190376-3 ST · Stellungnahme der Verwaltung
Starkregenprävention am Godesberger Bach: Sachstandsabfrage
Kerndaten
- Nummer
- 190376-3 ST
- Art
- Stellungnahme der Verwaltung
- Veröffentlicht
- 04.11.2019
- Letzte Änderung
- 18.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung der Bezirksvertretung Bad Godesberg Entscheidung federführend
Dateien
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Stellungnahme der Verwaltung öffentlich 190376-3 ST Starkregenprävention am Godesberger Bach: Sachstandsabfrage Beratungsfolge Bezirksvertretung Bad Godesberg 06.11.2019 Entscheidung Inhalt der Stellungnahme: Die Verwaltung berichtet über den aktuellen Stand wie folgt: 1. Die von der Bezirksregierung beauftragte Aktualisierung des Niederschlags-Abfluss-Modells ist immer noch in Bearbeitung. Auch die Modellierung mit erst Anfang 2019 verfügbaren Regenradardaten der letzten 16 Jahre ergab bei der statistischen Auswertung keine plausiblen Ergebnisse, wie der Abgleich mit vergangenen Hochwasserereignissen zeigt. 2. Zusätzlich wurde mit einer Modellregen-Simulation aus KOSTRA-Daten gearbeitet, mittels derer Abflusswellen verschiedener Ereignisse generiert werden. Bei allen Verfahren erfolgt in mehreren Schritten immer der Modellabgleich mit gemessenen bzw. bekannten Ereignissen (Niederschlagsmesser, Radardaten, Kanalnetzdaten, Bachpegelmessungen und historisch belegte Hochwasser). Erst hiernach liegen die Grundlagen für die Neuausweisung des gesetzlichen Überschwemmungsgebietes vor. Auch kann dann erst die gemeinsam mit Wachtberg beauftragte Studie zu Möglichkeiten von baulichen Hochwasserschutzmaßnahmen erstellt werden. 3. Das Warnsystem am Godesberger Bach und am Mehlemer Bach meldet so frühzeitig wie technisch möglich einen Anstieg des Wasserstands in den Gewässern. Hierzu wurden im Ober-, Mittel- und Unterlauf auf Radartechnik basierende Messsonden mit aufschaltbarer Videoüberwachung installiert. Bei festgelegten Vorwarn- und Warnschwellen wird jeweils eine automatische Meldekette ausgelöst. Die Feuerwehr entscheidet dann über die Auslösung von Alarmmeldungen mittels Sirenen, Radiodurchsagen, Online-Meldungen und der Warn-App NINA. Das System arbeitet sehr zuverlässig und hat sich bewährt. Es wurde inzwischen auch an Bonner und Beueler Bächen Federführung: 66 Tiefbauamt Dezernat: Dez. IIISeite 1 von 2 Seite 2 installiert, eine Ausdehnung auf alle Bäche im Stadtgebiet ist geplant. 4. Wie unter 2. angegeben, wurde eine Studie bereits am 01.02.2018 in Auftrag gegeben. Es wird wie seinerzeit beim Mehlemer Bach zunächst untersucht, ob und welche baulichen Schutzmaßnahmen möglich sind. Diese müssen dann nach Kriterien wie Kosten- Nutzen, Genehmigungsfähigkeit, Flächenverfügbarkeit etc. bewertet werden. Die Verwaltung wird die Studie selbstverständlich der Bezirksvertretung vorstellen. Die europäische Hochwasser-Risiko-Management-Richtlinie sieht zunächst eine Ermittlung der Hochwassergefahren durch die Bezirksregierung vor, damit die Unteren Wasserbehörden die Bevölkerung vor Ort informieren und zur Eigenvorsorge animieren können. Für die Fronhof Galeria wurde so zwischenzeitlich ein privater Hochwasserschutz umgesetzt. Der Betreiber erhält von den Alarmpegeln am Godesberger Bach die Warnmeldungen, um rechtzeitig individuelle Maßnahmen einzuleiten. Anlage/n KeineSeite 2 von 2
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