwasseranlage (Kanalabgabensatzung) Antrag zur Vorlage 190474 Beratungsfolge Ausschuss für Finanzen und Beteiligungen 10.12.2019 Empfehlung Rat 12.12.2019 Entscheidung Inhalt des Änderungsantrags Die Gebührensätze werden gegenüber dem Vorjahr um 0,5% gesenkt. Die Kostenansätze für die Unterhaltung des Infrastrukturvermögens, Bewirtschaftungsaufwand Gas und Strom, Entsorgungskosten sowie für sonstige betriebliche Steuern und Abwasserabgabe in Anlage 1a werden um insgesamt 1,45 Mio. Euro reduziert. Der Ansatz für kalkulatorischen Zinsen wird um 1,962 Mio. EUR reduziert (Wegfall des Risikozuschlags von 0,5 %). Der in Ziffer 4 der Anlage 1 dargestellte Gebührenbedarf wird demnach auf 65.793.444,45 EUR reduziert (-2.981.136,- EUR gegenüber Beschlussvorlage). Begründung Der Vergleich von Kalkulationsansätzen mit tatsächlichen Kosten der zurückliegenden Ergebnisjahre zeigt regelmäßige Überdeckungen insbesondere in den folgenden Kostenarten, die unter Berücksichtigung der Vorjahresergebnisse sowie unter Berücksichtigung der Erläuterungen der Beschlussvorlage wie folgt reduziert werden können. Unterhaltung Infrastrukturvermögen (-500 TEUR): Die Unterhaltung des Infrastrukturvermögens erwies sich im Ergebnisjahr 2018 um gut 0,82 Mio. EUR und in 2017 sogar um gut 1,7 Mio. Euro übersetzt. Hintergrund der Antragsteller/in: DIE LINKE., Dr. Michael FaberSeite 1 von 3 Seite 2 Differenz war die nachträgliche investive Einstufung von als konsumtiv geplanten Maßnahmen insbesondere bei Kanalsanierungen. Sofern eine nachträgliche investive Einstufung bei anstehenden Kanalsanierungen zukünftig seltener wird, erwarten auch die Antragsteller einen Anstieg. Angesichts der letzten Betriebsergebnisse von 1,43 Mio. EUR in 2018 und 0,94 Mio. EUR in 2017 erscheint ein Kostenansatz von 2,2 Mio. EUR (statt 2,7 Mio.) aber auch angesichts der erwarteten Steigerung immer noch mehr als ausreichend bemessen. Bewirtschaftungsaufwand Gas (-150 TEUR) Regelmäßig zeigt sich auch der Bewirtschaftungsaufwand Gas übersetzt: + 160.667,- EUR in 2018 und + 296.475,- EUR in 2017. Es wird anerkannt, dass der Kostenansatz stark schwanken kann, da Gas im Warmhaltebetrieb nur bei Ausfall der Klärschlammverbrennungsanlage benötigt wird. Der Mittelwert der letzten vier Betriebsergebnisse 2015 bis 2018 beläuft sich hier auf 123,7 TEUR. Da der Kostenansatz um 200.000,- EUR gegenüber Vorjahresansatz erhöht wurde, ist eine Absenkung um 150.000,- EUR auf 120.000 EUR angezeigt, was dem Mittelwert der letzten vier Jahre deutlich besser entspricht als der von der Verwaltung geplante Kostenansatz. Bewirtschaftungsaufwand Strom (-150 TEUR) Auch hier liegen die Ergebnisse regelmäßig über der Kostenkalkulation: + 155.087,- EUR in 2018 und + 567.966,- EUR in 2017. Der um 150 TEUR reduzierte Ansatz liegt mit 3.984.000 EUR immer noch um 189.000 EUR über dem Betriebsergebnis 2018 (3.795.000 EUR). Entsorgungskosten (-150 TEUR) Die Entsorgungskosten waren im Ergebnisjahr 2018 um 158.565 EUR und in 2017 um 296.443 EUR übersetzt. Der Ansatz bleibt in der Vorlage unverändert gegenüber dem Vorjahr, angesichts der Ergebnisse der Vorjahre ist daher eine Anpassung um 150.000 EUR geboten. Der auf 402 TEUR reduzierte Kostenansatz lässt ausreichend Spielraum für Kosten für evt. auftretende Fremdentsorgungen bei Ausfall der Klärschlammverbrennungsanlage auch wenn der Marktpreis für Klärschlamm gestiegen ist. Sonstige betriebliche Steuern / Abwasserabgabe (-200 TEUR) Die Ergebnisse lagen in 2018 um 223.988 EUR und in 2017 + 212.934 EUR über dem Kostenansatz. Der Kostenansatz in 2020 ist identisch mit dem im 2019. Daher ist eine Anpassung geboten. Gründe für eine Kostensteigerung sind nicht ersichtlich. Kalkulatorische Abschreibungen (-300.000) Der Kostenansatz für kalkulatorische Abschreibungen im Ergebnisjahr 2018 war um + 288.879 EUR, in 2017 um + 548.805 EUR übersetzt. Da die kalkulatorischenSeite 2 von 3 Seite 3 Abschreibungen sinken, wie sich auch aus den Ergebnisjahren in 2017 (27,4 Mio.) und 2018 (27,04 Mio.) ist eine Reduzierung des Ansatzes für 2020 auf 26,6 Mio. angezeigt. Summe der Anpassung der Kostenansätze: - 1,45 Mio. EUR Zudem beantragen die Antragsteller, jüngerer Rechtsprechung folgend, auf einen Risikozuschlag von 0,5 % innerhalb der kalkulatorischen Zinsen zu verzichten. Die Antragsteller verweisen auf das Urteil des VG Düsseldorf v. 12.12.2018 (5K12028/17). Aus Sicht der Antragsteller ist schon ein kalkulatorischer Zinssatz von 5,56 %, wie er von der GPA empfohlen wird (Link), angesichts der anhaltenden Niedrigzinsphase großzügig bemessen, um tatsächliche Zinskosten für Anlagekapital in der kostendeckenden Gebührenkalkulation abzubilden. Die Streichung des Risikozuschlags entspricht einer rechnerischen Reduzierung der kalkulatorischen Zinskosten um 2,442 Mio. EUR. Da die Verwaltung den Kostenansatz bereits um 480.000 EUR reduziert hat, ergibt sich eine Reduzierung der kalkulatorischen Zinskosten um 1,962 Mio. EUR bei Verzicht auf den Risikozuschlag. In der Summe ergibt sich somit eine Reduzierung der kalkulationsfähigen ansatzfähigen Kosten um 3,412 Mio. EUR. Nach Abzug des städtischen Anteils am Niederschlagswasser ergibt sich ein um 2.981.136,- EUR reduzierter Gesamtgebührenbedarf von nunmehr 65.793.444,45 EUR. Das entspricht einer Absenkung der Gebührenlast um 0,5 %. Anlage/n KeineSeite 3 von 3
Folgen Neue Vorlagen, Sitzungen und Auswertungen aus dem Bonner Rat — im Fediverse, ohne Konto lesbar.
bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 01:12 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de