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190468 · Beschlussvorlage

Neugestaltung der ehemaligen Endhaltestelle Rheinallee (alt: 0313855, FF: Amt 61)

Nummer
190468
Art
Beschlussvorlage
Veröffentlicht
27.11.2019
Letzte Änderung
18.09.2026
  1. Sitzung noch nicht verknüpft Entscheidung federführend
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Untergeordnet

  1. 190468-1 ST Neugestaltung der ehemaligen Endhaltestelle Rheinallee (alt: 0313855ST3, FF: Amt 61)

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Beschlussvorlage
öffentlich
190468
Neugestaltung der ehemaligen Endhaltestelle
Rheinallee (alt: 0313855, FF: Amt 61)
Beratungsfolge
Bezirksvertretung Bad Godesberg 05.02.2020 Entscheidung
Beschlussvorschlag
Die Verwaltung wird beauftragt, die beiden Varianten zur Neugestaltung der
ehemaligen Endhaltestelle Rheinallee den Bürgerinnen und Bürgern in einer
Bürgerversammlung vorzustellen.
Begründung
Vorberatung:
Beratungsfolge Sitzung Ergebnis Z. *
Ausschuss für Planung, Verkehr und
Denkmalschutz
26.11.2003 vt: M gegen FDP 4
Bezirksvertretung Bad Godesberg 03.12.2003 Vertagt 1
Ausschuss für Planung, Verkehr und
Denkmalschutz
21.01.2004 vt bis die Vorlage
auch in der BV
Go zur Beratung
ansteht
4
Ausschuss für Planung, Verkehr und
Denkmalschutz
10.05.2007 o.V. an BV Go: M
gegen GRÜNE
4
Bezirksvertretung Bad Godesberg 23.05.2007 vt. 1
Mit der Tieferlegung der Stadtbahn in Bad Godesberg wurde die ehemalige
oberirdische Endhaltestelle an der Rheinallee überflüssig und abgebaut. Zurzeit
wird diese Fläche als provisorischer Parkplatz mit ca. 26 Stellplätzen genutzt.
Für diese attraktive Innenstadtlage, die sich auch als Baufläche für Gewerbe
bzw. Büronutzung eignet, hat es bisher keine entsprechende ernsthafte
Nachfrage eines Investors gegeben, sodass letztendlich eine
Freiflächennutzung in Frage kommt. Diese Fläche als Grünfläche zu gestalten,
hat die Verwaltung nicht weiter verfolgt, da die Aufenthaltsqualität sehr unter
der Geräuschkulisse der DB-Strecke leidet.
Federführung:
Bezirksverwaltungsstelle Bad Godesberg Dezernat:
Dez. ISeite 1 von 12

