190442 · Beschlussvorlage
Beschleunigung der Bus- und Bahnlinien (1) -zusätzliches Personal für Signalplanung und Verkehrsüberwachung -Umsetzung von Maßnahmen auf dem Weg der Buslinie 631 (alt: 1810600NV12)
Kerndaten
- Nummer
- 190442
- Art
- Beschlussvorlage
- Veröffentlicht
- 23.10.2019
- Letzte Änderung
- 18.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Ausschusses Finanzen- und Beteiligungen Empfehlung
- Sitzung der Bezirksvertretung Bonn Anhörung
- Sitzung des Unterausschusses Personal und Organisation Anhörung
- Sitzung des Hauptausschusses Empfehlung
- Sitzung des Rates Entscheidung federführend
Dateien
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Beschlussvorlage öffentlich 190442 Beschleunigung der Bus- und Bahnlinien (1) - zusätzliches Personal für Signalplanung und Verkehrsüberwachung - Umsetzung von Maßnahmen auf dem Weg der Buslinie 631 (alt: 1810600NV12) Beratungsfolge Ausschuss für Finanzen und Beteiligungen 05.11.2019 Empfehlung Bezirksvertretung Bonn 05.11.2019 Anhörung Unterausschuss Organisation und Personal 26.11.2019 Anhörung Hauptausschuss 05.12.2019 Empfehlung Rat 12.12.2019 Entscheidung Beschlussvorschlag 1. Der Einrichtung einer zusätzlichen Ingenieursstelle in der Wertigkeit der Entgeltgruppe 11 TVöD in Amt 66 im Bereich 66-61 „Verkehrstechnik Betriebstechnik“ mit der Aufgabe Lichtsignalanlagen-Planung (Aufgabengebiet ÖPNV-Beschleunigung) wird zugestimmt, um sowohl die Optimierung als auch die Neueinrichtung der ÖPNV-Beschleunigung an allen Lichtsignalanlagen (LSA) auf den Linienwegen der Busse und Bahnen in Bonn voranzutreiben. 2. Der Einrichtung von 4 zusätzlichen Stellen in der Wertigkeit der Entgeltgruppe 5 TVöD zur Verkehrsüberwachung der Linienwege des ÖPNV im Bereich des Stadtordnungsdienstes im Amt 33 wird zugestimmt, um eine gezielte Parkraumüberwachung (an zunächst 12 Linienwegen von Bussen) zu gewährleisten. 3. Die stellenplanmäßigen Voraussetzungen werden nachlaufend in der Stellenplanfortschreibung 2021/2022 geschaffen. 4. Für das Jahr 2020 werden die Mittel für die zusätzlichen Personalkosten überplanmäßig bereitgestellt. 5. Als erste kurzfristig umsetzbare Maßnahme für die Linie 631 werden die Parkregelungen auf der Eduard-Otto-Straße und der Markusstraße so angepasst, dass ein behinderungsfreier Busverkehr möglich wird (Entfall von ca. 14 Stellplätzen). Federführung: 61 Stadtplanungsamt Dezernat: Dez. IIISeite 1 von 7 Seite 2 Begründung Beratungsfolge Sitzung Ergebnis Z. * Ausschuss für Planung, Verkehr und Denkmalschutz 30.10.2019 2 Mit dem Beschluss des Hauptausschusses vom 26.04.2018 wurde die Verwaltung beauftragt, in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken, linienscharf Vorschläge zur Beschleunigung des Bus- und Bahnverkehrs zu machen (sh. DS-Nr. 1810600EB4). Mittlerweile liegen die von den Stadtwerken erstellten Linienbewertungen für insgesamt 12 Buslinien vor (Linien 600, 601, 602, 603, 605, 606, 607, 608, 609, 630, 631 und SB69). Die Maßnahmen zur Verbesserung der Zuverlässigkeit der Bus- und Bahnlinien lassen sich aufteilen in die Themenbereiche ÖPNV-Beschleunigung an Lichtsignalanlagen, Parkraumüberwachung, verkehrsrechtliche Maßnahmen, bauliche Maßnahmen und betriebliche Maßnahmen. Ziel der Beschleunigung ist eine Erhöhung der Zuverlässigkeit der Bonner Bus- und Bahnlinien. Begonnen werden soll mit Maßnahmen auf den Linien, die