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Im Rahmen der Erarbeitung des Integrierten Handlungskonzeptes Bad Go-
desberg-Mitte wurde das Thema der Notwendigkeit einer Neugestaltung
diskutiert und in die Maßnahmen- und Kostenübersicht des Integrierten
Handlungskonzeptes aufgenommen.
Durch Anträge in der Bezirksvertretung Bad Godesberg wurde in den letzten
Jahren mehrfach gefordert, diesen Platz attraktiver zu gestalten. In der Sitzung
vom 17.09.2003 wurde erneut der Wunsch geäußert, die Pläne zur
Umgestaltung der ehemaligen Endhaltestelle kurzfristig vorzustellen.
Die Verwaltung schlägt nunmehr vor, die heutige Nutzung (Parkplatz)
beizubehalten.
Die Neugestaltung dieses Areals bezieht sich allerdings nicht allein auf den
engeren Bereich der ehemaligen Endhaltestelle, sondern auch auf die heutige
Buswendeschleife einschließlich Kiosk und auf die Vorfläche des
Sparkasseneingangs. Da nicht zu erwarten ist, dass die Gesamtfläche in einem
Stück ausgebaut werden kann, werden die folgenden Ausbaustufen definiert:
1. Ausbaustufe: Parkplatz (ehemalige Endhaltestelle)
2. Ausbaustufe: Buswendeschleife einschl. Kiosk
3. Ausbaustufe: Vorfläche der Sparkasse
Die Bushaltestelle ”Rheinallee” wird von 4 Buslinien angefahren, wobei
die Linie 610 derzeit hier ihren Endpunkt hat. Die Buslinien der RVK
berühren die Wendeschleife nicht, weil diese Linien ihre Halte-
stelle/Warteposition am Von-Groote-Platz haben. Es wird
vorgeschlagen, die Wendeschleife aufzugeben, die Haltestelle direkt an
die Rheinallee zu legen und somit den Kiosk aus seiner Insellage zu
befreien.
Der unter Denkmalschutz stehende Kiosk, der früher einmal das ”Warte-
häuschen” der Straßenbahn nach Mehlem war, wird in beiden Varianten-
aufgewertet und soll die Aufenthaltsqualität durch ein attraktives
gastronomisches Angebot mit der Möglichkeit der Außenbestuhlung erhöhen.
Die öffentliche Toilettenanlage sollte erhalten bleiben.
Schon heute liegt ein Teil des Parkplatzes auf dem Gelände, das im Eigentum
der Sparkasse liegt. Ein erstes Vorgespräch mit der Sparkasse zeigte, dass ein
Interesse an einer Neugestaltung seitens der Sparkasse grundsätzlich besteht;
allerdings will die Sparkasse erst die weitere Entwicklung abwarten, bevor sie in
Verhandlungen mit der Stadt Bonn über die Grundstücksfragen und eine
eventuelle Beteiligung am Ausbau eintreten wird. Der Umbau des
Sparkassengeländes kann nicht zu Lasten der Stadt erfolgen.
Die Verwaltung hat für die Neugestaltung zwei Gestaltungsvarianten entwickelt.
1. Ausbaustufe
Für beide Varianten ist die 1. Ausbaustufe identisch. Es entsteht ein
Parkplatz mit 37 Parkplätzen im Bereich der ehemaligen EndhaltestelleSeite 2 von 12

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und 12 Parkplätzen im Bereich der Wendeanlage Beethovenallee. Die
vorhandenen Bäume werden integriert und es werden 9 neue Bäume
gepflanzt. Der bahnparallele Radweg wird über den Parkplatz geführt.
Die vorhandenen überdachten Fahrradparkplätze werden geringfügig
verschoben.
Die Anzahl der Parkplätze erhöht sich von heute 32 auf 49.
1. Ausbaustufe
Die zweite Ausbaustufe bezieht sich im wesentlichen auf die Fläche der
Buswendeschleife einschl. Kiosk bis zur Rheinallee, allerdings ohne die
heute mit Kleinpflaster belegte Vorfläche der Sparkasse. In beiden
Varianten wird die Buswendeschleife aufgegeben und die Haltestelle di-
rekt an die Rheinallee gelegt. Die Rheinallee erhält weiterhin eine Breite
von 6 m, die Busbuchten jeweils eine Breite von 2,50 m. Das Beet, das
heute den Höhenunterschied zwischen Kiosk und Rheinallee auffängt,
wird durch eine Stützmauer ersetzt, so dass auch auf der Kioskseite ein
2 m breiter Seitenstreifen entsteht, der als Wartebereich für
Busbenutzer zur Verfügung steht und den Zugang zu den Bussen si-
cherstellt. Zwei Wartehallen links und rechts des Kiosks ergänzen die
Haltestelle.
1. Variante 1
Die Neugestaltung in der Variante 1 nutzt das leichte Gefälle zur
Rheinallee hin, um eine deutliche Gliederung der Gesamtfläche
zu erreichen. Zum anderen verdeutlichen Baumplanzungen in
der verlängerten Achse der Rheinallee die frühere Führung
dieser Straße. Senkrecht zu dieser Achse entwickelt sich ein
”Platz im Platz”, indem mit dem Gefälle zur Rheinallee eine an
Höhe zunehmende Stützmauer eine Fläche um den Kiosk
entstehen lässt, die selbst horizontal bleibt. Diese Fläche kann
zu einer kleinen Bastion mit einem maximalen Höhenunterschied
von 1 m ausgebaut werden. Auf dieser Fläche könnte sich –
ausgehend vom Kiosk – auch eine Aussengastronomie
entwickeln.
In der verlängerten Rheinallee-Achse wird in der Nähe der DB-
Fußgängerunterführung ein Wasserspiel vorgeschlagen. Für den
Bodenbelag werden anthrazitfarbige Betonplatten mit
Granitbändern vorgeschlagen (Gestaltungsprinzip wie
Rheinallee).
2. Variante 2
Die Variante 2 greift die vorhandene Situation der fast
sternförmig zulaufenden Straßen auf, die in einem Halbkreis um
die DB-Fußgängerunterführung einmünden. Dieser Halbkreis
wird durch Baumpflanzungen markiert, ebenso die Achse der
Rheinallee. Im Mittelpunkt des Halbkreises wird ein Brunnen
vorgesehen, wie dieser schon einmal im KreuzungsbereichSeite 3 von 12

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Rheinallee/Königsplatz bestand. Das Gefälle entwickelt sich kon-
tinuierlich über die gesamte Fläche bis zur Rheinallee hin.
Dadurch wird eine großzügige Platzfläche geschaffen, die
vielfältige, auch kulturelle Nutzungen, ermöglicht. Auch bei
dieser Planung kann die Gastronomie am Kiosk aktiviert werden.
Für den Bodenbelag werden anthrazitfarbige Betonplatten mit
Granitbändern vorgeschlagen.
2. Ausbaustufe
Die 3. Ausbaustufe bezieht sich allein auf die Vorfläche der Sparkasse,
die sich vollständig im Eigentum der Sparkasse befindet und durch
diese finanziert werden muss.
3.1 Variante 1
In der Variante 1 wird diese Fläche mit anthrazitfarbigen Betonplatten
befestigt, in der Granitpflasterbänder die Flächen gliedern. Ansonsten
passt sich die Abgrenzung an die strenge Geometrie der 2. Ausbaustufe
an.
3.2. Variante2
Die Variante 2 sieht dagegen überwiegend Grünflächen vor, wobei
natürlich der Zugang zur Sparkasse entsprechend der Platzgestaltung
befestigt ist. Auch hier passt sich die Form der Grünbeete an die Halb-
kreisform der Variante 2 an.
4. Finanzierung
Die Umgestaltung der ehemaligen Endhaltestelle löst keine Beitragspflichten
der Anlieger aus.
Finanzierungsübersicht Variante 1 Variante 2
Baukosten 1. Ausbaustufe 242.700 € 242.700 €
Baukosten 2. Ausbaustufe 565.200 € 536.850 €
Baukosten 3. Ausbaustufe 215.150 € 190.050 €
Gesamtkosten 1.023.050 € 969.600 €
Ausbaubeiträge nach §§ 127 ff BauGB/§ 8
KAG NRW
0 € 0 €
Städt. Anteil (abzüglich eventueller Zu-
schüsse aus dem
Stadterneuerungsprogramm)
807.900 € 779.550 €
- - - - -Seite 4 von 12

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Wegen der laufenden Diskussion um die Umgestaltung der Bad Godesberger
Innenstadt nach der Inbetriebnahme des Straßentunnels und der damit
zusammenhängenden Frage der Parkplatzsituation ist die Beratung der
Vorlage als dringlich anzusehen.
Darüber hinaus weist die Verwaltung darauf hin, dass aufgrund der derzeitigen
prekären Haushaltslage keinerlei Aussagen über den Zeitpunkt einer möglichen
Realisierung gemacht werden können.
Anlage/n
1 Übersichtspläne Rheinallee (öffentlich)Seite 5 von 12

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Datenstand: 02.11.2026, 21:53 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de