die höchsten Verspätungsquoten aufweisen. Daher wurden zunächst die Verspätungsursachen auf dem Linienweg der Linie 631 analysiert. Nach Auswertung der Linienbewertungen wird deutlich, dass die meisten Verspätungen und Behinderungen der Busse durch Wartezeiten an den Lichtsignalanlagen (ca. 34% der neuralgischen Punkte) und falschparkende Fahrzeuge (ca. 19% der neuralgischen Punkte) entstehen. Außerdem wird deutlich, dass an vielen Stellen auf dem Liniennetz eine Bus—Pkw-Begegnung aufgrund von vorhandenen Parkplätzen nicht möglich ist (ca. 14% der neuralgischen Punkte). Im Sinne einer am Ergebnis orientierten effektiven Herangehensweise, soll bei den ersten umzusetzenden Maßnahmen der Fokus zunächst auf der Planung der Lichtsignalanlagen und der verstärkten Parkraumüberwachung liegen. Darüber hinaus prüft die Verwaltung die Verlegung bzw. Wegnahme einzelner Parkplätze auf den Linienwegen, um den Busverkehr zuverlässiger zu gestalten. Planungsbedarf Lichtsignalanlagen Die Realisierbarkeit der ÖPNV-Bevorrechtigung muss für jede Lichtsignalanlage gesondert geprüft werden, besonders an Kreuzungen, an denen ÖPNV-Verkehrsrichtungen sich kreuzen oder konträr zueinander verlaufen. Dies gilt sowohl für die Optimierung von vorhandener Bevorrechtigungsschaltung, als auch für die Neueinrichtung einer ÖPNV- Bevorrechtigung. Auf den Linienwegen der bereits analysierten Linien befinden sich insgesamt 156 Lichtsignalanlagen, von denen bei 19 Lichtsignalanlagen die Optimierung der bereits vorhandenen Beschleunigung geprüft werden sollte. Bei 88 Lichtsignalanlagen auf den Linienwegen sollte die Neueinrichtung einer ÖPNV-Beschleunigung geprüft werden. Somit besteht bei etwa 69% der Lichtsignalanlagen auf den bereits ausgewerteten Linienwegen ein Planungsbedarf. Um eine zeitnahe Prüfung, Planung und Umsetzung der ÖPNV-Bevorrechtigung an Lichtsignalanlagen zu gewährleisten, ist die Bereitstellung von zusätzlichem Personal im Umfang von einer zusätzlichenSeite 2 von 7 Seite 3 Ingenieursstelle in der Wertigkeit der Entgeltgruppe 11 TVöD in Amt 66 im Bereich 66-61 „Verkehrstechnik Betriebstechnik“ mit der Aufgabe LSA-Planung erforderlich. Die Personalkosten sollen aus Mitteln nach §11 Abs. 2 ÖPNV-Gesetz NRW getragen werden, da die/ der neue Mitarbeitende ausschließlich Themen der ÖPNV-Beschleunigung bearbeiten wird. Der städtische Haushalt wird somit nicht belastet. Bedarf Parkraumüberwachung Bestehende Parkregelungen auf dem Linienweg werden häufig nicht eingehalten, sodass eine gezielte Parkraumüberwachung auf dem Linienweg der Linie 631 sowie o. g. weiteren Linien aus Sicht der Verwaltung einen erheblichen positiven Einfluss auf die Pünktlichkeit haben wird. Für eine konsequente Parkraumüberwachung auf den untersuchten Linien ist die Bereitstellung von zusätzlichem Personal zur Verkehrsüberwachung im Amt 33 im Bereich 33-233 „Bezirksdienst“ im Umfang von 4 Stellen in der Wertigkeit der Entgeltgruppe 5 TVöD sinnvoll. Diese sind notwendig, um angesichts der zahlreichen Linien und langen Linienwege eine engmaschige Überwachung gewährleisten zu können. Mit diesen 4 zusätzlichen Stellen werden im Früh- und Spätdienst die Linienwege kontrolliert. Die Maßnahme soll auch dazu dienen, Erfahrungen zu sammeln und so eine fundierte Aussage über die Effektivität und Wirkung der Kontrollen treffen zu können. Die Personalkosten werden sich aller Erwartung nach durch die zu erzielenden Einnahmen über Verwarnungen selbst tragen. Defizite werden aus Mitteln nach §11 Abs. 2 ÖPNV-Gesetz NRW ausgeglichen, da die Mitarbeiter vornehmlich Linienwege des ÖPNV überwachen werden. Erste umsetzbare Maßnahmen Linie 631 Als erste umsetzbare Maßnahmen für die Linie 631 wird die Wegnahme von Parkmöglichkeiten auf der Eduard-Otto-Straße (östlich Hausdorffstraße) und der Markusstraße vorgeschlagen. Auf der Eduard-Otto-Straße kommt es zu Behinderungen auf Höhe der Hausnummer 32, da dort parkende Autos Begegnungen zwischen entgegenkommenden Fahrzeugen verhindern. Dadurch kommt es gerade in der Hauptverkehrszeit an dieser Stelle häufig zu Rückstau. Zur Verbesserung der Situation empfiehlt sich daher ein Parkverbot an dieser Stelle. Dadurch würden ungefähr vier Stellplätze, die nicht als solche markiert sind, auf der Eduard-Otto-Straße entfallen (siehe Übersichtsskizze in der Anlage). Parkende Fahrzeuge auf der Markusstraße verhindern ebenfalls eine Bus-Pkw- Begegnung, sodass dort immer wieder Wartezeiten entstehen. Diese können nur dann nachhaltig verkürzt werden, wenn dem Bus die Gelegenheit zu betrieblich sinnvollen Begegnungsmöglichkeiten gegeben wird. Durch die Wegnahme von insgesamt 10 Parkplätzen können diese Begegnungsmöglichkeiten auf der Markusstraße geschaffen werden (siehe Übersichtsskizze in der Anlage). Vor allem im Berufsverkehr wird die Linie 631 in Richtung Tannenbusch durch den Rückstau an der LSA 197 (Karl-Barth- Straße/Markusstraße/Rheinweg) regelmäßig vom MIV behindert. Durch die Wegnahme von ca. fünf Parkplätzen vor den Häusern mit den Nummern 4 bis 8Seite 3 von 7 Seite 4 wird die Linie 631 unabhängiger vom MIV. Durch die Wegnahme von ca. fünf Parkplätzen vor den Häusern mit den Nummern 22 bis 30 kann zudem ein Begegnungsabschnitt mit guter Einsehbarkeit in beide Richtungen geschaffen werden. Für die insgesamt 14 entfallenden Stellplätze auf dem o.g. Straßenzug zwischen Hausdorffstraße und Rheinweg kann im unmittelbaren Umfeld kein Ersatz angeboten werden, da keine Ersatzflächen zur Verfügung stehen. Für die Eduard-Otto-Straße westlich der Hausdorffstraße schlägt die Verwaltung zur Reduzierung der Busbehinderungen (insbesondere an der Kreuzung mit der Hausdorffstraße) die Einrichtung einer Busspur vor. Diese Maßnahme wurde in gesonderter Beschlussvorlage (DS 1911747) den entsprechenden Gremien zur Beratung und Beschlussfassung vorgelegt. Weitere Beschleunigungsmaßnahmen für weitere Buslinien befinden sich bereits in der Erarbeitung und Abstimmung und werden dann sukzessive vorgelegt. Finanzielle Auswirkungen: Produktgruppe Produktgruppenbezeichnung Produkt Produktbezeichnung 1.12 Verkehrsflächen und –anlagen, ÖPNV 1.12.01 Gemeindestraßen Investive Kosten der Maßnahme Betrag Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen Einzahlungen Investiver Finanzsaldo Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten Betrag Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen / Aufwendungen 79.000,00 € 213.000,00 € 166001206/70.1000 133000204/70.1000 79.0000,00€ 213.000,00 € 161001207 und 133000204 Einzahlungen / Erträge 292.000,00 € Haushaltsbelastung jährlich 0 Anlage/nSeite 4 von 7 Seite 5 1 Pläne Eduard-Otto-Straße und Markusstraße (öffentlich)Seite 5 von 7 Seite 6 von 7 Seite 7 von 7
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